Beitragvon Attila » 4. Juni 2006, 10:28
Ralf Rechmann schrieb:
> - Ideale Spielerzahl?
Habe es bisher mit 1,2,3,4 und 6 gespielt - und es hat immer gleich gut geklappt.
> - Reichen Englisch-Grundkenntnisse aus?
Wenn jemand die Regeln erklärt - ja! Dann muss man gar kein engl. können, weil alles mittels Symbolen erklärt wird und der Text fast ausschliesslich "for the flavour" ist! :-)
> - Wiederholungsreiz / Wiederspielwert?
Ich find ihn recht hoch, weil in jedem Spiel die Situation anders ist und die Leute anders Spielen müssen um den Sieg zu schaffen.
> - Gleichförmigkeit der Spielmechanismen?
Bin mir jetzt nicht ganz sicher was damit gemeint ist - die Mechanismen sich recht einfach und haben keine Aunahmen oder so - von den Regeln her recht simpel!
> - Entscheidungsfreiheit und Planung contra Zufallsanteil?
Es gibt gewisse Zufallsanteile, so weiss man z.B. nicht die AUfgaben die es zu lösen gilt - da muss man irgendwelche Dinge Sammeln und irgendwohin bringen - was man da tun muss weiss man erst wenn man sich so einen Auftrag "holt" - wann man das tut muss man sich selber überlegen.
Und es gibt einen Kartenstapel der so ähnlich funktionier wie die Plättchen beim Herr der RInge - man zieht eine und da ist was gutes oder was schlechtes drauf. Wenns was gutes ist, bekommt man eine kleinigkeit - wenn's was schlechtes ist, wächst das böse schneller als Gedacht oder man muss was abgebene oder sowas. - Hier zieht man allerdings keine neue Karte wenn's was böses war! - Ansonsten ist *dieser* Mechanismus fast identisch.
> - Wirklich sinnvoll gespielte kooperative Spielelemente?
Also es gilt gemeins das böse was sich im Universum ausbreitet dazu muss man bestimmte Aufgabe erfüllen und durchs universum gondeln und dafür bekommt man "Siegpunkte" (die heissen nicht so) - jeder Auftrag bringt einem Punkte und wenn alle Spieler zusammen eine vorgegebene Punktezahl ereeicht hat ist das Spiel gewonnen. Wenn das böse die Heimatplaneten aller Spieler vernichtet hat (das passiert durchaus nicht gleichzeitig), dann haben die Spieler verloren.
Gespielt wird ja auf diesem Hex-Plan den du bestimmt schon gesehen hast - in jeder der Ecken ist ein Heimatplanet - von der mitte aus, "wächst" Sternförmig das böse - jede Runde ein Hexfeld - direkt auf jeden Heimatplaneten zu - diese Felder sind unpassierbar und schränken die Bewegungsfreiheit ein - und ggf. werden irgendwelche Zielplaneten vernichtet oder sowas ... :-)
Die Spieler präsentieren jeder eine Rasse (bzw. einen Piloten davon) und von der Story her haben Wissenschaftler auf der Erde (war ja klar :-) ) an irgendwas experimentiert, was sie nicht wirklich verstanden haben und haben ein Loch in eine Dimsion geschaffen was die Erde verschlingt - und sich immer weiter ausbreitet. Jetzt müssen die 6 (oder auch weniger) verbliebenen Rassen schauen wie sie das Reparieren. - Soweit die Story - die Kooperation bezieht sich hauptsächlich auf das gegenseite Abstimmen was man tut - im gegensatz zu HdR oder SoC ist es aber NICHT unbedingt nötig das man sich gegenseitig einen Knopf an die Back redet, sonder es sind *immer* *alle* Informationen offen auf dem Tisch (die Völker arbeiten halt zusammen)! - Die einzige Möglichkeit die man (im Spiel) zur direkten Kooperation hat, ist das man in seinem Spielzug *eine* Karte mit jedem anderen Mitspieler tauschen darf. - Das ist nicht viel - aber entscheidend!
Es gibt 2 Methoden das Spiel zu spielen: Kommunikativ, d.h. man spricht alles ab oder nicht - letzteres soll natürlich nicht heissen das man sich nicht unterhält, aber man unterhält sich halt nicht über jede Kleinigkeit. Jede sieht ja jede Information!!!
Die Spiele verlaufen echt total Unterschiedlich - je nach Spielern und je nach Situation - in manchen Spielen holt man *keinen* Siegpunkt und gondelt nur durch die Galaxis damit die anderen Spieler ihre Punkte machen können und in anderen Macht man 80% der Punkt alleine, weil die anderen Spieler einem "zuarbeiten".
Was ich am Anfang total genial an dem Spiel fand: Zuerst denkt man "boah, man hat ja Zeit ohne Ende" und wenn dann das böse "plötzlich" 1-2 Felder vor der eigenen Heimatwelt steht (und man 2 von den 10 Siegpunkten hat), denkt man "na klasse - das klappt ja super - noch 2 Runden) - und 2 Runden später findet man einen Weg noch eine Runde durchzuhalten und eine Runde später denkt man "jetzt ist es aber vorbei" und oft findet man wieder einen Weg bem bösen ein Schnippchen zu schlagen. In unserem ersten Spiel (zu 4) haben irgendwann 3 Leute gesagt "boah, das können wir nicht mehr schaffen" - und ich musste Überzeugungsarbeit leisten nicht aufzugeben (ich war sowieso schon raus) - und wir haben es noch geschafft sozusagen mit dem letzten Rohstoff! :-)
Letzteres hab ich nochmal in einer 3er Runde erlabt - irgendwann kam "das haben wir verloren, lass und nochmal spielen" - ich war etwas verblüfft, weil ich das Spiel recht günstig für uns eingeschätzt hatte! - Dann musste ich erstmal 5 Minuten überzeugungsarbeit leisten - und das Spiel haben wir dann *locker* gewonnen.
Es ist halt ein reines "Gegen das System"-Spiel (wie H.d.R. auch) und der Kernpunkt ist das Rohstoffmanagment - man muss schauen was bekomme ich jetzt an Rohstoffe, was bekomme ich gleich und was in 2 oder 3 Runden bzw. man muss überlegen was man dann benötigt bzw. was man dann benötigen könnte. Und entsprechend seinen Spielzug planen. Wenn man es richtig macht, dann hat man das was man braucht bzw. kann sich das fehlende ohne Jammern der Mitspieler ertauschen - hat man es nicht richtig gemacht, dann hat man die Hand voll von Rohstoffen die man gerade nicht braucht! :-)
Atti