Beitragvon Mike » 14. Februar 2006, 13:59
Hallo Tom,
mal abgesehen von den Schnäppchen (also wirkliche Schnäppchen
für 5-10 Euro das Brettspiel) von ca. 4-8 Spielen im Jahr, habe ich
einen Schnitt von ca. 1(!) Spiel pro Monat. Betrachte ich meine (kleine)
Spielesammlung von ca. 250 Spielen macht das verteilt über ca. 25
Spiel- und Sammeljahre etwa 10 Spiele pro Jahr. Somit zähle ich mich
nicht zu den 'Jägern und Sammlern', sondern zu den doch eher sparsamen
Spiele-Zeitgenossen.
Bei nur einem Spiel pro Monat muss ich natürlich auswählen, was genau ich
mir zulegen will und gerade darin liegt ein gewisser Sinn meiner Beschränkung.
Leider habe ich auch Spieletitel in meiner Sammlung, die ich heute nicht
mehr spiele (z.B. Shogun/Ravensburger, Fokus, Zargos Lords, Monopoly,
Mad, Kniffel, Scotland Yard, Sagaland...) und die ich im Vergleich zu anderen
Titeln (z.B. Hase und Igel, Zoll, Dampfross; Spiele der älteren Generation; Wallenstein, Age of Mythology, Atlantic Star, Fiese Freunde Fette Feten; Spiele
der jüngeren Generation) viel blasser halte. Ich hätte mich also noch mehr einschränken können/sollen, hätte ich nur gewollt.
Ein weiterer Aspekt der Selbstbeschränkung ist ganz einfach der Preis der Spiele.
Es wurde hier im Forum schon viel darüber diskutiert ob der Preis der Spiele
gerechtfertigt ist (ich möchte hier keine neue Diskussion starten), aber für MICH
sind 36.- Euro für ein Spiel wie Age of Steam (lokaler Ladenpreis) zu hoch, als dass ich monatlich für mehr als 1 Spiel investieren möchte.
Ein letzter Punkt, warum weniger of mehr ist, ist für mich die Tatsache, dass
ich gerne Spiele habe, die sich vom Spielmechanismus, vom Design, vom Gameplay deutlich von den Spielen unterscheiden sollen, die ich schon habe. Wenn ich Doom habe, brauche ich nicht noch Descent, wenn ich Alhambra habe, WILL ICH keine Fortsetzung. Siedler von Catan mit Seefahrer und/oder Rittererweiterung reichen, da erübrigt sich Geschichte der Menschheit oder die historischen Szenarien. Dagegen freue ich mich über Spiele, die sich vom Gewöhnlichen unterscheiden (Old Town durch Spielprinzip, Wallenstein nicht nur durch Würfelturm, Heroscape durch modulares Gelände, Ringkrieg durch die Figuren und das Spielprinzip...)
Durch die Beschränkung von ca. 1 Spiel pro Monat (tatsächlich kaufe ich ca. 3-4 Spiele im Vierteljahr online, um Porto zu sparen) erhöht sich natürlich die Zahl der mit den einzelnen Spielen gespielten Partien. Und durch die gezielte Auswahl war schon lange kein Fehlkauf mehr dabei.
Ich bin also niemand, der die Spieleindustrie ankurbelt. Ich leiste mir den persönlichen Luxus, mehr Zeit in das Spielen von Brettspielen zu investieren, als Geld in eine ausufernde Sammlung zu stecken.
Nette Grüße an alle Vielspieler.
Mike