Beitragvon Heinrich Tegethoff » 9. Januar 2006, 18:59
Hallo Ilka,
ich sehe hier ebenfalls grosses Potenzial, insbesondere nach dem Download
des Philips-Werbefilms, aber in einer anderen Richtung als Du vorgibst.
> das ist genau der Weg auf dem die siechende Brettspielwelt
Wenn siechend, dann wird der Preis für ein Entertaible eine Menge
Geld aus dem Sektor für Spiele abziehen, die dann eher unseren
geliebten anspruchsvollen Spielen fehlen als grossen Verlagsmarken.
> einen neuen Schub und eine große Begeisterungswelle entfachen
> wird!
Okay, da will ich die Motivation wahrlich nicht niedermachen.
> Interaktion pur,
Interaktion will ich mit meinen Mitspielern, nicht mit einer Maschine. Das
elektronische Brett wird mir weiterhin nur soviel Interaktion erlauben wie die
bisherigen Spielmechaniken. Es sei denn, das Spielbrett wird eine andere
Form von XBOX (oder wie sie alle heissen), entartet also als eine Form von
Spieleconsole für Actiongames.
> keine langen Regeln mehr lesen,
Das kommt aber nicht durch diese spezielle elektronische Unterstützung.
Wenn eine Regel lang ist, dann muß ich mir immer noch einiges zumuten.
Wenn mir keiner sagt, dass zwei Caylus-Günste nicht gleich sein können,
dann setze ich auf die falsche Strategie.
Also bleibt es beim Regel-Vorlesen. Das habe ich bei Manila schon mit
DVD (ich habe es selbst aber nicht). Vorlesen? Ehrlich, die meisten bei
uns wollen, dass ich die Regel lese und dann erkläre.
Es senkt aber die Schwelle, die moderne Regelhefte Gelegenheitsspielern
bereiten. Aber wollen G.Sp. so eine Anschaffung?
> keine großartigen Aufbauszenarien mehr,
Ja, da ist Potential, aber nur, wenn das Spiel wenig Material braucht.
Ich bekomme nun 2D-Material, oder unübersichtliche 3D-Darstellungen.
Ein 2-Personen-Puerto-Rico wäre aber echt cool, da zu zweit der Aufbau-/
Abbau-Überhang echt gross ist. Aber wo bleiben dann all die Klötzchen?
> Spiel überwacht korrekte Züge,
Mit dem Terminus "Überwachung" wäre ich vorsichtig: das Spiel wird keine
ungültigen Eingaben erlauben (sofern bugfree), aber nur wenig überwachen
können. Andere Mechanismen sind da gefragt, aber kaum die Umsetzung
alter Spiele auf ein neues Brett.
> LEBENDIGE Mistpieler rund um einen flachen PC!
Warum ist das gut?
Was ich noch nicht weis: braucht man für das Gerät noch einen PC mit
spezifischem Betriebssystem und Hardwareausstattung? Ohne nähere
Angaben vermute ich erst einmal, dass es nur ein Peripheriegerät ist.
Dann wird's teuer, und wo ist mein Linuxtreiber?
Aber die Idee dynamischer Grafik für ein Spielbrett ist einfach zu gut.
> Es freut sich auf weiteres in diese Richtung,
Servus,
Heinz (kauft wohl eher eine Faklersche Abtei zum gleichen Preis, oder
40 andere gute Spiele)