Beitragvon Volker L. » 6. Juni 2006, 19:22
Thomas schrieb:
>
> Hendrik schrieb:
> > Die anderen Sonderpreise blieben einmalig.
>
> Deswegen heissen sie ja auch [b]Sonder[/b]preise. Sonst wären
> es ja einfach nur verschiedene Kategorien, in die man den SdJ
> teilen würde. Und Diskussionen pro und contra SdJ-Kategorien
> sind hier schon jahrelang immer wieder geführt worden. Ich
> denke, die Jury tut gut daran, einen (1) Hauptpreis zu haben.
Ich finde, mit der Einführung einer zweiten Ketegorie "Kinderspiel"
ist die Jury in die richtige Richtung 50% des Weges gegangen.
Jetzt bitte noch eine dritte Kategorie (ob "komplexes Spiel",
"anspruchsvolles Spiel" oder "Expertenspiel", darüber kann man
danach noch diskutieren) in einer dritten Pöppelfarbe (gelb oder
grün) und alle mit je 5 Nomierungen und daraus einen Sieger,
dann bin ich rundum zufrieden.
> Dennoch denke ich, dass die inzwischen breiter bekannte Marke
> SdJ eben nunmal für das Breitenspiel (Brettspiel für die
> breite Masse, wie Familie, Gelegenheitsspieler, etc. - siehe
> Breitensport) steht. Ein fester Preis "komplexes Spiel des
> Jahres" würde einerseits implizieren, dass das andere SdJ
> dann das "triviale Spiel des Jahres" (oder banales/simples
> SdJ).
Aber genau das [i][b]IST[/b][/i] es doch! :roll:
... von wenigen Ausnahmen (Siedler, El Grande, Tikal) abgesehen.
>Zum anderen ist es eine Frage der Zielgruppe: Gibt es
> genügend anspruchsvolle Spieler (für komplexe Spiele), die
> auf eine jährliche Empfehlung einer Jury angewiesen sind? Ich
> vermute mal, dass viele, die sich komplexe Spiele kaufen,
> sich auch selber informieren können und durch Internet und
> Freunde schon gut beraten sind.
Man würde damit in der uninformierten Bevölkerungsgruppe zumindest
das Wissen verbreiten, dass es auch anspruchsvollere Ware gibt.
Es soll ja immer noch 1 oder 2 Leute geben, die glauben, Spiele
seien etwas für Kinder... :-|
Es dürfte zwischen den Gelegenheitsspielern, die sich einmal im
Jahr zu Weihnachten ein Spiel (das SdJ) kaufen und uns gut
informierten Freaks durchaus noch gewisse Abstufungen geben,
also Leute, die vielleicht auch mal etwas anspruchsvolleres
ausprobieren würden, wenn sie wüssten, dass es sowas gibt.
> Letztlich stellt sich die Frage: Lässt sich durch eine
> regelmässige Preisauszeichnung "komplexes SdJ" ein
> zusätzlicher Markt ansprechen und dadurch das Kulturgut Spiel
> fördern (denn das ist ja das Ziel des SdJ e.V.)? Ich
> persönlich würde einen solchen Preis nicht vermissen, und
> glaube ich nicht, dass er viele ansonsten uninformierte Leute
> ansprechen würde (Der DSP würdigt ja zumeist eher komplexere
> oder zumindest anspruchsvollere Spiele; und ich habe das
> Gefühl, dass der DSP bei Kaufentscheidungen eher wenig
> beachtet wird.).
Das liegt aber eher daran, dass dieser Preis auch sehr unbekannt
ist. Eine derartige Kategorie innerhalb des SdJ würde meiner
Meinung nach vermutlich mehr Beachtung finden.
Gruß, Volker