Beitragvon Guido » 14. Februar 2006, 12:56
So,so...
so sind wir alle Opfer unserer Urtriebe und des suggerierten Kaufrausches... und ich dachte schon, ich bin selbst für mein Handeln verantwortlich.... jetzt muss ich diese Erkenntnis nur noch meinem Umfeld vermitteln und ich kann ohne meine bisherigen Skrupel meinen Spieleeinkauf verdoppeln!
Aber schön, dass dieses Thema mal angesprochen wird. Hiermit erhebe ich mich und bekenne mich: Ich-bin-Spielekauf-süchtig! Soll heißen, ich würde gerne gaaaanz viele Spiele kaufen, aber meine Umwelt und meine Vernunft bremsen mich. Erstens habe ich gar nicht die Zeit, alles auszuprobieren, zweitens fehlen mir die richtigen Leute alles auzuprobieren und drittens muss ja auch noch Geld für anderen Dinge übrig bleiben. Manchmal denke ich, aufgrund meines Hobbys verpasse ich andere schöne Dinge....
Was sagt íhr von Euch selber? Glaubt ihr, ein Problem zu haben oder findet ihr das als Teil Eures Hobbies ganz o.k.?
Nachdem, was ich bisher alles sehe und höre, mit ich mit meinem Hobby noch auf einem sehr moderaten Level. Ich kauf "nur" ca. 30 Spiele im Jahr.
Aber da ich ständig höre, ich hätte mit meinen ca. 300 Spielen schon viel zu viele und ich jedes mal rollende Augen sehen, wenn meine Mitmenschen eine neue Paketsendung für mich sehen, habe ich mittlerweile wirklich ein schlechtes Gewissen, wenn ich Spiele kaufe. Nicht, dass ich diese "geringe Menge" mir nicht leisten könnte, aber das Argument, meine Spiele seien zu 30-40% noch nicht mal ausprobiert worden, macht mich dann nachdenklich. Es stimmt. Mir fehlt die Zeit zum Ausprobieren und die meisten Leute, mit denen ich spiele, wollen immer was "Leichtes". Somit überlege ich immer öfter: Brauche ich dieses oder jenes Spiel wirklich, auch wenn ich es gerne hätte? Habe ich überhaupt Mitspieler dafür?
Und dann denke ich, es würde sich wenigstens so hübsch im Regal machen, neben all seinen Brüdern. Und wer was als Spieler auf sich ält, der sollte doch eigentlich auch.....
Aber was nützen Spiele, die nur "tot" rumliegen?
Wie seht ihr das? Der letzte Spielejahrgang war sehr stark. Irgendwie habe ich den Eindruck, dass sich unsere kleine Gemeinden gegenseitig aufputscht mit dem Kaufen-Haben-Müssen. Verlieren wir unsere Objektivität? Oder bin ich Opfer eines Nichtspiele-/ Anti-Spielegrupenzwangs meiner Umwelt?
Gruß
Guido