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Anasazi

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Tadgh
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Beiträge: 83

Anasazi

Beitragvon Tadgh » 24. Oktober 2006, 16:23

Moin,

hat jemand noch weitere Infos (oder einen Link) zu "Anasazi"? Ich habe ein Interview dazu gelesen und fand die Idee sehr interressant, konnte wegen gesundheitlichen Problemen aber nicht nach Essen fahren. Die Herstellerhomepage ist ja auch nicht gerade aussagekräftig.


Danke,
Tadgh

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Frank

Re: Anasazi

Beitragvon Frank » 24. Oktober 2006, 16:50

Du findest unter "Aktuelles" und den Messeberichten auch die Seite "leserfotos". Dort ist ein aussagefähiges Bild des Spiels.
Die dort zu sehenden Plättchen werden dann mit kleinen Wegeplättchen verbunden.
ich hab es mir in Essen angeschaut, erklären lassen und war gelangweilt :-(

gruß
Frank

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Ina-spielbox
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Beiträge: 810

Re: Anasazi

Beitragvon Ina-spielbox » 24. Oktober 2006, 23:28

Ich habe selten ein Spiel gespielt, bei dem eigentlich alles zufällig ist: Die Auslage der Plättchen, die Anordnung der Steine und Säulen. Und was man findet und sammelt ist genauso zufällig. Ebenso zufällig entsteht ein Sieger.
Schade, Klaus-Jürgen Wrede hat schon besseres gemacht.

Ina

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Andreas Odendahl

Anasazi macht PEEP

Beitragvon Andreas Odendahl » 25. Oktober 2006, 00:33

Ich nicht, denn ich habe es gekauft. Es gefiel mir sogar ausgesprochen gut!!!

Es geht im groben darum Schätze zu sammeln. Und zwar um die Schätze der alten Anasazi-Indianer (Überraschung!!!), die in Pueblos in diversen Canyons gewohnt haben. Es gibt ein großes Plättchen in der Mitte und zwölf Kleinere die darum herum gelegt werden und 15 Weiteren die die äußere Kreisform bilden. Es entsteht so eine Landschaft von Plateaus im Canyon (den Plättchen) und dem Tal (quasi dem Tisch). Auf diesen Plättchen sind kleine Pueblos aufgezeichnet - kleine Felder, die schwarz umranded sind. In denen liegen die Schätze (4 Farben) und sind die Pueblos zweigeteilt stehen im kleineren Teil sog. Wohntürme (Unterseite zeigt eine der 4 Farben der Schätze - insgesamt 16 Türme - Farbe verdeckt). Um das Spielfeld herum liegen sechs Eingangsplättchen, auf welchen sämtliche Erkundungtouren starten müssen.

Es gibt zwei Aktionen von denen ich zwei wählen kann oder zweimal die Gleiche mache: Ein Expeditionsplättchen an eine beliebige Expedition anlegen oder eine neue Expedition von einem Startplättchen aus beginnen, sofern es noch ein unbenutzes Startplättchen gibt (dies sind kleine Leitern, womit dargestellt werden soll, dass ich in den Canyons rumkraxele - der ganze Tisch darf erkundet werden) oder ein Camp ins Tal legen und sich eine Wohnturmunterseite verdeckt angucken. Mit den Expeditionplättchen, die immer weitergeführt werden müssen, enstehen im Laufe des Spiels Wege durch den Canyon. Wenn ich einen Schatz erreiche darf ich ihn behalten. Dafür ist es nötig, die schwarze Randlinie eines Pueblos zu erreichen. Einen Wohntum muss ich, obwohl im gleichen Pueblo, extra erreichen (es geht aber auch gleichzeitig mit einem Expeditionsmarker beide Pueblohälften zu erreichen). Den Wohnturm muss ich auf ein extra Ablegefeld stellen und in seine Farbreihe einordnen. Auf diesem Ablegefeld gibt es pro Farbe 5 Punkte. Mit jedem aufgedeckten Wohnturm wird ein Feld der entsprechenden Farbe abgedeckt. In der Schlusswertung bekommt man so viele Punkte für jeden gesammelten Schatz wie es freie Punkte in der Farbe gibt. Ein Beispiel: Ich habe fünf blaue Schätze gesammelt. Es wurden 3 blaue Wohntürme aufgedeckt, als sind noch 2 freie Punkte über. Pro Schatz bekomme ich nun 2 Punkte - insgesamt 10 Punkte für meine blauen Schätze. Es werden also immer weniger im Laufe des Spiels und man sollte drauf achten, nicht die Türme der Farbe einzusammeln von der man die meisten Schätze hat.

Erreiche ich ein Plättchen auf dem noch keine andere Expedition war, darf ich mir die Unterseite des Wohnturms auf diesem Plättchen ansehen (auf dem großen Plättchen in der Mitte darf ich einen der vier Wohntürme wählen).

Am Anfang des Spiels hat jeder Spieler eine Karte verdeckt gezogen - die Farbe die die Karte zeigt wird für den Spieler am Ende doppelt gewertet. (Im obigen Beispiel wären es dann 20 Punkte, wäre meine Karte blau...) Daher erkennt man im Laufe des Spiels evtl. eine Taktik des Gegenspielers (denn der sammelt ja offensichtlich hauptsächlich eine bestimmte Farbe). Da es aber von jeder Farbe zwei Karten gibt, kann es mitunter auch sein, dass zwei Spieler das selbe Ziel verfolgen.

Mit den Camps gibt es noch die Möglichkeit Wege zu blocken oder zumindest zu erschweren. Denn Gegenspieler dürfen die Camps meiner Farbe nicht überbauen. Wenn ich meine Camps passiere darf ich hingegen einen Schatz eines beliebigen Gegners klauen.

Sind alle Expeditionsmarker aufgebraucht endet das Spiel. Wer eine Mehrheit in einer Farbe hat bekommt noch einen Extraschatz hinzu und dann wird gerechnet. Der Spieler mit den meisten Punkten siegt...

Das Spiel ist recht einfach. Nach fünf Minuten zusehen und drei kurzen Verständnisfragen in Essen hatten wir es durchschaut - und haben es bedenkenlos gekauft. Eine erste Partie zu Hause brachte noch mehr Durchblick, denn einfach drauflos spielen geht wiederum auch nicht. Man muss schon etwas planen und vor allen Dingen auch gucken, was der Gegner macht. Wohntürme sammelt man natürlich lieber in der Farbe von der mein Gegenüber schon fünf oder sechs vor sich liegen hat, weshalb man immer schön den Memory-Effekt nutzen sollte. Die insgesamt 54 Expeditionsmarker sind schnell verbraucht, weshalb eine Partie wohl kaum länger als eine halbe Stunde dauern wird. Da es nicht viel zu tun gibt (zwei Aktionen - meist Expeditionmarker legen), gibt es auch keine langen Wartezeiten, besonders nicht in unseren bisherigen Zweierrunden. Flott gespielt, schön anzusehen, spannend bis zum Schluß - einfach ein feines, kleines Lege- und Sammelspiel. Sicher nicht der Megaburner aber ein rundes, gut ausgewogenes Spiel, welches auch nicht allzulange dauert. Klasse!!! Bestnote von mir - genau meinen Geschmack getroffen!!!

ode.

P.S. Das Spiel kommt in der kleinen Box, bekannt durch die anderen Phalanx-Spiele in der Größe wie "Go West", "Packeis am Pol" und das von mir vergötterte "Bison". Leider nur ein Fach wo alles reingeschmissen wird, dafür gibts aber ein paar Tütchen dazu - gute Lösung! Auf der Messe kostete es 25€, was etwas happig war. Beim Händler zwei Stände weiter kostete es nur noch 19€...Schwein gehabt!!! Im I-Net sinds auch nur noch 20€. Vergleichbare Spiele in dieser Größe von anderen Verlagen (etwa Augsburg 1520 von ALEA oder Mykerinos von YSTARI) sind zwar 5€ günstiger, aber was solls? Ich finde, dass die Phalanx-Spiele eigentlich immer sehr schön aufgemacht sind und da kann man schon mal zugreifen (Obwohl ich auch noch einmal mehr drüber nachdenke als bei o.g. Spielen. Zumindest bei den Messepreisen...) Aber es ist ein ausländischer Verlag und sie haben (soweit ich weiß) keinen deutschen Vertrieb (mehr - es war ja mal Kosmos, oder?). Für mich wäre es keine Debatte hier im Forum wert...

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Andreas Odendahl

Re: Anasazi

Beitragvon Andreas Odendahl » 25. Oktober 2006, 00:37

Ina Broß schrieb:
>
> Ich habe selten ein Spiel gespielt, bei dem eigentlich alles
> zufällig ist:

Siedler! Finde ich in der Beziehung viel schlimmer. Wenn du Pech hast macht der Mechanismus dir das ganze Spiel kaputt. Bei ANASAZI hast du dann wenigstens keine zwei Stunden verschwendet...

Ich weiß übrigens, dass ich mit meiner Meinung über Die Siedler von Catan ziemlich allein dastehe...;-)

ode.

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Grzegorz Kobiela

Re: Anasazi

Beitragvon Grzegorz Kobiela » 25. Oktober 2006, 02:07

Siedler kann schon frustrierend glückslastig sein, aber dafür gibt es ja die Erweiterungen, Szenarien und Varianten. Außerdem macht es Spaß. Somit stehst du weiter alleine da (zumindest ich geselle mich nicht zu deiner Meinung), aber ich verstehe deinen Punkt genau.

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Andreas Odendahl

OT: Anasazi

Beitragvon Andreas Odendahl » 25. Oktober 2006, 08:26

Das ist es ja eben!!!

Es macht keinen Spaß! Und ich habs versucht!!!

Hingegen finde ich CANDAMIR und ELASUND sehr gut. Un dich warte noch auf die Gelegenheit die Sternenfahrer mal zu spielen. Und Die Zweierspiele mag ich ja eh... Ich bin Catan also durchaus nicht abgeneigt. Nur dieses Basisspiel hat bei mir noch nie gefruchtet...

ode.

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Axel Bungart

Re: Anasazi

Beitragvon Axel Bungart » 25. Oktober 2006, 10:20

Hi Tadgh,

also, ich fand es von der Idee her gut, aber die Fummelei mit den pisseligen Stegen fanden wir beide unnötig. Außerdem hatten wir zunächst die Plättchen (Mesas) alle viel zu großzügig verteilt, was uns im Spiel befürchten ließ, die Mitte nie zu erreichen. Das lag unserer Meinung nach an dem fehlenden Hinweis in der Regel, wie weit die Plättchen auseinander zu legen seien (oder haben wir das übersehen?).

Insgesamt: naja. Wie jemand schon sagte: es dauert nicht allzu lange, dafür kann man es spielen. Den Glücksfaktor fand ich nicht so schlimm, weil man sich ja unter bestimmten Voraussetzungen die Wohntürme ansehen darf.

Gruß
Axel

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Lothar

Re: OT: Anasazi

Beitragvon Lothar » 25. Oktober 2006, 10:46

Hallo ode,

ich bevorzuge beim Siedeln die Variante ohne Würfel (statt dessen je eines von 36 Kärtchen mit der abgebildeten Wahrscheinlichkeit aus einem Säckchen ziehen).
Macht mir deutlich mehr Spaß, da weniger glücksabhängig.

Gruß
Lothar

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Volker Römke
Brettspieler
Beiträge: 71

Re: Anasazi

Beitragvon Volker Römke » 25. Oktober 2006, 14:47

Hallo Tadgh,
mir hat das Spiel nicht zugesagt.Meine Mitspieler und mich hat es gelangweilt.
Die Gründe wurden bereits genannt.

Grüße V.Römke

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Helmut Lehr

Re: Anasazi

Beitragvon Helmut Lehr » 25. Oktober 2006, 15:41

Andreas Odendahl schrieb:
>
> Ina Broß schrieb:
> >
> > Ich habe selten ein Spiel gespielt, bei dem eigentlich alles
> > zufällig ist:
>
> Siedler! Finde ich in der Beziehung viel schlimmer. Wenn du
> Pech hast macht der Mechanismus dir das ganze Spiel kaputt.
> Bei ANASAZI hast du dann wenigstens keine zwei Stunden
> verschwendet...
>
> Ich weiß übrigens, dass ich mit meiner Meinung über Die
> Siedler von Catan ziemlich allein dastehe...;-)

Nöö, ich bin dergleichen Meinung. Ich stand bei Siedler immer da, wo der Würfel nicht hinkommt. In meinen maximal 10 Siedler-Spielen habe ich nie die übergroße Popularität dieses Spieles nachvollziehen können.
Habe ich vielleicht eins gewonnen, ich weiß es nicht, aber auch verlorenen Spiele können unterhaltsam sein...
SG
Helmut


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