Beitragvon Marion Menrath » 25. Oktober 2006, 22:14
Wir habens bisher nur einmal zu dritt gespielt.
Mission Red Planet spielt sich recht flott und dauert nur zehn kurze Runden. Im Prinzip geht es darum, Mehrheiten in möglichst vielen der lukrativen Marsgebieten zu errreichen. Interessant ist der Einsatz der Charakterkarten, von denen jeder Spieler neun Stück hat. Mit ihnen platziert man Astronauten in Raumschiffen, die wenn sie voll sind, automatisch in meist festgelegte Gebiete starten. Die Karten reichen nicht für zehn Runden, denn jede Runde wird eine Karte ausgespielt, die dann erst mal nicht mehr verfügbar ist. Mit dem Recruiter kann man aber alle Karten wieder auf die Hand nehmen. Die Frage ist, wann man ihn einsetzen sollte, denn ansonsten ist es eine schwache Karte.
Die Charaktereigenschaften scheinen gut austariert: Starke Karten, mit denen man zwei oder maximal drei Astronauten in Raumschiffen platzieren kann, haben meist Bedingungen, die zu erfüllen sind und wenig Sondereigenschaften. Karten, mit denen man nur einen Astronauten unterbringt, haben starke Sondereigenschaften: Mit dem Explorer kann man beispielsweise Spielsteine auf dem Mars bewegen; der Saboteur zerstört ein Raumschiff und die Femme Fatale kann einen gegnerischen Spielstein durch einen eigenen ersetzen.
Jedes Marsgebiet produziert Ressourcen im Wert von eins bis drei, die erst aufgedeckt werden, wenn dort Spielsteine gelandet sind. Die Unsicherheit ist aber nicht so schlimm, denn die erste Wertung kommt erst nach der fünften Runde. Zudem werden die weiteren Wertungen nach der achten (doppelter Wert) und zehnten Runden (dreifacher Wert) zunehmend wichtiger. Am Ende gewinnt, wer die meisten Ressourcenpunkte ergattert hat.
Mit dem Scientist kann man sich noch Ereigniskarten beschaffen, die eventuell noch Boni bei der Erfüllung bestimmter Bedingungen geben. Im ersten Spiel haben wir sicherlich zu wenig auf diese Karten gespielt, aber dazu muss man den Scientist erst mal wieder auf die Hand bekommen ....
Die Charakterkarten sind hübsch illustriert; das Ganze vermittelt so ein Jules Verne-Gefühl und ist in einem alternativen Universum um 1889 angesiedelt, in dem bereits bemannte Raumfahrt möglich ist. Deshalb haben die Ressourcen auch seltsame Namen wie Celerium und Sylvanite. Etwas uninspiriert wirkt dagegen das rote Hauptspielbrett. Das könnte auch ein runder Ausschnitt der australischen Wüste darstellen, wobei die Spieler auf der Suche nach lukrativen Ölquellen sind.
Ich bin jedenfalls gespannt auf weitere Runden. 3 Spieler sind das Minimum; bis zu fünf Spieler können auf die Reise gehen. Die Spieldauer ist mit einer Stunde angegeben und das sollte auch gut zu schaffen sein, wenn alle die Regeln können, die aber nicht sehr kompliziert sind.
Eine englische Spielregel, FAQ und Erläuterungen zur Entstehung des Spiels gibt es übrigens auf der Homepage von Bruno Faidutti unter www.faidutti.com.
Marion