Beitragvon Günter Cornett » 23. Juli 2006, 01:48
VolkiDU schrieb:
>
> Günter Cornett schrieb:
> > Aber ich frage nach dem Umbruch der ganzen Branche,
> > von dem in dem Artikel die Rede ist.
>
> Wenn Schmidt-Spiele vom Umbruch berührt wurde, dann doch
> sicherlich auch Batz, oder? Dann zeigt der Bericht alleine
> schon für zwei Unternehmen aus der Branche einen Umbruch. Mit
für zwei Unternehmen aus der Branche - eben!
Wenn zwei Menschen in Deutschland heiraten ist das für die beiden vermutlich ein Umbruch, etwas neues beginnt, nicht aber für Deutschland, in den meisten Fällen noch nicht einmal für die Nachbarn. Und dabei heiraten täglich tausende Paare.
> der Übernahme erfolgte eine neue Strategie von Batz. Ist ein
> Strategiewechsel für eine Unternehmensgruppe ein Umbruch? Ja,
> sagt der diplomierte Betriebswirt in mir.
Jo, der Betriebswirt sieht nur den Betrieb. Deswegen reden wir aneinander vorbei.
Das rein betriebliche interessiert nicht, wenn es beispielhaft für die Spielebranche steht.
Die Übernahme von Schmidt durch Blatz war übrigens dadurch gekennzeichnet, dass die Marke Schmidt erhalten blieb, weil sie bekannter als Blatz war und ist. Sie wurde also so durchgeführt, dass die Aussenwirkung auf den Rest der Branche möglichst gering ist. Der Platz in den Regalen wurde weiter mit Schmidt-Spielen gefüllt. Carcassonne wurde übrigens in der Presse z.T. als Schmidt-Spiel bezeichnet, weil der Name ausserhalb der Szene noch bekannter ist als Hans im Glück. Ähnlich ist es jetzt mit Thurn und Taxis:
"Die Entwicklung von Thurn und Taxis mit den Autoren dauerte ein Jahr", so Kaldenhoven.
Üblicherweise erfordert ein Spiel um die 50 000 Euro Investitionen und kommt mit einer Startauflage von 5000 bis 10 000 Stück auf den Markt. Bei "Thurn und Taxis" wird nun die Produktion in Ingolstadt massiv hochgefahren. "Alle 14 Tage", so der Manager, "werden wir nun 50 000 Stück an den Handel ausliefern.""
Das klingt auch so als wäre Thurn und Taxis ein Schmidt Spiel.
Der Eigentümerwechsel von Schmidt wird nach außen kaum wahr genommen.
Der betriebsinterne Umbruch bleibt zwar den Mitbewerbern nicht verborgen, aber schon die verkäufer im Laden wissen davon nichts.
"Umbruch in der Spielebranche" kann man natürlich auch so interpretieren, dass damit ein Umbruch irgendwo in der Spielebranche gemeint ist. Aber dann wäre "Umbruch in der Milchstraße" genauso richtig, weil der Umbruch irgendwo in einem Sonnensystem der Milchstraße stattfindet.
Von einem Umbruch würde ich nur sprechen, wenn er Auswirkungen auf die Spielebranche hat, die über das Innerbetriebliche hinausgehen. Davon steht nix in dem Artikel und auch von dir kommt da nix.
Gruß, Günter