Beitragvon Eric » 30. November 2005, 00:00
Günter Cornett schrieb:
>
> Eric schrieb:
> >
> > Uli Blennemann schrieb:
> > >
> > > Aber, wie gesagt, das Material macht bei Spielen nur einen
> > > Teil des Preises aus - was hältst du sonst von den Preisen
> > > von PC-Spielen (gemessen am Material)?
> >
> > Die sind mir natürlich auch zu teuer... ;-)
> >
> > Aber bei den PC-Spielen ist der Herstellungsprozess etwas
> > transparenter, da weiss man, dass eine Horde Programmierer
> > und Grafiker an dem Spiel 2-3 Jahre herumwerkeln. Bei
>
> Gröhl. Bei manchen PC-Spielen ist es so, bei manchen nicht.
Und bei machen vielleicht... fehlt hier noch ;-)
> Bei Brett- und Kartenspielen sind die Produktionskosten
> transparenter.
Selbst ad absurdum geführt, siehe weiter unten.
> > Brettspielen ist das nicht immer klar, wieviele Leute dort in
> > der Herstellung involviert sind.
>
> Grafiker gibt es bei Brettspielen natürlich grundsätzlich
> nicht.
> Die Farbe auf den Cover und dem Spielmaterial rührt von
> Tintenklecksen her, in die jeder irgendwas reininterpretiert.
> ;-)
Und ich dachte die kommen vom Drucker. Wenn der Grafiker bei Euch alles selber in der Stückzahl malen muss, ist ja klar, warum der Kram so teuer ist...
> > > Schließlich: Wenn bei Dir ein 10 Euro-Spiel im Regal
> > > verstaubt, war es zu teuer. Wenn Du aber mit einem 60
> > > Euro-Spiel über Jahre hinweg Spaß hast, ist es ein höchst
> > > preiswertes Freizeitvergnügen.
> >
> > Gut erkannt, und ich denke genau hier liegt das Hauptproblem:
> > Der Spielspass und Wiederspielwert lässt sich vom blossen
> > Betrachten nicht erkennen, der Umfang des Materials dagegen
> > schon. Ob sich längerfristiger Spielspass einstellt, lässt
>
> Kleiner Tipp: Packeis am Pol kann man in der Brettspielwelt
> spielen.
...ist bekannt...
> > sich erst nach mehreren Partien beurteilen. Genausowenig
> > weiss man, wieviel Leute an der Produktion beteiligt waren.
> > Wenn zwei Spiele dasselbe kosten und bei dem einen ist die
> > Schachtel randvoll, beim anderen so gut wie leer, dann ist es
> > doch erstmal völlig normal zu vermuten, dass das volle Spiel
> > das bessere Preis-Leistungsverhältnis hat. Dass bei den
>
> Du hattest ein nicht allein spielbares
> Erweiterungs-Stanztableau zu Siedler mit einem kompletten
> Spiel verglichen. Du hast nicht im Ansatz versucht, seriös
> zu argumentieren.
Deshalb versuchst Du es auch gar nicht erst...?
>
> > Da man aufgrund nicht vorhandener Informationen weder die
>
> In diesem Fall fehlt es weniger an Informationen sondern mehr
> an Verarbeitung derselben.
Soso.
>
> > Autorenleistung unterscheidlicher Spiele richtig
> > untereinander vergleichen kann, noch die unterschiedlichen
> > Arbeitsaufwände der Verlage, noch den am Ende daraus
> > resultierenden Spielspass, bleibt meistens nur das zum
> > Vergleich übrig, was man wirklich in den Händen halten kann,
> > nämlich das Material, welches man zu dem Preis bekommt.
>
> Dann vergleiche rein vom Material her Packeis mit z.B. Fjorde.
> In Packeis ist etwas mehr drin und es ist etwas teurer.
>
> Der Vergleich nach Herstellungs- und Materialaufwand ist
> natürlich sinnvoll, wenn man das Spiel nicht kennt. Und wenn
> man nicht - wie du - völlig neben der Spur liegt, dann kann
> man das schon beurteilen.
Danke für das Kompliment, "in der Spur" liegen schon zuviele andere, da muss ich nicht auch noch liegen...
>
> Was man dabei nicht sieht: wird in China produziert oder
> erhalten die Leute einen anständigen Lohn. Die Auflagenhöhe
> ist die große Unbekannte, die man als Kunde nicht sieht.
> Marktführer können anders kalkulieren als kleinere oder
> mittelgroße Verlage.
Soviel zur Transparenz des Herstellungsprozesses, siehe Kommentar oben
> Die Autorenleistung wird i.d.R. über die verkaufte Stückzahl
> vergütet. Das ist sinnvoll, da es sich kaum im voraus messen
> lässt, welchen Wert das Regelwerk hat. Hat ein Autor eine
> besondere Arbeitsleistung erbracht, gibt es immer
> Möglichkeiten sich das vergüten zu lassen, wenn er den Verlag
> davon überzeugen kann.
>
> > > Gemessen an den Preisen anderer Hersteller liegen wir
> > > sicherlich im oberen Segment - ich kann andere Verlage nur
> > > beglückwünschen, ihre Preise so zu kalkulieren. Wir
> können es
> > > momentan jedenfalls nicht. Da ich/wir aber eine
> Verantwortung
> > > für einige Personen haben, die monatlich bezahlt werden
> > > wollen, ist dies nicht zu ändern.
> > >
> > > Uli
> >
> > Das ist immer die Frage, ob man mit niedrigeren Preisen nicht
> > mehr verkaufen würde. Dass dafür nur ein kleiner Spielraum
>
> Nein, das ist hier nicht die Frage. Es geht an dieser Stelle
> auch darum, ob die Leute anständig bezahlt werden.
>
Du willst hier erzählen alle verdienen "pro Stück" und bekommen keine Pauschalbeträge und müssten deshalb auf Geld verzichten, damit das Spiel billiger wird?
> > zur Verfügung steht ist klar. Bei mir persönlich ist es
> > zumindest so, dass ich eine "Watchliste" mit Spielen führe,
> > die mir im Moment noch zu teuer sind, bei denen ich aber
> > zuschlagen werde, wenn sie in Preisbereiche kommen, die ich
> > subjektiv für angemessen halte.
>
> Der subjektive Faktor ist ein anderer. Da sind wir alle der
> gleichen Meinung: Ob ein Spiel teuer oder preiswert ist,
> hängt mehr vom Spielspass als vom Materialwert ab.
> Das kann man nur dann eindeutig beurteilen, wenn man es
> selbst gespielt hat. Aber es gibt eine ganze Menge hilfen im
> Netz dazu (Spielbox, Hall9000, fairspielt, Pöppelkiste,
> Brettspielwelt, Reich der Spiele,...)
>
> Nicht hilfreich ist der Vergleich von Spielen mit
> Mini-Erweiterungen...
Es ging auch nicht um den Vergleich von Spielen sondern um den Materialaspekt. Hupps, habe ich es geschafft und Du hast gerade Material = Spiel gesetzt? Tut mir leid, scheint ja doch ansteckend zu sein.... ;-)