Hallo,
weil es ja von vielen so gelobt wurde, haben wir nun endlich auch einige Male Revolte in Rom gespielt. Und ich muss ehrlich zugeben, daß wir etwas verwirrt sind.
Und deshalb wollte ich jetzt mal hier nachfragen, ob wir vielleicht doch irgendwas komplett übersehen haben.
Ich habe auch schon die Suchfunktion bemüht :-), doch unsere Frage wurde nicht beantwortet.
Mein Eindruck ist, daß es durch glückliches Würfeln einzelne Züge gibt, die einem Spieler auf einen Schlag einen uneinholbaren Vorsprung geben.
Wenn man Beispielsweise ein Forum hat, welches man aktivieren kann und mit einer 6 gleich 6 Siegpunkte aus dem Vorrat bekommt (von der noch zusatzlich möglichen Aufwertung durch Tempel oder Basilika mal gar nicht zu reden), dann hat man auf einen Schlag gleich 6 Punkte Vorsprung. Von den 16, die zu Beginn noch im Allgemeinen Vorrat liegen sind das bereits mehr als 30%!
Wenn dann der Gegner es im nächsten Zug nicht schafft, das Forum zu entfernen, was abgesehen davon, daß man die richtigen Karten haben und aktivieren muss, auch dann noch sehr schwer ist, denn um ein Forum zu entfernen muss man ausserdem noch eine 5 oder eine 6 mit dem Kampfwürfel werfen.
Und wenn das nicht klappt, dann braucht der erste Spieler nur etwas weiteres Glück, um sein Forum erneut zu aktivieren und weitere Siegpunkte zu bekommen.
Dazu kommt dann noch, wenn einer führt, es für den anderen sozusagen Selbstmord ist, ebenfalls Siegpunkte über ein eigenes Forum zu nehmen, denn damit macht man es dem Gegner nur noch leichter zu gewinnen.
Man kann dann nur noch versuchen, über den Händler, die Markthalle oder den Volkstribun, dem Gegner Siegpunkte wegzunehmen, und das Forum zu zerstören, was aber sehr mühsam ist.
Für den der führt hingegen, ist jedes weitere Forum schnell gebaut, aktiviert und bringt relativ einfach weitere Siegpunkte.
Schon ein einzelner Zug; Forum aktivieren und auf einen Schlag bis zu 6 Siegpunkte nehmen, führt unsere Erfahrung nach dazu, daß ein Spieler uneinholbar wird. Und dann ist die Spannung raus.
Genau das gleiche kann übrigens auch passieren, wenn man z.B. gleich zu Beginn den Händler hat, dann braucht man nur zwei weitere Runden Geld sammeln und das Spiel ist gelaufen, wenn der Gegner es nicht schafft, den Händler zu zerstören.
Viele andere Karten hingegen sind zwar theoretisch ganz nett, erscheinen doch im Vergleich zu den genannten sehr sehr schwach zu sein, so daß sie eigentlich nicht richtig zu Tragen kommen.
Bei uns entstand jedenfalls der Eindruck, daß der Glücksfaktor sehr sehr groß ist.
Klar, gibt es theoretisch die Möglichkeit, bestimmte Stategien zu verfolgen. Z.B. über den Seher den Händler zu bekommen, diesen zu bauen, Geld zu scheffeln und dann dem Gegner Siegpunkte zu klauen. Aber das braucht mehrere Runden und zusätzlich auch noch viel Glück beim Würfeln.
Deshalb meine Frage an alle Revolte in Rom Profis: Ist das wirklich so, oder haben wir irgendwas übersehen?
Viele Grüße
Jürgen