Anzeige

Schlußspieler wirklich schlecht ?

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
Benutzeravatar
Robert Vötter

Schlußspieler wirklich schlecht ?

Beitragvon Robert Vötter » 1. Juni 2006, 16:18

Da wir wie jedes Jahr die Diskussionen über die Vorteile des Startspielers haben,wollte ich einmal auf den Spieler eingehen,der immer als letzer drankommt.

Ist der wirklich am Nachteil ?
Beim Schach z.b. hat einmal ein Großmeister behauptet,das schwarz eher gewinnt,als weiß (Leider weiß ich den Namen nicht mehr)

Bei Dungeon Twister ist der zweite Spieler eher im Vorteil

Wie ist so eure Meinung etc.

Gruß
Robert

Benutzeravatar
Norman Bates
Kennerspieler
Beiträge: 207

Re: Schlußspieler wirklich schlecht ?

Beitragvon Norman Bates » 1. Juni 2006, 16:23

Robert Vötter schrieb:
>
> Wie ist so eure Meinung etc.

Die ist einfach klasse! :)

NB (der sich ernsthaft fragt, was dieses Posting soll)

Benutzeravatar
Robert Vötter

Re: Schlußspieler wirklich schlecht ?

Beitragvon Robert Vötter » 1. Juni 2006, 16:33

Norman Bates schrieb:
> NB (der sich ernsthaft fragt, was dieses Posting soll)


Begründung:

Sobald jemand etwas über Startspieler schreibt,kommt die große Jammerei.

Ich selbst finde aber,das eigentlich der Startspieler nicht so viele Vorteile hat,er oft sogar ziemliche Nachteile hat.

Deshalb mein Posting ;)

Gruß
Robert

Benutzeravatar
Lutz

Re: Schlußspieler wirklich schlecht ?

Beitragvon Lutz » 1. Juni 2006, 16:38

Also meine ganz persönliche Meinung zu den ganzen Startspieler- und Nicht-Startspieler-Diskussionen (gääähn):

Ich will doch einfach zur spielen. Deshalb ist es mir reichlich wurscht, wo ich beim Spielen sitze, so lange ich ein gut gefülltes Glas Rotwein vor mir stehen habe :-D

Prost!

Lutz

Benutzeravatar
Braz
Kennerspieler
Beiträge: 6431

Re: Schlußspieler wirklich schlecht ?

Beitragvon Braz » 1. Juni 2006, 16:40

Bei der brettspielwelt gibt es einen Thread der diesbezüglich von Interesse für dich sein könnte ;)

http://www.brettspielwelt.de/Forum/index.php?PHPSESSID=bbc686f62de9ffee821e863d4b502579&topic=60467.0


Besten Gruß
Braz

P.S.: Persönlich finde ich, daß gerade beim Dungeon Twister es keinen von mir bemerkten Startspielervorteil gibt. Was natürlich im Umklehrschluß nicht heißen mag, daß da keiner wäre ;)

Benutzeravatar
Robert Vötter

Re: Schlußspieler wirklich schlecht ?

Beitragvon Robert Vötter » 1. Juni 2006, 16:46

Lutz schrieb:
>
> Also meine ganz persönliche Meinung zu den ganzen
> Startspieler- und Nicht-Startspieler-Diskussionen (gääähn):
>
> Ich will doch einfach zur spielen. Deshalb ist es mir
> reichlich wurscht, wo ich beim Spielen sitze, so lange ich
> ein gut gefülltes Glas Rotwein vor mir stehen habe :-D
>
> Prost!
>
> Lutz

Finde ich übrigens als sehr gute Meinung ;9

Benutzeravatar
Norman Bates
Kennerspieler
Beiträge: 207

Re: Schlußspieler wirklich schlecht ?

Beitragvon Norman Bates » 1. Juni 2006, 16:51

Robert Vötter schrieb:
>
> Ich selbst finde aber,das eigentlich der Startspieler nicht
> so viele Vorteile hat,er oft sogar ziemliche Nachteile hat.
>

Meist hat er zumindest den Nachteil, dass er als "jüngster" oder "ältester" Spieler geoutet wird...;)

NB

Benutzeravatar
Norman Bates
Kennerspieler
Beiträge: 207

Wie Startspieler bestimmt werden...

Beitragvon Norman Bates » 1. Juni 2006, 17:00

Andere Beispiele, die Startspieler wenig erfreut: wenn sie laut Regel...

- "einem Piraten am ähnlichsten sehen"

- "einem Monster am ähnlichsten sehen"

- "der geizigste Spieler sind"

- ....

Preisfrage: welche SPiele sind gemeint? :)

Und: Wer kennt weitere Beispiele?



cheers,
NB

Benutzeravatar
OMI

Re: Schlußspieler wirklich schlecht ?

Beitragvon OMI » 1. Juni 2006, 17:04

Da muss ich mich glatt anschließen, ziehe aber persönlich ein simples Apfelschorle vor *schreck*
Darf mir das Spielen dennoch Spaß machen?

Benutzeravatar
desmodus

Re: Schlußspieler wirklich schlecht ?

Beitragvon desmodus » 1. Juni 2006, 17:05

Na is doch ganz klar,

da ich wie einer meiner Vorredner einfach nur heiss drauf bin endlich zu spielen, bin ich als Schlussspieler unglaublich diskriminiert, da ich somit am längsten draug warten muss, bis ich endlich dran bin.

Ehrlich gesagt ist es mir aber auch ziemlich egal ob ich als erster oder letzter Spiele. Sollte es sowas wie einen Start-Schluss-Spieler-vor-oder-Nachteil wirklich geben, so kann man das ja einfach dadurch umgehen, dass dieses systematisch ausgenutzt wird, indem man den Startspieler (und somit auch den Schlussspieler) auslost, oder einfach mehrere Partien spielt, in denen mal der eine mal der andere beginnt.

Teilweise ist es doch viel spielentscheidender direkt nach dem schwächsten oder unerfahrensten Spieler zu spielen, da man so oft von dessen Fehlern bzw. suboptimalen Spielzügen profitiert.

desmodus (der dieses posting nicht als Kritik an der Schlussspieler-diskussion verstanden wissen möchte, sondern vielmehr fragt, ob es nicht viel größere Vor- und Nachteile in einem Spiel gibt als die absolute Spielreihenfolge)

Benutzeravatar
Simon-spielbox
Kennerspieler
Beiträge: 589

Re: Wie Startspieler bestimmt werden...

Beitragvon Simon-spielbox » 1. Juni 2006, 17:14

Dazu gab' es doch letztes Jahr einen Spielbox-Artikel (mit zusätzlichen Links) - bin im Moment aber zu faul nachzuschauen...

Ciao,
Simon

p.s. bei "einem Piraten am ähnlichsten sehen" wäre ich definitv vorne mit dabei ;)

Benutzeravatar
Timo

Re: Wie Startspieler bestimmt werden...

Beitragvon Timo » 1. Juni 2006, 17:22

Das mit dem Monster ist Finstere Flure

Gruß Timo (der 50 % aller Partien von Finstere Flure anfangen muss und deshalb oft sehr traurig ins Bett geht)

Benutzeravatar
Klaus

Re: Schlußspieler wirklich schlecht ?

Beitragvon Klaus » 1. Juni 2006, 17:25

Hi
Es gibt Spiel, da hat der Startspieler leichte Vorteile, bei anderen hat der Letzte eher kleine Vorteile, bei anderen gilt dasselbe, nur statt Vorteil Nachteil. Bei wiederrum anderen Spielen ist der Vor- oder Nachteil etwas größer, bei ganz anderen Spielen ist er nur minimal und bei völlig anderen Spielen gibt es nicht den kleinsten Vor- oder Nachteil. Dazu muß noch angemerkt werden, dass bei vielen Mehrpersonenspielen, wo es einen gewissen Vor- oder Nachteil gibt, er sich im Laufe des Spieles bei mitdenkenden Mitspielern verflüchtigt.
Klaus

Benutzeravatar
TRH
Kennerspieler
Beiträge: 647

Spielboxleser wissen mehr!

Beitragvon TRH » 1. Juni 2006, 17:31

Moin!

In einer der letzten Spielboxausgaben gabs doch nen kompletten Artikel dazu, hieß glaube ich "99+1 Art, den Startspieler zu bestimmen" oder so ähnlich.

Aber nicht, dass ich mich ersthaft fragen würde, was dein Posting jetzt soll... ;-) :-)

Gruß Tom
(findet Klammersätze doof, die Thurn-und-Taxis-Startspielerfindungs-Variante auf Hall9000 gut und Smilies super ;-) :)) :grin: :razz: :-| :-/ :( :´-( B-] :eek: :cool: :???: :roll: :oops: :mad: :evil: :lol: :lol: :lol:)

Benutzeravatar
stechmuecke

Schach

Beitragvon stechmuecke » 1. Juni 2006, 17:39

Also, ich habe hier zu Hause ein Schachlexikon wo steht das Weiß ca. 55% und Schwarz 44% der Punkte holt. Also gewinnt weiß am Ende 5-4;-)

Benutzeravatar
Cäsar
Kennerspieler
Beiträge: 421

Re: Wie Startspieler bestimmt werden...

Beitragvon Cäsar » 1. Juni 2006, 19:42

"Der grossartigste beginnt...."

Aus welchem Spiel ist das ???

Tipp: SdJ 2006 ;-)

Grüsse
Cäsar

Benutzeravatar
Thomas Conrad
Kennerspieler
Beiträge: 130

Re: Wie Startspieler bestimmt werden...

Beitragvon Thomas Conrad » 1. Juni 2006, 19:52

Cäsar schrieb:
>
> "Der grossartigste beginnt...."
>
> Aus welchem Spiel ist das ???
>
> Tipp: SdJ 2006 ;-)
>
> Grüsse
> Cäsar

Blaue Mond-Stadt?

Gruß Thomas

Benutzeravatar
Bernd

(OT) Die Antwort!

Beitragvon Bernd » 1. Juni 2006, 20:29

Hallo,

also ich bin der Meinung, dass bei den wenigsten Spielen ein Start- oder Schlußspieler (oder sonst ein Spieler) einen "Reihenfolgenvorteil" hat.

Das Gerücht haben die Spieler ins Leben gerufen, die gerade ein Spiel verloren haben: "Ach! Du hast doch nur gewonnen, weil du an dritter Position gesessen hast. Bei dem Spiel hat immer der Spieler an dritter Position einen Vorteil"

Oder kurz formuliert: Der Verlierer sitzt immer an falscher Position, hat pech beim würfeln oder die falschen Karten auf der Hand. Wenn das alles nicht zutrifft ist das Licht schlecht, die Luft zu dick, der Kopf schmerzt oder er war so gnädig den Gewinner gewinnen zu lassen!"

;) ;) ;) ;)

Gruß

Bernd

Benutzeravatar
stechmuecke

Durch die Wüste

Beitragvon stechmuecke » 1. Juni 2006, 20:43

Das erinnert mich an durch die Wüste, ich war ja auch immer schon der Meinung, das der 3. vorm 1.,4.,2. gewinnt. Das habe ich auch mal vor der RegVor kundgetan. Ich war Startspieler, ratet mal wie danach die Reihenfolge war bei den Plkätzen, jaja

Der Rechthaber!

Benutzeravatar
Attila
Kennerspieler
Beiträge: 4715

Re: (OT) Die Antwort!

Beitragvon Attila » 1. Juni 2006, 20:45

Hiho,

HEY - das Stimmt! - Ist bei mir auch oft so! :lol:

Atti

Benutzeravatar
Cäsar
Kennerspieler
Beiträge: 421

Re: Wie Startspieler bestimmt werden...

Beitragvon Cäsar » 1. Juni 2006, 21:36

Trommelwirbel.............................................................
............................................Fanfaren.........................................
.................................................................Applaus...........................



Du hast hiermit einen Kristall gewonnen!

Die drei urgewaltigen Drachen werden Dich beim goldenen Drachen
zum Grossartigsten nominieren.


Grüsse
Cäsar ( der gerne mal eine Mimix näher kennenlernen möchte )

Benutzeravatar
Mike

Re: Wie Startspieler bestimmt werden...

Beitragvon Mike » 1. Juni 2006, 23:10

Hi

> - "einem Piraten am ähnlichsten sehen"

Störtebeker - das hab ich mir beim Probepsielen in Essen gemerkt. Mein Bruder mußte beginnen ;-)

Mike

Benutzeravatar
Bernhard Lach

Re: Schlußspieler wirklich schlecht ?

Beitragvon Bernhard Lach » 2. Juni 2006, 01:01

Hallo Robert,

> Ist der wirklich am Nachteil ?
> Beim Schach z.b. hat einmal ein Großmeister behauptet,das
> schwarz eher gewinnt,als weiß (Leider weiß ich den Namen
> nicht mehr)

Könnte sein, dass Du den Großmeister Adorjan mit seinem Buch "Black ist OK" meinst.
Als Nachziehender hat man beim Schach z.B. die Möglichkeit, schon frühzeitig selbst den Gang der Partie durch die Wahl der Eröffnung zu bestimmen. So muss Weiß etwa beim häufigen Anfangszug e4 mit einer Vielzahl von Erwiderungen rechnen und muss sich daher bei höherm Spielniveau auf diese verschiedenen Eröffnungen vorbereiteten. Dies erfordert einen vergleichsweise hohen Trainingsaufwand. Als Nachziehender kann man sich dagegen auf eine bestimmte Eröffnung gegen e4 spezialisieren und hat so gute Chancen, in der Eröffnung Vorteile zu erzielen. Dies ist u.a. ein Grund, warum manche Spieler mit Weiß von vornherein auf die üblichen Eröffnungszüge wie z.B. e4 oder d4 verzichten und selbst gleich mit etwas Abseitigem beginnen (g4, b4, a3, d3 o.ä) und sich darauf spezialisieren.

Bernhard

Benutzeravatar
Mifu

Re: Wie Startspieler bestimmt werden...

Beitragvon Mifu » 2. Juni 2006, 12:41

Einige Startspielerbezeichnungen findet ihr auch auf :
http://www.startspieler.de/sonst/sammlung.htm

Gruß
Michael

Benutzeravatar
Ingo Althöfer
Kennerspieler
Beiträge: 585

Relative Sitzordnungen wichtiger

Beitragvon Ingo Althöfer » 3. Juni 2006, 13:59

Hallo,

fuer mich ist dies der beste Beitrag des Threads.

Desmodus schrieb:
> da ich wie einer meiner Vorredner einfach nur heiss drauf bin
> endlich zu spielen, bin ich als Schlussspieler unglaublich
> diskriminiert, da ich somit am längsten draug warten muss,
> bis ich endlich dran bin.

Das ist wohl auch bei mir wirklich so, nur dass ich bisher nie
wusste, warum ich manchmal gleich zu Spielbeginn so
unzufrieden bin.

Gleichzeitig kann es auch ein Hinweis fuer Spiele-Autoren
sein: aufzupassen, dass nicht gerade die ersten Zuege (vor
allem vom Startspieler) schon solche mit Brutneigung sind.


> Ehrlich gesagt ist es mir aber auch ziemlich egal ob ich als
> erster oder letzter Spiele...
> Teilweise ist es doch viel spielentscheidender direkt nach
> dem schwächsten oder unerfahrensten Spieler zu spielen,

oder hinter einem/r, dem/der man durch traurige Augen
eine Entscheidungshilfe geben kann...

> ... sondern
> vielmehr fragt, ob es nicht viel größere Vor- und Nachteile
> in einem Spiel gibt als die absolute Spielreihenfolge)

Die Frage, wie wichtig es ist, wie man relativ zu starken bzw.
schwachen Mitspielern sitzt, laesst sich auch gut mit Computer-
analysen (mit verschieden starken beteiligten Programmen)
untersuchen.

Ingo Althöfer.


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 30 Gäste