Beitragvon Roman Pelek » 9. Dezember 2005, 03:06
Hi B.Marck,
B.Marck schrieb:
>
> Jochen Schwinghammer schrieb:
> >
> > ich habe gerade mal die aktuellen Spielbar-Umfrageergebnisse
>
> Diese so genannte "Umfrage"....
> ...entpuppt sich - zumindest teilweise - als "Warenkorb" für
> Spielaktuell.
Vom Konzept der Umfrage her sind je Spiel drei Quellen verlinkt bzw. verlinkbar, wobei es natürlich *verschämt hüstel* immer mal veraltete oder vereinzelt nicht genutzte Links geben kann:
a) Verlagswebsite
b) Luding mit Suche nach dem Spielenamen
c) jeweiliger Sponsor der zu gewinnenden Spielepreise mit Suche nach dem Spielenamen.
Sinn und Zweck der Übung:
a) Dient der Info der Umfrageteilnehmer und potenzieller Werbung für die Verlage, wobei wir auf die Werbewirksamkeit keinen Einfluss haben, da selbiges vom Umfrageverlauf der betreffenden Spiele abhängt
b) War dazu gedacht, den Umfrageteilnehmern eine Übersicht über weitere, unabhängige Informationsquellen respektive Rezensionen zu einem Spiel an die Hand zu geben
c) Dient der Werbung für den Sponsor, der uns Spielexemplare zur Verlosung bereit stellt, mit welchen wir wiederum Werbung für die Umfrage machen (der "Freibier-Effekt" halt, und er funktioniert immer und immer wieder...)
> Kommerzielle Umfrage? Umfrage mit kommerziellen Interessen?
> Kommerzialisierte Umfrage?
> Ja, ja...
> "Wer das nicht will, soll erst gar nicht klicken!"
> Tsss...
Hm, is' immerhin ne neue Facette des Vorwurfs, hat immerhin was :-) Ich hatte mich eigentlich drauf eingeschossen, dass wir dieses Mal öderweise wieder mal bloß Zensur und Willkür vorgeworfen bekommen, weil wir nach wie vor per Login, IP-Check und manueller Nachkontrolle die überbordende "Kreativität" einiger, meist familär organisierter Interessengruppen recht restriktiv in Schach halten möchten, was nicht jedem schmeckt.
Ciao,
Roman
P.S.: Ich erinnere mich grade wehmütig an ein Telefonat im Rahmen der Umfrage-"Zensur" mit einem betroffenen Teilnehmer - es ist ein paar Jahre her, der dramaturgische Aufbau dennoch unerreicht: Vom freundlichen "Du" zum befremdlichen "Du", über das angenervte "Ihre" ein Galopp über die emotionale Klaviatur hin zum gezischten "Sie", mündend in ein orgiastisches Feuerwerk der Beschimpfung, welches, so ich es denn audiotechnisch mitgeschnitten hätte, vermutlich justiziabel gewesen wäre. Damals hat's mich ziemlich angenervt - in der Retrospektive gewinnt's hingegen deutlich an humoristischem Nährwert - und irgendwie gewinnt auch die Emotionalität des Ereignisses an menschlichem Charme.
Okay, Kinnings, ich glaube es ist an der Zeit für Euch, mich genau *jetzt* zu erschießen: ich beginne sentimental zu werden und Zeiten vor "Kommerz" und "Establishment" zu idealisieren, während genau diese Vorwürfe auf der Tagesordnung stehen ;-)
Obwohl, im Sinne von "Columbo" - eine letzte Frage hätte ich noch: welcher Trottel hat eigentlich propagiert, dass die Pubertät die schwierigste Zeit des Lebens sei? Da hält Dich eh keiner für zurechnungsfähig, da geht einiges unkommentiert durch. Viel schwieriger und steiniger ist der Sprung als erwachsener Anhänger von "anarchistischen Ideen" ins "Establishment", was momentan auch recht adrett auf das Internet (ich sag' nur leise "Forumshaftung" und jüngste Urteile dazu) an sich zutrifft.
Die Menschheit ist und bleibt ein Paradoxon: Ewige Spielkinder, ihre eigenen Spielplätze schließen müssen, um Unheil von Wenigen einzudämmen, während es der Mehrheit zeitgleich den Spaß verdirbt - auf so ein dummdreist dämliches Konzept muss man erstmal kommen... :-))