Hi,
hier wird immer von einem extremen Glücksfaktor bei Thurn & Taxis gesprochen. Ich sehe das nicht so. Auf einer Skala von 0 bis 5 würde ich Thurn & Taxis vielleicht zwei Sternchen beim Punkt Glück geben. Man kann doch eine Menge voraus planen und berücksichtigen. Und wenn ich z.B. Lodz baue ohne Pilsen auf der Hand zu haben bin ich halt ein Zocker. Das kann gut gehen oder ich habe verloren. Auf Dauer ist mit Zocken aber bei dem Spiel nichts zu holen. Im Gegenteil - ich kann sehr gut darauf eingehen, wo die anderen so bauen und mir evt. weniger umkämpfte Siegpunkte sichern. Ich kann lange Strecken mit entsprechenden Boni bauen oder versuchen, mit kurzen Strecken immer genau meine Häuschen loszuwerden. Ich kann zuerst Baiern bebauen (finde ich persönlich riskant) oder immer von den Rändern aus in die Mitte stoßen. Ich kann aus bis zu zwölf Karten auswählen und dabei in etwa berücksichtigen, was schon da war...
Abgesehen davon wird ebenfalls in diesem Forum immer wieder erwähnt, wie ärgerlich ein Spiel ohne Glücksfaktoren sein kann, da immer der Gleiche gewinnen würde. Ich denke, dass in diesem Spiel Glück, Taktik und sogar eine kleine Prise Strategie perfekt austariert sind. Ich - als Vielspieler - spiele es jedenfalls gern.
Fazit: Ich denke, dieses Spiel ist ein "typisches" Spiel des Jahres und erfüllt die Vorgaben, leicht spielbar und dennoch immer anders zu sein, sehr gut... warum spielen es sonst manche von euch in der BSW immer und immer wieder?
Gruß Jon