Beitragvon Marten Holst » 22. November 2005, 15:26
Moin,
> Glaube gar nicht das dies soooo überspitzt ist ;-) Ich kann
> mir eigentlich kaum ein Spiel vorstellen das eine 6
> verdient hätte. Irgend etwas gutes finde ich (fast) an
> jedem Spiel.
Umgekehrt lässt eigentlich jedes Spiel noch Raum für ein paar Verbesserungsmöglichkeiten - es könnte kürzer sein, das Material etwas schöner, die Regel knackiger. Also auch keine 1en vergeben? Ein Lehrer von mir (den ich sonst ohne zu zögern als den besten, den ich in meiner Schulzeit hatte, bezeichnen mag, dem ich also eine "1" gäbe) hatte es so. 2er kamen sehr selten, 1er alle Jubeljahre (ach Du meine Güte, wie schreibt man den Ausdruck denn). In Schulnoten heißt "6" ja auch nicht, da ist nichts gutes dran - auch in einer 6 im Diktat wird manch' Wort der richtigen Schreibung nicht entkommen sein. Wobei später die 6 in der Praxis meist nur noch für "Arbeitsverweigerung" vergeben wurde, bei uns zumindest. Dennoch, Leistungen "in einem Bereich, der einfach nicht passieren darf" sind auch eine 6. Aus dem Grunde habe ich z.B. Banana Republika mit einer ebensolchen bedacht. Dass da auch subjektives drin ist, wie ein mir komplett unkomisch vorkommender Humor, lässt sich bei solchen Dingen nicht vermeiden.
>> [b]Allerdings[/b]: Wenn man die textuellen Angaben hinter den
>> Noten [i]bei dieser Umfrage[/i] berücksichtigt, ist etwa eine
>> 4 ("Ab und an mal...") bei weitem nicht so schlimm, wie sonst
>> - daher habe ich hier mehr 4en vergeben, als normalerweise.
>
> Yep. Das ist mir auch aufgefallen. Für mich ist eine 4
> eigentlich eine schlechte Note die ich nur "Ab und an mal
> ..." :lol: vergebe. Aber wenn ich die dazugehörige
> Benennung nehme ("Ab und an mal ...") müsste ich sie
> eigentlich viel öfter verteilen als wenn ich in Schulnoten
> denke.
Als Schulnote ist "4" keine "schlechte" Note. Sie heißt "ausreichend", und soll genau den neutralen Punkt, nicht gut, nicht schlecht darstellen. Dass wir zu Schulzeiten alle den Anspruch hatten, besser oder gut zu sein, ist etwas anderes. Aber die 4 ist an sich "okay" und soll "nur wegen besserer Alternativen scheitern". Hier für mich: ein Spiel, das den Zweck eines Spieles komplett erfüllt. Man kann es spielen, es vertreibt Zeit, es funktioniert ohne Probleme. Das wird für mich durch "ab und an mal" gut wiedergegeben, auch wenn natürlich auch "1er"-Spiele es oft in der Praxis nicht auf "ab und an mal" geschafft haben, gibt zu viele für jedes "ab und an".
Das soll jetzt keine "Objektivierung" sein, das ist nur meine Meinung. :-)
Tschüß
Marten