Anzeige

Daimyo: Spielstrategie zu Zweit?

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
Benutzeravatar
Ralf Rechmann

Daimyo: Spielstrategie zu Zweit?

Beitragvon Ralf Rechmann » 24. Februar 2006, 13:39

Hallo,

eigentlich wollte ich mir Daimyo von TenkiGames schon in Essen kaufen, aber da fand ich den Messepreis dann doch etwas überzogen. Ein halbes Jahr später gabs das Spiel dann bei meinem Stammversender innerhalb meiner selbstgesteckten Spiele-Neukauf-Schmerzgrenze und ich habs gekauft und gestern das erste Mal in 2er-Besetzung gespielt - allerdings erstmal nur mit den Grundregeln.

Fazit: Schönes Strategiespiel, das aber eigentlich eher abstrakt vom Kern her ist, aber gut mit dem Thema "Japan" umgesetzt wurde. Sicher kein Fehlkauf!

Allerdings war ich fast noch nie so ratlos in Sachen Spielstrategie wie bei Daimyo:

- Da kann man die Spielfäche durch neutrale Sechsecke erweitern, aber ich weiss nicht wieso ich das überhaupt machen sollte!

- Da kann man Sechsecke versetzen (allerdings nicht die eigenen laut Regel), aber der Mitspieler wird den Anfängerfehler kein zweites Mal begehen, dass er eines seiner Felder leer und damit versetzbar und durch mich eroberbar macht!

Im Prinzip liefen unsere zwei gespielten Partien so ab, dass Jeder erstmal aufgerüstet hat, um kein eigenes Feld bei Bewegungen leer zu lassen. Und dann ist man Richtung gegnerischen Daimyo marschiert und hat den bedroht, um gleichzeitig die gegnerischen Steine von fremden Feldern abzutauschen, um dann in einer Zwickmühle entweder so ein Feld mit 3 eigenen Kriegern zu erobern, oder den Daimyo zu schlagen. Das Timing der Karten mit ihrer Priorität des Ausspielens haben dann die Entscheidung gebracht!

Da muss doch noch mehr drin sein, oder?

Auf der Suche nach hilfreichen Tipps... :)

Cu / Ralf

Benutzeravatar
Attila
Kennerspieler
Beiträge: 4715

Re: Daimyo: Spielstrategie zu Zweit?

Beitragvon Attila » 24. Februar 2006, 14:01

Ralf Rechmann schrieb:

> eigentlich wollte ich mir Daimyo von TenkiGames schon in
> Essen kaufen, aber da fand ich den Messepreis dann doch etwas
> überzogen. Ein halbes Jahr später gabs das Spiel dann bei
> meinem Stammversender innerhalb

Hmm - du schreibst in einer interassanten Zeitform. Also Anfang/Mitte Oktober war die Messe in Essen. Ein halbes Jahr sind bekanntlich 6 Monate, d.h. "ein halbes Jahr nach Essen" ist also Anfang/Mitte Mai.

Ich frage mich wie du das hinbekommen hast? - Geht wohl nur mit einer Zeitreise, oder? :-)

Atti

Benutzeravatar
Ralf Rechmann

Re: OT: Daimyo: Spielstrategie zu Zweit?

Beitragvon Ralf Rechmann » 24. Februar 2006, 14:13

Gedanklich ist bei mir Essen ist schon halbes Jahr vorbei. Gerade weil ich die ganzen Nürnberger-Neuheiten überhaupt noch nicht gesichtet, eingeordnet ("haben will", "man sehen", "baeh!") oder im Konsumrausch gekauf habe! ;)

Grüsse aus der Zukunft // Ralf

Benutzeravatar
Attila
Kennerspieler
Beiträge: 4715

Re: Daimyo: Spielstrategie zu Zweit?

Beitragvon Attila » 24. Februar 2006, 14:43

Ralf Rechmann schrieb:

> - Da kann man die Spielfäche durch neutrale Sechsecke
> erweitern, aber ich weiss nicht wieso ich das überhaupt
> machen sollte!

Direkt: Um mehr Spielfläche zu bekommen (oder eine Abkürzung)
Indirekt: Um keine andere Karte spielen zu müssen!

> - Da kann man Sechsecke versetzen (allerdings nicht die
> eigenen laut Regel), aber der Mitspieler wird den
> Anfängerfehler kein zweites Mal begehen, dass er eines seiner
> Felder leer und damit versetzbar und durch mich eroberbar
> macht!

Also das mit dem "Anfängerfehler" ist sicherlich richtig - allerdings gibt es auch ohne diesen "Anfängerfehler" entsprechende Situationen. Die EInfachste Kombination ist a) ein Angriff auf ein "gesichertes Feld" ohne es zu übernehmen und dann b) versetzen dieses neuen (jetzt leeren) Feldes. Da muss man höllisch Aufpassen - und verhindern kann man sowas letztendlich nie ! :-)

> Im Prinzip liefen unsere zwei gespielten Partien so ab, dass
> Jeder erstmal aufgerüstet hat, um kein eigenes Feld bei
> Bewegungen leer zu lassen.

So eine Strategie ist allerdings recht anfällig gegen oben genannte Kombination! :-)

> schlagen. Das Timing der Karten mit ihrer Priorität des
> Ausspielens haben dann die Entscheidung gebracht!
> Da muss doch noch mehr drin sein, oder?

Naja, das "Handling" der Karten ist schon das a und o des Spiels - ganz klar. Jenachdem welche Karten man hat und welche in den Reserven liegen muss man halt entscheiden ob man aktiv was machen kann oder ob man reaktiv spielen muss - und das ändert sich ja ständig!

Atti

Benutzeravatar
Andrea

Re: Daimyo: Spielstrategie zu Zweit?

Beitragvon Andrea » 24. Februar 2006, 15:05

Hallo Ralf,

wir haben uns das Spiel direkt beim Autor in Essen gekauft und einen sehr guten Preis mit ihm ausgehandelt und eine spaßige persönliche Widmung bekommen. Wahrscheinlich hat es ihm Spaß gemacht auch mal gegen eine Frau ein Taktikspiel zu spielen.
Jetzt zur Taktik mit 2 Spielern. Die Versetzungskarten spielen eine große Rolle bei uns, um einige Zugänge nur noch eingleisig zu machen oder einen Weg außen herum zu legen. Beim letzten Spiel hat mein Mann versucht und es geschafft diese Karten zu klammern. Es hat ihm aber nichts genützt, weil ich dadurch schneller in den Angriff kam und eigentlich dadurch gewinnen konnte.
Bei uns liegt jedes Spiel an der Tagesform. Mal spielt einer defensiv an einem anderen Tag jedoch wieder agressiv.
Wir haben die Erweiterungen aus Zeitgründen nur einmal kurz anspielen können, aber ich glaube, das durch sie ein Zweierspiel abwechslungsreicher wird. Außerdem sagte der Autor uns, dass man durchaus mit verschiedenen Startaufstellungen spielen kann. Also ein immer anderes Startfeld aufbauen.
Wir haben auch schon mit unserer Tochter zu dritt gespielt. Da hatten wir leider das Problem, das unsere Tochter immer zu erst angegriffen hat und dadurch das Nachsehen hatte.

Taktische Grüße ;-)

Andrea

Benutzeravatar
Marten Holst
Kennerspieler
Beiträge: 1787

RE: Daimyo: Spielstrategie zu Zweit?

Beitragvon Marten Holst » 24. Februar 2006, 15:16

Moin,

> - Da kann man Sechsecke versetzen (allerdings nicht die
> eigenen laut Regel), aber der Mitspieler wird den
> Anfängerfehler kein zweites Mal begehen, dass er eines
> seiner Felder leer und damit versetzbar und durch mich
> eroberbar macht!

zu Daimyo kann ich trotz Messeblicks zwar nichts sagen, aber ein solcher Passus taucht oft mal auf (zumindest in der weiten Welt des Feenschaches und der Schachvarianten), nicht, weil er eine spannende Strategie ermöglicht, sondern weil bestimmte Dinge verhindert werden sollen. Man könnte dann auchentsprechende Dinge verbieten, aber manche Regelschreiber finden es besser, weniger zu verbieten - und vielleicht findet doch einer mal eine Version, in der die Aktion Sinn ergibt.

Zwar ist der Ansatz "da muss was hinter stecken" richtig, ich wollte nur aufzeigen, dass man nicht unbedingt blöd und blind und bild sein muss, wenn man partout nichts findet :-)

Tschüß
Marten

Benutzeravatar
Ernst Knauth

Re: [oT] halbes Jahr

Beitragvon Ernst Knauth » 24. Februar 2006, 16:46

Attila schrieb:
>
> Hmm - du schreibst in einer interassanten Zeitform. Also
> Anfang/Mitte Oktober war die Messe in Essen. Ein halbes Jahr
> sind bekanntlich 6 Monate, d.h. "ein halbes Jahr nach Essen"
> ist also Anfang/Mitte Mai.

Respekt:
Bei Ralf dauert ein halbes Jahr ca. 4,4 Monate und bei Dir ca. 7,4 Monate.
Da bist Du immerhin 0,2 Monate näher dran ... :-)

Ernst

Benutzeravatar
Attila
Kennerspieler
Beiträge: 4715

Re: [oT] halbes Jahr

Beitragvon Attila » 24. Februar 2006, 17:23

Ernst Knauth schrieb:

:-)

Au - in der Tat!

Atti


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 11 Gäste