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SdJ in der Presse

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Heinrich Tegethoff

Re: SdJ in der Presse

Beitragvon Heinrich Tegethoff » 18. Juli 2006, 16:12

VolkiDU schrieb:
> http://www.kindernetz.de/infonetz/spieletipps/-/id=7114/1rv23yj/index.html

Cool ist, das auf dieser Seite "Der schwarze Pirat" bereits als K-SdJ 2006
beschrieben ist. Das ist noch nicht soooo lange her!

Servus,
Heinz

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Attila
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Beiträge: 4715

Re: Wiedergutmachung

Beitragvon Attila » 18. Juli 2006, 16:29

Michael Weber schrieb:

> > > Bei der traditionellen Jury-Kloppe geht es aber meistens
> > nur darum, der
> > > Enttäuschung Ausdruck zu verleihen, dass das eigene
> > Lieblingsspiel nicht
> > > ausreichend berücksichtigt wurde.
> Stimmt doch?

Ich denke auch das es stimmt, aber da keine Daten zur grunde liegen, kannst du nicht von "meistens" Sprechen. Das "meistens" ist eine reine vermutung!

> > > Das großartige, aber eben auch anspruchsvolle Puerto Rico
> > > als Spiel des Jahres
> Alte Diskussion. Ich denke "ungeübte" "Normalspieler" wären
> mit dem Spiel allein überfordert. Mit persönlicher Anleitung
> durch Spieler wäre es ok.

Nein, die Diskussion ist nicht ob es ein "Normalspieler" überfordert oder nicht sondern das einfach keine hinreichende Basis für solche Aussagen existiert. Nach meiner Erfahrung kommt PR sogar bei "normalspielern" aus einem mir noch schleierhaften Grund sehr gut an!! - Ich denke auch das PR für normalspieler zu heftig ist, bisher stimmt meine Vermutung mit meiner Erfahrung nicht überein.

> > > Zumal Hersteller Hans im Glück einer der Lieblinge der
> > Jury-Mitglieder ist.
> Na ja. Die Zahl der Auszeichnungen und NOminierungen sagt
> alles, denke ich.

Nein, sehe ich nicht so. Kann es nicht einfach sein das HiG die SdJ-"fähigeren" Spiele liefert? Oder es reiner Zufall ist? - Wissen wir nicht!
Der Jury zu unterstellen das sie aus Materiellen oder Persönlichen Gründen einen bestimmten Verlag bevorzugt lässt sich wohl kaum darlegen und bleibt immer eine Spekulation.

> > > landen konnte, mag ihm bei manchem Jurymitglied noch ein
> > Trostpunkt gebracht
> > > haben
> Eine Vermutung im Zuge des Kommentars. Sicher, aber wer weiß?

Ich denke das ist überinterpretiert. Andreas Seyfart hat es dieses Jahr halt geschafft.

> > > Vielleicht deshalb keine Auszeichnung für dieses Spiel?
> Die Vertriebsgeschichte scheint mir allerdings in der Tat
> einer der Haupotgründe zu sein, warum Nacht der Magier nicht
> gewinnen konnte. Gab es das schon mal? Zwei Preisträger über
> den gleichen Vertrieb?

Ob es das gab oder nicht spielt aber keine Rolle das es eine Vermutung ist.

> Meine Einschätzung, mein Kommentar. Ich glaube daran.
> Einschätzungen haben nur bedingt mit Fakten zu tun.

Sicherlich. Aber aufgrund welcher Informationen gewonnen? - Vermutungen sind immer ein ziemlich wackliges Gerüst - und wenn dann Schlussfolgerungen auf Vermutungen beruhen wirds arg windig, finde ich.

Sich Spekulationen hinzugeben ist ja ok - aber man darf nicht den Fehler machen bei dem was da raus kommt anzunehmen es wäre ein Fakt. Ich weiss, das passiert schnell - merke ich selber ja immer wieder! :-)

Atti

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Norman Bates
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Beiträge: 207

Re: Wiedergutmachung

Beitragvon Norman Bates » 18. Juli 2006, 16:56

Michael Weber schrieb:
>
> Norman Bates schrieb:

> He, du. :-( ;-) :-D
>
> He, du. :-( ;-) :-D

wer, ich? :-O 8-)
wer, ich? :-O 8-)

Nein, danke, ich möchte keinen Fluchtweg kaufen! :-x :lol:
Nein, danke, ich möchte keinen Fluchtweg kaufen! :-x :lol:



> > So viele sind's gar nicht, die meisten kommen konzentriert am
> > Ende, wenn sich Michael endlich dazu durchringt, mal wieder
> > (s)eine negative Meinung deutlich auszudrücken. :-P
>
> Wie, ich bin MAL WIEDER negativ?

ich sagte nicht "schon wieder", sondern MAL WIEDER, und ich meinte damit "ENDLICH mal wieder". :)



>Motzki? Besserwisser?
> Nestbeschmutzer?

Rückwärtseinparker! Frauenversteher! Warmduscher! :-P



>
> Hm. Sagen wir mal so: Wenn ich mich mit diesem Kommentar
> endgültig (!) aus der Kandidatenreihe möglicher eventuell
> zukünftig aus Online-Medien rekrutierter Jurymitglieder
> herausgeschrieben haben sollte, kann ich dazu nur
> feststellen, dass ich in der selbst definierten Rolle als
> (gar nicht immer negativer) Kritiker der Jury und der Szene
> als solcher zwar auf dem Tellerrand balanciere, aber mich
> dabei sehr wohl fühle. Einer muss es ja machen.

Allein die Tatsache, dass Deine ABsonderungen offenbar so viele auch noch lesen, sollte Dir Bestätigung genug sein.
Ergo: jamma nich! :))



> Michael
> (setzt ganz am Ende bewusst keine Smilies)

cheers,
NB (der Dich viel zu oft viel zu positiv findet.... vor allem, wenn er nicht sucht :-D )

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Miriam

Re: SdJ in der Presse

Beitragvon Miriam » 18. Juli 2006, 17:25

Wie meinst du das? Denkst du, dass dort bereits vor der Verleihung stand, dass es sich um das Kinderspiel des Jahres handelt oder lobst du tatsächlich die schnelle Reaktion der Redaktion auf die Bekanntgabe des K-SdJ 200&? Es kann doch gut möglich sein, dass der Satz nach der Bekanngabe in dem Artikel hinzugefügt wurde, würde ich ja auch machen, wenn ich dort in der Redaktion säße.

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Heinrich Tegethoff

Re: SdJ in der Presse

Beitragvon Heinrich Tegethoff » 18. Juli 2006, 18:32

Hallo Miriam,

ich lobe damit tatsächlich die Redaktion. Normalerweise werden solche
Rezensionen ja einmal erstellt und leben dann unverändert ewig.
Da hat also jemand mitgedacht und in meinem Sinne "sofort" eine
Änderung nachgetragen - selten, und damit lobenswert, allemal "cool".

Da auf der Seite ja weit mehr als ein gelegentlicher Beitrag übers Spiel
steht, ist dies ja auch nicht allzuverwunderlich, da der Redakteur wohl
aus der Szene stammt und ja wohl schon um 11 Uhr wußte, dass sein
Beitrag nun einen blauen Pöppel trägt.

Servus,
Heinz

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Miriam

Re: SdJ in der Presse

Beitragvon Miriam » 18. Juli 2006, 18:38

Okay, da hatte ich dann fälschlicherweise befürchtet, dass dein Beitrag ironisch gemeint war.
Ich finde es jedenfalls auch gut, dass da so schnell reagiert wurde. :-)

Gruß, Miriam

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Johann Rüttinger

Re: Wiedergutmachung

Beitragvon Johann Rüttinger » 18. Juli 2006, 20:20

Zitat:
»NB (der auch etwas enttäuscht ist, dass es nun wohl keine zweite Auflage der Magier geben wird.... *spekulier* )«

Lieber Norman Bates,

keine Angst, wir sind nach 8 Monaten seit der ersten Ausgabe schon in der vierten Auflage der 5-sprachigen Grundfassung von Nacht der Magier.
Und es gibt auch bereits eine Benelux-Ausgabe,
eine rein französische und eine finnisch/schwedische Version
des Spiels.

Es ist ein wunderbarer Selbstläufer, dem der Preis aber trotzdem gewaltig geholfen hätte :(.

Seltsamerweise erlebten wir gestern in Berlin die gleiche Situation,
wie im Jahr 2001:
Hans im Glück gewann damals mit Carcassonne den Hauptpreis,
Haba mit dem Remake Klondike den Kinderspielpreis und wir waren mit Randolphs Rüsselbande, die sich zu einem Longseller entwickelt hat, die »Gewinner der Herzen« ...

»Zartbittere« Grüße,
Johann Rüttinger

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Tom

Re: Wiedergutmachung

Beitragvon Tom » 18. Juli 2006, 21:11

Hallo Johann Rüttinger,
>
> keine Angst, wir sind nach 8 Monaten seit der ersten Ausgabe
> schon in der vierten Auflage der 5-sprachigen Grundfassung
> von Nacht der Magier.
> Und es gibt auch bereits eine Benelux-Ausgabe,
> eine rein französische und eine finnisch/schwedische Version
> des Spiels.

Schön zu hören - auch wenn anstelle der finnischen lieber die deutsche Ausgabe bevorzuge :)

> Es ist ein wunderbarer Selbstläufer, dem der Preis aber
> trotzdem gewaltig geholfen hätte :(.

Welchem Spiel nicht ;)

> Seltsamerweise erlebten wir gestern in Berlin die gleiche
> Situation,
> wie im Jahr 2001:
> Hans im Glück gewann damals mit Carcassonne den Hauptpreis,
> Haba mit dem Remake Klondike den Kinderspielpreis und wir
> waren mit Randolphs Rüsselbande, die sich zu einem Longseller
> entwickelt hat, die »Gewinner der Herzen« ...

> »Zartbittere« Grüße,
> Johann Rüttinger

Bei deiner Aufzählung vergisst du, dass ihr 2004 mit dem mäßigem Spiel "Geistertreppe" den Preis gewonnen habt - und zwar gegen das von der Spielbranche zurecht fovorisierte "Dicke Luft in der Gruft" dass dann prompt auch beim deutschen Spielepreis in der Kategorie "Kinderspiel" gewonnen hat.
Die Auflage war ja nicht zu verachten, oder?

Ich finde es immer seltsam - sobald man sich ungerecht bewertet fühlt, beginnt das Schmollen. Kommt man aber in der Nutzen eines solchen umstrittenen Falles wird dies als gerecht empfunden.

Kopfschüttelnde Grüße

Tom
PS: Bitte nicht falls verstehen, mir gefällt "Nacht der Magier" - für mich ist es aber eher ein Erwachsenen- als ein Kinderspiel.

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Bernd

Re: Wiedergutmachung

Beitragvon Bernd » 18. Juli 2006, 21:44

hallo michael,

ich weiss nicht, ob der preis etwas mit wiedergutmachung zu tun hatte.
das überarbeitete spiele der preis gewonnen haben, kam ja schon öfters vor.
auch alhambra war ja eine überarbeitung. heimlich & co. gab es zuvor schon und auch eineige andere spiele haben mehr oder weniger erfolgreiche vorgänger.

ich finde aber, dass du mit deinen lobeshymnen für NdM etwas übertreibst. Ich glaube nicht, dass das spiel ein solches potential hat um die gesamte nichtspielewelt zu revolutionieren.
deiner meinung, dass das spiel ein würdiger hauptpreisträger gewesen wäre, kann ich dir allerdings zustimmen (auch wenn ich mit dem preisträger T&T zufreiden bin). denn in der hauptkategorie wäre es wesentlich besser aufgehoben gewesen.

guido hoffmann und haba gönne ich den preis. guido hätte ihn mit akaba schon verdient. haba spätestens seit schloss schlotterstein".

gruß

bernd
ps: aber ich gehe jede wette ein, dass das trotzpotential groß genug ist um die NdM zum deutschen kinderspielpreis zu verhelfen (was wir bei akaba ja bereits letztes jahr gesehen haben).

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Michael Weber

Re: Wiedergutmachung

Beitragvon Michael Weber » 18. Juli 2006, 23:53

Jammern hört sich anders an ... Das war doch eher eine Beschreibung der Situation.

Michael
(jammert gerade wegen ganz anderer Dinge)

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Tom

Re: Wiedergutmachung

Beitragvon Tom » 19. Juli 2006, 00:07

Hallo Michael,

ich habe ja auch nicht jammern, sondern schmollen gesagt :-D
Aber eigentlich wollte ich den Blickpunkt nur auf die "gefühlte Ungerechtigkeit" lenken. Gewinne ich den Preis nicht, war es eine falsche Entscheidung - das Gefühl kann ich auch verstehen, wenn ich im Vorfeld als Favorit ins Rennen gegangen bin.
Wenn ich aber nicht als Favorit ins Rennen gegangen bin, den Preis aber trotzdem gewonnen habe, existiert diese gefühlte Ungerechtigkeit anscheinend nicht. Das selbe Phänomen existiert häufig auch bei Fans favorisierter Spiele ;)

Ich finde es momentan einfach schade, dass man sich nicht einfach mit den Gewinnern freuen kann sondern sich die ersten Einträge nur über die Fehlentscheidungen beklagen.

Gruß

Tom

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Roland G. Hülsmann

Re: Wiedergutmachung

Beitragvon Roland G. Hülsmann » 19. Juli 2006, 08:07

Tom schrieb:

> Ich finde es momentan einfach schade, dass man sich nicht
> einfach mit den Gewinnern freuen kann sondern sich die ersten
> Einträge nur über die Fehlentscheidungen beklagen.

Ach, das ist hier jedes Jahr so. Es würde was fehlen, wenn es mal anders wäre. Aber ich denke, die Gefahr besteht nicht wirklich .... :grin:

Gruß
Roland

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Michael Weber

Re: Wiedergutmachung

Beitragvon Michael Weber » 19. Juli 2006, 08:58

Wobei man bitte ein allgemeines Gejammere der Sorte "buhuhu, mein Lieblingsspiel hat keinen Preis bekommen" nicht mit einer kritischen Auseinandersetzung der Juryentscheidung verwechseln sollte.

Michael

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Thomas O.

Re: Wiedergutmachung

Beitragvon Thomas O. » 19. Juli 2006, 09:21

Tom schrieb:
>
> ich habe ja auch nicht jammern, sondern schmollen gesagt :-D
> Aber eigentlich wollte ich den Blickpunkt nur auf die
> "gefühlte Ungerechtigkeit" lenken. Gewinne ich den Preis
> nicht, war es eine falsche Entscheidung - das Gefühl kann ich
> auch verstehen, wenn ich im Vorfeld als Favorit ins Rennen
> gegangen bin.
> Wenn ich aber nicht als Favorit ins Rennen gegangen bin, den
> Preis aber trotzdem gewonnen habe, existiert diese gefühlte
> Ungerechtigkeit anscheinend nicht. Das selbe Phänomen
> existiert häufig auch bei Fans favorisierter Spiele ;)

Lieber Tom,

das was du beschreibst, ist doch ein nur ein allzu menschliches Phänomen und kannst du überall beobachten: Wenn ich mit einer Situation zufrieden bin (und das bin ich auch, wenn ich als Außenseiter gewinne), habe ich kaum Anlass, mich mit der Entscheidung kontrovers auseinander zu setzen. Warum sollte ich auch? Wenn sich jemand mit Ungerechtigkeiten ihn selbst betreffend auseinandersetzt, dann zu 99%, wenn er negativ davon betroffen ist. Im umgekehrten Fall gilt die Devise "schweigen und genießen" ;-) Das ist so und ist Ausdruck des Menschseins und ist auch absolut OK so.

Gruß Thomas (der Johann voll verstehen kann)

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Klaus Knechtskern
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Re: Wiedergutmachung

Beitragvon Klaus Knechtskern » 19. Juli 2006, 10:04

Johann Rüttinger schrieb:

> Und es gibt auch bereits eine Benelux-Ausgabe,
> eine rein französische und eine finnisch/schwedische Version
> des Spiels.

An uns arme Sammler denkt wieder gar niemand :-P

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Attila
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Re: Wiedergutmachung

Beitragvon Attila » 19. Juli 2006, 10:11

Thomas O. schrieb:

> Also, ich finde es durchaus ein Zeichen von kritischem und
> konstruktivem Journalismus, wenn man auch mal ein paar (z.T.
> mutige, aber imho zutreffende) Thesen aufstellt.

Naja, ich denke das kommt ganz darauf an. Wenn du das als Massstab nimmst, dann ist die Bild-Zeitung ja echt toller konstruktiver Journalismus. ;-)

Guter Journalismus hat für mich was mit intensiven Recherchen zu tun. Sich hinzusetzen und halbgare Informationen zu einem Artikel zusammenzuschustern und reichlich Dinge hinzuzudichten ist die eine Sache und schnell gemacht. Man muss lediglich hinreichend Schreiberisch begabt sein, dann passt das schon.

"Journalismus" ist für mich aber schon was anderes. Wenn ich etwas in meinem Artikel schreibe dann muss ich es entweder im Artikel schlüssig darlegen können oder mutmassungen auch entsprechend "Kennzeichnen".
"Guter" Journalismus regt den Leser selber zum Kritischen denken an und versucht nicht einfach nur die Meinung des Autors zu vermitteln.

Atti

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Michael Weber

unkritische Spieleszene

Beitragvon Michael Weber » 19. Juli 2006, 10:50

Lieber Atti,

ich weise dich noch einmal darauf hin, dass der besagte "Artikel" ein Kommentar und als solcher auch so gekennzeichnet ist. Ein Kommentar ist immer mit persönlicher Meinung, Einschätzungen und mitunter auch Seitenhieben verbunden. Er ist nicht zu verwechseln mit einem sachlichen Artikel, der nur Fakten als Grundlage hat/haben soll. Ganz abgesehen davon, stehen hinter dem Text einige "Fakten" und Informationen.

Die kritischen Thesen wirst du mir wohl kaum übel nehmen, wenn ich damit erreichen will, dass die Jury und auch interessierte Leser über ihre Entscheidung mal in dieser Richtung nachdenken. Um das zu verdeutlichen: Wie muss sich Drei Magier fühlen, wenn sie ein super innovatives Spiel vorlegen, das den Preis nicht bekommt, aber zugleich die Jury alle Verlage zu mehr Innovation ermuntert? Es geht mir übrigens auch nicht darum, ein Spiel schlecht zu machen, nur ist die Preisvergabe aus verschiedenen Gründen eben mehr als irritierend.

Ich denke, in meinem Kommentar stecken durchaus wichtige Ansätze, die als These zwar (meiner Meinung nach begründet) in den Raum gestellt werden, aber innerhalb eines Kommentars erlaubt sind. Und wenn ich sie nicht aufgestellt hätte, wer dann? Dann hätten wir am Ende alle brav den Preis zur Kenntnis genommen und das wär es gewesen. In der Spieleszene (Verlage, Presse, "VIPs") wird meiner Meinung nach zu unkritisch miteinander umgegangen, weil sich jeder eben ein bisschen kennt und niemandem den anderen weh tun will. Nur verhindert diese Haltung eine intensivere Auseinandersetzung mit bestimmten Themen und wirkt letztlich entwicklungshemmend.

Michael

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Attila
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Re: unkritische Spieleszene

Beitragvon Attila » 19. Juli 2006, 12:38

Hiho,

Mein Beitrag war doch gar nicht auf deinen Artikel bezogen! Es ging um "Journalismus", was Thomas ins Gespräch gebracht hat.

Meine Kritik an deinem Artikel ist ledigiglich das du - für meinen Geschmack - Informationen und Vermutungen besser und klarer trennen solltest.

Atti

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Thomas O.

Re: Wiedergutmachung

Beitragvon Thomas O. » 19. Juli 2006, 12:49

Attila schrieb:
>
> Thomas O. schrieb:
>
> > Also, ich finde es durchaus ein Zeichen von kritischem und
> > konstruktivem Journalismus, wenn man auch mal ein paar (z.T.
> > mutige, aber imho zutreffende) Thesen aufstellt.
>
> Naja, ich denke das kommt ganz darauf an. Wenn du das als
> Massstab nimmst, dann ist die Bild-Zeitung ja echt toller
> konstruktiver Journalismus. ;-)
>
> Guter Journalismus hat für mich was mit intensiven Recherchen
> zu tun. Sich hinzusetzen und halbgare Informationen zu einem
> Artikel zusammenzuschustern und reichlich Dinge
> hinzuzudichten ist die eine Sache und schnell gemacht.

OK, Journalismus ist sicher ein weites Feld mit vielen Facetten, und wir sprechen gerade über zwei verschiedene davon ;-) Was ich meinte, ist die Art, die Michael mit seinem Kommentar betrieben hat. Das habe ich nicht extra betont, weil ich dachte, wir reden hier über Michaels Kommentar. Du hast sicherlich mit deiner Auffassung recht, aber man sollte das Thema "Journalismus" nicht auf die Verfassung von gut recherchierten Artikeln reduzieren. Auch Kommentare, Glossen etc. gehören dazu.

Gruß Thomas

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Roman Pelek

Einfach nur ein Dankeschön, und das nicht [OT]

Beitragvon Roman Pelek » 19. Juli 2006, 14:29

Hi Thomas,

Thomas O. schrieb:

> weil ich dachte, wir reden hier über Michaels Kommentar. Du
> hast sicherlich mit deiner Auffassung recht, aber man sollte
> das Thema "Journalismus" nicht auf die Verfassung von gut
> recherchierten Artikeln reduzieren. Auch Kommentare, Glossen
> etc. gehören dazu.

Das ist einfach ein dickes Dankeschön wert. Ich wäre auch deutlich mehr glücklich, wenn dieser Sachverhalt nicht konsequent in Abrede gestellt würde.

Ciao,
Roman (der Michaels Kommentar im übrigen sehr gut findet)

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Kudde
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Beiträge: 436

Überraschung Niagara?

Beitragvon Kudde » 24. Juli 2006, 22:53

Hallo Michael!

Eins wundert mich bei deinem Kommentar. Du schreibst, dass 2005 nur wenige mit Niagara gerechnet haben. Das hab ich ganz anders in Erinnerung.
Z.B. hat Niagara recht deutlich das SdJ-Toto gewonnen.

Gruß
Kudde


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