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Caylus

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Stefan-spielbox

Re: [OT] Glück und Unwägbarkeit

Beitragvon Stefan-spielbox » 14. November 2006, 08:55

Roland G. Hülsmann schrieb:
> Nun, ich denke das sowohl Gustavs Erleuterungen als auch die
> Wikipedia den Begriff "Glück" durchaus korrekt wiedergeben,

Das ist nicht zu bestreiten. Allerdings sind diese gegenüber Hendriks Äußerung in seinem obigen Posting http://www.spielbox.de/phorum4/read.php4?f=1&i=155949&t=155896 unfair. Hendrik machte eine für dieses SPIEL-Forum fachlich nützliche Aussage und dieser werden dudensche/wikipädiasche Begriffserläuterungen entgegengehalten, die unspezifischen Allgemeinplätzen entlehnt sind. Dadurch wird jeder fachlichen Argumentation der Boden entzogen. Hier - in diesem Forum - würde ich mir doch einen signifikanteren Umgang wünschen, insbesondere von den Personen, denen an der Thematik "Spiel" mehr liegt als jenen, die sich einmal im Jahr mit dem Kauf des SdJ genügen. Für letztere ist auch genügend Raum hier.

> und somit das unwägbare Verhalten der Mitspieler durchaus
> zurecht als Glück oder Pech für die anderen Spieler
> bezeichnet werden kann.

... aber nur im trivialen Sinn durch unüberlegte Aktionen. Oder betrachtest Du es als Regel, dass ein Schachspieler seinen Sieg auf Glück begründet. Nein, das wird als Fehler - nicht Pech - des Verlierers angesehen. Das ist ein wesentlicher Unterschied.

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Mike Merten

Re: Caylus dröge?

Beitragvon Mike Merten » 14. November 2006, 09:31

Volle Zustimmung? Dann kann ich nur sagen: Dumm gelaufen. In meinen Gruppen ist Caylus bisher gar nicht gespielt worden :) Ich kenne Caylus bisher nur von Cons.

Und das "Sorry" ist natürlich überflüssig - es ist doch schön, daß die Geschmäcker unterschiedlich sind. So können sich Ameritrash und Eurogames gegenseitig befruchten. Die bei Ameritrash beliebte Siegbedingung "es gewinnt der Spieler, der am Schluß als einziger übrig ist" finde ich meist blöd. Bei Nuclear War paßt sie gut zum Thema, bei anderen Spielen dient sie nur dazu, die Spielzeit zu verlängern.

Richtig ist allerdings wohl der Einwand, daß Caylus nicht dröge sein muß. Aber Spieler haben nun einmal ihren Spielstil. Den ändern sie höchstens, wenn das Spiel das nötig macht (um es erfolgreich zu spielen). Bei Caylus fehlt wohl ein Mechanismus, der deffensives Spiel "bestraft". Das ist dann aber ein Fehler von Caylus, kein Fehler der Spieler.

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Grzegorz Kobiela

Re: [OT] Glück und Unwägbarkeit

Beitragvon Grzegorz Kobiela » 14. November 2006, 11:25

Aaaaaaaaber... Gerade der Fehler ist das Glück des Gegners! Die Mitspieler sind nun mal immer das Glückselement überhaupt im Spiel, denn was wäre ein Spiel langweilig, in dem man sich genau ausrechnen könnte, was der Gegner macht!? Aus eben diesem Grund, dass jedes Spiel indirekt auf Glück basiert (außer Solospiele natürlich), engen manche den Begriff "Glück" nur auf Zufallselemente ein. Aber dann streitet doch bitte nicht mit denjenigen, die weiterhin Glück im allgemeinen Sinne verwenden. Sprache ist zur Verständigung da und nicht zum Streiten. Wenn städnig auf einzelnen Wörtern rumgehackt wird, kommt man einfach nicht weiter, wie man an diesem Thread hier zweifelsohne sieht.

Wie jemand hier schon sagte: Einigt euch auf das Wort "Zufallselement", wenn ihr von Glück redet, das nicht vom Mitspieler ausgeht. So einfach kann das Leben sein.

Und ja, wenn sich zwei gleichstarke Schachgegner treffen, dann gewinnt der glücklichere von beiden.

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Hendrik

Re: [OT] Glück und Unwägbarkeit

Beitragvon Hendrik » 14. November 2006, 11:43

Grzegorz Kobiela schrieb:
>
> Sprache ist zur Verständigung da und nicht zum Streiten.

Das ist ja gerade das Problem: das geschriebene Wort lässt manchmal Interpretationsspielraum offen und unterliegt der Auslegung des Lesers, welche anders sein kann als vom Schreiber beabsichtigt. Die Folge davon: Anstatt einen Sachverhalt zu klären entstehen neue Missverständnisse. Das lässt sich beinahe täglich hier im Forum beobachten und obwohl ich mir dessen bewusst bin, passiert mir das selber auch.
Es wundert mich nicht, dass das sogenannte "Juristen-Deutsch", welches so formuliert ist, dass möglichst keine Falschauslegung möglich ist, eben so kompliziert ist, wie es ist.

> Wenn städnig auf einzelnen Wörtern
> rumgehackt wird, kommt man einfach nicht weiter, wie man an
> diesem Thread hier zweifelsohne sieht.
>

Ich glaube schon, dass wir (nach anfänglichen Schwierigkeiten) weitergekommen sind. Ein Konsens scheint gefunden zu sein. :smile:


Cheers Hendrik

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Grzegorz Kobiela

Re: [OT] Glück und Unwägbarkeit

Beitragvon Grzegorz Kobiela » 14. November 2006, 11:53

Hendrik schrieb:
>
> Ich glaube schon, dass wir (nach anfänglichen
> Schwierigkeiten) weitergekommen sind. Ein Konsens scheint
> gefunden zu sein. :smile:
>

Gut, letztendlich schon, aber ich meinte die vielen Posts dazwischen. :)

Achja, wenn wir Menschen einfach lernen besser miteinander umzugehen, dann kommen keine Missverständnisse auf. Wenn man allerdings krampfhaft ignoriert, was sein Gegenüber einem sagen will, weil er/sie/es dies nicht auf exakt die Weise tut, wie man es selbst erwartet, dann kommt es immer wieder dazu, dass sich Leute gegenseitig korrigieren, entschuldigen, angreifen, klugscheißern usw. müssen. Ich spreche hier jetzt - um den Missverständnissen vorzubeugen - von KEINER bestimmten Person oder von keinen bestimmten Personen. Ich lasse diese Aussage einfach im Raum hängen. Anders als man hier vermuten könnte, denke ich auch nicht einmal an bestimmte Personen. :)

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Marten Holst
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RE: OT: Korrektur

Beitragvon Marten Holst » 14. November 2006, 13:37

Wenn wir das nun schon ausdiskutieren wollen :-)

Das mit der verschluckten Silbe nimmt Christiane Dir ja nicht übel. Nur wenn man sie wieder anfügt, dann steht da

"Einen Bekannter von mir"

und das klingt subrichtig.

Genug gehochdeutscht, die Anekdote war köstlich.

Tschüß
Marten (persönliche Lieblingsfußballanekdote im Sprachbereich: Harburg-Pokal, Türksport Harburg gegen TSV Neuland. Der Torwart und Kapitän gab in einem nahezu ununterbrochenen Redefluss Anweisungen an seine Vorderleute in einer mir unbekannten Sprache - es gibt allerdings Hinweise, dass es Türkisch gewesen sein dürfte - ohne Punkt und Komma. Ab und an sagte er aber auch ohne Extrasatzzeichen was für die Allgemeinheit. Klang etwa so "Fehenerbaceankaratosunoglumenschschiridaswarabseitsdüllecambakirspor" und so weiter)

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Marten Holst
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Beiträge: 1787

RE: [OT] Glück und Unwägbarkeit

Beitragvon Marten Holst » 14. November 2006, 13:37

Moin,

> Und ja, wenn sich zwei gleichstarke Schachgegner treffen,
> dann gewinnt der glücklichere von beiden.

das ist übrigens auch so Sprachgebrauch - "Zum Glück steht ja mein Läufer auf f3", wenn man davon in einer nicht vorhergesehenen Art profitiert. Abgesehen davon sind auch viele Fehler Glück, denn man muss das (zufällige) Glück haben, den Tag zu erwischen, an denen der Gegner die entscheidenden Fehler überhaupt macht.

Tschüß
Marten

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Blendi

zu guter Letzt

Beitragvon Blendi » 14. November 2006, 15:21


schööööön, am Ende haben sich wieder alle lieb ;-)

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Andreas Odendahl

RE: OT: Korrektur

Beitragvon Andreas Odendahl » 14. November 2006, 17:44

Ja, da hast du Recht. Aber "Nen" ist wohl kein abekürztes Wort, sondern ein Eigenes. Mit "nem" Bekannten meint der gemeine Westfalendickkopp doch wohl "einen Bekannten". Ich hab nochmal drüber nachgedacht und im Gespräch würde ich wohl "n Bekannter" sagen. Wenn ich Zeit hab "nen Bekannter". Aber warum nur? *kopfschüttel*

ode.

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Marten Holst
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Beiträge: 1787

RE: OT: Korrektur

Beitragvon Marten Holst » 14. November 2006, 20:19

"Andreas Odendahl" hat am 14.11.2006 geschrieben:
> Ja, da hast du Recht. Aber "Nen" ist wohl kein abekürztes
> Wort, sondern ein Eigenes. Mit "nem" Bekannten meint der
> gemeine Westfalendickkopp doch wohl "einen Bekannten". Ich
> hab nochmal drüber nachgedacht und im Gespräch würde ich
> wohl "n Bekannter" sagen. Wenn ich Zeit hab "nen
> Bekannter". Aber warum nur? *kopfschüttel*

Das is' 'ne Frage, die Du besser 'nen anderen fragst :-) Wohl weil es doch einfach nur Dialekt ist, und somit jeglicher Logik zu entbehren im Stande ist.

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Jonas

Re: Caylus

Beitragvon Jonas » 7. Dezember 2006, 15:34

Ich kann nur für mich sprechen, wie jeder andere auch hier, aber bei mir war Caylus eine Art "Lieb auf den ersten Spielzug". Die Regeln erscheinen komplex, beim ersten durcharbeiten, allerdings gehen die Spielphasen nach nur wenigen Runden direkt ins Blut über. Zudem sind Hinweissymbole auf Brett und Gebäudeplättchen, so dass man eigentlich immer alles im Blick hat. Zur Zeit mein absolutes Lieblingsspiel, trotz der Länge, denn die Zeit vergeht wie im Flug.

mfg. Jonas


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