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Überteuerte Spiele - Verkaufsfaktor

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Jochen Schwinghammer

Re: Überteuerte Spiele - Verkaufsfaktor

Beitragvon Jochen Schwinghammer » 7. März 2006, 21:13

Hallo Frank,

man darf bei einem Spiel nicht nur auf die Materialkosten schauen.
Die Redaktionsarbeit bei einem kleinen Spiel ist vergleichbar mit der Redaktionsarbeit für ein großes Spiel. Ein Autor steckt genausoviel Arbeit in ein kleines Spiel, wie in ein großes. Die Kosten für einen Grafiker dürften auch nahezu identisch sein. Von daher finde ich die Preise durchaus gerechtfertigt.

Viele Grüße, Jochen Schwinghamnmer

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xaverius
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Beiträge: 252

Re: Überteuerte Spiele - Schluss damit!

Beitragvon xaverius » 7. März 2006, 22:52

Cäsar schrieb:
>
> Leute, seid nicht so bequem, besucht mal wieder ein
> Spiele-Fachgeschäft und unterstützt so die Spielebranche.
>
> Grüsse
> Cäsar
>
> PS:
> Nein, ich besitze keinen Laden.

Aber meine Frau besitzt einen kleinen Spiele-Laden :-)
Herzlichen Dank für dein Statement :-))

gruss xaverius

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Cäsar
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Beiträge: 421

Re: Überteuerte Spiele - Schluss damit!

Beitragvon Cäsar » 7. März 2006, 23:47

Attila schrieb:
>
> Cäsar schrieb:
>
> > Jeder, der diesen Preis über- oder UNTERbietet stört den
> > normalen Prozess eines Spiels von Anfang bis Ende.
>
> Jeder soll seinen Preis festlegen wie er meint.

Wozu rechnen dann die Verlage überhaupt einen Preis aus ???



>
> > Ich kaufe nur beim Fachhändler, weil mir das Spiel das Wert
> > ist, und weil ich den Fachhändler unterstütze, weil er den
> > Mut hatte, ein Ladengeschäft auf die Beine zu stellen, mit
> > Fachpersonal und vielen Unkosten.
>
> Na da bist du einer der wenigen, glücklichen die einen
> Fachhändler in der nähe haben.

Zu meinem Fachhändler brauche ich 1 1/4 Stunden hin und zurück.
Ich besuche ihn mindestens 2x im Monat
Das ist es mir wert.


> Also ich muss mal eine Lanze für die Internetversender
> brechen: Der Service ist bei viele klasse und die beratung
> (eMail/Telefon) ebenso! - Da können sich so manche
> "Fachhändler" eine Scheibe abschneiden - die haben oft
> überhaupt keinen Plan von den dingen die sie verkaufen
> (zumindest im Brettspielbereich).
>
> > Leute, seid nicht so bequem, besucht mal wieder ein
> > Spiele-Fachgeschäft und unterstützt so die Spielebranche.
>
> Dazu sollten die ach-so-tollen Fachgeschäfte erstmal einen
> Anreiz schaffen.

Den Anreiz boten sicher viele, aber vielleicht lassen sich viele vom Internethandel
entmutigen:
Wenn man da Kunden hat, die sich beraten lassen, und dann noch die Frechheit haben, dem Verkäufer ins Gesicht zu sagen:"Danke für die Beratung, ich bestelle es dann im Internet, da ist es xx Euro günstiger"

Grüsse
Cäsar

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Cäsar
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Re: Überteuerte Spiele - Schluss damit!

Beitragvon Cäsar » 7. März 2006, 23:50

Tim schrieb:
>
> > Einen Lagerraum mieten und eine Website hinzustellen braucht
> > keinen Mut, keine Inovation und kann jeder !!!
>
> Aha, Du warst also noch nie selbständig.

Doch, aber auf einem völlig anderen Sektor, aber im Verkauf

> > Ich sage dazu Abzocke auf billigste Weise auf Kosten der
> > dringend gebrauchten Fachhändler.
>
> Der Begriff "Abzocke" taucht hier ja regelmäßig auf. Warum er
> vollkommen unsinnig ist, hatten wir auch schon mehrfach.

???

> > Leute, seid nicht so bequem, besucht mal wieder ein
> > Spiele-Fachgeschäft und unterstützt so die Spielebranche.
>
> Warum soll ich für Beratung zahlen, die ich nicht benötige?
> Außerdem will ich die Spielebranche überhaupt nicht
> "unterstützen", sie ist ja kein Sozialfall. Wir sind hier
> nicht auf einer Benefizveranstaltung, sondern auf einem Markt.

...... der vielleicht bald keiner mehr ist......?

Grüsse
Cäsar

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Cäsar
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Re: Überteuerte Spiele - Schluss damit!

Beitragvon Cäsar » 7. März 2006, 23:52

xaverius schrieb:
>
> Cäsar schrieb:
> >
> > Leute, seid nicht so bequem, besucht mal wieder ein
> > Spiele-Fachgeschäft und unterstützt so die Spielebranche.
> >
> > Grüsse
> > Cäsar
> >
> > PS:
> > Nein, ich besitze keinen Laden.
>
> Aber meine Frau besitzt einen kleinen Spiele-Laden :-)
> Herzlichen Dank für dein Statement :-))

Gern geschehen, musste endlich mal gesagt werden.
Viel Erfolg mit eurem Laden!

Grüsse
Cäsar

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Frank Schaubrenner

empfohlener Preis

Beitragvon Frank Schaubrenner » 8. März 2006, 00:14

"Wozu rechnen dann die Verlage überhaupt einen Preis aus ???"

denke mal dieser beruht auf einem Faktor den der Verlag als "normal" ansieht.

dran halten tun sich interessanterweise oft die, die wohl am meisten von Staffelpreisen profitieren (Kaufhäuser) und meist kleine Spieleläden wenn der Preis ihrer normalen Kalkulation entspricht.
Aber es ist ein Markt es gibt keine Spielpreisbindung, somit gibt es auch Differenzierung über den Preis (wie bei allen anderen Waren auch, ausser neuen Büchern ;-) ).

anderes Thema von weiter oben,

fast jeder Internethändler hat auch ein Ladengeschäft, das durch den I-Handel mit anscheinend unglaublichem Sortiment (war noch nie da) glänzt und gute Beratung bereithält, da Internetspielehändler in der Regel nicht aufgrund der "blühenden Wiesen" im Spielemarkt zum Produkt gekommen sind, sondern aufgrund von Interesse am Spiel.

Gruss
Frank
der von grundsätzlich dies und ausschliesslich jenes nichts hält und gerne Spiele auf Messen mitnimmt

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peer

Re: Überteuerte Spiele - Schluss damit!

Beitragvon peer » 8. März 2006, 08:23

Hi,
Cäsar schrieb:
>> > Warum soll ich für Beratung zahlen, die ich nicht benötige?
> > Außerdem will ich die Spielebranche überhaupt nicht
> > "unterstützen", sie ist ja kein Sozialfall. Wir sind hier
> > nicht auf einer Benefizveranstaltung, sondern auf einem
> Markt.
>
> ...... der vielleicht bald keiner mehr ist......?

meinst du damit den Spielemarkt (dem es wieder besser geht und bei dem es wieder duetlich mehr Verlage gibt) oder den Einzelhandel (der sich richtung Internet verschiebt)?

ciao
peer

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Mike Merten

Re: Überteuerte Spiele - Schluss damit!

Beitragvon Mike Merten » 8. März 2006, 08:38

Cäsar schrieb:
>
> Leider gibt es immer noch zu viele GEIZ IST GEIL - IDIOTEN,
> die das -Zerstören- noch fördern und kein bisschen
> (nach)denken.
>

Jau! Ich habe ja auch beliebig viel Geld zur Verfügung! :-(

Wenn Du schon "Nachdenken" forderst, dann tue es auch selber:
Jeder normale Mensch hat nur eine begrenzte Menge Geld zur Verfügung. Und mit der muß er haushalten!

Außerdem kostet kein Spiel "soviel, wie vom Verlag berechnet". Das mag in einer Planwirtschaft so sein, nicht in einer Marktwirtschaft. Dort bestimmt der Markt den Preis. Überbieten und Unterbieten sind da ganz normale Mechanismen.

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Dirk Piesker
Kennerspieler
Beiträge: 950

Re: Fachhändler und Internetversender

Beitragvon Dirk Piesker » 8. März 2006, 09:26

Cäsar schrieb:

> Jeder, der diesen Preis über- oder UNTERbietet stört den
> normalen Prozess eines Spiels von Anfang bis Ende.

Den "Prozess eines Spiels"? Was soll das denn sein?

> Irgendwann ZERstören Billiganbieter diesen Prozess:
> Dann gibt es keine Spiele mehr !!!!!

Wird dann auch Skat und Schach verboten? Aber mal im Ernst,
das ist doch Quark.
Vielleicht gibts irgendwann mal keine Spielefachhändler mehr, aber
das ist schon noch was anderes.

> Ein Spiel kostet immer soviel, wie es der Verlag berechnet
> hat, und glaubt mir, die können rechnen.

Nein, ein Spiel kostet so viel, wie es ein Händler anbietet.
Ich denke aber, dass fast alle hier im Forum rechnen können, zumindest
rudimentär. Das sollte nicht als Leitung gewürdigt werden.

> Ich kaufe nur beim Fachhändler, weil mir das Spiel das Wert
> ist, und weil ich den Fachhändler unterstütze, weil er den
> Mut hatte, ein Ladengeschäft auf die Beine zu stellen, mit
> Fachpersonal und vielen Unkosten.

Das ist löblich und Dein gutes Recht. Hat aber nichts mit dem zu tun, was
Du hier an die Wand malst.

> Einen Lagerraum mieten und eine Website hinzustellen braucht
> keinen Mut, keine Inovation und kann jeder !!!
> Ich sage dazu Abzocke auf billigste Weise auf Kosten der
> dringend gebrauchten Fachhändler.

Ein Ladenlokal mieten und dort Spiele verkaufen kann auch jeder.
Was ist daran innovativ?
Viele scheinen es aus einem persönlichen Engagement im
Bereich Spiele zu tun, aber nicht, weil man damit so toll Geld verdienen kann.
Das ist völlig ok, aber ich muss sowas nicht finanzieren. Klingt jetzt hart,
ist aber letzendlich so.

> Leute, seid nicht so bequem, besucht mal wieder ein
> Spiele-Fachgeschäft und unterstützt so die Spielebranche.

Du meinst "unterstützt die Fachhändler"?
Wozu sollte ich für etwas bezahlen, das ich nicht benötige?

Davon abgesehen:
Den Verlagen kann es doch egal sein, über welchen Vertriebskanal
ihre Produkte verkauft werden. Meinst Du, die führen Listen über
"gute" und "schlechte" verkaufte Spiele? Und vielleicht bekommt ein
Internetversender einfach ein Spiel billiger, wenn er 200 kauft als ein
Fachhändler, der nur 5 ordert. Dann wäre es ja so, dass die
Spieleverlage den Fachhandel boykottieren. Die Bösen!


Dirk

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Hanno Schwede

Re: Überteuerte Spiele - Verkaufsfaktor

Beitragvon Hanno Schwede » 8. März 2006, 09:31

Noch ne Antwort, aber ein anderer Ansatz:

Werwölfe von Düsterwald, 10 Euro

Gespielt in der Kneipe mit 9 Leuten, jeder 3 Bier + Kleinigkeit zu essen ca.: 200 € (inclusive Spiel)
5h Spass gehabt


9 Leute Kino + Popkorn + Getränk + Eis .... ca. 200 €

Aber morgen treffen wir uns dann nochmal zum Werwölfe spielen und haben wieder Spass....

Spiele sind einer der günstigsten Zeitvertreibe (insbesondere für die 8 Leute die das Spiel nicht gekauft haben)

Grüße

Hanno, nicht im Handel tätig... allerdings war mal Spieleladenfachhiwi

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Cäsar
Kennerspieler
Beiträge: 421

Re: Überteuerte Spiele - Schluss damit!

Beitragvon Cäsar » 8. März 2006, 09:38

peer schrieb:
sondern auf einem
> > Markt.
> >
> > ...... der vielleicht bald keiner mehr ist......?
>
> meinst du damit den Spielemarkt (dem es wieder besser geht
> und bei dem es wieder duetlich mehr Verlage gibt) oder den
> Einzelhandel (der sich richtung Internet verschiebt)?

Primär den Einzelhandel,
aber ich bezweifle, dass die Spielebranche nur mit Internethändlern überleben kann und wird.

Grüsse
Cäsar

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Tim-spielbox

Re: Überteuerte Spiele - Schluss damit!

Beitragvon Tim-spielbox » 8. März 2006, 10:36

> > "unterstützen", sie ist ja kein Sozialfall. Wir sind hier
> > nicht auf einer Benefizveranstaltung, sondern auf einem
> Markt.
> ...... der vielleicht bald keiner mehr ist......?

Für mich als Vielspieler ist das Marktangebot in den letzten 5 Jahre sehr viel besser geworden. Ich kann mich im Netz ausgiebig über fast alle Spiele informieren und bequem online bestellen. Genauso ist es übrigens mit Büchern, CDs und vielen anderen Produkten. Warum trotz manche glauben, daß alles den Bach runter geht, ist mir schleierhaft. Vielleicht glauben sie, daß die Handelsstruktur von vor 15 Jahren gottgegeben und unbedingt erhaltenswert ist. In Marktbewegungen liegt für alle immer die große Chance, sich zu verändern und neue Zielgruppen zu erschließen. +Darüber+ solltest Du mit Fachhändlern reden. Und nicht den Kunden vorhalten, daß sie dort kaufen, wo es für sie am günstigsten / bequemsten / besten ist.


Tim

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Markus N.

Re: Überteuerte Spiele - Schluss damit!

Beitragvon Markus N. » 8. März 2006, 14:41

Der Anreiz, den Fachläden bieten, ist der persönliche Treffpunkt, wo bei einem Café im Laden selber gespielt und gequaselt werden kann. Auch wenn nicht jedesmal dabei ein Spiel von x Euro über die Kasse geht. Es ist ein Ort um sich wohl zu fühlen :-).

Preise hin oder her: Es gibt Leute, denen liegt am persönlichen Kontakt zum Händler ( früher oder später wird er zu einem Freund) etwas; und die anderen möchten lieber im Anonymen mit GEIZ IST GEIL - Einstellung im Netz einkaufen. Lieber zu Hause alleine (jaja, alleine sein), als wieder mal in nen Laden tolle Leute treffen.

Jedem das Seine - jeder soll mit seinen Einkäufen glücklich sein - egal wo er es tut.

Gruss
Markus

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Mike Merten

OT: Freiberufler

Beitragvon Mike Merten » 8. März 2006, 15:40

Tobias / Glomeor schrieb:
>
> Auch wenn das Argument bei jeder Diskussionen zu diesem Thema
> kommt, möchte ich es auch hier anbringen:
>
> Brett- und Kartenspiele sind aufgrund ihres Nieschendaseins
> günstig. Die Entwicklungskosten in diesem Sektor fallen
> nämlich kaum an, weil die meisten Autoren freiberuflich ...

Nur als kleine Anmerkung: Freiberufler müssen von ihrer Arbeit genauso leben können wie Selbständige oder Angestellt. Die meisten DV-Berater sind übrigens Freiberufler. Was Du wohl meintest, war "nebenberuflich".

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Stefan B.

Re: Überteuerte Spiele - Schluss damit!

Beitragvon Stefan B. » 8. März 2006, 16:37

Hallo

ich stimme dir zu ,Kaufe auch bei Fachhändlern auch wenn ich dafür 1 1/2 Stunden fahren muss, hängt ja indirekt auch mein arbeitsplatz dran,wenn die Arbeitslos werden können die nicht mehr so viel kaufen somit geht der nächste Betrib kaputt usw ein Teufels kreis wie man sagt ,aber wer lieber im Internet bestellt soll es machen kann mann eh nicht von abhalten,

Gruss stefan

Ps. leg mehr wert auf gute beratung als auf den Preis

(Kauf mir wenn es nicht geht dann lieber ein spiel weniger )

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Daniel_R

Re: Fachhandel ist nicht automatisch teurer

Beitragvon Daniel_R » 8. März 2006, 18:06

Nur so eine kleine Anekdote:

Vor ein paar Tagen setzte ich mir in den Kopf, eine eigene Ausgabe von Age of Steam zu kaufen. Da es Wochenende war, konnte ich zunächst nur Preise und Verfügbarkeit via Internet checken. Da ich keinen Schweizer-Versender mit diesem Produkt finden konnte, musste ich auf Versender jenseits unserer Landesgrenzen zurückgreifen. Die üblichen Verdächtigen lieferten dann eine Angebotsbandbreite von 29.50 bis 38 Euro zzgl. Versand. Anfangs Woche meldete ich mich bei meinem Fachhändler, welcher AoS erstens an Lager hatte und mit einem Preis von SFr. 60.- innerhalb der Preisspanne der Internetversernder lag. So entschloss ich mich beim Fachhändler zu kaufen. Infolge eines netten Gespräches vor Ort bekam ich sogar noch 10% Rabatt und der Kaufpreis stellte sich als *günstiger* heraus, als wenn ich per Internet irgendwo sonst bestellt hätte.

Das hier oft zementierte Klischee "Fachhandel ist immer teurer als Internet" hat zumindest für mich nicht zugetroffen. Ich konnte guten Gewissens das günstigste Angebot annehmen... ;)

Grüsse aus der Schweiz
Daniel

Malte Kiesel
Kennerspieler
Beiträge: 450

OT: das war doch gar nicht die Frage...

Beitragvon Malte Kiesel » 8. März 2006, 18:35

Interessant ist die Tatsache, dass der Vergleich Internet > Fachhandel überhaupt nicht Thema im ursprünglichen Post war. Wir sind hier eigentlich schon lange im OT Bereich. Und schade, dass sich Frank, der die Diskussion angestoßen hat, sich nicht mit einem einzigen Wort mehr daran beteiligt.

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Kai Borschinsky

Re: Überteuerte Spiele - Schluss damit!

Beitragvon Kai Borschinsky » 8. März 2006, 18:39

Cäsar schrieb:

> Primär den Einzelhandel,
> aber ich bezweifle, dass die Spielebranche nur mit
> Internethändlern überleben kann und wird.

Na ja, es gibt ja nicht nur Internethändler, die Masse des Umsatzes dürfte wohl eher über Handelsriesen wie Metro und Karstadt laufen.

Die Branche kann m.E. durchaus nur mit diesen beiden Stützen überleben. Die Vielfalt wird allerdings so eher nicht gefördert. Das ist aber ein ganz anderes Schlachtfeld!

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Micha Heißing

Re: Überteuerte Spiele - Schluss damit!

Beitragvon Micha Heißing » 8. März 2006, 18:54

Nebenbei bemerkt bieten einige Internethändler einen hervorragenden Service und eine unglaublich gute Beratung. Die ich bei meinen lokalen Fachhändlern nur sehr selten und dann oft nur ansatzweise finde. Kompetente und engagierte Fachhändler kannst du in vielen Regionen der Republik mit der Lupe suchen - da kommst du mit 2 Stunden Fahrt nicht hin.

Und mal konkret zum Service mancher Internet-Anbieter (ohne Namen zu nennen):
- aufwändig gestaltete, sehr umfangreiche Kataloge mit ausführlichen Beschreibungen und persönlichen Bewertungen
- hoch-informative gestaltete Web-Sites
- in Einzelfällen auch telefonische Beratung
- Über-Nacht Lieferservice aus einer schier unglaublichen Angebotsvielfalt
- meist sehr günstige Versandkosten
- gelegentlich Vermittler-Rolle zwischen Käufern und Verlagen (z.B. bei Haftung)
- oft sehr unproblematischer Umtauschservice
- häufig Rabatte bei Porto, Bestell-Menge, Zahlungsmodus (Bankeinzug)
- schnelle Verfügbarkeit aktueller Titel
- Vorbestellungen und automatische Lieferung
- und natürlich die so gescholtenen "Billigpreise"...

Ich kann in dem professionellen, großen Aufwand, den manche Anbieter betreiben, jedenfalls keine Abzocke erkennen.

Für mich als Verbraucher und Vielspieler/käufer ist die Entwicklung insgesamt sehr erfreulich. Meiner Einschätzung nach tragen die engagierten, informierten und oftmals aus der Spieleszene stammenden Internetanbieter deutlich zum augenblicklichen Wachstum des Spielemarktes bei. Bewirken also genau das Gegenteil von "Zerstörung".

Spielen muss ich die erstandenen Schätze allerdings zu Hause, nicht beim Händler. Aber als Begegnungsstätte würde ich aber ohnehin meinen privaten Spieleabend in den eigenen 4 Wänden jedem Ladengeschäft vorziehen.

Schöne Grüße

miXa

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peer

Re: Überteuerte Spiele - Schluss damit!

Beitragvon peer » 8. März 2006, 20:25

Hi,
Cäsar schrieb:
> Primär den Einzelhandel,
> aber ich bezweifle, dass die Spielebranche nur mit
> Internethändlern überleben kann und wird.

Naja, das Gros der großen Veerlage geht eh über Karstadt & Co weg. Die Kleinverlage vertreiben sich ja selbst übers Internet. Ich kann allerdings gar nicht einschätzen wie viele Spiele ivon dene n Einzelhandlungen durch primäre Beratung tatsächlich mehr an ahnungslose Nichtspieler abgesetzt werden...

Ansonsten sind Interenthändler ja auch Einzelhändler, keine Konzerne. Wieso sollen es die weniger verdient haben Geld zu verdienen? Meinst du, die hätten weniger Riskio oder Leistung? Das bezweifle ich mal ganz vorsichtig (wenn man bedenkt, wie viele Onlineshops wieder in der Versenkung verschwinden).
Außerdem isnd viele Fachhändler jetzt auch Internethändler. Man sollte Technologiedurchbrüche nutzen, nicht verteufeln, sonst geht man unter (siehe Musikindustrie, bei der die Erfindung der Schallplatte für viel Untergangsstimmung gesorgt hat)

ciao
peer

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Marten Holst
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Beiträge: 1787

RE: Überteuerte Spiele - Schluss damit!

Beitragvon Marten Holst » 9. März 2006, 15:03

Moin Mike,

>> Leider gibt es immer noch zu viele GEIZ IST GEIL - IDIOTEN,
>> die das -Zerstören- noch fördern und kein bisschen
>> (nach)denken.
>
> Jau! Ich habe ja auch beliebig viel Geld zur Verfügung! :-(

Während ich dem Grundgedanken ja zustimme, aber woher kommt der Gedanke, dass man mit seinem nicht beliebig vielen Geld das Anrecht auf beliebig viele Waren hat? Okay, hier ist ein schlechteres Beispiel, aber im Zusammenhang mit Musikkopieren fallen oft ähnliche Argumente, und ich finde die dann schon wackelig :-)

Tschüß
Marten

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Tim-spielbox

RE: Überteuerte Spiele - Schluss damit!

Beitragvon Tim-spielbox » 9. März 2006, 16:32

> Während ich dem Grundgedanken ja zustimme, aber woher kommt
> der Gedanke, dass man mit seinem nicht beliebig vielen Geld
> das Anrecht auf beliebig viele Waren hat? Okay, hier ist ein
> schlechteres Beispiel, aber im Zusammenhang mit Musikkopieren
> fallen oft ähnliche Argumente, und ich finde die dann schon
> wackelig :-)

Wackelig ist hier doch nur eines: die Behauptung, es gäbe den Gedanken, daß man ein Anrecht auf beliebig viele Waren hat. Habe ich noch nie gehört, und ich glaube auch nicht, daß irgend jemand diesen Gedanken je gehabt hat. :)

Produktivitätszuwächse sind seit 200 Jahren die Ursache für unseren steigenden Wohlstand. Und wenn ein effizienterer Vertrieb (z.B. Internetshops) nun dazu führt, daß ich mir mit demselben Geld mehr Spiele als früher kaufen kann, ist das für die Gesamtheit positiv, auch wenn es für den einzelnen Fachhändler vor Ort negativ sein mag.


Tim

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Roland G. Hülsmann

RE: Überteuerte Spiele - Schluss damit!

Beitragvon Roland G. Hülsmann » 9. März 2006, 18:13

Marten Holst schrieb:

> ...., aber woher kommt der Gedanke, dass man mit seinem nicht
> beliebig vielen Geld das Anrecht auf beliebig viele Waren hat?

Dieser Gedanker wurde nicht geäußert, daher kann er auch nirgendwoher kommen. ;-)

Aber ich habe durchaus das Recht, das begrenzt vorhandene Geld möglichst effektiv einzusetzen, um dafür möglichst viele Waren zu bekommen. Und für viele ist dies sogar notwendig, um mindestens ausreichend Waren zu erhalten.

> im Zusammenhang mit Musikkopieren fallen oft ähnliche Argumente

Jemanden, der auf den Preis achtet, bzw. achten muß, mit Raubkopieren zu vergleichen und damit zu kriminalisieren halte ich - sehr vorsichtig formuliert - für ein ziemlich starkes Stück! :-(
(Zu Deiner Info: Preise vergleichen ist legal, raubkopieren nicht!)

Gruß
Roland

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Marten Holst
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RE: Überteuerte Spiele - Schluss damit!

Beitragvon Marten Holst » 9. März 2006, 20:11

Moin,

>> im Zusammenhang mit Musikkopieren fallen oft ähnliche Argumente
>
> Jemanden, der auf den Preis achtet, bzw. achten muß, mit
> Raubkopieren zu vergleichen und damit zu kriminalisieren
> halte ich - sehr vorsichtig formuliert - für ein ziemlich
> starkes Stück! :-(

Deswegen wollte ich das ja auch gar nicht erst tun, kam wohl falsch an. Aber ich hatte schon gesagt, dass es hier weniger passt. Ich verweise dennoch auf etwas weiter unten.

Was ich allerdings schon meinte ist, dass die Argumentationsschiene eben schon wackelt - meines Erachtens - wenn man sagt, man dürfe A, da auf Weg B etwas nicht möglich sei.

Anders formuliert: ich sehe es nicht im geringsten als "ethisch verwerflich" oder "Markt zerstörend" an, Preise zu vergleichen und hauszuhalten. Ich finde nur, dass das Argument "Ich habe nur begrenzt viel Geld" hier als Argument nichts taugt, wenn damit indirekt gestützt wird, dass der Kauf auf billigerem Wege deswegen korrekt sein muss. Ich finde Cäsars Angriff auf sparsamen Einkauf und Preisvergleich bereits falsch, aber wenn man die These "das sollte man aus Gewissensgründen nicht tun" widerlegen will, dann geht das nicht mit "ich habe aber nicht genug Geld". Und genau dieses Argument kommt eben häufig auch zur Rechtfertigung von illegalen Taten - ich wollte damit illustrieren, dass das Argument nichts taugt.

Ich hoffe, ich habe das jetzt klarer gemacht.

Tschüß
Marten

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Heinrich Tegethoff

[OT] Coke !%$%@&/$?@@!!!

Beitragvon Heinrich Tegethoff » 10. März 2006, 13:22

Hallo Leo,

habe das Beispiel mit der Coke Anfang der Woche am Flughafen mitmachen
müssen. Flieger annulliert, 5h Warten, der Essensgutschein reicht nur für den
Imbiss. Aber die Coke kam im 0,2l Parfümflakon daher - natürlich zu 2,50€.
Sorry, musste einmal Luft machen. Das fand ich Abzocke, auch wenn ich
den Preis am Flughafen eher erwarte. Wenn schon 2,50€ für Miete und Personal,
warum dann nicht wenigstens 0,5l? :-( :-( :'-(

Bei Spielen schaue ich nur auf den Stapel DVDs und vergleiche die
Preise damit. Dann bin ich wieder beruhigt.
Teuer gibt es, aber nur ein Spiel war mir bisher zu teuer, da Preis und
Spielspass in keinem guten Verhältnis standen. Dann gewann ich es,
genauer: ich konnte es mir mit meinem "bester SdJ-Tipp" aussuchen.
Es gibt auch noch gute Tage im Leben!

Servus,
Heinz


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