Beitragvon Ralf Rechmann » 5. November 2006, 02:18
ingo schrieb:
> hätte gerne ein paar kleine "erfahrungsberichte" über das
> spielen von imperial zu zweit gehört. klappt das gut? oder
> macht das spiel eigentlich erst ab 3 leuten sinn? und wie
> läuft das spiel?
Es funktioniert in 2er-Runde und das besser als Antike, weil durch das erweiterte Aktions-Rondell verschiedenere Strategie mit den einzelnen Grossmächten fahren kann, die man kontrolliert. Auch muss man höllisch aufpassen, dass der Mitspieler nicht kurz vor den Steuereinnahmen noch schnell die Mehrheit an Krediten übernimmt, so die Grossmacht wechselt und er die Prämien für sich kassiert und damit weitere Kredite gewähren kann...
Allerdings spielt es sich ein wenig anstrengend, da man für sich jede seiner aktuellen Grossmächte die passende Siegstrategie zurecht legen muss und das am besten in Koordination mit seinen anderen Grossmächten, um durch kombinierte Aktionen - wobei die Aktion der Grossmacht A erst die andere Aktion der Grossmacht B möglich macht - möglichst effektiv Siegpunkte zu scheffeln. Da eben die eigentliche Aktion nur wenige Sekunden dauert, ist man ständig beschäftigt und die Spielzeit vergeht wie im Flug...
Wir haben unsere erste Partie aus Zeitgründen nach gut drei Stunden abgebrochen und hätten wohl noch knapp eine weitere Stunde spielen können bis Einer gewonnen hätte. Wenn man allerdings weiss, was man wie machen kann, spielt es sich wesentlich flüssiger und wohl auch schneller ... wir hatten in den ersten Spielstunden noch eine Menge Grübelphasen und Regeldetaildiskussion, die das Spiel verzögert haben.
Allerdings kam das Spiel Anfangs kaum in Fahrt, da die ersten Aktionen "Steuern" zu wenig Geld eingebracht haben, um andere Grossmächte in Gefahr der Übernahme zu bringen. So gab es bei uns eine eher gemächliche Aufrüst- und Ausbreitungsphase, die dann in Kämpfe um Plätze für die Steuerplättchen geführt haben und langsam haben sich die Grossmächte herausgeschält, die andere Grossmächte dominieren konnten und als das abzusehen war, ging der Run auf die Aktien dieser bevorzugten Grossmächte los und die Partie wurde spannender.
Erstes Fazit: Macht wirklich Spass zu Zweit und wird in einer zweiten Partie dann wohl auch nicht mehr so angestrengt wirken in den eigenen Aktionen. Der absolut leichte Einstieg wie bei Antike ist es hingegen nicht, bietet dafür aber auch ein Mehr an Spieltiefe.
So und jetzt muss ich noch ein paar Regeldetails checken, weil gerade bei der Investor-Aktion gab es doch einige Unsicherheiten, wer wann wie investieren kann, darf, muss...
Cu/Ralf