Beitragvon St. Brück/alea » 26. Mai 2006, 15:32
Holger schrieb:
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> Bei 4 Spielern ist es uns passiert, dass der Führende die 12
> Punkte Tafel + das erste Wappen und den teuersten Adelsbrief
> bekam. . Die 9 Punkte vom Wappen und dem Adelsbrief sind bei
> 6 Runden, wobei diese Rechte schon in der 2. Runde erworben
> wurden , m.E. nicht mehr einholbar.
Nun, dieser Spieler dürfte/müsste eigentlich [i]massive[/i] Probleme haben, rechtzeitig eine Kirche (und später einen Dom) zu errichten, da ihm nicht nur das Geld dafür fehlen sollte, sondern er zudem dadurch dann auch für längere Zeit kaum noch Versteigerungen gewinnt (da er ja keine (guten = teuren) Schuldscheine mehr nachkaufen kann; er braucht das Geld ja für die Kirche). Der Verlust der Siegpunkte, wenn er ein-, gar zweimal fett an der 25 "anstößt", sollten seinen Vorteil allemal aufheben. Ist ja gerade eines der innovativen Elemente im Spiel, dass die Siegpunkt-Leiste beachtet werden muss...
Bei unseren Tests haben wir übrigens ganz gezielt diese "Prestigepunkte"-Strategie getestet - und [i]nie[/i] hat sie gewinnen können, so dass wir sogar erwogen haben, diese Strategie durch ein, zwei Regeln zu [i]verstärken[/i].
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> Als führender in der Endrunde, brauche ich meine Karten nur
> für die Maximillian -Versteigerung anfheben. So kann ich mir
> allein schon durch die Kartenmenge die Versteigerung gewinnen.
Schön und gut, aber es bleibt dann doch nur eine einzige (wenn die Mitspieler aufpassen, mit Sicherheit recht unnütze) Privileg-Karte übrig!? Und normalerweise braucht man in der letzten Spielrunde dringend den Dom (und evtl. auch noch 500 oder zumind. 300 Gulden), also auch eine oder zwei ganz bestimmte Privilegkarten, nämlich [i]genau die[/i], die auch alle anderen wollen ...;o)
Und wenn überhaupt, gilt das alles nur für die [i]allerletzte[/i] (von bis zu 35!!) Versteigerung im ganzen Spiel! Und da muss man eben auch a) die meisten Karten oder b) die beste Karte (Maria 17) haben. Das alles hat doch ziemlich wenig mit "Unaustariertheit" zu tun...
> Ich brauche somit nur 1 hohe Karte oder die absolute
> Mehrheit, so dass die letzte Runde eigentlich überflüssig
> scheint.
> Ist uns gestern so passiert. Der Führende bot 9 ! Karten und
> hat die ersten Versteigerungen so an sich vorbei ziehen lassen.
Wie gesagt, gilt nur für die [i]allerletzte[/i] Auktion im ganzen Spiel. Und wenn der Spieler so gespielt hat, dass es ihm (anscheinend) völlig egal war, welche der Priv.-Karten er dadurch erhält, war er entweder vorher schon am gewinnen oder am verlieren ...;o)
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> Werde ich mal versuchen. aber Versteigerungen und 2 Personen,
> paßt das? Oder kann man vielleicht eine "Krücke" einbauen wie
> bei "Fifth Avenue"?
Nein, braucht es nicht. Es funktioniert, wie wir meinen, wunderbar - und hat seinen ganz eigenen Spielreiz: "Biete ich nur 1 oder gleiche 2 Karten? Doch was, wenn der andere gar keine von diesem Adligen hat? Wieder eine Karte verschenkt, die ich bei Maximillian evtl. dringend brauche??" Usw. ...
Man muss ja auch bedenken, dass einem hier nur [i]4 Runden[/i] zur Verfügung stehen, über die 45 zu kommen ...
> Trotzdem ist Augsburg ein für mich schönes Spiel, wobei für
> mich noch eine weitere Ebene fehlt
Sicher, man macht nichts anderes als versteigern, versteigern, versteigern... Aber wann man sich was - für wie viele Karten/Joker? - schnappt, hat doch spielentscheidenden Charakter - und viel mit Planung und Übersicht zu tun.
vG
Stefan