Beitragvon Ralf Rechmann » 7. August 2006, 17:44
Hallo,
Schatten über Camelot lebt grösstenteils von der Atmosphäre am Spielbrett. Wenn man es rein analytisch spielt und nur Kartenkombinationen sammelt und mit dem Fantasy-Ritter-der-Tafelrunde-Setting eh nichts anfangen kann, dann sollte man lieber ein anderen Spiel spielen. In der geeigneten Spielrunde, in der sich alle auf das Spiel einlassen können, sorgt die kooperative Verteidigung von Camelot aber für eine Menge Nervenkitzel, ob man die Bedrohung zurückschlagen kann. Und der Zweifel an die Aufrichtigkeit seiner Mitspieler mit den misstrauischen Blicken Richtung vermuteter Verräter setzen dem Spiel die atmosphärische Krone auf!
Also wenn Euch Herr der Ringe gefallen hat, wird Euch Schatten über Camelot wohl kaum enttäuschen können.
Man spielt da zwar die Rolle eines edelmütigen Ritters, aber mit Rollenspiel an sich per Definitiv hat das nur wenig gemeinsam, da die Grenzen der eigenen spielerischen Möglichkeiten arg eng gesteckt sind und man eben nur innerhalb dieser Möglichkeiten in seiner Rolle als Ritter agiert.
Beim klassischen Pen&Paper Rollenspiel mit Spielleiter und Abenteurer hat man gewöhnlich alle Handlungsfreiheiten und kann machen, was einem gerade einfällt - und muss mit den Konsequenzen dann auch spielerisch zurecht kommen, wenn es ein guter Spielleiter ist, der auf die Ideen seiner Mitspieler eingehen kann.
Als Einstieg in die Rollenspielwelt könnte Schatten über Camelot aber gerade noch durchgehen. Wer dann mehr will, der sucht sich einen erfahrenen Spielleiter und muss seine Freizeit dann neben Brettspielen mit dem Rollenspiel-Hobby teilen! :)
Cu/Ralf