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Neuauflagen von Knizia

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Martin L. Beiwerk

Neuauflagen von Knizia

Beitragvon Martin L. Beiwerk » 24. August 2006, 09:31

Hallo Leute...

...da wir schon bei begehrten Neuauflagen sind (siehe Fürsten von Florenz unten). Es scheint so, dass gerade Spiele von Knizia besonders lange auf eine Neuauflage warten, jedenfalls in Deutschland. Seit Unendlichkeiten (und noch vieeel länger) warte ich schon auf Ra oder Euphrat & Tigris (*sabber* *lechz*). Ra gibt es als abgespecktes Razzia und E&T als Kartenspiel, aber beides is nich so der Brüller. Die großen Brüder sind eindeutig besser. Und bevor jetzt jemand wieder "Ebay" ruft: 40 EUR (+Porto) für ein gebrauchtes E&T ist mir zu viel. Da hört der Spaß (jedanfalls für mich) auf.

Komisch ist nur... in den USA gibt es beide Spiele als Neuauflagen. Zahlen die drüben mehr an Lizenzgebühren? Oder glaubt hier keiner an einen neuen Erfolg der beiden Spiele? Jedanfalls könnte man die Spiele ja in den USA bestellen, wenn's nich so teuer wäre. Außerdem traue ich der amerikanischen Qualität nicht mehr so richtig über den Weg, nach der Robo Rally-Pleite mit der Neuauflage. Ich fand die Qualität des Materials zum heulen (oder lachen).

Also warum kommen (fast) alle anderen Spiele schneller als Neuauflagen, nur Knizia nicht? Lohnt sich der Vertrieb der amerikanischen Neuauflagen hier nicht? Ich gebe es zu, ich blicke da nicht hinter die Kulissen, aber ich vermute mal, es hängt mal wieder mit Geld zusammen. Klärt mich auf! Meine Mami kann's auch nicht... :-)

Gruß
Martin L. Beiwerk

P.S. Die Macher als Neuauflage wäre auch nicht schlecht. Vielleicht mit "streamlined" Regeln, so dass man auf 3 Stunden Spielzeit käme. Sakrileg, ich weiß...

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Tom

Re: Neuauflagen von Knizia

Beitragvon Tom » 24. August 2006, 09:49

Hallo Martin,

ich versuche einmal deine Fragen mit meinen Vermutungen zu beantworten:

> Es scheint so, dass gerade Spiele von
> Knizia besonders lange auf eine Neuauflage warten, jedenfalls
> in Deutschland.

Das Gefühl kann ich nicht teilen. Die Spiele von Reiner Knizia kommen nicht schneller oder langsamer als andere Neuauflagen.
Neuauflagen sind nicht soo häufig - und von denen die kommen ist Reiner Knizia ganz gut vertreten.

> Komisch ist nur... in den USA gibt es beide Spiele als
> Neuauflagen. Zahlen die drüben mehr an Lizenzgebühren?

Glaube ich nicht. Wenn Reiner Knizia einen Verlag in Deutschland finden würde der eines der Spiele unter normalen Bedingungen vertreibt, würde er wahrscheinlich nicht nein sagen.

> Oder
> glaubt hier keiner an einen neuen Erfolg der beiden Spiele?

Seine Spiele waren in Deutschland bereits auf dem Markt. Bei "Ra" waren die Verkaufszahlen wohl nicht so gut (hatte Alea einmal hier im Forum erwähnt).
Wegen "ein paar" Spielebegeisterten die das Spiel noch nicht haben, lohnt sich eine Neuauflage wohl nicht. Die Verkaufszahlen bei "Ra" waren wohl im letzten Jahr nicht einmal mehr 4-stellig. Da lohnt sich eine Neuauflage für einen größeren Verlag wohl nicht.

> Jedanfalls könnte man die Spiele ja in den USA bestellen,
> wenn's nich so teuer wäre.

Oft findest du aber auch bei Onlinehändlern in Deutschland diese Spiele. Dann halten sich auch Portokosten und Lieferzeit in Grenzen.

> Außerdem traue ich der
> amerikanischen Qualität nicht mehr so richtig über den Weg,
> nach der Robo Rally-Pleite mit der Neuauflage. Ich fand die
> Qualität des Materials zum heulen (oder lachen).

Da kann ich leider nichts sagen - aber ich habe bei "Ra" und "Euphrat und Tigris" noch nichts negatives gehört.

Reiner Knizia hat einen guten Ruf und wohl sehr gute Kontakte ins Ausland und besonders in die USA. Deshalb kommen wohl auch seine Spiele sehr häufig von amerikanischen Verlagen.

Gruß

Tom

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hans-jörg

Re: Neuauflagen von Knizia

Beitragvon hans-jörg » 24. August 2006, 09:52

Hallo Martin,

die US-Auflagen gibts doch auch bei uns zu kaufen, bei
www.delayedreactions.de ist das RA zumindest lieferbar für 24,30 Euro,
das E&T ist beim Verlag bestellt, kostet dann aber 33,90 Euro.

Ob die Qualität der US-Ausgaben dieselbe ist weiß ich nicht, vielleicht
ist ein anderer Versender auch billiger (und hat evtl. E&T sogar noch
auf Lager), also nicht gleich verzagen und erst mal Dr.Google fragen :-)

Viele Grüße

Hans-Jörg

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OMI

Re: Neuauflagen von Knizia

Beitragvon OMI » 24. August 2006, 10:15

Gedanke: Erst am WE ging eine nagelneue und noch eingeschweißte Version von Euphrat und Tigris über den Tisch für gerade mal 32 Euro.

War selber verwundert als ich es gesehen habe:eek: ... aber die Chance dafür gibts immer wieder mal ...:smile:

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Franz-Benno Delonge
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Re: Die Macher

Beitragvon Franz-Benno Delonge » 24. August 2006, 10:32

Martin L. Beiwerk schrieb:
> P.S. Die Macher als Neuauflage wäre auch nicht schlecht.
> Vielleicht mit "streamlined" Regeln, so dass man auf 3
> Stunden Spielzeit käme. Sakrileg, ich weiß...

Hallo Martin,
ich habe im vorvorvorherigen Fred zum Thema "Neuauflagen" auf das "Die Macher"-Comeback bei Valley Games hingewiesen.
Schönen Gruß
Benno

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Braz
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Beiträge: 6431

[oT] Re: Neuauflagen von Knizia

Beitragvon Braz » 24. August 2006, 11:16

Martin L. Beiwerk schrieb:
> Und bevor jetzt jemand wieder
> "Ebay" ruft: 40 EUR (+Porto) für ein gebrauchtes E&T ist mir
> zu viel. Da hört der Spaß (jedanfalls für mich) auf.

Sorry, wenn ich diesbezüglich nochmal kurz stellung bezieh, aber:

1. hat das Spiel neu auch 40 € gekostet
(http://sunsite.informatik.rwth-aachen.de/cgi-bin/luding/GameName.py?lang=DE&frames=0&gamename=euphrat)

2. ist -sollte es zwar gebraucht, aber dennoch in einem guten Zustand sein- oft nahezu kein Unterschied zu erkennen.

3. Für ein Spiel, welches jahrelang innerhalb der ersten Top 5 der beliebtesten Brettspiele zu finsden ist (und das auf diversen Seiten) und zudem noch in der deutschen Fassung "out of print" ist, sind 40 € nun wirklich nicht viel!


...nur das so am Rande nach der Bemerkung, dass da der Spaß aufhöre......ich meine....das Spiel hat schon immer so viel gekostet....gut halt nue, aber ioch bitte dich: Oft ist bei den gebrauchten Angeboten aufgeführt: "nue 1 x benutzt" o.ä. ....


unverständlichen Gruß
Braz

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Martin L. Beiwerk

Re: [oT] Re: Neuauflagen von Knizia

Beitragvon Martin L. Beiwerk » 24. August 2006, 11:41

Hi Braz,

interessant, hätte ich nicht gedacht. Nur:

1. Mit Porto sind wir schon bei 45 EUR, und

2. ich glaube kaum, dass jemand heute ein Eurogame mit "normaler" Ausstattung für den Preis kaufen würde. Ich jedenfalls nicht. Aber das ist natürlich Ansichtssache.

Gruß
Martin L. Beiwerk

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Marc Noelkenbockhoff
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Re: [oT] Re: Neuauflagen von Knizia

Beitragvon Marc Noelkenbockhoff » 24. August 2006, 11:45

Ich habe mir kürzlich auch bei EBAY ein noch verpacktes Euphrat und Tigris für 43 EURO (incl. Porto) ersteigert. Das ist doch nicht teuer, wenn man den Vergleich zieht, wenn ich mir das Spiel im Laden gekauft hätte. Es hat quasi, so gesehen, überhaupt keine Wertsteigerung gegeben.
Es ist eines der besten und erfolgreichsten Spiele überhaupt und gehört einfach in jede Sammlung.
Wenn ich mir überlege, wie viele Spiele ich mir neu für 25-30 EUR zugelegt habe, die ich mir besser nie gekauft hätte, dann relativiert sich der Preis. Außerdem sind Spiele mein Hobby, da darfs auch mal gerne etwas mehr kosten (natürlich alles im Rahmen des Vertretbaren)

Gruß

Marc (der noch gerne Carabande, Die Macher, Ra, Die Händler von Genua usw, usw, usw hätte)

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Flix

RE: [oT] Re: Neuauflagen von Knizia

Beitragvon Flix » 24. August 2006, 11:50


> ...nur das so am Rande nach der Bemerkung, dass da der Spaß
> aufhöre......ich meine....das Spiel hat schon immer so viel
> gekostet....gut halt nue, aber ioch bitte dich: Oft ist bei
> den gebrauchten Angeboten aufgeführt: "nue 1 x benutzt"
> o.ä. ....


Wenn für ihn da der Spaß aufhört, wird er halt keinen haben mit E&T - warum jammern?
Ein Premiumspiel mit hochwertigen und langlebigen Komponenten, das sollte man doch bitteschön nachgeworfen kriegen - ansonsten können die Preistreiber bei eBay (ergo = die Nachfrage) sehen wo sie bleiben...

Sorry, bin heute etwas sarkastisch.

Flix

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Braz
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Beiträge: 6431

Re: [oT] Re: Neuauflagen von Knizia

Beitragvon Braz » 24. August 2006, 12:17

Hi Martin,

Martin L. Beiwerk schrieb:

> 1. Mit Porto sind wir schon bei 45 EUR, und

aber auch hier: 45 € ist zwar für ein Spiel eine Menge Geld -da geben ich dir Recht- ABER 45€ hättest du dann wohl auch bei einem Onlineversender für ein neues Spiel gezahlt.

> 2. ich glaube kaum, dass jemand heute ein Eurogame mit
> "normaler" Ausstattung für den Preis kaufen würde. Ich
> jedenfalls nicht. Aber das ist natürlich Ansichtssache.

Die Frage bzw. das Thema hatte wir hier schon häufiger: Sollte der Preis rel. zur Ausstattung sein oder eher zum Spielspaß....
Kraß fomuliert: Lohnt sich der Preis eines "king Arthurs" mit anfangs 50€ (wegen der Elektronik im Spiel) mehr als z.B. 45 € für E&T, welches neben dem Spielplan und Karten "nur" Holzpöppel vorweisen kann.

Diese frage ist schwer zu beantworten und kann nur von jedem selber beantwortet werden. Ich sage: Mein E&T, welches ich noch neu abgrasen konnte hat sich auf jeden Fall gelohnt und war die Anschaffung wert, da ich es immer wieder und super gerne spiele. Von daher haben sich 45€ auf jeden Fall gelohnt, denn mein E&T sieht man auch die Jahre nahezu nicht an -> will sagen: Durch die Holzpöppel hat es auch einen zustand, der das Spiel über einen längeren Zeitraum noch gut ausschauen läßt.
Waren nun 50€ für King Arthur gerechtfertigt? k.A. Ich kann nur soviel dazu sagen: Ich fand und finde King Arthur nicht schlecht, kommt bei mir aber sehr sekten auf den Tisch und schon alleine deswegen hat sich bei mir die Kohle def. nicht rentiert.


Insgeamt also möchte ich für mich feststellen, dass:

Erstens: 45 € für ein Spiel inkl. Versand sind natürlich viel Geld, aber das Spiel bietet auch sehr viel Spielspaß (sonst würde es nciht schon ewige in der Liste der besten Spiele so weit vorne stehen). von daher relativieren sich wieder die 45€, denn wenn ich ebenso das Spiel gut finde und es daher oft auf den Tisch kommt, dann habe ich auch viel Spielspaß damit, der lang anhält -bei mir schon über mehrere Jahre. Von daher sind 45€ für ein E&T für mich wirklich angemessen.

Gruß
Braz

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Martin L. Beiwerk

RE: [oT] Re: Skandal!

Beitragvon Martin L. Beiwerk » 24. August 2006, 13:01

Ja, da hast Du recht. Außerdem finde ich 3% Mehrwertsteuererhöhung viel zu wenig. Für eine gute Sache kann man ruhig mal mehr bezahlen. Schließlich kommt uns das Geld ja allen wieder zugute. Warum jammern bloß alle jetzt schon... Und alle wollen Schnäppchen und niemand will mehr den regulären Preis bezahlen. Sauerei! Skandal! Freie Marktwirtschaft ohne Regulierung muss her! Ich zahle jetzt immer den vollen Preis, auch wenn es Rabatt gibt. Und online kaufe ich auch keine Spiele mehr, weil der Einzelhandel usw usw usw... ;-) *zwinker zwinker übertreib*

Gruß
Martin "Skandal" Beiwerk

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Michael Weber

Der eigentliche Punkt ...

Beitragvon Michael Weber » 24. August 2006, 13:06

Nun ja, der eigentliche Punkt ist, dass du nicht bereit bist, einen derzeit angemessenen und marktgerechten Preis zu bezahlen. Ob das jetzt richtig oder falsch ist, ist ja unerheblich. Ich zum Beispiel könnte gut ohne das Spiel leben, auch wenn es ganz sicher zu den sehr guten zu rechnen ist (wobei ich das verwandte Samurai besser finde, weil es einfach nicht so trocken ist).

Michael

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Roman Pelek

Re: [oT] Re: Neuauflagen von Knizia

Beitragvon Roman Pelek » 24. August 2006, 13:09

Hi Martin,

Martin L. Beiwerk schrieb:

> 2. ich glaube kaum, dass jemand heute ein Eurogame mit
> "normaler" Ausstattung für den Preis kaufen würde. Ich
> jedenfalls nicht. Aber das ist natürlich Ansichtssache.

Nun, wenn's einen breiten Markt gäbe, würde sich das Spiel auch sicherlich auf selbigem breitmachen, sprich: es wäre - immer noch oder wieder - im Handel. Aber 40 Euro finde auch ich für E&T nicht unangemessen - von der Ausstattung her und erst recht hinsichtlich des gebotenen Spielspaßes.

Wenn ich mal in Betracht ziehe, wieviele unausgereifte Spielegurken für 20-30 Euro ich seit E&T gekauft habe, habe ich da ein Vielfaches mehr an Penunzen in den Sand gesetzt als mit den damals 79 DM für eines der besten freakspezifischen Knizias.

Ich persönlich gehöre allerdings auch eher zu den Leuten, die daran herumnörgeln, dass zu viele Spiele ziemlich unausgereift sind, als zu denen, die sich über hohe Preise für wirklich gute Spiele echauffieren. Leider lässt es der Markt wohl eher zu, für groben Unfug weniger Geld zu verlangen als für Qualität mehr. Dass aber selbst unter Spielefreaks diese Schnäppchenbesessenheit so spürbar durchschlägt, wundert mich manchmal ein bissl.

Für mich persönlich gibt es zumindest etliche Spiele in meinen Regalen, bei denen ich im Nachhinein sagen würde: okay, ich leg' nochmal 5, meinetwegen 10 Euro drauf, und dafür wird das Ding bitteschön nochmal redaktionell ordentlich überarbeitet. Weil ich als Konsument nicht an jeder Spielemacke selbst rumfrickeln möchte, andererseits aber viele im Ansatz gute Spielideen lediglich deshalb ungespielt vor sich hinvegetieren, weil der letzte Schliff fehlt.

Ciao,
Roman

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Thomas O.

Re: [oT] Re: Neuauflagen von Knizia

Beitragvon Thomas O. » 24. August 2006, 13:15

Roman Pelek schrieb:
>
> Hi Martin,
>
> Wenn ich mal in Betracht ziehe, wieviele unausgereifte
> Spielegurken für 20-30 Euro ich seit E&T gekauft habe,

> Für mich persönlich gibt es zumindest etliche Spiele in
> meinen Regalen, bei denen ich im Nachhinein sagen würde:
> okay, ich leg' nochmal 5, meinetwegen 10 Euro drauf, und
> dafür wird das Ding bitteschön nochmal redaktionell
> ordentlich überarbeitet. Weil ich als Konsument nicht an
> jeder Spielemacke selbst rumfrickeln möchte, andererseits
> aber viele im Ansatz gute Spielideen lediglich deshalb
> ungespielt vor sich hinvegetieren, weil der letzte Schliff
> fehlt.

Hallo Roman,

nur der Neugierde halber: Kannst bzw. möchtest du ein aktuelles Beispiel für ein solches Spiel nennen?

Gruß Thomas

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Braz
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Beiträge: 6431

Re: [oT] Re: Neuauflagen von Knizia

Beitragvon Braz » 24. August 2006, 13:31

Thomas O. schrieb:

> Hallo Roman,
>
> nur der Neugierde halber: Kannst bzw. möchtest du ein
> aktuelles Beispiel für ein solches Spiel nennen?

Ich möchte Roman nicht vorweg greifen, aber ich denke das z.B. ein solcher Kandidat evtl. das Byzantium sein könnte....


Gruß
Braz

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Michael Andersch

E&T und Samurai

Beitragvon Michael Andersch » 24. August 2006, 13:32

"Michael Weber" hat am 24.08.2006 geschrieben:
> (wobei ich das verwandte Samurai besser finde,
> weil es einfach nicht so trocken ist).

"Das verwandte Samurai"????
Falls Du damit Samurai von Knizia und ebenfalls von HiG meinst: Diese beiden Spiele kann man m.E. nicht im Ansatz als "verwandt" bezeichnen.
Wieso siehst Du das so?

Micha

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Maddin

Trost hinsichtlich RA

Beitragvon Maddin » 24. August 2006, 13:45

Martin L. Beiwerk schrieb:
>
> Hallo Leute...

Hallo Martin!

> Jedanfalls könnte man die Spiele ja in den USA bestellen,
> wenn's nich so teuer wäre. Außerdem traue ich der
> amerikanischen Qualität nicht mehr so richtig über den Weg,
> nach der Robo Rally-Pleite mit der Neuauflage. Ich fand die
> Qualität des Materials zum heulen (oder lachen).

Null Problemo, das Material zumindest vom UBERPLAY - RA ist hervorragend, defacto sogar noch besser als das alea-Original (Sorry an die Puristen, aber es stimmt einfach). Die Plättchen sind dicker und stabiler und außerdem ist auf den Kärtchen eine Kennzeichnung, welche nach jedem Zeitalter entfernt werden müssen bzw. liegen bleiben dürfen. Eine große Hilfe - also KAUFEN!!!

Liebe Grüße,
Maddin = : - )
(zum Preis siehe oben irgendwo, also auch kein Hinderungsgrund)

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Roman Pelek

Re: [oT] Re: Neuauflagen von Knizia

Beitragvon Roman Pelek » 24. August 2006, 13:50

Hi Thomas,

Thomas O. schrieb:

> nur der Neugierde halber: Kannst bzw. möchtest du ein
> aktuelles Beispiel für ein solches Spiel nennen?

Hm, jetzt einzelne Spiele herauszugreifen an den Pranger zu stellen, ist natürlich nicht unbedingt fair. Aber ich nehme mal exemplarisch, weil von mir bereits (in einer spielbox-Rezi) ausführlich begründet und halbwegs aktuell z. B. "Ins Innere Afrikas".

Nichtsdestotrotz geht es mir recht oft so, wenn ich mich eingehend mit eher freakorientierten (anfangs durchaus hoch gehandelten) Spielen intensiver beschäftige, dass jenseits des guten ersten Eindrucks gewisse Probleme, z. B. in der Spielbalance oder der für das Gebotene zu langen Spieldauer/zu überfrachteten Regeln, auftauchen.

M. E. sind wirklich gute, komplexe Spiele, die sich über viele Jahre in der Spielergunst (wenn schon nicht am Markt ;-) ) halten können, rar. Dafür gibt es relativ viele, die man nach ein paar Partien beiseite legt und trotz sehr schöner Ideen nicht mehr hervorholt, weil theoretisch behebbare Detailprobleme den Gesamteindruck trüben.

Ciao,
Roman

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Dieter Niehoff

Re: Neuauflagen von Knizia

Beitragvon Dieter Niehoff » 24. August 2006, 14:35

In der Messevorschau sind mehrere Knizia-Spiele als Neuhieten erwähnt. Sind das wirklich alles neue Spiele, oder auch manche Neuauflagen?

Dieter Niehoff

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Michael Weber

Re: E&T und Samurai

Beitragvon Michael Weber » 24. August 2006, 15:01

Die Wertung ist verwandt. Der Weg dorthin natürlich etwas anders. Ich finde Samurai stimmiger und würde es eigentlich jederzeit vorziehen.

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Heiko Kauffmann

Re: Der eigentliche Punkt ...

Beitragvon Heiko Kauffmann » 24. August 2006, 15:22

Hallo Michael!

Jetzt möchte ich aber doch gern mal wissen, was du in diesem Zusammenhang als "trocken" bezeichnest.

Meines Erachtens tritt dem "trockenen" bei Euphrat & Tigris einiges entgegen:

Z. B.
- die reichlich vorhandene Interaktivität
- ständig wechselndes Spielgeschehen und Spielplan(ung) innerhalb einer Partie
- die wunderschöne und sehr atmosphärische Gestaltung
- das geförderte Mitfiebern, ob die eigenen Planungen den auch so klappen und was die lieben Mitspieler so veranstalten...

Also für mich ein höchst "untrockenes" Spiel. Wobei ich mich auch etwas schwer tu' bei der Definition von "trocken" bei Spielen.

Verwandt finde ich E&T und Samurai auch nur in geringem Maße. Zu nennen wäre hier z. B. die ähnliche Wertung.

Gruß Heiko (für den das auch sehr gute Samurai das "trockenere" Spiel ist, weil sich wahrscheinlich das Spielgeschehen nicht so dynamisch ändert)

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Michael Andersch

RE: E&T und Samurai

Beitragvon Michael Andersch » 24. August 2006, 15:38

"Michael Weber" hat am 24.08.2006 geschrieben:
> Die Wertung ist verwandt.

Stimmt.

> Der Weg dorthin natürlich etwas anders.

Stimmt. Da der Weg dorthin mich aber intensiver beschäftigt als die Wertung am Ende würde ich persönlich allerdings dennoch von keiner Verwandtschaft sprechen - das Spielgefühl ist einfach zu unterschiedlich.

> Ich finde Samurai stimmiger und würde es eigentlich
> jederzeit vorziehen.

Ich auch. E&T konnte ich noch nie besonders viel abgewinnen (Glücksanteil beim Plättchen ziehen, staubtrockenes Spielgefühl), wogegen ich Samurai richtig gut finde.

Micha

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Heiko Kauffmann

RE: E&T und Samurai

Beitragvon Heiko Kauffmann » 24. August 2006, 16:00

Hallo Micheal!

Jetzt fängst du auch noch, wie dein Namenskollege, mit der "Trockenheit" des E&T an. Gerade das Spielgefühl finde ich alles andere als staubtrocken. (siehe dazu auch mein Beitrag zu Herrn Weber)

Wen es dir irgendwie möglich ist, dich noch etwas näher dazu zu äußern, wäre ich dir sehr dankbar. Gerade weil ich so völlig anderer Meinung bin und ich finde das dieses Trockenheitsthema ein nicht gänzlich subjektives ist.

Gruß Heiko (der sich gerade fragt was das Gegenteil eines "trockenen" Spieles ist, hmmm, vielleicht ein lebendiges?)

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Michael Andersch

RE: E&T und Samurai

Beitragvon Michael Andersch » 24. August 2006, 16:32

Hallo Heiko,

> (siehe dazu auch mein Beitrag zu Herrn Weber)

Habe ich gelesen, und in 2,5 von 4 Punkten stimme ich Dir zu (Interaktivität + Gestaltung + z.T. wechselndes Spielgeschehen).

Nicht so ganz Deiner Meinung bin ich beim Spielgeschehen. Ich hatte oft den Eindruck, dass ein Spieler, wenn er mal unten ist, die Füße nicht mehr auf den Boden bekommt. Umgekehrt habe ich den Eindruck, dass ein Spieler, der mal eine gewisse Stärke aufgebaut hat, kaum mehr zu Fall zu bringen ist.

Überhaupt nicht Deiner Meinung bin ich beim Punkt "Mitfiebern", denn ich halte den Glücksanteil für immens und eigene, langfristige Planungen für kaum machbar.


> Wen es dir irgendwie möglich ist, dich noch etwas näher
> dazu zu äußern, wäre ich dir sehr dankbar. Gerade weil ich
> so völlig anderer Meinung bin und ich finde das dieses
> Trockenheitsthema ein nicht gänzlich subjektives ist.

OK, ich streiche "trocken" und ersetze es vielleicht besser durch "anstrengend" und "nicht befriedigend". Man muss jede Menge überlegen, um das Nachziehglück zu überlisten, ist letzterem aber dennoch stark ausgeliefert.

In folgendem Thread habe ich auch etwas dazu geschrieben, weswegen ich E&T nicht besonders mag:
http://www.spielbox.de/phorum4/read.php4?f=1&i=125186&t=125109

>
> Gruß Heiko (der sich gerade fragt was das Gegenteil eines
> "trockenen" Spieles ist, hmmm, vielleicht ein lebendiges?)

Ja, das halte ich in diesem Fall für ein passendes Gegenteil!

Viele Grüße,
Micha

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Re: Der eigentliche Punkt ...

Beitragvon Braz » 24. August 2006, 16:57

Heiko Kauffmann schrieb:
> Meines Erachtens tritt dem "trockenen" bei Euphrat & Tigris
> einiges entgegen:
>
> Z. B.
> - die reichlich vorhandene Interaktivität
> - ständig wechselndes Spielgeschehen und Spielplan(ung)
> innerhalb einer Partie
> - die wunderschöne und sehr atmosphärische Gestaltung
> - das geförderte Mitfiebern, ob die eigenen Planungen den
> auch so klappen und was die lieben Mitspieler so
> veranstalten...
>
> Also für mich ein höchst "untrockenes" Spiel.

Dem kann ich eigentlich nur vollstens zustimmen!



> Verwandt finde ich E&T und Samurai auch nur in geringem Maße.
> Zu nennen wäre hier z. B. die ähnliche Wertung.


Auch da wieder: Vollste Zustimmung. Verwandt empfinde ich beide Spiele noch nicht einmal im Ansatz.


zum Thema "glücksabhängig" möchte ich noch sagen: Das empfinde ich nicht so stark. Sicherlich ist Glück mit von der Partie, aber man kann schließlich seine Gewinnstrategie so "breit" aufbauen, damit dieser Effekt relativiert wird.


Gruß
Braz


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