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Es geht auch anders ...

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Tom

Es geht auch anders ...

Beitragvon Tom » 14. August 2006, 11:30

Hallo,

ich war am Wochenende bei meinen Schwiegereltern (ein Familienfest).
Sie haben seit ca. 25 Jahren die selben Spiele im Schrank - Monopoly,
eine Spielesammlung und noch zwei, drei andere Spiele.
Mein Angebot - andere Spiele mitzubringen - haben sie dankend abgelehnt.
Also haben wir - wir die letzten Male auch - diese Spiele gespielt.

Und ich muss euch sagen: die Spiele machen immer noch Spaß.
Wir (und auch die Spielideen) hatten keine Ermüdungserscheinungen und selbst das "Mensch ärger dich nicht" am Abend war so spannend, dass gleich noch zwei Revangen drangehängt wurden.

Warum ich das schreibe? Wahrscheinlich, weil ich mich selbst wundere!
"Da draußen" gibt es Menschen die gerne spielen aber mit dem zufrieden sind,
was sie haben. Es müssen eben nicht immer neue Spiele sein - oder die Spiele, die man gerade nicht hat :)

So, genug über den Tellerrand gesehen :-D

Gruß

Tom
PS: Ich freue mich trotzdem schon auf die neuen Spiele in Essen und ein "Hameln" hab ich mir auch schon vorbestellt.

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Michael Schlepphorst
Kennerspieler
Beiträge: 793

Re: Es geht auch anders ...

Beitragvon Michael Schlepphorst » 14. August 2006, 11:34

Hallo Tom,

ich habe gestern eine ähnliche Erfahung gemacht. Auf einer Familienfeier kam raus, dass mein Cousin mit seiner Familie oft und gerne Mädn, SkipBo und Rummykub spielen. Wenn auch mit verschärften Regeln (Schnäpschen etc.) ;-)
Als ich dann von meinem Hobby erzählte und neue Spiele vorschlug stieß dies auf wenig Gegenliebe :-(
Aber wir haben uns dann auf einen Kompromiss geeinigt. Ich spiele mal die Klassiker mit und darf dafür dann mal ein neues Spiel vorstellen. Werde wohl die Siedler nehmen ...

Grüße

Michael

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Hendrik

Re: Es geht auch anders ...

Beitragvon Hendrik » 14. August 2006, 11:51


Revangen?
Das schreibt sich Revanchen.

Wieso "über den Tellerrand gesehen"?
Dies würde eher zutreffen, wenn es sich um Rollenspiele oder Miniaturenspiele handeln würde, aber bei Mädn trifft "back to the roots" bzw. "Blick zum Innern des Tellers" wohl eher zu. :)

Nichts für ungut.
Hendrik

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Michael Weber

Re: Es geht auch anders ...

Beitragvon Michael Weber » 14. August 2006, 12:01

Hendrik schrieb:
> Wieso "über den Tellerrand gesehen"?
> Dies würde eher zutreffen, wenn es sich um Rollenspiele oder
> Miniaturenspiele handeln würde, aber bei Mädn trifft "back to
> the roots" bzw. "Blick zum Innern des Tellers" wohl eher zu.
> :)

Jein. Tellerrand der Spieleszene trifft sehr wohl zu. Leider ...

Michael

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Hendrik

Re: Es geht auch anders ...

Beitragvon Hendrik » 14. August 2006, 12:10

Michael Weber schrieb:
>
> Jein. Tellerrand der Spieleszene trifft sehr wohl zu. Leider
> ...
>
> Michael


Kommt darauf an, wie Du "Spieleszene" definierst.
In der Spieleszene war am Anfang Schach, später Mädn, noch später dann Siedler und den Rest der Geschickte kennen wir ja. Mädn gehört zum "Teller", auch wenn es in einer Zone liegt, die heute von den Spielern nicht mehr so frequentiert wird, aber von Familien durchaus. Aber Mädn deshalb schon bereits jenseits des Tellerrands zu positionieren geht mir etwas zu weit. Wenn Du jedem Freak seinen eigenen Teller zugestehst, dann stimme ich natürlich trotzdem mit Dir überein.

Hendrik

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Thomas O.

Re: Es geht auch anders ...

Beitragvon Thomas O. » 14. August 2006, 12:15

Hendrik schrieb:
>
> Kommt darauf an, wie Du "Spieleszene" definierst.
> In der Spieleszene war am Anfang Schach, später Mädn, noch
> später dann Siedler und den Rest der Geschickte kennen wir
> ja. Mädn gehört zum "Teller", auch wenn es in einer Zone
> liegt, die heute von den Spielern nicht mehr so frequentiert
> wird, aber von Familien durchaus. Aber Mädn deshalb schon
> bereits jenseits des Tellerrands zu positionieren geht mir
> etwas zu weit. Wenn Du jedem Freak seinen eigenen Teller
> zugestehst, dann stimme ich natürlich trotzdem mit Dir überein.

Tom hat sein Posting im Spielbox-Forum verfasst. Und in diesem Universum liegt Mädn gaaaaaaaanz weit neben dem Teller, irgendwo zwischen dreckigem Geschirr und Tischabfalleimer... :-))

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Thomas O.

Re: Es geht auch anders ...

Beitragvon Thomas O. » 14. August 2006, 12:28

Hallo Tom,

kommt mir bekannt vor. Spontan meine Eindrücke vom vergangenen Familienwochenende:

Tom schrieb:

> Hallo,
>
> ich war am Wochenende bei meinen Schwiegereltern (ein
> Familienfest)

Ich auch.

> Sie haben seit ca. 25 Jahren die selben Spiele im Schrank -
> Monopoly,
> eine Spielesammlung und noch zwei, drei andere Spiele.

Trifft ebenso zu. Nur dass sie auf dem Schrank liegen und nicht im Schrank und daher eine noch dickere Staubschicht aufweisen...

> Mein Angebot - andere Spiele mitzubringen - haben sie dankend
> abgelehnt.

Das habe ich noch nie gemacht, weil ich vorher wusste, dass es dankend abgelehnt werden wird...

> Also haben wir - wir die letzten Male auch - diese Spiele
> gespielt.

Wir auch. In dem Fall Mädn. Sogar meine Freundin hat mitgespielt, weil sie Spiele mag, "bei denen man genau weiß, was zu tun ist und wo man sich nicht zu tief reindenken muss." :roll: Nun gut...

> Und ich muss euch sagen: die Spiele machen immer noch Spaß.
> Wir (und auch die Spielideen) hatten keine
> Ermüdungserscheinungen und selbst das "Mensch ärger dich
> nicht" am Abend war so spannend, dass gleich noch zwei
> Revangen drangehängt wurden.

Auf Revanchen wurde verzichtet, weil ICH es abgelehnt habe, noch eine Partie zu spielen (und das, obwohl ich mit den Würfelergebnissen meines 9-monatigen Sohnes gewonnen habe; aber das ist mir bei Mädn irgendwie ziemlich schnuppe...)

Und dann, zu Hause bei den 9- und 11-jährigen Nichten, sah ich ein ungeöffnetes Heckmeck am Bratwurmeck (ein Geschenk)! Sofort ausgepackt, erklärt und losgespielt. Selbst beim Verlassen der Feier sah ich die beiden noch begeistert und tief versunken weiterspielen.

Wieder mal eine Mission erfolgreich beendet, ich liebe diese Wochenenden :-)

Gruß Thomas

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Hendrik

Re: Es geht auch anders ...

Beitragvon Hendrik » 14. August 2006, 13:35

An solche Wochenende kann ich mich auch erinnern.

Um Mädn zu umgehen habe ich Siedler, Cartagena und 6 nimmt mitgebracht.
Ich hatte Siedler noch nicht mal zur Hälfte erkärt, da hiess es von der Seniorenfraktion bereits "zu kompliziert". Etwas angesäuert erwiderte ich, dass sie wohl in der Lage seien, bei grün die Strasse zu überqueren, dann würden sie auch Siedler spielen können. Doch es half nichts.
Danach schlug ich 6 nimmt vor, dieses war immerhin so schnell erklärt, dass es nicht für zu kompliziert gehalten wurde, auch wenn permanent immer wieder nach den Regeln gefragt wurde "was muss ich tun wenn meine Karte zu niedrig ist um sie an einer Reihe anzusetzen?".
Cartagena gehörte ebenfalls in die Kategorie, schnell erklärt und seniorentauglich. Doch trotz Begeisterung gab es auch hier Fehlinterpretationen der Regel des Kartenaufnehmens, welche ich peinlich genau überwachen musste. Es wurde bspw. versucht, einen Pirat einfach ein Feld zurückfallen zu lassen (es war leer) um eine Karte zu nehmen oder sie wollten gleich 3 Karten nehmen bei 3 Piraten auf einem Feld.
Aber ich war schon froh, nicht Mädn spielen zu müssen und mit 6 nimmt und Cartagena immerhin 2 Kanditaten gefunden zu haben, die Familien- und seniorentauglich waren.

Cheers Hendrik

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Mike Merten

Re: Es geht auch anders ...

Beitragvon Mike Merten » 14. August 2006, 15:28

Hendrik schrieb:
> Ich hatte Siedler noch nicht mal zur Hälfte erkärt, da hiess
> es von der Seniorenfraktion bereits "zu kompliziert". Etwas
> angesäuert erwiderte ich, dass sie wohl in der Lage seien,
> bei grün die Strasse zu überqueren, dann würden sie auch
> Siedler spielen können.

Ich glaube kaum, daß das eine angemessene Reaktion war. Auch wenn es wirklich reichlich Spiele gibt, die komplizierter sind als Siedler - etwas mehr, als eine Farbe zu erkennen, ist schon nötig, um Siedler zu Spielen (und nicht nur gespielt zu werden).

In meiner Sonntag-Spielrunde sind sogar zwei Leute, denen Siedler "zu hoch" ist. Beide haben noch reichlich Zeit bis zur Rente, und zumindest die eine hat studiert. Das heißt aber nun mal nicht, daß man auch bereit ist, sich mit etwas umfangreicheren Regeln auseinanderzusetzen.

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Markus N.

Re: Es geht auch anders ...

Beitragvon Markus N. » 14. August 2006, 16:00

Schreibt man eigentlich Korinthenkacker mit TH?


:lol: ;-)

Markus (mit einfachem S!)
(der hofft, dass du die Smilies beachtest und nicht böse wirst!)

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Grzegorz Kobiela

Re: Es geht auch anders ...

Beitragvon Grzegorz Kobiela » 14. August 2006, 16:36

Ich spiel selbst gerne alle möglichen Spieltypen. Wenn also einer Mädn vorschlängt, sage ich auch dazu nicht nein. Spiele sind dazu da, Spaß zu haben, und der ist bei Mädn bestimmt Millionen mal größer als bei anspruchsvolleren Spielen, wo es manche als Konkurrenzkampf auffassen. Bei Glücksspielen generell lacht man weit mehr als bei Strategie. Dennoch spiele ich lieber Strategie, um einfach den Geist auch zu trainieren. Bin halt lieber der Denker und Analytiker (mir liegt auch theoretische Physik näher als experimentelle).

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Tim-spielbox

Re: Es geht auch anders ...

Beitragvon Tim-spielbox » 14. August 2006, 17:42

> Mein Angebot - andere Spiele mitzubringen - haben sie dankend
> abgelehnt.

Kenne ich. Die Leute, die kaum oder gar nicht spielen, interessieren sich eben nicht für moderne Spiele. Setzt man ihnen dann doch mal welche vor, sind sie fast immer begeistert. Bin über diese Erfahrung immer wieder erstaunt ...


Tim

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Hendrik

Re: zu gescheit/doof für Siedler ... [OT]

Beitragvon Hendrik » 14. August 2006, 18:20

Hallo Mike,

Du sprichst da was Interessantes an:
Es gibt offensichtlich Personen (noch weit vor dem Seniorenalter), welche studiert haben und deshalb mehr als Mindestmaß an Intelligenz auf den Lebensweg bekommen haben und sich durch Fleiß den Abschluss erarbeitet haben, welche sagen, dass ihnen bspw. "die Siedler" schon zu kompliziert sei und sie lieber was einfacheres spielen wollen.

Wir aus der Spieleszene wissen, dass die Siedler in der Komplexitätsstufe sich nicht im oberen Drittel der Skala (Schwierigkeit aller Spiele) bewegen.

Sind diese Leute im Laufe der Zeit einfach nur denkfaul geworden oder wie lässt sich dieser unlogische Zusammenhang erklären, wenn umgekehrt auch einfache Leute (nicht-Akademiker) viel Freude an Caylus, Puerto Rico, Prinzen von Florenz usw. haben?

Hendrik
(der ein "zu kompliziert" bei *manchen* Leuten als Entschuldigung nicht gelten lassen will)

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Hendrik

Re: Es geht auch anders ...

Beitragvon Hendrik » 14. August 2006, 18:40

manchmal, aber auch nur manchmal bricht der Lehrer in mir durch :))

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Heinrich Glumpler

Re: zu gescheit/doof für Siedler ... [OT]

Beitragvon Heinrich Glumpler » 15. August 2006, 08:08

Hi,

ich finde, die spezielle Relativitätstheorie sehr interessant und wir aus der Akademikerszene wissen, dass die spezielle Relativitätstheorie in der Komplexitätsstufe sich nicht im oberen Drittel der Skala (Schwierigkeit aller wissenschaftlichen Arbeiten) bewegt.

Ist mir unbegreiflich, wieso manche Leute die spezielle Relativitätstheorie schon zu kompliziert finden können.

;-)

Ernsthaft: Der Punkt ist wohl der, ob ich mich für ein Thema interessiere oder nicht. Wenn ich etwas interessant finde, lege ich - unbewusst - eine völlig andere Komplexitätsskala zugrunde als wenn ich etwas langweilig finde.

Grüße
Heinrich

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Thomas O.

Re: zu gescheit/doof für Siedler ... [OT]

Beitragvon Thomas O. » 15. August 2006, 09:12

Hendrik schrieb:
>
> Sind diese Leute im Laufe der Zeit einfach nur denkfaul
> geworden oder wie lässt sich dieser unlogische Zusammenhang
> erklären, wenn umgekehrt auch einfache Leute
> (nicht-Akademiker) viel Freude an Caylus, Puerto Rico,
> Prinzen von Florenz usw. haben?

Heinrich hat vollkommen recht. Hey Leute, wir dürfen doch nicht davon ausgehen, dass alle Menschen sich für unser Hobby interessieren und im Rahmen ihrer intellektuellen Fähigkeiten bemüht sind, Spielregeln zu verstehen.

Wenn mir ein KfZ-Mechaniker die Funktionsweise einer Benzinpumpe erklärt, was vermutlich Stoff aus dem ersten Lehrjahr ist, werde ich dennoch nur Bahnhof verstehen, weil ich auf Grund des Themas nicht gewillt bin, mehr als Bahnhof zu verstehen. Es interessiert mich schlicht nicht die Bohne. Und der KfZ-Mechaniker wird die Welt nicht mehr verstehen.

Gruß Thomas

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Mike Merten

Re: zu gescheit/doof für Siedler ... [OT]

Beitragvon Mike Merten » 15. August 2006, 12:36

Hendrik schrieb:
> Sind diese Leute im Laufe der Zeit einfach nur denkfaul
> geworden oder wie lässt sich dieser unlogische Zusammenhang
> erklären, wenn umgekehrt auch einfache Leute
> (nicht-Akademiker) viel Freude an Caylus, Puerto Rico,
> Prinzen von Florenz usw. haben?

Wie meine Vorschreiber schon meinten: Nein. Sie sind nicht denkfaul. Sie interessieren sich für dieses Thema nur nicht so sehr. Und haben deshalb logischerweise (_nicht_ unlogischerweise!!!) keinen Drang, sich damit eingehender zu beschäftigen.

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TimoH.

Re: zu gescheit/doof für Siedler ... [OT]

Beitragvon TimoH. » 15. August 2006, 13:37

Ich glaube auch oft, nur weil ich ein Fan von Brettspielen mit ein wenig Strategie/Denksport bin (der dann natürlich auch dann entsprechende Regeln gerne in Kauf nimmt) glauben alle ich hätte nur solche Spiele und würde alle bekehren wollen.
Deshalb müsse Siedler von Catan unglaublich schwer sein, da ich es ja Vorschlage.
Das wir auch "einfache" Spiele mögen, dass kommt niemandem in den Sinn.

Meine Eltern waren mal bei uns zu Besuch und haben sich sogar dagegen gesträubt "Geschenkt ist noch zu teuer" zu spielen, nur weil ich es in der Schublade liegen habe.
Dabei spielen Sie wirklich gerne Karten, nur halt Phase 10 und Elfer raus (oder so ähnlich). Sind also keine generellen Spielemuffel.
Einmal angefangen haben wir es dann die halbe Nacht gespielt und dabei diverse Flaschen Wein getrunken und es war ein Riesenspaß.
Am Ende war ich es, der doch irgendwie mal ins Bett wollte.
Aber hinterher war das alles ja ganz anders und niemand hat sich gesträubt (so die Mama) ^^

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Hendrik

Re: zu gescheit/doof für Siedler ... [OT]

Beitragvon Hendrik » 15. August 2006, 18:32


In dem Moment wo ein Gelegenheitsspieler mir als Vielspieler gegenüber äussert "lass uns was zusammen spielen" und die Bereitschaft signalisiert, auch ein ihn bisher unbekanntes Spiel zu versuchen, kann ich wohl zurecht davon ausgehen, dass er genügend Interesse und Motivation mitbringt, eine neue Regel zu lernen, bzw. sich erklären zu lassen.

Wenn diese Person grundsätzlich intelligenter und gescheiter ist als ich, muss ich mich doch schwer wundern, wenn ich den Satz "zu kompliziert" zu hören bekomme.
In keinem Aspekt des professionellen Lebens dieser Person konnte diese eine solche Antwort ggü. einem Professor an der Uni noch einem Vorgesetzten äussern. Warum jetzt ausgerechnet bei einem harmlosen Spiel?

Ist das etwa der selbe Effekt, wie wenn ein leitender Direktor sich im Privatleben von der Domina erniedrigen lassen will, quasi als Kontrastprogramm zum Alltag? :eek:
(Beispiel ist überspitzt, ich weiss, zeigt aber sehr plakativ was ich sagen will).

Anspruchsvoller Alltag (Beruf) --> einfache Hobbies bevorzugt
Einfacher Alltag (Beruf) --> anspruchsvolle Hobbies ?

Cheers Hendrik

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Heinrich Glumpler

alles relativ - glücklicherweise [OT]

Beitragvon Heinrich Glumpler » 15. August 2006, 18:46

Hi,

wenn ich öfter mal Risiko spiele und dann einen Wargamer mal bitte, mit mir doch mal ein Wargame zu spielen und er packt Pax Britannica aus (hoffentlich ist das jetzt das Spiel, von dem ich glaube, dass es das ist), werde ich ihm auch sagen, "das ist mir zu kompliziert".

Die Beispiele hier im Thread zeigen meines Erachtens schon andeutungsweise, dass es immer auf die Situation und jeden einzelnen Menschen ankommt. Ich würde daraus keine so allgemeinen Schlüsse ziehen, sondern eher neugierig in jede neue Situation hineingehen (so etwa in der Art: bin mal gespannt, wie es dieses Mal läuft).

Grüße
Heinrich

"Alle Verallgemeinerungen sind böse. Auch diese."
(keine Ahnung, von wem der Spruch ist, aber wenn es jemand weiß, schickt mir eine Mail)

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Martin M.

Re: Es geht auch anders ...

Beitragvon Martin M. » 17. August 2006, 10:15

Ich habe es mir zum Anspruch gemacht, für jede Runde das passende Spiel zu haben. Das hat den einen Effekt, daß ich öfter zum Spielen komme (und ich habe da auch nicht den Anspruch, jeden zu Puerto Rico zu bekehren), zweitens denkt keiner mehr, ich hätte nur so komplizierte Spiele.
Als "Einstiegsdrogen" für Nichtspieler nehme ich gerne Ubongo, Heckmeck, Geschenkt oder neuerdings Loopin' Louie. Falls mehr Zeit ist, auch mal Zug um Zug.
So habe ich schrittweise meine polnischen Schwiegereltern, die bis dato überhaupt kein Spiel kannten, zu Rummikub gebracht. Meine Mutter, die normalerweise nur Rummikub oder Canasta spielt, kann jetzt schon Heckmeck. Mein Neffe und meine Nichte waren neulich ein Wochenende zu Besuch und haben in der Zeit ein Paar Batterien mit Loopin' Louie verbraucht. Meine Nichte mag den Sommer nicht mehr, weil sie da so lange warten muß, bis es dunkel wird und sie Nacht der Magier spielen kann.
Meine Frau, von Haus aus Spielemuffel, habe ich überraschend mit Fische Fluppen Frikadellen erwischt (hat auch bei anderen Frauen geklappt, möglicherweise liegt es am Shopping-Aspekt;).

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Volker L.

Re: Es geht auch anders ... LOL

Beitragvon Volker L. » 17. August 2006, 14:37

Martin M. schrieb:
>
> Meine Frau, von Haus aus Spielemuffel, habe ich überraschend
> mit Fische Fluppen Frikadellen erwischt (hat auch bei anderen
> Frauen geklappt, möglicherweise liegt es am Shopping-Aspekt;).

:lol: :lol: :lol: :lol: :lol:

Gruß, Volker

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Flix

RE: Siedler läßt manchen verzweifeln INTERNATIONAL

Beitragvon Flix » 23. August 2006, 17:56

Bei dem Thema fällt mir ein Text ein, den ich mal irgendwo auf BGG gelesen hatte - und mich zwischen Lachen und Verzweiflung kaum entscheiden konnte.
Der Autor, dessen Name ich nicht mehr weiß, wundert sich, wie er - als Spielbegeisterter - von Menschen abstammen kann, die solch grundlegende Probleme mit den einfachsten Regelpassagen bei Siedler haben - vermutlich eine Vertauschung bei der Geburt...

Genug eingeleitet, hier der Text:

This game can pretty much determine if you were switched at birth.

Brought it to a Christmas get together with the family, who basically stared at the box like it was a dead rat laying on the kitchen table.
Patiently described the rules, and even the most simple ones ("when this number is rolled, everyone with a settlement next to it gets this card") went through 3 or more iterations and demonstrations with a deer in the headlights of a car response.
Spent about 45 minutes at the game, most of which spent explaining the rules. In frustration I finally showed them the pamphlet that is the rulebook, unable to understand how something with about 10 pages *with picture examples* could be so beyond their grasp - perusing the rulebook only confused them more (they'd say "now I get it", and then proceed to do something the rulebook specifically said you couldn't).

Finally the chorus of "but I wanted to play Monopoly" went out, all the more ironic because never in the history of my family has a game of Monopoly finished without at least half the players getting bored mid-game and quitting.

No way I'm related to these people.

Schön, oder?

Grüße, Flix


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