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Spiel des Jahres WirrWarr

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bejo

Spiel des Jahres WirrWarr

Beitragvon bejo » 2. Mai 2006, 20:50

Hallo,

versteht das jemand, oder kann es mir jemand erklären?

* Im Februar geht Dr. Thole und legt die Geschäftsstellenleitung nieder
* Im Mai sagt der Vorsitzende plötzlich: "Ich kann nicht mehr".

Ist die wohl mehr als wir wissen, oder wissen sollten? Alles ein wenig komisch. Oder bilde ich mir das nur ein? Was ist los Jury? Ich zähle auf Euch :-)

Grüße aus Berlin

Bernd

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Andreas Keirat

Re: Spiel des Jahres WirrWarr

Beitragvon Andreas Keirat » 3. Mai 2006, 01:24

bejo schrieb:
>
> Hallo,
>
> versteht das jemand, oder kann es mir jemand erklären?
>
> * Im Februar geht Dr. Thole und legt die
> Geschäftsstellenleitung nieder
> * Im Mai sagt der Vorsitzende plötzlich: "Ich kann nicht mehr".
>
> Ist die wohl mehr als wir wissen, oder wissen sollten? Alles
> ein wenig komisch. Oder bilde ich mir das nur ein? Was ist
> los Jury? Ich zähle auf Euch :-)
>
> Grüße aus Berlin
>
> Bernd

Hallo Bernd!

Was ist daran so verwunderlich?

Herr Thole ist 70 Jahre alt geworden und möchte sich nunmehr "nur" der Aufgaben im Spielearchiv widmen. In meinen Augen durchaus ehrenwert, zumal er sich ja jahrzehntelang auch in der Juryarbeit eingebracht hat. Warum sollte ihm der "Austritt" aus dem Vorstand deiner Meinung nach verweigert werden.

Welcher Vorsitzende hat denn gesagt "Ich will nicht mehr" ? Wenn du auf Uwe Petersen ansprichst, er läßt aus persönlichen Gründen seine Arbeit ruhen (!) und verläßt den Vorstand dementsprechend. Ich weiß nun nicht, was du da hineininterpretierst, aber ich kenne viele Gründe, warum jemand sich einer solchen Vereinsaufgabe nicht mehr widmen kann, z.B. ein kommendes Kind, ein Hausbau, berufliche Veränderungen, Umzug. Ist doch in Ordnung, wenn jemand eine plötzliche Veränderung in seinem Leben dem Verein mitteilt, damit dieser bei der kommenden Vorstandsitzung entsprechend reagieren kann, bevor es dann zur Auswahl der preiswürdigen Spiele kommt.

Andreas Keirat
www.spielphase.de

(Der eventuell aufkommende Verschwörungstheorien mit dem Hype um den Kinofilm mit Tom Hanks SAKRILEG verbindet ;) )

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Roman Pelek

Re: Spiel des Jahres WirrWarr

Beitragvon Roman Pelek » 3. Mai 2006, 04:15

Hi Andreas,

Andreas Keirat schrieb:

> Was ist daran so verwunderlich?

Danke Dir. Ich saß vor bejos Posting und dachte mir genau dasselbe.

> Ich weiß nun nicht, was du da
> hineininterpretierst, aber ich kenne viele Gründe, warum
> jemand sich einer solchen Vereinsaufgabe nicht mehr widmen
> kann, z.B. ein kommendes Kind, ein Hausbau, berufliche
> Veränderungen, Umzug. Ist doch in Ordnung, wenn jemand eine
> plötzliche Veränderung in seinem Leben dem Verein mitteilt,
> damit dieser bei der kommenden Vorstandsitzung entsprechend
> reagieren kann, bevor es dann zur Auswahl der preiswürdigen
> Spiele kommt.

Vollkommen d'accord. Es sollte für jeden eine Selbstverständlichkeit sein, verändernde Maßnahmen nach fairer Vorwarnung ohne Angabe von detaillierten Gründen an die betroffenen Mitmenschen einleiten zu dürfen. Das Problem: Statt in Respekt mündet ein solches Vorgehen heutzutage oft im Vorwurf der Schwäche oder in Verschwörungstheorien und vielfach wird sowohl die eigentliche Souveränität als auch die Menschlichkeit der Entscheidung übersehen. Sarkastischerweise könnte man das das "Platzeck-Syndrom" nennen, aber vielleicht lernen wir in dieser Republik mal wieder was daraus und können diese Paranoia, die wohl einige plagt, etwas eindämmen...

Ciao,
Roman ("I waved to my neighbour / and my neighbour waved to me / but my neighbour is my enemy", Nick Cave: "Fifteen feet of pure white snow")

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Carsten Wesel | FAIRspielt.de

Platzeck-Syndrom

Beitragvon Carsten Wesel | FAIRspielt.de » 3. Mai 2006, 08:52

Roman Pelek schrieb:
>
> Sarkastischerweise könnte man das das "Platzeck-Syndrom"
> nennen, aber vielleicht lernen wir in dieser Republik mal
> wieder was daraus und können diese Paranoia, die wohl einige
> plagt, etwas eindämmen...

Gerade für Platzeck muß es ein großer Schritt gewesen sein, denn er war ein volksnaher Sympatieträger (und nicht scheintod wie viele andere Politiker), der nicht zuletzt bei der Flug gezeigt hat, wie engagiert er ist.

Aber wenn die Gesundheit und/oder Familie darunter leidet, dann ist der Schritt nur gut und konsequent, so unerwartet er auch kommen mag.

Gruß Carsten (der damals den Schritt von Hamburg nach Bochum nicht gewagt hat: Der war noch zu groß für ihn)

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bejo

Re: Platzeck-Syndrom

Beitragvon bejo » 3. Mai 2006, 22:28

ok, so habe ich es nicht gesehen.

dann sorry und weiterspielen :-)

Bernd

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Roman Pelek

Re: Platzeck-Syndrom

Beitragvon Roman Pelek » 5. Mai 2006, 22:32

Carsten Wesel | FAIRspielt.de schrieb:
>
> Roman Pelek schrieb:
> >
> > Sarkastischerweise könnte man das das "Platzeck-Syndrom"
> > nennen, aber vielleicht lernen wir in dieser Republik mal
> > wieder was daraus und können diese Paranoia, die wohl einige
> > plagt, etwas eindämmen...
>
> Gerade für Platzeck muß es ein großer Schritt gewesen sein,
> denn er war ein volksnaher Sympatieträger (und nicht
> scheintod wie viele andere Politiker), der nicht zuletzt bei
> der Flug gezeigt hat, wie engagiert er ist.

Naja, jetzt haben wir immerhin Beck, der ist auch "volksnah" - aber deutlich weniger distinguiert. Die subtile, bedachte Differenziertheit eines Platzeck ist jedenfalls nicht zu erwarten *seufz*

> Aber wenn die Gesundheit und/oder Familie darunter leidet,
> dann ist der Schritt nur gut und konsequent, so unerwartet er
> auch kommen mag.

Der absurdeste Widerspruch in diesem Land ist immer noch, dass man sich beklagt, dass sich die Leute in diesem Land nicht genug vermehren, aber sowohl willigen und fähigen Einwanderern als auch jungen Akademikern jeglichen Stein in den Weg legt, der einem in der aktuellen Gerölllawine der Verunsicherung grade in den Sinn kommt.

> Gruß Carsten (der damals den Schritt von Hamburg nach Bochum
> nicht gewagt hat: Der war noch zu groß für ihn)

Ciao,
Roman (ich dachte eigentlich, dass die Sprüche "Waste your youth" und "Live fast, die young" anders gedacht waren. Also irgendwie noch Spaß dabei wäre und nicht nur umlagetechnische Abgaben an die Teneriffa-Urlauber jenseits 65, die über die für sie Zahlenden lästern ;-))


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