Beitragvon Roman Pelek » 2. November 2006, 03:14
Hi Andreas,
Andreas Odendahl schrieb:
> Wir werden das Spiel wohl recht häufig, wenn nicht gar
> ausschließlich, zu zweit spielen.
>
> Beim Schmökern bin ich auf die häufig genannte
> Rohstoffknappheit gestoßen, die es angeblich im 2er-Spiel
> nicht gibt. Ich hab die Regeln auch schon durchgeackert und
> bin bereit zum Spielen - daher die Frage: Woher kommt die
> Rohstoffknappheit? Doch sicherlich dadurch, dass 7
> Rohstoffkarten ausliegen und im Vier- oder Dreipersonenspiel
> diese vielen Karten gut auf die Spieler verteilt werden.
> Wohingegen im Zweipersonenspiel eine satte Auswahl auf mich
> wartet und dazu noch die Möglichkeit mehr Karten zu
> beanspruchen...
Nicht ganz richtig. Du bist auch im Zweipersonenspiel immer noch durch Deine Zahl der Arbeiter (üblicherweise 12, durch Extras 13-15) limitiert und musst abwägen "Was kann ich mir noch leisten, was der andere, und wer braucht grade wieso was". Dieser Zwiespalt ist immer noch gegeben, ebenso wie ein Limit nach oben. Sicher bekommt man im Drei-, erst Recht im Vierpersonenspiel mehr weggeschnappt, aber auch im Zweier artet es m. E. nicht unnötig in Überfluss aus.
> Wäre es dann nicht ein guter Schachzug einfach weniger
> Rohstoffkarten aufzudecken (meinetwegen nur 4 oder 5) um da
> eine größere Annäherung an das Mehrpersonenspiel zu
> erreichen? Oder kommt das Spiel dabei zu arg aus dem
> Gleichgewicht?
Es gibt insgesamt neun Baustoffkarten, je drei pro Sorte. Eine Auswahl von sieben garantiert somit, dass in jeder Runde von jedem Baustoff zumindest eine Karte ausliegt. In Verbindung mit o.g. Einschränkungen durch Arbeiter bleibt auch im Zweipersonenspiel noch hinreichende Konkurrenz. Zudem erhöht man durch eine geringere Anzahl von Karten den Glücksfaktor, ob nun eher wertvolle/teure Baustoffkarten kommen, oder eher billigere, wenig ertragreiche. Mal ganz abgesehen davon, dass man Ausnahmeregelungen für bestimmte Bestzungen kreiiert (welche im Zweifelsfall aber sicher verkraftbar wären :-) ).
Ich persönlich hege die Befürchtung, dass durch eine Herabsetzung der Baustoffkartenauslage zu zweit eher die Glückskomponente steigt. Und das halte ich bei diesem Spiel, das trotz unterschiedlicher Charakteristik in verschiedenen Besetzungen die Balance zwischen Glück und Planung sehr gut wahrt, für recht experimentell. Ich "fürchte", bei "Säulen der Erde" haben sich schon einige Leute einiges dabei gedacht, so dass leichtfertige Frickelei schnell in einer Verschlimmbesserung enden kann.
> Kann mir einer eine Einschätzung geben?
You're welcome. Falls Du was variiert hast, berichte bitte gern von den Ergebnissen. Ich hab' lieber die Finger davon gelassen, lasse mich aber gerne durch praktische Erfahrungen auf neue Ideen bringen - alles geht immer irgendwie besser, man braucht "einfach" nur die richtige Idee :-))
Ciao,
Roman