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[RF] Elasund

Regelfragen und Varianten: Wie geht Spiel XY?
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Guido
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Beiträge: 404

[RF] Elasund

Beitragvon Guido » 25. März 2006, 02:02

Hallo,

folgendes:
Ich reisse ein Gebäude (eines Gegners) ab. Das Gebäude kommt auf den Ablagestapel.
Frage: Könnte ich also nun das gerade abgerissene Gebäude wieder neu bauen (bei Abgabe der geforderten Machtkarten vorausgesetzt, da gleichgroßes Gebäude)? Oder darf ich nur die Gebäude bauen, die es auch schon vor Abriß in der Auslage gab?
Wir haben gesagt, man könne nur Gebäude bauen, die es vorher noch in der Auslage gab. Aber Unsicherheit bleibt. Wenn man nämlich streng argumentiert, wird ja das alte Gebäude erst abgerissen, läge also wieder in der Auslage, und wäre damit wieder zur Vergüfung, um (sofort) wieder gebaut werden zu dürfen.

Frage deshalb, weil in der konkreten Situation kein 4er Gebäude vor Abriß des alten Gebäudes in der Auslage war, auf denen noch eine Goldkarte abgebildet war. Das alte abzureißende Gebäude hatte eben diese Goldkarte. Wenn man das gerade abgrissene auch wieder neu bauen könnte, hätte der "Angreifer" doch ein Gebäude, welches Gold einbringt.

Hoffe, ihr verifiziert oder widersprecht (je nachdem was "richtig" ist).

Danke
Guido

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Grzegorz Kobiela

Re: [RF] Elasund

Beitragvon Grzegorz Kobiela » 25. März 2006, 05:10

Womit möchtest du denn das Gebäude des Gegner überbauen, wenn dieses noch nicht in der Ablage liegt? Das macht doch keinen Sinn. "Ich überbaue dein Gebäude mit dem imaginären Gebäude, welches sich in der Ablage befinden wird, wenn ich deins überbaut habe". So viel ich weiß, sagt die Regel nichts von imaginärem Spielmaterial. Denn dann könnte ich gleich irgendwo ein Wirtshaus bauen, obwohl keine mehr in der Ablage sind mit der Begründung, dass ja irgendwann eins überbaut werden könnte und somit zur Verfügung stünde...

Fazit: Man kann nur damit überbauen, was in der Ablage liegt, und nicht was irgendwann darin liegen wird, aus welchem Grund auch immer.

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Peter Gustav Bartschat

Re: [RF] Elasund (und die strenge Argumentation)

Beitragvon Peter Gustav Bartschat » 25. März 2006, 09:32

Guido schrieb:
> Wenn man
> nämlich streng argumentiert, wird ja das alte Gebäude erst
> abgerissen, läge also wieder in der Auslage, und wäre damit
> wieder zur Vergüfung, um (sofort) wieder gebaut werden zu
> dürfen.

Hallo, lieber Guido,

GERADE, wenn man streng argumentiert, ist das nicht der Fall. :-)

In einem Spiel über den Bau von Gebäuden gelten ja nicht die Erenntnisse der zeitgenössischen Ingenieurwissenschaften oder die Bestimmungen der VOB, sondern ausschließlich die Spielregeln. Nur aus den Spielregeln heraus kann man also streng - oder auch irgendwie anders - argumentieren.

Die Spielregeln besagen - in der Spielanleitung auf Seite 4 - linke Spalte oben:

"Wenn ein Gebäude gebaut wird, verdrängt es kleinere Gebäude, falls diese ganz oder auch nur teilweise innerhalb seiner Baufläche liegen."

Durch die "Wenn"-Konstruktion des Satzes wird eine kausale Beziehung zwischen den Vorgängen "Bauen" und "Verdrängen" verpflichtend vorgeschrieben: Das Bauen ist die Ursache, das Verdrängen die Wirkung. Verdrängt wird also erst beim Bauen.

Könnte man erst ein bereits gebautes Gebäude vom Plan nehmen und dieses dann auf eine "Verdrängungsposition" bauen, wäre die kausale Beziehung umgekehrt: Das Verdrängen wäre die Ursache, das Bauen die Wirkung.

Die Spielanleitung benennt aber nur den Fall "Erst bauen - durch das Bauen dann verdrängen" als zulässig.

Mit einem lieben Gruß
Gustav

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Andreas Trieb

Re: [RF] Elasund

Beitragvon Andreas Trieb » 25. März 2006, 11:17

Hallo Guido,
die Regel sagt, dass ich beim Bauen nur kleinere Gebäude abreißen kann, was logischerweise zur Folge hat, dass vor dem Bauen ein größeres Gebäude (und logischerweise damit nicht das gleiche Gebäude) vorhanden sein muss.
Damit stellt sich nie die Frage, das abgerissene Gebäude verwenden zu können.
Servus Andreas

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Stefan/Norddt. Spielekultur

Re: [RF] Elasund

Beitragvon Stefan/Norddt. Spielekultur » 25. März 2006, 12:11

Andreas Trieb schrieb:
>
> Hallo Guido,
> die Regel sagt, dass ich beim Bauen nur kleinere Gebäude
> abreißen kann, was logischerweise zur Folge hat, dass vor dem
> Bauen ein größeres Gebäude (und logischerweise damit nicht
> das gleiche Gebäude) vorhanden sein muss.
> Damit stellt sich nie die Frage, das abgerissene Gebäude
> verwenden zu können.
> Servus Andreas

Naja, das ist nur zum Teil richtig. Mit Machtkarten kann man auch gleich große Gebäude überbauen...

Stefan
, der sich ansonsten den Vorrednern anschließt -> erst bauen, dadurch abreißen und damit erst dann wieder abgerissenes Gebäude in die Auslage für die nächsten Spieler

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Guido
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Beiträge: 404

Re: [RF] Elasund

Beitragvon Guido » 25. März 2006, 12:50

Grzegorz Kobiela schrieb:
> "Ich überbaue dein Gebäude mit dem imaginären Gebäude,
> welches sich in der Ablage befinden wird, wenn ich deins
> überbaut habe". So viel ich weiß, sagt die Regel nichts von
> imaginärem Spielmaterial.

Nein, nein, Du hast mich nicht ganz verstanden. Peter Gustav schon. Die Frage bezog sich auf das konkrete Abreißen eines Gebäudes, und wie Peter treffend schildert, haben wir uns gefragt, ob das Abreißen Ursache oder Wirkung ist. Also: Ob erst abgrissen wird, dass entsprechende Gebäude damit wieder in der Auslage liegt und dieses somit dann auch wieder zur Verfügung steht. Wir haben allerdings nicht bedacht (aber intuitiv richtig beantwortet!), dass das Verdrängen die Ursache für den Abriß ist (und somit Abriß Wirkung ist) und deshalb nur bestehende Gebäude in der Auslage zur Verfüng stehen.
Unlogisch ist unsere vorherige Überlegung aber nicht. Denn wenn ich irgendwo im realen Leben ein Gebäude bauen will, wo schon ein altes steht, muss ich im realen Leben auch erstmal eben dieses alte Gebäude abreißen, kann nicht gleichzeitig mit dem Bau eines neuen an derselben Stelle anfangen, könnte nach dem Abriß aber dann genau das gleiche Haus an derselben Stelle nochmal errichten. Aber wir sind ja nur Spieler und keine Ingenieure.

Gruß
Guido


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