Beitragvon Ralf Rechmann » 10. Oktober 2006, 18:38
Christian Weiss schrieb:
>
> Die Fortschrittskarten (oder heißen sie Zivilisationskarten?)
> bestimmen den Glücksfaktor im Spiel. Dumm nur, wenn jemand
> eine gute Karte zieht und sie dann gegen mich anwendet ohne
> dass ich mich dagegen wehren kann.
Genau diesen Glücksfaktor bemängelte letzten auch einer meiner Mitspieler: Ohne Fortschrittskarten hat man das Spiel direkt verloren, da man in den Kämpfen und beim Fortschritt genau ausrechenbar ist. Also muss man notgedrungen Fortschrittskarten ziehen, um immer Karten auf der Hand zu haben und dann das Beste aus seinem Nachziehglück machen zu können.
Da die Karten aber extreme Vorteile geben (+1 neuer Bevölkerungsstein bei Gesundheitswesen / +1 Bewegung bei Transport / +1 freie Angriffaktion bei Feldheer / +2 Verteidigungsstärke bei Befestigung), sind die eigentlich alle gut. Das Problem beginnt da, wenn der Gegner die Karten hat, die er gerade gebrauchen kann, während man selbst auf Karten sitzt, die einem in der aktuellen Spielsituation recht wenig nützen. Alternativ muss man seine Spielstrategie vollkommen auf die nachgezogenen Karten umstellen, aber dann wird man eher vom Spiel gespielt... auch recht unbefriedigend!
Mein Tempus-Fazit: Die Fortschrittskarten sind in dem Spiel zu dominant. Trotzdem macht mir zumindest das Spiel weiterhin viel Spass, wenn man um das Glückselement weiss und es auch in Kauf nehmen kann.