Beitragvon frank » 24. September 2006, 02:01
> Das scheint wieder ein Versuch zu sein, ein Produkt durch
> Schlagwörter oder eben Themen medienwirksam aufzuwerten.
> Wenn etwas nicht gelungen ist, packe "Sex" dazu und es wird
> sich besser verkaufen.
> Ich denke "Terror" spielt da eine ähnliche Rolle.
das hat schone eine gewisse ironie, daß ausgerechnet du auf diese schlagworte reinfällst, obwohl du exakt diese schlagwortverwendung kritisierst :LOL: wie kann man eine sache beurteilen, ohne diese auch nur ansatzweise zu kennen, denn laut eigener aussage hast du dir das ganze ja nicht mal durchgelesen und möchtest dieses auch gar nicht tun :eek: vielleicht solltest du es dir tatsächlich mal durchlesen, bevor du hier mehr oder weniger großen unsinn verzapfst ? es ist dein gutes recht, dieses spiel aus weltanschaulichen gründen (oder aus welchen gründen auch immer) zu ignorieren, ohne dir nähere infos zu besorgen, aber dann schweige er stille und behalte bitte auch seinen abstrusen und unfundierten äußerungen dazu gefälligst für sich ganz persönlich.
> Wäre das Thema "Terror" in den Medien tabu, wäre das tragisch.
> Aber was bitte hat das ganze bei "Spielen" zu tun?!
viele spiele haben ein mehr oder weniger ausgeprägtes historisches thema zu bieten, auch wenn sich dieses spiel sich ganz gewiß schon fast schmerzhaft nah in der realzeit bewegt. es stellt sich aber die frage, ob das wirklich so anders wäre, wenn exakt dieses spiel ein aufgesetztes thema á la "ränkeschmiede im italien der renaissance" oder "kolonisierung eines mittelamerikanischen landes" hätte. machen es "braune kolonisten" wirklich so viel leichter ein spiel zu genießen, statt diese als das zu bezeichnen, was gemeint wirklich ist, nämlich aus afrika importierte sklaven ? sind durchgeknallte moslem-terroristen und wildgewordene bush-krieger/ölimperialisten wirklich so viel schlimmer als römische adlige/caesaren (die wagenrennen und blutige kämpfe zur belustigung und stimmungsberuhigung des volkes veranstalten...), italienische renaissance-fürsten und europäische kolomialherreen ? wohl kaum, außer daß das zeitlich weiter weg ist und es deshalb vielleicht diffus erträglicher macht, oder ? :wink:
> Ich kann gut darauf verzichten - ohne das Spiel gesehen zu
> haben
s.o., au weia...
>reiht es sich in die Reihe derer Spiele ein, die durch
> ein Thema leben wollen.
> Meistens finde ich diese spielerisch dann doch eher mau
> (Fiese Freunde, Chez Goth usw.).
nun, das sehe ich anders, auch wenn das meiner ganz persönlichen und nach genuß von brettspielen im eher vierstelligen bereich mutmaßlich nicht komplett unfundierten meinung entspricht.
in ihrer breiten masse funktionieren brettspiele mit abstrakter, mehr oder weniger friedlicher und vor allen dingen aufgesetzter thematik besser, als spiele, die von einem bestimmten thema her entwickelt werden. im idealfall aber, wenn zum gewählten themenansatz gute und manchmal auch neue mechnismen hinzukommen, schlagen die ihre abstrakten brüder mit komplett aufgesetzter thematik dafür um längen und haben oft auch eine höhere halbwertzeit. problem ist, daß diese quadratur des kreises leider selten gelingt. der themenansatz ist halt schwieriger und führt meist zu (für die spielermasse) zu komplexen spielen. es gehört aber imho schon das gefühl einer wirklich "dicken spielerfahrung" dazu, um ein spiel zum wirklich überragenden dauerbrenner über jahrzehnte zu machen. ich bin mir nicht wirklich sicher, ob ich in 50 jahren (wenn ich dann noch leben sollte...) noch lust hätte, thurn & taxis, niagara, zug um zug oder alhambra zu spielen, aber ich bin mir relativ sicher, daß ich (trotz oder gerade wegen altzheimer :grin: ) dann noch lust auf civilization, dune, 1830, twilight imperium oder game of thrones haben werde, auch wenn gerade die letztgenannten als hybriden bezeichnet werden dürfen und es deshalb vielleicht sogar noch besser treffen.
> Dass ein Veranstalter ein "heikles Thema" nicht verantworten
> will kann ich ebenso nachvollziehen.
nachvollziehen kann ich das auch, was es aber nicht richtiger macht. diese verbanung war völlig daneben und letztendlich (nach meiner bescheidenen meinung...) nichts anderes, als ein feiges schwanzeinkneifen vor (potentieller) negativ-publicity.
frank (das einzig echt böse und gemeine original, das eigentlich schon vor längerem beschlossen hatte, sich hier nicht mehr zu äußern, weil es ihm irgendwie zu spießig wurde, das aber, bei so viel unsinn, dann doch nicht mehr die klappe hat halten können :razz: )