Beitragvon Maarten » 24. Dezember 2005, 16:49
Ich war in der Lage das Spiel während eines Spieltreffens zu versuchen; wir spielten zu dritt. Ostia is grundsätzlich ein Versteigerungsspiel in dem alten Rom. Man bekommt jede Runde fünf neue Karten mit verschiedenen Gütern; eine davon bekommt man umsonst, die übrigen soll man ersteigern. Es ist immerhin erlaubt die ausliegenden Karten selbst zu kaufen, aber das kostet genauso viel Geld wie das höchste Angebot. Sind alle Karten ersteigert, hat man die Wahl entweder sie wirklich zu verkaufen, oder dem römischen Senat 'an zu bieten' (d.h., man besticht ihn), oder zu lagern.
Die erste Möglichkeit heißt Einkommen, aber man sollte nicht rücksichtlos Karten anbieten. Der Preis ist nämlich verbunden mit der vollständigen Anzahl der angebotenen Karten aus derselber Serie: desto mehr Karten, desto geringer der Preis. Man braucht ein weniges Psychologie und ein gutes Gedächtnis um ein gutes Geschäft zu machen.
Die zweite Möglichkeit handelt sich um ein einfaches 'wer macht das beste Angebot': der bekommt Punkte die man für den Gewinn des Spieles benötigt. Welche Güter der Senat gerade haben möchte kann man entnehmen von einer kleinen offen liegenden Tabelle die jede Runde erneut wird. Ziemlich clever ist daß man schon seht wie der Senat in der nächsten Runde bestochen werden kann. Punkte werden auch noch vergeben für das zweitbeste und drittbeste Angebot, aber selbstverständlich weniger.
Zum Schluß gibt es noch eine dritte Möglichkeit: man lagert Karten für die nächste Runde, aber dafür braucht man Lagerhäuser. Die kosten einiges, aber sind sehr nützlich: im Moment wertlose Karten kann man sogesagt auf der Hand halten.
Ostia is kein Spiel mit überraschenden neuen Mechanismen, fühlt und spielt aber sehr solide. Zu dritt ist es nicht sehr aufregend, weil man eigentlich immer Punkte bekommt. Um ehrlich zu sein: es ist am Ende ziemlich langweilig. Mit mehreren Spielern sollte sich der Spielreiz aber deutlich erhöhen. Meine Freundin und ich haben uns entschlossen Ostia nicht zu kaufen, aber wenn man sich für das Thema der Vesteigerung interessiert, sollte man es sich bestimmt ansehen.
Eine kleine Warnung noch dazu: die holländische Version hat wirklich hauchdünnes Spielgeld. Das hätte man von soliden Karton ersetzen müssen---ich zweifle nicht daran ob es wird sich sehr schnell falten, zerreißen, oder beschmutzen. Schade, weil der Rest des Materials von guter Qualität ist.