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Essen 2. Tag

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Patrick JI

Essen 2. Tag

Beitragvon Patrick JI » 20. Oktober 2006, 21:36

Hier meinen ersten Eindrücke von Neuheiten: Vorab : Alle folgenden Spiele
sind zumindest guter Durchschnitt; meine Eindrücke berücksichtigen, dass ich mittlerweile relativ viele Spiele schon kenne.

- Kabale und Hiebe: verschiedene Charakterkarten untereinander legen, Punkte sammel, um Zielkarten zu erringen. Mir hat es nicht so gut gefallen; Grafik mittelmässig, vom ersten Eindruck her unübersichtlich und tw zufällig; nach Fairplay Scout gibt es jedoch auch sehr gute erste Eindrücke

- Säulen von Venedig: Pfähle setzen, darauf bauen und Spielsteine einsetzen und profitieren , wenn die eigenen Spielstene von den Mitspieler überbauen. Gelungenes Familienspiel, wenn auch kein top hit; bei uns wurden häufig die gleichen Karten gespielt; macht beim 2. Mal vielleicht noch deutlich mehr Spass, nachdem man nun weiss, worauf es ankommt

- Salamanca: Familienspiel, Gebäude einsetzen, Landschaften anlegen, rechtzeitig werten und einiges mehr; ganz gut, aber nicht mehr; wer Vergleichbares kennt, dürfte ebenfalls nicht in Überschwang verfallen

- Anazi: Familienspiel, Durchschnitt, schöner Mechanismus ist das Verlegen von Leitern, um zu den Schätzen zu gelangen; bestimmtes Punktsystem sorgt für die Taktik

- Maestro Leonardo: Hierzu gibt es ja bereits die ersten Besprechungen- klasse Spiel - Kaufempfehlung

- Gloria Mundi: schwierig nach einer Partie zu zweit einzuschätzen; sehr gelungen ist mE der Gote, der, wenn von einem Spieler gewollt, alle Spiele spürbar schädigen aber dennoch geschickt zum besonderen Nachteil der Mitspieler eingestzt werden kann, schön auch, dass man immer was bekommt und die Grundkarten aufwerten kann und und und - würde ich gerne nochmal spielen

- Shogun: Wallenstein kannte ich bislang nicht; neu ist wohl, dass der Startspieler geheim versteigert wird und vor allem der Spielplan soll für mehr Mehrheitenkämpfe führen, klasse in der richtigen Runde, schlecht mit Grüblern; jeder legt verdeckt Karten, um in seiner Region ggf, was auszuführen, zB Gold und Salz zu bekommen, Armeen einsetzen,kämpfen, Gebäude kaufen; dann werden die Möglichkeiten Schritt für Schritt abgearbeitet, sehr gelungen ist der Turm, in den die Armeen geworfen werden, am Ende ist entscheidend, wer von welchen Gebäuden in der jeweiligen Region die Mehrheit hat

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Attila
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Re: Essen 2. Tag

Beitragvon Attila » 20. Oktober 2006, 22:06

Hiho,

Gespielt (gestern oder heute) und kurz bewertet

- Kabele & Hiebe - Würg. Ziemlich unter durchschnittlich. Verkaufen!!!
- Taluva - konnte durchaus überzeugen. Gutes Spiel!
- On the Underground - hat sehr gut gefallen!
- The World Cup Game - hat auch sehr gut gefallen!
- Fiji - ist durchaus interessant.
- Die Kutschfahrt zur Teufelsburg - ist auch ein gutes Spielchen!
- Im Bann der Pyramide - mit Kindern ok, aber ansonsten???
- Factory Fun - hoffnungslos verloren, hat aber sehr gut gefallen!
- Das Geheimnis von Mont Saint Michel - taugt so absolut nichts, schade.
- Gangster. Die Bosse von Chicago - die Patronen haben keine Treibladung mehr, weil sich sonst vor langeweile jemand noch selber erschiesst?
- Fragile - Multiplayer Sokoban mit kniffen - genichtmal so verkehrt, überzeugen konnte es aber nicht so richtig.
- Justinian - erinnert mich an Schrille Stille, nur noch langweiliger. Durchgefallen.
- Gheos - interessant und durchweg gut.
- Silk Road - interessante Mechanismen, funktionieren im ganzen leider nicht. Schade, hätte potential, taugt so aber herlich wenig.

Was ich sowieso gekauft habe oder schon kenne weil vorher schon gespielt, oder was ich mir nur erklären lassen hab, zählt natürlich nicht.

Atti

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Thomas

Essen Bergfest - meine Eindrücke

Beitragvon Thomas » 20. Oktober 2006, 22:59

nach der Habzeit und mit der Einschränkung, dass ich vieles nur angespielt habe, hier meine ersten Eindrücke:

Hermador - sehr schönes Spiel, netter Mechanismus zur Verteilung der Waren, nicht verpassen! (Mein Tipp)

Spacedealer - klasse Mechanismus, bei dem alle gleichzeitig spielen, aber ohne Hektik (Mein Tipp)

Taluva - nettes, lockeres Spiel, erinnert entfernt an Carcassonne (man zieht ein verdecktes Plättchen, baut es irgendwo an und stellt dann eigene Figuren auf - anders als bei CC - irgendein Plättchen. Ziel ist es, als erster zwei der drei Spielsteinsorten loszuwerden. Für alle drei Spielsteinsorten gibt es andere Bauregeln, man baut die Plättchen in die Höhe (meistens drei Ebenen, manchmal auch mehr). In der ersten Partie merkt man erst langsam, wie man anderen was verbauen kann und selber sich die Position stärken kann.

Factory Fun - nettes Planen-Bauen-Umbauen-Spiel, nur der hektische "Erster!"-Verteilmechanismus der Fabrikelemente fühlt sich für mich nicht so passend an. Das Planen, Bauen, Umbauen wird wohl nicht jedem liegen (es soll da ja ein Geschlecht geben, dem man - ob zu Recht oder nicht - nachsagt, dass solch ein Mechanismus nicht geeignet ist)

Die Säulen von Venedig - nettes Bauspiel, bei dem man zuerst die Säulen und dann die Stadteile passend auf die Säulen bauen muss. Schade nur, dass die Aktionen der Handkarten sehr unterschiedlich stark scheinen und gerade die Handkartenauswahl durch die Mitspieler unplanbar gemischt wird.

Die Säulen der Erde - ein weiteres Rohstoffe-durch-Baumeister-zu-Siegpunkte-verarbeiten-Spiel, wenn man solcher Spiele nicht überdrüssig ist, aber sehr schön

On the Underround - U-Bahn-Linien bauen, so dass der (einzige) Passagier möglichst oft die eigene Linie benutzen wird. Wer noch nicht genug Eisenbahn/Bus/Metro-Spiele hat, kann damit glücklich werden. Ragt aber aus der Kategorie nicht besonders hervor. (Und an sollte nicht zu viele Grübler am Tisch sitzen haben)

Fiji - verwirrend viele "Wenn dann, aber dann doch nicht" und "jetzt ändert sich alles"-Bietspiel, dass sich erstmal nett anhört, dann aber doch sehr zufällig und unplanbar auf mich wirkte. (Da man drei Biet/Tauschrunden hat, bei dem das Gebot sich immer auf vier Aktionen auswirkt, aber man die Aktionen der nächsten Runden noch nicht kennt, ist wenig planbar, gerade wenn die Wertungsbedingungen sich gänzlich ändern können.) Mischung aus Biet- und Ärgerspiel. Hat mir nicht zugesagt.

Maestro Leonardo. Ganz nettes "Rohstoffe" zu "Erfindungen" verarbeiten und dafür Geld kassieren Spiel, bei dem man um verschiedene Felder (Waren nehmen, Aktionen) streiten muss. War so ganz nett, aber die richtige Stimmung wollte auf dem Messe-Probespiel nicht aufkommen. Irgendwie war oftmals der nackte Mechanismus im Vordergrund.

Gloria Mundi - es gibt drei Kartenarten: grün, gelb, weiss. Wenn man selber eine grüne Karte spielt, können alle Spieler ihre grünen Karten nutzen. Netter Mechanismus, der aber auch schnell dazu führen kann, dass jemand mit wesentlich weniger grünen Karten das gegen die anderen nicht mehr aufholen kann.

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Ina-spielbox
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Re: Essen Bergfest - meine Eindrücke

Beitragvon Ina-spielbox » 20. Oktober 2006, 23:51

Hallöchen,

nicht zu vergessen:

Ysphanan: super gutes Spiel, das zügig gespielt werden kann. Eine Handvoll Würfel legt die Zugmöglichkeiten fest: Kamele oder Gold nehmen (damit kann man Häuser auf eigenem Tableau bauen, die einem Vorteile bringen) oder Häuser in vier verschiedene Stadtteile setzen. Statt dessen kann man auch Aktionskarten nehmen oder mit dem Aufseher Häuser der anderen wieder einreißen. Wirklich sehr gut.

Die unbezwingbare Stadt: Monopoly-Effekt, wer viel hat, bekommt noch mehr, konnte nicht überzeugen.

Tavern: Zwei Spieler haben je eine Kneipe und müssen die Gäste mit Trinkbarem versorgen. Die Gäste werden versteigert, je mehr man bietet, desto weniger Nachzugmöglichkeiten für Getränke hat man. Vorsicht, wenn jemand volltrunken ist. In der Nacht kommen andere Gäste, unter anderem ein Drache, der ggf. die Gäste verspeist. Ob ein Gast Durst hat oder nicht, bestimmt ein Würfel und wenn er Durst hat und nichts bekommt, verläßt er nach dem zweiten Mal die Kneipe. Macht einen spannenden Eindruck.

Experiment: Man zieht Auftragskarten und muss dafür Zutaten sammeln. Ein schönes Spiel, aber mit 17,50€ ein wenig teuer geraten.

Ausgerechnet Upsala: Nachdem man bei Ausgerechnet Buxtehude seine Geographiekenntnisse der neuen Bundesländer verbessern konnte, kann man sich jetzt in Europa austoben. Spannend sind auch die Sehenswürdigkeiten.

Drachenjäger von Zavandor: Drachen werden durch Schwerter besiegt und von Netzen gefangen. Je nachdem wie hoch die Zahl auf der eingesetzten Karte ist, kann man zu früh oder zu spät sein. Netter Mechanismus.

Genesis (Face to Face) Ein Legespiel um Mehrheiten, das durchaus ein nettes Familienspielt ist. 30€ sind allerdings ein bisschen viel für das Material und die Idee.

Factory Fun: Man baut eine Fabrik aus verschiedenen Maschinen. Ein paar Ausgangsprodukte hat man zu Anfang, später kann man die entstehenden Produkte benutzen, um weiter Maschinen zu füttern, das gibt am Schluß Extrapunkte. Ein nettes Spiel, allerdings nicht ganz ausgewogen. Und wie schon oben von jemandem geschrieben: Das hektische Auswählen der Maschinen ist seltsam.

Mr. Jack (Hurrican): Ein Deduktionsspiel für zwei Personen der feinsten Sorte: Ein Inspektor muss versuchen Jack the Ripper zu finden. Absolute Empfehlung.

Spacedealer: Absolut neuer Mechanismus: Das Spiel dauert genau eine halbe Stunde. In dieser Zeit hat man zwei Sanduhren, die jeweils eine Minute laufen (so lange dauert immer die jeweilige Aktion, die man durchführt), d. h. man kann maximal 60 Aktionen durchführen, wenn man perfekt plant. Sinnvoll ist es, auch die anderen im Auge zu behalten. Man produziert in seiner eigenen Fabrik Waren, die man auf andere Planeten bringen muss. Bauen, produzieren, fliegen etc. dauert immer eine Minute.

Graenaland (Czeck Boardgaming): schon ausverkauft. Nur angespielt, macht aber einen guten Eindruck, wie schon im Forum beschrieben.

Spielerische Grüße

Ina

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Stastny

Re: Essen Bergfest - meine Eindrücke

Beitragvon Stastny » 21. Oktober 2006, 10:56

Zurück aus Essen, meine Eindrücke:

Geheimnis von Mont Saint Michel:
Noch zu unausgereift (siehe Beitrag im entsprechenden Ordner)

Säulen der Erde:
Erinnert stark an Puerto Rico, aber durchaus interessant

Säulen von Venedig:
Langweilig (wer mal füht, gewinnt auch, Start-Ziel-Sieg)

Kannibohne:
Eigenständiges 2er-Spiel, ähnlich wie Al Cabohne, aber einiges besser

Ja, Herr und Meister:
In grossen Gruppen sicher der Brüller, zu viert nicht so der Bringer

Greentown:
Nur zu zweit gespielt, denke vor allem in Vollbesetzung recht interessant

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VolkerN.

Re: Säulen von Venedig - langweilig ??

Beitragvon VolkerN. » 21. Oktober 2006, 11:09

Moin "Stastny" ( ? ),

Einspruch bei "Säulen von Venedig":
Ist in unserer Dreierrunde sehr gut angekommen; war spannend und kurzweilig,
ging immer eng zu und endete knapp.
Vielleicht meintest Du ein anderes Spiel ?? :)

Grüße

VolkerN. ( Neu-Besitzer dieses Spiels seit gestern )

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Stastny

Re: Säulen von Venedig - langweilig ??

Beitragvon Stastny » 21. Oktober 2006, 11:14

Nein nein, ich meinte schon Venedig: Hatte den Stein von Anfang an auf der Gondel, und keiner hat ihn mir weggenommen, weil alle lieber bauten...War ab der ersten Runde in Führung und hatte am Schluss doppelt soviele Punkte wie der 2-platzierte...aber man sollte einem Spiel immer mindestens 2 Chancen geben, und das werde ich auch tun...vielleicht gefällt's dann besser...

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Muadh

Re: Essen 2. Tag

Beitragvon Muadh » 21. Oktober 2006, 11:17

Hallo Attila,

gerade Silkroad hätte mich von der Beschreibung sehr interessiert. Kannst Du daher mal ein wenig ausführlicher etwas schreiben?
Viele Grüße aus Berlin,
Muadh

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freak
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Re: Essen Bergfest - meine Eindrücke

Beitragvon freak » 21. Oktober 2006, 11:35

Kleine Ergänzung zu Gloria Mundi:

Da jeder die gleichen Karten auf der Hand hält, liegt da meines Erachtens genau der Reiz darin, geschickt eine der Farben zu aktivieren oder den Gothen loslegen zu lassen.

In deinem Fall muss derjenige, der keine grünen Karten hat und der Gote eine grüne Karte als "Opfer" haben will, auch keie zahlen, aber bei dem nächsten Spieler wird dann was eingerissen.

Von meiner Seite jedenfalls ein echter Tipp, wer "Ärger"-Spiele mag.

Viele Grüße
freak

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Ralf Arnemann
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Re: Essen 2. Tag

Beitragvon Ralf Arnemann » 21. Oktober 2006, 12:44

Da fehlt noch "Perikles" von Warfrog - das einzige Spiel, das ich mir dieses Jahr blind gekauft habe (18xx-Varianten zähle ich hier nicht).

Wobei ich mir die Eggert-Spiele und Shogun bewußt (fast) nicht angeschaut habe, weil man die auch nach Essen noch in Ruhe kaufen kann - da hatte ich einfach zu wenig Zeit.

Völlig ratlos läßt micht der Hype um Khronos. Die im Internet runterladbaren Regeln klingen gut, das Spiel macht auch einen ansprechenden Eindruck - aber beides doch nicht so, daß ich mir die vielen Leute erklären könnte, die dafür völlig unbesehen 45 Euro auf den Tisch legen.

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Ralf Partenheimer
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RE: Essen 2. Tag

Beitragvon Ralf Partenheimer » 21. Oktober 2006, 13:39


>
> - Kabale und Hiebe: verschiedene Charakterkarten
> untereinander legen, Punkte sammel, um Zielkarten zu
> erringen. Mir hat es nicht so gut gefallen; Grafik
> mittelmässig, vom ersten Eindruck her unübersichtlich und
> tw zufällig; nach Fairplay Scout gibt es jedoch auch sehr
> gute erste Eindrücke
>

Also ich fand Kabale&Hiebe ganz gelungen. Klar, ist kein Strategiehammer und der Glücksfaktor ist nicht unerheblich, aber das ist bei der angenehm kurzen Spieldauer (30-45 Min.) meiner Meinung nach ok. Und mir hat's einfach Spaß gemacht.

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Attila
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Re: Essen 2. Tag

Beitragvon Attila » 21. Oktober 2006, 17:31

Hiho,

Naja, die Spieler "Wandern" gemeinsam die Seidenstrasse entlang und an jedem Haltepunkt gibt es Aktionen die man ausführt - und zwar eine weniger als Mitspieler am Spiel teilnehmen - ein Spieler geht also jede Runde leer aus. Die Aktionen drehen sich um bunte Würfel, welche man in der ersten Hälfe erwerben und ertauscht und in der zweiten Hälfte dann in Geld umwandelt (was gleichzeitig siegpunkte ergibt). Es gibt hier nicht nur einen Weg, sondern es gibt immer wieder abzeigungen (links/rechts), von denen eine gewählt wird. - Das tut der Startspieler der Runde, welcher mittels Gebot (einmalig) ermittelt wird. Der bestimmt wo es lang geht und macht auch gleich seine Aktion. Dann bestimmt er einen beliebigen anderen Spieler, der eine Aktion macht, etc - so lange bis halt der letzte Spieler in die Röhre schaut und nix macht. Der wird dann der neue "Startspielerversteigerer". Pi mal Daumen geht es 10 mal so, und am Schluss wird die Kohle gezählt. (incl. ein paar Bonis für übrig gebliebene Wahren)

Das ist im Grunde alles.

Klappt in meinen Augen nicht besonders toll.

Atti

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Attila
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Re: Essen 2. Tag

Beitragvon Attila » 21. Oktober 2006, 17:35

Ralf Arnemann schrieb:

> mir die vielen Leute erklären könnte, die dafür völlig
> unbesehen 45 Euro auf den Tisch legen.

Äh? - Also als ich da war sollte es 40 kosten, und mit dem Mann kann man ziemlich gut handeln.

Und wer 18xx unbesehen kauft, den können doch 40 Euro für ein Spiel mit entsprechendem Material (die Kiste ist ja nicht gerade leer ) nicht schocken.

Atti

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Ralf Rechmann

Re: Säulen von Venedig - langweilig ??

Beitragvon Ralf Rechmann » 21. Oktober 2006, 21:01

Hallo,

kurz vor Messeschluss habe ich in 5er-Runde eine Partie "Säulen von Venedig" gespielt. Mein voreiliges Fazit: Ganz nett aber für Spielefreaks zu wenig Tiefe.

Als Familienspiel oder in lockerer Runde aber noch empfehlenswert, wenn auch nur im Bereich guter Durchschnitt. Warum? Es ist kaum planbar, da man sich verdeckt seine Aktionskarte aussucht und dann gleichzeitig aufdeckt. Und bis man mit seiner Aktion dann dran darf, sieht die Spielsituation weit entfernt vom Startspieler schon arg anders aus. Klar kann man das bedenken und hoffen, dass die Anderen einem selbst nicht in die Aktion fuschen.

Nettes Spielelement ist, dass man gespielte Aktionskarten an den Nachbarn weitergibt. Klingt toll und ausgewogen, kann aber auch bedeuten, dass ich rundenlang keinen Baumeister habe, weil mein Vordermann die nicht spielt (bringt die meisten Punkte) und nur Vorarbeit für die Anderen durch diese Pfostenbauer mache oder nur Bauplättchen einsammeln, aber eben nicht punkteträchtig verbauen kann.

Ein weiteres von den "ganz nett, würde ich auch wieder mitspielen, brauche ich aber nicht selbst zu besitzen" Spiele, die es dieses Jahr auf der Messe arg viele gab. Manche würden auch einfach sagen: belanglos!

Cu/Ralf

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Ralf Rechmann

Re: Essen 2. Tag

Beitragvon Ralf Rechmann » 21. Oktober 2006, 22:04

Ich häng mich mit meinen subjektiven SPIEL-Eindrücken mal hinten dran. Gekauft, weil ...

* Ausgerechnet Buxtehude: Habe am Stand die Neuheit "Ausgerechnet Uppsala" angespielt und kam mit den Europäischen Städten überhaupt nicht klar als bekennender Geographie-Legastehniker. Wenn man noch nie was von diesen Städten meint gehört zu haben, ist das Spiel damit eh sinnlos. Habe deshalb dann die alte Version gespielt, die sich auf Deutschland beschränkt und die Zuordnung, ob jetzt westlicher oder östlicher oder doch nördlicher oder gar südlicher der einzelnen Orte hat selbst in einer Zweierrunde Spass gemacht und für 10 Euro war es dann als "mal ein anderes Kartenspiel" in guter Erinnerung an Anno Domini auch gekauft.

* Gra Gra Company: Wie sinnig es ist, ein Wirtschaftsspiel in Leichtgewicht mit einem Geschicklichkeitsspiel zu kreuzen, das mag ich nicht beurteilen. Wenn es im Ergebnis dann doch gefällt, weil die Spielstimmung am einfach Tisch stimmte, war es für 23 Euro mit dem Importbonus im Hinterkopf, der die mässigere Ausstattung entschuldigt, dann gekauft. Aussergewöhnliche Spielideen werden von mir im Wust der Mittelalter-Mehrheiten-5-Aktionspunkte-Optimierungs-Spiele bevorzugt behandelt.

* Factory Fun: Wir umbauen Maschinen in unsere Fabrik und sorgen dafür, dass die zusammengeschaltet dann auch die richtigen Ausgangsprodukte bekommen, die dann als Endprodukte wieder Ausgangsprodukte für andere Maschinen werden. Klingt arg technisch und die erste Maschinen-Wahlrunde war auch arg hektisch, aber dann baut schön jeder für sich und genau dieses Zusammenspiel der einzelnen Bauelemente macht bei mir den Reiz dieses 24 Euro Spiels mit recht unverbrauchter Thematik aus.

* Hermagor: Am Stand erklären lassen und für vielschichtig befunden. Ist zwar auch wieder Mittelalter, aber dafür scheinen die Spielelemente gut miteinander verwoben zu sein. Sieht dazu optisch auch ansprechend aus und soll laut Stand-Mitarbeiter auch selbst in Zweierrunde dank Dummyspieler immer noch gut funktionieren. Bevor die 1000 Stück dann weg waren, habe ich nach etwas Zögern zugegriffen für 25 Euro.

* Mr. Jack: Wegen der guten Noten der Fairplay-Scoutaktion neugierig geworden, hab ich zwei halbe Partien miterlebt (als Zuschauer, irgendwie waren die Plätze immer belegt) und den Spielern hats gefallen und mir die Spielelemente der Katz-und-Maus-Jagd. Mit 30 Euro nicht gerade billig, aber die Ausstattung sah gut und stimmig aus. Die zusätzlichen 5 Euro für ein französisches Comicbuch mit Zusatzspielfigur (Kutsche) wollt ich nur wegen der Kutsche dann doch nicht mehr ausgeben. Wurde auch auf Nachfrage nicht als "Expension", sondern als "Goodie" angeboten. Ob es ein gutes Spiel noch besser gemacht hätte?

* Space Dealer: SCI-FI-Thema und neuartiges Spielprinzip mit Sanduhren, die mehr Ruhe statt Hektik verbreiten, dass war ein Pflichtkauf der Messe. Positiv auch, dass nicht Jeder für sich alleine produziert und tüftelt, sondern auch bei den Mitspielern mitmischen kann (und muss?) und so Interaktion ins Spiel kommt. Angenehm auch, dass definitiv nach 30 Minuten das Spiel aus ist und Endlosgrübler den Ablauf nicht unnötig verzögern können.

* Imperial: Wer von ANTIKE begeistert war, wird wohl kaum von dem Schwesterspiel enttäuscht sein? Ich hoffe es nicht, habe einige liebgewonnenen Spielelemente von ANTIKE dort wiederentdeckt und durch die Abkopplung von Spieler und gespielte Grossmacht, braucht es auch keine notgedrungenen zwei Farben pro Spieler mehr, um zu Zweit eine Spielpartie zu wagen. Zusammen mit Space Dealer im Paket für 65 Euro gekauft. Ob ichs preiswerter bekommen hätte, wenn ich auf mein spielbox ANTIKE-PEEP hingewiesen hätte? Keine Ahnung, wollte aber daraus auch kein Kapital schlagen und blieb lieber in meiner Meinung weiter unabhängig!

Mein Messe-Fazit: Viel gesehen, viel erklären lassen, leider wenig selbst angespielt, da wie erwartet die Tische Samstags arg voll waren. Aber wenn doch, dann in entspannter Runde mit anderen völlig Unbekannten, die aber die eigene Leidenschaft fürs Spiel geteilt haben, so dass jede dieser Spielrunden Spass gemacht hat. Ein absolutes Messe-Highlight habe ich nicht, wenn auch Space Dealer da nah ran kommt. Viele gute Spiele, aber nicht jedes aufgewärmte Spielelement musste ich verpackt in ein neues Spiel dann auch nach Hause tragen, so dass ich mit 200 Euro ausgekommen bin.

Cu/Ralf

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Helmut Lehr

Re: Säulen von Venedig -nicht langweilig ??

Beitragvon Helmut Lehr » 21. Oktober 2006, 23:47

Ralf Rechmann schrieb:
>
> Hallo,
>
> kurz vor Messeschluss habe ich in 5er-Runde eine Partie
> "Säulen von Venedig" gespielt. Mein voreiliges Fazit: Ganz
> nett aber für Spielefreaks zu wenig Tiefe.
>
Wir haben als 2 Spielefreaks mit dem einen Co-Autor Knut Happel gespielt und fanden das Spiel toll. Bestes Goldsieber seit langem.
Wir Spielefreaks mögens auch mal etwas flacher.
Jedenfalls ist der Zugang leicht und 4 Seiten Spielregel schnell gelesen.
SG
Helm t (eben aus Essen zurück)

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Bernd Schlüter

Re: Säulen von Venedig -nicht langweilig ??

Beitragvon Bernd Schlüter » 22. Oktober 2006, 13:23

Hallo,

wir haben die Säulen von Venedig gestern zu dritt gespielt und fanden es richtig gut! Es ist zwar nicht der Strategiehammer, aber keineswegs flach.

Das "Problem" mit den Baumeisterkarten hatte ich zeitweise auch. Aber: Ich habe trotzdem mit komfortablem Vorsprung gewonne, von daher können die anderen Karten wohl auch etwas.

Bernd
(fragt sich, was man spielen muss, um als Spielfreak zu gelten - bzw. was man gut/ schlecht finden muss um als solcher zu gelten)

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Marion Menrath
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[OT] Khronos

Beitragvon Marion Menrath » 22. Oktober 2006, 14:23

Gut, dass Du so verrückte Spielfreunde hast. Wir versuchen uns mal durchzuarbeiten. Wenn's gut ist, kannst Du's später immer noch spielen. :D

Marion

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Marion Menrath
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Re: Säulen der Erde = PR?

Beitragvon Marion Menrath » 22. Oktober 2006, 19:17

Einspruch bei der Bewertung von die "Säulen der Erde".

Der Vergleich mit Puerto Rico hinkt doch stark, nicht nur weil die Schiffe bei "Säulen der Erde" fehlen und die Steinbrüche anders eingesetzt werden. ;)

PR ist ein Spiel fast ohne Glückselemente (wenn man mal die manchmal unerwarteten Handlungen der Mitspieler außer Acht lässt).

Bei Säulen der Erde ist die Reihenfolge, in der die Baumeister gezogen werden, aber glücksabhängig. Ich hab's noch nicht oft genug gespielt, um abzusehen, was passiert, wenn man keinen guten Metall-verarbeitenden Handwerker abbekommt. Die beiden besten kommen ja erst in der letzten Runde.

Viele Grüße
Marion

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Lucas Ahrweiler

Kabele und Liebe

Beitragvon Lucas Ahrweiler » 22. Oktober 2006, 22:38

Ralf Partenheimer schrieb:

> > - Kabale und Hiebe: verschiedene Charakterkarten
> > untereinander legen, Punkte sammel, um Zielkarten zu
> > erringen. Mir hat es nicht so gut gefallen; Grafik
> > mittelmässig, vom ersten Eindruck her unübersichtlich und
> > tw zufällig; nach Fairplay Scout gibt es jedoch auch sehr
> > gute erste Eindrücke
> >
>
> Also ich fand Kabale&Hiebe ganz gelungen. Klar, ist kein
> Strategiehammer und der Glücksfaktor ist nicht unerheblich,
> aber das ist bei der angenehm kurzen Spieldauer (30-45 Min.)
> meiner Meinung nach ok. Und mir hat's einfach Spaß gemacht.

Das Spiel scheint wirklich sehr gemischte Reaktionen hervorzurufen. Anfangs dachte ich auch, was für ein Sch***, fast jede Karte hat irgendwelche Sonderfähigkeiten, das endet im Chaos. Aber sobald man es einigermaßen verstanden hat, wird es interessant. Bei unserer Sechsergruppe (Viel- und Wenigspieler) ist Kabale & Liebe sehr gut angekommen. Locker-leicht, kurze Spieldauer, relativ selbsterklärend: Daumen hoch!

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Marten Holst
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RE: Essen Bergfest - meine Eindrücke

Beitragvon Marten Holst » 23. Oktober 2006, 00:11

Moin,

> Fiji - verwirrend viele "Wenn dann, aber dann doch nicht"
> und "jetzt ändert sich alles"-Bietspiel, dass sich erstmal
> nett anhört, dann aber doch sehr zufällig und unplanbar auf
> mich wirkte. (Da man drei Biet/Tauschrunden hat, bei dem
> das Gebot sich immer auf vier Aktionen auswirkt, aber man
> die Aktionen der nächsten Runden noch nicht kennt, ist
> wenig planbar, gerade wenn die Wertungsbedingungen sich
> gänzlich ändern können.) Mischung aus Biet- und Ärgerspiel.
> Hat mir nicht zugesagt.

in unserer Erklärung bleiben die Gebotsregeln, die Aktionen und insbesondere die Wertung innerhalb einer Wertungsrunde (drei Bietrunden) gleich, es sei denn natürlich, die Aktionen ändern hier; damit ist für jede Runde alles (außer den Mitspielern) planbar. Eventuelles Manko ist wohl die hohe Pattchance, müsste man mal einem Härtetest unterziehen :-)

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Klaus Knechtskern
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Re: Essen Bergfest - meine Eindrücke

Beitragvon Klaus Knechtskern » 23. Oktober 2006, 09:49

Thomas schrieb:

> Fiji - verwirrend viele "Wenn dann, aber dann doch nicht" und
> "jetzt ändert sich alles"-Bietspiel, dass sich erstmal nett
> anhört, dann aber doch sehr zufällig und unplanbar auf mich
> wirkte. (Da man drei Biet/Tauschrunden hat, bei dem das Gebot
> sich immer auf vier Aktionen auswirkt, aber man die Aktionen
> der nächsten Runden noch nicht kennt, ist wenig planbar,
> gerade wenn die Wertungsbedingungen sich gänzlich ändern
> können.) Mischung aus Biet- und Ärgerspiel. Hat mir nicht
> zugesagt.

Als Erklärbär(klingt doch viel besser als Spielregelerklärer auf dem Schildchen ;-) ) nur eine Info, Die Aktionen der der nächsten Runden bleiben die Gleichen, das heißt Du bietest 3-mal auf die gleiche Kombination von Bedingungen und Auswirkungen. Das kann, natürlich abhängig von der Zielvorgabe und den Auswirkungen ziemlich konfus sein, ist aber trotzdem planbar, zumindest wenn man mindestens über 2 Ecken mehr denkt wie alle Mitspieler.

Erklärende Grüße

Klaus

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Klaus Knechtskern
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[OT] OT Ulko war schneller

Beitragvon Klaus Knechtskern » 23. Oktober 2006, 10:36

k.t

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Volker L.

Re: Säulen von Venedig -nicht langweilig ??

Beitragvon Volker L. » 23. Oktober 2006, 18:20

Helmut Lehr schrieb:
>
> Ralf Rechmann schrieb:
> >
> > Hallo,
> >
> > kurz vor Messeschluss habe ich in 5er-Runde eine Partie
> > "Säulen von Venedig" gespielt. Mein voreiliges Fazit: Ganz
> > nett aber für Spielefreaks zu wenig Tiefe.
> >
> Wir haben als 2 Spielefreaks mit dem einen Co-Autor Knut
> Happel gespielt und fanden das Spiel toll. Bestes Goldsieber
> seit langem.
> Wir Spielefreaks mögens auch mal etwas flacher.

Lieber Helmut, ohne Dir zu nahe treten zu wollen, aber Dich selbst
als "Spielefreak" zu bezeichnen, scheint mir doch eine arge
Fehleinschätzung Deinerseits zu sein. ;-)
Wenn ich so überlege, wie Du Dich über verschiedene komplexe bzw.
einfache Spiele in der Vergangenheit geäußert hast, würde ich zwar
durchaus glauben, dass Du häufiger spielst als ich, dass Deine
Vorliebe aber eher dem Spielegeschmack eines Gelegenheitsspielers
entspricht.

Gruß, Volker (der bei der Fairplay-Scoutaktion dSvV mit "4" benotet hat)


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