Beitragvon Niccolo » 28. März 2006, 20:48
Hallo Braz!
> :eek: ein Kinderspiel? :eek:
> Bei einer Altersempfehlung von "ab 10 Jahren" von einem
> Kinderspiel zu sprechen......nun gut...kann man
> machen......muß man aber nicht ;)
Mh, ich glaub schon, dass für eine Altersspanne - angefangen um die 10 herum bis etwa 14 herum - die größte Spielfreude bei Kleopatra herauszuholen ist.
Ich wollte den Begriff "Kinderspiel" auch keineswegs abwertend verwenden.
Ich finde halt, dass für einen sogenannten Vielspieler, der eine gewisse taktische und/oder strategische herausforderung sucht, leider viel zu wenig davon in der Schachtel zu finden ist.
Keiner bedauert das so sehr wie ich - nicht aufs geratewohl hin lief ich bei der ersten Gelegenheit in den Spieleladen hier und erwarb es - praktisch ungesehen, auf die guten Vorberichte hin.
> Ich finde es für ein Kinderspiel -obwohl es sehr plastisch
> ist (3D-Palast etc.)- zu komplex:
Meinst Du?
Gleub ich eigentlich nicht.
Ich finde Kleopatra liegt nicht wirklich über Catan, wenn es um Komplexität geht. Und die Siedler sind auch ein klassisches Familienspiel, also kindertauglich - quasi Kinderspiel.
> und gerade wo man was baut setzt doch schon
Findest Du? Abgesehen von den Steinplatten - und wenn man die Augen zudrückt auch ein bisserl bei den Wänden - ist da eigentlich gar nichts zu überlegen.
> einiges strategisches Denke voraus, welches auf die Dauer
> IMHO Kinder (< 10) überfordern dürfte.....
Und das, wo ich gerade lesen durfte, dass die Deutschen die Intelligentesten überhaupt sind und ich doch nicht glaube, das unser gedämpfter Schnitt hier von den vielen zuglaufenen deutschen Studenten herrührt. ;)
Aber zurück zu Kleopatra - ich bin überzeugt, dass es mir als Kind ausgesprochen gefallen hätte.
Ersetze meinetwegen "Kinderspiel" durch "kindertauglich".
Vielleicht ist es durch seine "Familientauglichkeit" geradezu ideal für Bettina - aber wenn es für eine "Hardcore Erwachsenenrunde" gedacht ist, warne ich vor. denen kann es, nach dem Abblenden der optisch grell leuchtenden Schönheit, schnell als zu wenig empfunden werden.
Und nochmals - ich bin selbst echt sehr "traurig", dass es für mich so ist. So gerne hätte ich es geliebt - mit all den schönen Steinen und Figürchen... an einem Palast bauen... Herrlich!
Fühlt sich halt leider überhaupt nicht so an.
Oder findest Du, dass der Einfluß des Spielers auf die Korruptionssteine grandios ist?
Da hätte ich eben gerne eine Wahlmöglichkeit (quasi Komplexität) - baue ich das mit Risiko? - baue ich doch lieber Rechtschaffen?
Keinen Gedanken darauf verschwendet und überraschenderweise gewonnen.
Bei den Objekten selbst? Eine Wahl? Mit meinen 10 Handkarten (vielleicht ein paar mehr) bin ich so eingeschränkt, dass ich einerseits zwangsläufig Korruptionskarten spielen muß; dass ich andererseits keine Wahl habe, was ich mit denen baue -- also doch eine Wahl: optimal die Karten ausnutzen, oder eben nicht.
Das ist doch auch ein bisserl zu wenig, um mit dem Spiel zu 'experimentieren': "Na, ich probiere mal das aus....."
Ganz ehrlich - ich kann die Siedler von Catan wohl totgespielt damals - kann es auf jeden Fall nimmer wirklich sehen heute. Aber das bot weit mehr Tiefe (imho! imho! imho!!!), als das Designermöbel namens Kleopatra.