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Thurn & Taxis

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Frank

Thurn & Taxis

Beitragvon Frank » 10. April 2006, 15:26

Auch ich gehöre zu der Fraktion derer, die T&T zwar ganz nett, aber eben auch nicht mehr finden.

Gestern kam nun bei einer Partie folgender Vorschlag:
In einer Stadt dürfen insgesamt nur soviel Stationen gebaut werden wie die Spieleranzahl minus 1, also 3 Stationen bei 4 Spielern.
Es würde also "immer" ein Spieler leer ausgehen und das Streckenplanen wird deutlich schwieriger und man bekommt deutlich mehr Einfluß auf die Aktivitäten der Anderen.
Wir haben es noch nicht getestet, aber spontan hatten wir die Hoffnung, das der Ärgerfaktor damit deutlich steigt und man von einem "Karten sammeln und dabei ein bißchen Planen und Glück haben"-Spiel weg kommt und es für Vielspieler so attraktiver wird.

Was meint Ihr ?

Fragende Güßre
Frank

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Matthias Prinz

Re: Thurn & Taxis

Beitragvon Matthias Prinz » 10. April 2006, 15:35

Hallo Frank,

ich habe T&T seit es gestern auf der Brettspielwelt online ist schon etliche Male gespielt und ich sehe persönlich keinen Bedarf einer Nachbesserung.
Wie oft habt ihr es denn gespielt?
Ich habe für mich auf jeden Fall herausgefunden, dass es sooo viele verschiedene Ansätze gibt in dieses Spiel einzusteigen, die man garnicht alle nach 2-3 Spielen so entdecken kann.

Wenn du eine Begrenzung für die Städte einführst, kann das zu einem Bruch im Spiel kommen. Die Leichtigkeit geht verloren und es kann passieren, dass man Hoffnungslos mit seinen Karten verloren ist (es gibt ja keine Möglichkeit Karten auszutauschen).
Ich kann mir vorstellen, dass es frustierend enden kann.

Aber probier es aus und lass es uns wissen.
Ich sehe allerdings persönlich (wie so oft) keinen Grund ein schönes funktionierendes Spiel abzuändern.

Viele Grüße
- Matthias

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Kai Borschinsky

Re: Thurn & Taxis

Beitragvon Kai Borschinsky » 10. April 2006, 16:47

Grundlegendes Problem in der Regel sehe ich, dass damit effektiv eine der Spielende-Bedingungen ausgehebelt wird:
Alle seine Posthäuschen kann man so nämlich nicht setzen.
Außerdem wird das Spiel dadurch eigentlich hauptsächlich destruktiv. Zu zweit dürfte es gar nicht mehr funktionieren, da es meist auf ein komplettes Patt hinausläuft, in dem es nur darum geht, ob einer zufällig früh Baden komplett kriegt, da alle anderen wohl strategisch erst mal besetzt werden, damit gar kein Plättchen vom anderen gewonnen werden kann. Selbst das "Alles außer Baiern"-Plättchen dürfte nahezu unmöglich zu gewinnen sein, da man hierzu alleine Lodz, Sigmaringen und Innsbruck haben muss.
Es brächte auch sonst kaum etwas, auf ein langfristiges Ziel hinzuarbeiten. Es bringt einfach mehr, den Plättchengewinn anderer zu verhindern als selbst langfristig an einem Ziel zu arbeiten.

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Malte

Re: Thurn & Taxis

Beitragvon Malte » 10. April 2006, 17:02

Würde wohl kaum richtig funktionieren, da es damit nur noch darauf ankommt, möglichst schnell seine Häuser auf den Plan zu bringen. Also immer nur kurze, schnell gebaute Strecken, damit den Mitspielern die Möglichkeiten genommen werden. Das reduziert taktische Überlegungen und dürfte das Spiel kaputt machen. Aber ich denke ja eh, dass ein hervorragendes Spiel keine Veränderungen braucht... :-)

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Marion Menrath
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Re: Thurn & Taxis

Beitragvon Marion Menrath » 10. April 2006, 18:16

Dann spielt doch lieber gleich ZuZ oder Funkenschlag, statt Thurn und Taxis kaputt zu regeln. ;)

Das Argument mit den Häuschen ist ja schon gefallen, unter Umständen kann keiner mehr alle Häuser verbauen. Das Spielende kann nur noch über Kutschen herbeigeführt werden mit Strecken durch sinnlose Gebiete, wo ich nix mehr einsetzen kann.... Macht sicher Spaß ....

Andreas Seyfarth ist meiner Meinung nach ein Autor, der lange und intensiv Mechanismen aufeinander abstimmt. Ich mag TuT so wie es ist.

Marion

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Marion Menrath
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Beiträge: 447

Re: Thurn & Taxis

Beitragvon Marion Menrath » 10. April 2006, 18:23

Und die Sache mit den Vielspielern kann ich auch nicht mehr hören. Es ist arrogant anzunehmen, dass alle Vielspieler, immer, unter allen Umständen Konfrontationsspiele wollen. Und alle anderen Gelegenheitsspieler sind.

Mit der Zunahme von Stress im Beruf habe ich heute lieber öfters mal ein kürzeres Spielchen, als endlos Figuren auf dem Brett hin- und herzuschieben. Mit "A Game of Thrones" z.B. kann man mich heutzutage sonstwohin jagen. Vor zehn Jahren mag das noch anders gewesen sein.

Marion

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DiSta

Volle Zustimmung - Applaus!

Beitragvon DiSta » 12. April 2006, 13:15

Dem ist im Grunde nix mehr hinzuzufügen, dennoch:

Thurn und Taxis (ich hasse diese blöden Abkürzungen....) gefällt mir immer besser - an diesem Spiel braucht man in meinen Augen auch nichts herumzupfuschen - wem es zu "seicht" oder zu "unkonfrontativ" ist, dem empfehle ich eben ein anderes Spiel - schließlich gibt es eine Unmenge davon käuflich zu erwerben....

...warum muss mit aller Gewalt an Regeln herumgeschraubt werden, damit es dann irgendwelchen selbsternannten Vielspielern zu gefallen weiss, welche sich ansonsten nur noch von Spielregeln, Holzpöppeln und Spielstrategien ernähren, aber einen großen Bogen um Würfel oder andere Glückselemente machen, weil ihr Spielemagen das nicht mag ??? Kann es kein Spiel geben, was in einer überschaubaren Spieldauer nicht auch Spass und Freude bringt ???
Anscheinend nicht - da werden dann Spiele eben in den Regeln geändert, damit am Ende wieder ein hochkomplexes Mehrstundenepos raus kommt...

...dies ist in meinen Augen jedoch nur noch arrogant und selbstgefällig - doch jeder ist shcließlich seines Glückes Schmied und jedem Tierchen sein Pläsierchen - wer sich eben an solchem Tun erfreuen kann - der darf dies ruhig tun - ich persönlich finde es eher traurig....

dennoch nice dice
Dietmar


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