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Werbung in Spielen - Neuer Weg der lieber nicht?

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Heinrich Tegethoff

Re: Werbung in Spielen - Neuer Weg oder lieber nicht?

Beitragvon Heinrich Tegethoff » 9. Januar 2006, 18:02

Hallo Günter,

Günter Cornett schrieb:
> Heinrich Tegethoff schrieb:
> > ich bin dabei recht skeptisch. Zum einen glaube ich wegen
> der vergleichsweise
> > hohen Kosten von Spielen gegenüber Markenlizenzen nicht
> daran, dass sich
> > dies auf den Verkaufsspreis durchschlägt, auch wenn der
> Verlag dadurch (ggf
> > überlebenswichtige) Einnahmen hat.
>
> Da muss man wohl zwischen Marke und Marke unterscheiden.
> Bei einem 'Herr der Ringe'Spiel muss der Verlag einiges
> abdrücken, weil die Marke verkaufsfördernd ist. Wenn es darum
> geht, für eine (insbesondere neue) Marke zu werben, wird wohl
> der Markeninhaber sich das was kosten lassen.

Ich habe hier leider den falschen Terminus gewählt - mir geht's
mitnichten um Lizenzspiele, sondern um das Verhältnis von
Entwicklungs-, Produktions- und Vertriebskosten zu den möglichen
Einsparungen durch Werbung.

> In beiden Fällen, bringt es dem Verlag wohl Geld, denn
> Lizenzthemen verkaufen sich von selbst

Frage einmal LEGO zu diesem Thema - sie sind fast daran pleite
gegangen (Lizenzthemen Star Wars und Harry Potter plus Themenparks).

> > Zum anderen sagt mir mein durch ein ungeliebtes Semester
> Marketing nur
> > unzureichend trainierter Verstand: Werbung muss
> durchdringend und möglichst
> > unausweichlich sein, um wertvoll zu werden (ich sach nur:
> Pop-Ups!).
>
> Sind Pop-ups wirklich so erfolgreich?

Mir geht's ja nicht um erfolgreich, sondern um wertvoll. Popups
waren erfolgreich, auch wenn Du sie als unseriös einstufst. Der Erfolg
war so gross, dass gute Browser Unterdrückungswerkzeuge haben.


> > Ich meine damit zB, dass ich die Aktien beim alten
> Börsenspiel nicht anhand
> > anderer Merkmale wie Farbe trennen konnte, und muß somit
> ständig etwas
> > wie "Ich kaufe 300 IBM" sagen. Damit werbe ich im Namen des
> "Sponsors"
> > bei meinen Mitspielern.
>
> Finde ich nicht schlimm, wenn es inhaltlich passt. Spiel kann
> sich ja durchaus auf die Wirklichkeit beziehen.
> Wenn IBM dafür zahlt, sollte eben ein entsprechender Hinweis
> in der Anleitung stehen.
> Ärgerlich wäre es z.B., wenn in einem nicht als Werbeausgabe
> gekennzeichnetem Siedler-Spiel ein Hornbach-Logo auf den
> Holzkarten gedruckt wäre.

Da beisst es sich aber: Es geht hier ja gar nicht um Werbeausgaben
von Spielen, sondern um Werbung im Spiel. Ergo wäre ja alles, um
was es hier geht, für Dich ärgerlich. Warum dann die IBM-Aktie
gegenüber einer HAL-Aktie besser weil thematisch passend ist, ist
mir nach dem Hornbach aber wieder schleierhaft.


> > Werbung als Banner am Rande ertragen, aber nicht als
> notwendiges Element,
> > bei dem ich einen Markennamen vorbete oder allgegenwärtig
> vor Augen habe.
>
> Ich finde da insbesondere 'unsere Moderatoren werden
> ausgestattet von...' und 'das Wetter wird präsentiert von..'
> wegen ihrer künstlichen Verknüpfung von
> Sympathieträger/Information mit einem Produkt absolut
> unpassend.

'Mal ganz ehrlich: die meisten Werbungen wollen nichts anderes
als diese inhaltlich nicht gegebene Verknüpfung (ich habe TV-Werbung
vor Augen).
Dazu muss man allerdings anmerken, dass die ursprünglich deutsche
Werbung auf Information setzt, die amerikanische auf Emotionen.
Der Marsch hin zur amerikanischen, also emotionalen, Werbung
ist schon weit fortgeschritten - und hier geht es um nichts anderes
als Du unpassend findest. Nur ist dies im Werbespot subtiler, während
ich dieses "wird präsentiert von" zwar nervig aber offen und ehrlich finde.

Ergo wäre ein "präsentiert-von"-Aufdruck auf dem Spielplan mir wesentlich
lieber als wenn die guten Ereigniskarten mit Markennamen und die
schlechten mit No-Names (oder halt nichts) verbunden sind.


> > So ein A3-Spielbrett in der Grundfarbe eines Telefon- oder
> eines Stromanbieters
> > geht mir auf Dauer auf die Augen...
>
> Es gibt da auch einen Verlag, der grundsätzlich alles in auch
> nicht augenschonenderem Grün hält. ;-)

Wirbt da jemand für eine Partei ;-) ? Nun, Funkenschlag kam bei allen
spielerischen Qualitäten gerade wegen des Spielplans nicht in meiner
Montagsrunde an (meine Mitspieler sind eher konservativ...).


> Wenn es als Werbespiel konzipiert ist, dann weiß man das doch
> vorher. Ansonsten wirkt es schon eher billig.

Wieder frage ich mich: es geht doch gar nicht um Werbespiele. Also
führen alle Werbewege dieses Threads zum "billig"? Ich glaube, wir
reden aneinander vorbei.

Servus,
Heinz

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Günter Cornett

Re: Werbung in Spielen - Neuer Weg oder lieber nicht?

Beitragvon Günter Cornett » 9. Januar 2006, 19:30

Heinrich Tegethoff schrieb:
>
> Hallo Günter,
>
> Günter Cornett schrieb:
> > Heinrich Tegethoff schrieb:
> > > ich bin dabei recht skeptisch. Zum einen glaube ich wegen
> > der vergleichsweise
> > > hohen Kosten von Spielen gegenüber Markenlizenzen nicht
> > daran, dass sich
> > > dies auf den Verkaufsspreis durchschlägt, auch wenn der
> > Verlag dadurch (ggf
> > > überlebenswichtige) Einnahmen hat.
> >
> > Da muss man wohl zwischen Marke und Marke unterscheiden.
> > Bei einem 'Herr der Ringe'Spiel muss der Verlag einiges
> > abdrücken, weil die Marke verkaufsfördernd ist. Wenn es darum
> > geht, für eine (insbesondere neue) Marke zu werben, wird wohl
> > der Markeninhaber sich das was kosten lassen.
>
> Ich habe hier leider den falschen Terminus gewählt - mir geht's
> mitnichten um Lizenzspiele, sondern um das Verhältnis von
> Entwicklungs-, Produktions- und Vertriebskosten zu den
> möglichen Einsparungen durch Werbung.

Inwiefern wird da was eingespart?

Ich glaube wir reden eher von sowas Ähnlichem wie Produkt Placement im Spiel.

> > In beiden Fällen, bringt es dem Verlag wohl Geld, denn
> > Lizenzthemen verkaufen sich von selbst
>
> Frage einmal LEGO zu diesem Thema - sie sind fast daran pleite
> gegangen (Lizenzthemen Star Wars und Harry Potter plus
> Themenparks).

Lego ist mehr Spielzeug als Spiel, wenngleich sie auch Spiele machen.
Lego hat grundsätzlich Probleme mit dem Absatz.

Ich rede in erster Linie von Brett- und Kartenspielen.

> > > Zum anderen sagt mir mein durch ein ungeliebtes Semester Marketing nur
> > > unzureichend trainierter Verstand: Werbung muss durchdringend und möglichst
> > > unausweichlich sein, um wertvoll zu werden (ich sach nur: Pop-Ups!).
> >
> > Sind Pop-ups wirklich so erfolgreich?
>
> Mir geht's ja nicht um erfolgreich, sondern um wertvoll. Popups
> waren erfolgreich, auch wenn Du sie als unseriös einstufst.
> Der Erfolg war so gross, dass gute Browser Unterdrückungswerkzeuge haben.

Ich meine Erfolg als Werbeinstrument, nicht als Nervtöter.
Dass die POPup-Kästen wahrgenommen werden, war unvermeidlich, aber hat das auch dazu geführt, dass die beworbenen Inhalte angenommen wurden?


> > > Ich meine damit zB, dass ich die Aktien beim alten
> > Börsenspiel nicht anhand
> > > anderer Merkmale wie Farbe trennen konnte, und muß somit
> > ständig etwas
> > > wie "Ich kaufe 300 IBM" sagen. Damit werbe ich im Namen des
> > "Sponsors"
> > > bei meinen Mitspielern.
> >
> > Finde ich nicht schlimm, wenn es inhaltlich passt. Spiel kann
> > sich ja durchaus auf die Wirklichkeit beziehen.
> > Wenn IBM dafür zahlt, sollte eben ein entsprechender Hinweis
> > in der Anleitung stehen.
> > Ärgerlich wäre es z.B., wenn in einem nicht als Werbeausgabe
> > gekennzeichnetem Siedler-Spiel ein Hornbach-Logo auf den
> > Holzkarten gedruckt wäre.
>
> Da beisst es sich aber: Es geht hier ja gar nicht um Werbeausgaben
> von Spielen, sondern um Werbung im Spiel. Ergo wäre ja alles, um
> was es hier geht, für Dich ärgerlich. Warum dann die IBM-Aktie
> gegenüber einer HAL-Aktie besser weil thematisch passend ist,
> ist mir nach dem Hornbach aber wieder schleierhaft.

Auf Catan gibt es keinen Baumarkt.
Aber IBM-Aktien werden an der Börse gehandelt.

Ich finde, etwas Realität darf sich schon im Spiel wiederfinden.
Stören würde es mich, wenn z.B. (in einem Nicht-Werbespiel) IBM immer etwas besseres wäre als alles andere.

> 'Mal ganz ehrlich: die meisten Werbungen wollen nichts anderes
> als diese inhaltlich nicht gegebene Verknüpfung (ich habe TV-Werbung
> vor Augen).

Ist mir schon klar. Ich finde das ausgesprochen dumm.


> Ergo wäre ein "präsentiert-von"-Aufdruck auf dem Spielplan mir wesentlich
> lieber als wenn die guten Ereigniskarten mit Markennamen und
> die schlechten mit No-Names (oder halt nichts) verbunden sind.

In einem echten Werbespiel ist das ok. Bei 'Produkt Placement' im Spiel halte ich das nicht für seriös.

Für Zeitungen gilt: Auf eine Anzeige muss auch 'Anzeige' drauf stehen.
Sollte man bei Spielen auch so handhaben. Beim Hamburg Monopoly sollte entweder aussen auf der Schachtel stehen, dass es - wenn es denn der Fall ist - von Hamburger Firmen gesponsort wurde, oder neben jedem Logo der Hinweis: 'Anzeige'. Da weiß man denn, was man hat und man läuft nicht Gefahr Hamburg mit seinen Firmen zu verwechseln.

> > Wenn es als Werbespiel konzipiert ist, dann weiß man das doch
> > vorher. Ansonsten wirkt es schon eher billig.
>
> Wieder frage ich mich: es geht doch gar nicht um Werbespiele.

Teilweise schon (siehe Beitrag von Thomas). Ich bin auch dafür das zu trennen, weil es völlig unterschiedliche Geschichten sind, ob das Spiel das Werbemittel ist oder ob die Werbung im Spiel nur ein Nebenzweck ist, um Produktionskosten hereinzubekommen.
Auch da sehe ich Unterschiede, ob
1. einem Spiel gekennzeichnete Werbung beiliegt
2. gekennzeichnete Werbung teil des Spiels ist
3. eine real existierende Firma im Spiel vorkommt
4. einem Werbung untergeschoben werden soll
5. man mit penetranter unpassender Werbung zugekleistert wird

1. ist für mich völlig unproblematisch
2. fällt tendenziell mehr unter Werbespiel
3. kommt drauf an. (Passt es oder nervt es, wenn ein Auto auf dem Spielplan aussieht wie ein Mercedes?)
4. und 5. lehne ich ab.

3. ist natürlich immer rechtlich problematisch, wenn es keine Vereinbarung mit dem Markeninhaber gibt.

Hoffe, es ist jetzt klarer, was ich meine.

Gruß, Günter

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Günter Cornett

Re: Werbung in Spielen - Neuer Weg oder lieber nicht?

Beitragvon Günter Cornett » 9. Januar 2006, 19:30

Heinrich Tegethoff schrieb:
>
> Günter Cornett schrieb:
> > > Auf der anderen Seite fällt mir auf, dass die Qualität der
> > > Lizenzspiele in den letzten Jahren sehr viel besser geworden
> > > ist (vorbei die Zeit bei dem jedes Lizenzspiel ein Mädn war).
> >
> > Jo, das ist mir auch aufgefallen. Bei HdR gibt es
> > Superspiele, durchaus auch unsäglichen Schrott, aber der
> > fällt IMHO nicht so ins Gewicht.
>
> Ein Teil der Spiele basiert eher auf dem Buch als auf dem Film - das
> Spiel dann zeitlich passend zum Filmstart auf den Markt zu
> werfen war verkaufsfördernd, aber HdR alleine macht bereits ein
> gutes Thema.
>
> Ähnlich wie beim neuerem "In 80 Tagen um die Welt" - der zeitgleiche
> Filmstart zieht Spielkäuferschichten an, die sonst nie zu diesem Spiel
> gegriffen hätten. Da das Spiel aber auf dem Buch und nicht auf dem Film
> basiert, so wird es wohl kaum Lizenzzahlungen gegeben haben.

Weil Jule Verne lange genug tot ist. Beim Herrn der Ringe dürften die Rechteinhaber der Buch- und Filmrechte zunächst einmal identisch gewesen sein. Da ist es egal, ob das Spiel auf dem Buch oder dem Film basiert

Gruß, Günter

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Stefan-spielbox

Re: Volkspark...

Beitragvon Stefan-spielbox » 9. Januar 2006, 19:35

fraweb schrieb:
>
> Der Volkspark lebt :-))
> Da gibt es sogar eine Initiative einiger HSV-Fans!
> Und auch ich spreche weiterhin vom Volkspark, wo kommen wir
> denn sonst noch hin ;-)
> HSV-träumerische Grüße
>
> Frank

Bei uns wird auch _nur_ vom "Waldstadion" gesprochen, auch wenn die Namensrechte unlängst eine große Bank gekauft hat. Schön, daß zur WM wenigstens diese häßlichen xyz-Arenen nicht so genannt werden. Zur Wahl des Unworts 2005 würde ich ja gerne den Anhang "Arena" an den Namen unserer Fußballstadien vorschlagen...




@fraweb: ... und jetzt klebt den Takahara endlich 'ne Briefmarke auf den Hintern und schickt ihn nach Frankfurt ;-)

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Stefan-spielbox

Re: Werbung in Spielen - Neuer Weg der lieber nicht?

Beitragvon Stefan-spielbox » 9. Januar 2006, 19:45

Axel Bungart schrieb:
>
> Hallo Peer,
>
> beim Spiel DTM - Das Motorsportspiel gibt's davon in Hülle
> und Fülle, und ich darf Dir versichern: es stört kein bißchen
> den Spielspaß.
>
> Gruß
> Axel

Allerdings nicht! Irgendwie gehört zum Thema Motorsport aber auch viel Werbung dazu. Schließlich ist es im realen Leben ja nicht anders und jeder freie Quadratzentimeter ist mit Werbung zugekleistert. Man stelle sich nur völlig werbefreie Rennstrecke oder Rennwagen vor. Da würde doch erhebliches vom Flair verloren gehen.

Stefan

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fraweb

Re: Volkspark...

Beitragvon fraweb » 9. Januar 2006, 19:55

> @fraweb: ... und jetzt klebt den Takahara endlich 'ne
> Briefmarke auf den Hintern und schickt ihn nach Frankfurt ;-)

Den Mpenza sende ich gratis mit :-)
Grüße

Frank (der das erste Bundesligaspiel seines Lebens im Waldstadion gesehen hat - 4:3 gegen K'lautern)

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Marten Holst
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[OT] Porsche, Genscher, Hallo HSV

Beitragvon Marten Holst » 10. Januar 2006, 02:44

Moooooooooooooment...

so lange obskure arabische Ölscheichs für Kickers Kuwait da noch große Zahlen locker machen - Podolski wird nicht billig, und der Bojinov wohl auch nicht. :-)

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Marten Holst
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RE: Werbung in Spielen - Neuer Weg oder lieber nicht?

Beitragvon Marten Holst » 10. Januar 2006, 02:44

Moin,

>> > Sind Pop-ups wirklich so erfolgreich?
>>
>> Mir geht's ja nicht um erfolgreich, sondern um wertvoll. Popups
>> waren erfolgreich, auch wenn Du sie als unseriös einstufst.
>> Der Erfolg war so gross, dass gute Browser Unterdrückungswerkzeuge haben.
>
> Ich meine Erfolg als Werbeinstrument, nicht als Nervtöter.
> Dass die POPup-Kästen wahrgenommen werden, war
> unvermeidlich, aber hat das auch dazu geführt, dass die
> beworbenen Inhalte angenommen wurden?

Wohl teils, teils. Ich persönlich nehme gelegentlich Popup-Werbung wahr und sage mir "Die Firma nervt, bei der kauf ich nicht". Aber nehme ich unterbewusst manchmal anders wahr? Und gilt das so für alle? Und freuen wir uns nicht doch alle, wenn wir durch Werbung auf ein Produkt, welcher Art auch immer, aufmerksam gemacht werden, das uns interessiert, das mit uns persönlich als Zielgruppe entworfen worden zu sein scheint?

>> > > Ich meine damit zB, dass ich die Aktien beim alten
>> > Börsenspiel nicht anhand
>> > > anderer Merkmale wie Farbe trennen konnte, und muß somit
>> > ständig etwas
>> > > wie "Ich kaufe 300 IBM" sagen. Damit werbe ich im Namen des
>> > "Sponsors"
>> > > bei meinen Mitspielern.
>> >
>> > Finde ich nicht schlimm, wenn es inhaltlich passt. Spiel kann
>> > sich ja durchaus auf die Wirklichkeit beziehen.
>> > Wenn IBM dafür zahlt, sollte eben ein entsprechender Hinweis
>> > in der Anleitung stehen.
>> > Ärgerlich wäre es z.B., wenn in einem nicht als Werbeausgabe
>> > gekennzeichnetem Siedler-Spiel ein Hornbach-Logo auf den
>> > Holzkarten gedruckt wäre.
>>
>> Da beisst es sich aber: Es geht hier ja gar nicht um Werbeausgaben
>> von Spielen, sondern um Werbung im Spiel. Ergo wäre ja alles, um
>> was es hier geht, für Dich ärgerlich. Warum dann die IBM-Aktie
>> gegenüber einer HAL-Aktie besser weil thematisch passend ist,
>> ist mir nach dem Hornbach aber wieder schleierhaft.
>
> Auf Catan gibt es keinen Baumarkt.
> Aber IBM-Aktien werden an der Börse gehandelt.
>
> Ich finde, etwas Realität darf sich schon im Spiel
> wiederfinden.
> Stören würde es mich, wenn z.B. (in einem Nicht-Werbespiel)
> IBM immer etwas besseres wäre als alles andere.

Zugestimmt. Wie halt beim "Börsenspiel" - 4 Firmen, alle gleichwertig. Ich sehe das ähnlich wie in der Schleichwerbungsdiskussion im Fernsehen. Wenn im Film ein Produkttyp "dramaturgisch notwendig" ist, dass Produkte konsumiert werden, dann ist es teilweise sehr umständlich und sehr selten sinnig, künstlich "Marken zu kreieren" - gerade bei Autos völlig albern, oder? (Ich rede nicht von "agierenden Firmen" - die sollten schon anonym sein). Genauso hier: Börsenfirmen, Bandenwerber beim Fußballspiel am PC - das ergibt einen gewissen Sinn.

>> Ergo wäre ein "präsentiert-von"-Aufdruck auf dem Spielplan mir wesentlich
>> lieber als wenn die guten Ereigniskarten mit Markennamen und
>> die schlechten mit No-Names (oder halt nichts) verbunden sind.

Nö, wenn - dann alles.

> Für Zeitungen gilt: Auf eine Anzeige muss auch 'Anzeige'
> drauf stehen.
> Sollte man bei Spielen auch so handhaben. Beim Hamburg
> Monopoly sollte entweder aussen auf der Schachtel stehen,
> dass es - wenn es denn der Fall ist - von Hamburger Firmen
> gesponsort wurde, oder neben jedem Logo der Hinweis:
> 'Anzeige'. Da weiß man denn, was man hat und man läuft
> nicht Gefahr Hamburg mit seinen Firmen zu verwechseln.

Ein Blick auf die (zu kleinen) Bilder bei Winning Moves deutet an, dass andere Städteausgaben ähnliche Firmenlogos zu haben scheinen (Berlin), andere hingegen Fotos von Sehenswürdigkeiten. Man kann allerdings wenig erkennen. Dennoch wäre diese Ungleichbehandlung in der Tat unglücklich.

Tschüß
Marten

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Re: [OT] Porsche, Genscher, Hallo HSV

Beitragvon fraweb » 10. Januar 2006, 12:03

Bojinov, Zigic, Podolski... ich habe ein wenig Angst bezüglich des bei "uns" schnell aufkommenden Größenwahns...
Andererseits: wir gewinnen ja den UEFA-Cup, das bringt genug Einnahmen :-))
Ich glaube wir benötigen bald ein HSV-Forum ;-)
Bald rollt der Ball wieder!

Frank

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RE: Werbung in Spielen - Neuer Weg oder lieber nicht?

Beitragvon Heinrich Tegethoff » 10. Januar 2006, 15:12

Hallo Marten,

Marten Holst schrieb:
> >> > Sind Pop-ups wirklich so erfolgreich?
>...
> Wohl teils, teils. Ich persönlich nehme gelegentlich
> Popup-Werbung wahr und sage mir "Die Firma nervt, bei der
> kauf ich nicht". Aber nehme ich unterbewusst manchmal anders
> wahr? Und gilt das so für alle?

nachweislich kann Werbung nervig sein, sofern die Wiedererkennung
der Marke damit gegeben ist. Tatsächlich verdrängt unser Gehirn eher
den Tatbestand "schlecht" als den Namen selbst. So ich gerade darüber
nachdenke, ärgere ich mich seit Jahren über die Werbung zweier Elektro(nik)-
großketten. Denke ich aber ans Einkaufen passender Produkte, fällt mir
nur deren Name und deren Häuser in München ein, obwohl es hier mehr
als ein Dutzend anderer grosser E-Häuser gibt.
Allgemein gilt, dass ein Markenname im Hirn eine Wiedererkennung, auch
und gerade nach nerviger Werbung, auslöst, die negative Assoziation meist
aber ausbleibt, und wir Menschen dann lieber zum "bekannten" greifen.

Servus,
Heinz (phraselt hier recht allgeinein - glücklicherweise gibt es bei Spielen
genügend Themen wie Mittelater, die Werbung wohl ausschließen)

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Heinrich Tegethoff

Re: Werbung in Spielen - Neuer Weg oder lieber nicht?

Beitragvon Heinrich Tegethoff » 10. Januar 2006, 15:25

Günter Cornett schrieb:
> Weil Jule Verne lange genug tot ist. Beim Herrn der Ringe
> dürften die Rechteinhaber der Buch- und Filmrechte zunächst
> einmal identisch gewesen sein. Da ist es egal, ob das Spiel
> auf dem Buch oder dem Film basiert

Ja und nein. Zwar wird Christopher Tolkien seinen Obulus erhalten, egal
welches HdR als Basis dient. Aber zusätzlich bekommt Miramax (o.ä.)
Lizenzgelder für die Abbildungen der konkreten Schauspieler und Szenen.
Gerade diese machen Lizenzprodukte ja aus - die Identifizierung mit
"Konkretem" aus dem Film. Entsprechend unterschiedlich werden die
Lizenzen hinter den diversen HdR-Spielen der letzten 5 Jahre gewesen sein.
Egal, wir haben 4 Spiele plus eine Erweiterung mit HdR-Thema, und gut
sind sie schon.

Servus,
Heinz


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