Beitragvon Andreas Odendahl » 28. November 2006, 10:24
Okay, aber der PEEP kommt nur mit der geballten Ladung von zwei Zweierpartien...
Wir schlüpfen mal wieder in die Rolle von Baumeistern. Wir sollen im Namen von vier wohlhabenden Familien den Aufbau der Stadt vorantreiben. Sowohl des zentralen Kastells, als auch der umliegenden Gebäude.
Auf dem Spielplan gibt es am Rand drei Ablageflächen für Kastellbauteile. Jede Ablagefläche steht für eine Ebene des Kastells. Ist die dritte Ebene angefangen wirds die letzte Spielrunde eingeläutet.
Neben dem Spielfeld liegen haufenweise Siegel in den vier Familienfarben herum. Kommen nun Geäude ins Spiel, werden diese benutzt. Um ein Gebäude zu bauen muss ich eine Baukarte aus der eigenen Hand spielen. Die auf der Karte abgebildete Form und die Farbe geben an, welches Gebäude (es gibt 7 verschiedene Formen) ich wählen muss und die Farbe gibt an, welches Familienwappen ich darauf legen muss. Dies ist nur die Variante A meines MUSS-Spielzuges.
Der Spielzug besteht aus eben dieser MUSS-Aktion, die entweder das Ablegen einer Baukarte und das nachfolgende Bauen eines Gebäudes zur Folge hat, ODER das Einsetzen eines oder mehrerer Arbeiter. Davon hat jeder Spieler zu Spielbeginn gerademal drei! Mein Spielzug wird nun entweder beendet oder ich führe noch eine KANN-Aktion durch: Das Ausspielen einer meiner vier Baumeisterfahnen. Dafür erhält man zwei seiner Arbeiter aus dem allgmeinen Vorrat und darf eine Wertung für sich selber durchführen. Dazu später mehr...
Nun beginnt das eigentliche Spiel: Durch bauen von Gebäuden entsteht eine Stadt um das unfertige Kastell herum. Ziel ist es die Gebäude mit Arbeitern und anderen Gebäuden so zu umschließen, dass sie gewertet werden.
Zusätzlich gibt es noch kleine Camps auf dem Spielplan. Überbaue ich nun eines dieser Camps, darf ich mir pro Camp einen grauen (neutralen) Arbeiter aus dem Vorrat nehmen und ihn in meinen Spielzügen mitarbeiten lassen.
Einmal umschlossen, gewinnt jeder Arbeiter, der an der Seite des zu wertenden Gebäudes steht, ein Siegel der Farbe das auf dem Gebäude liegt für sich. [Die grauen Arbeiter gewinnen keine Siegel, sie sind nur dazu da, die Gebäude mit zu umschließen, also mit an ihnen zu bauen.] Derjenige, der die Wertung ausgelöst hat, bekommt zusätzlich noch das auf dem Gebaüde liegende Siegel als Bonus.
Es kann übrigens sein, dass in einem Zug gleich mehrere Gebäude gewertet werden.
Zusätzlich darf nun der Baumeister, der die Wertung ausgelöst hat noch am Kastell weiterbauen. Er nimmt pro gerade gewertetem Gebäude ein Kastellteil von der gerade aktuellen Fläche vom Spielplanrand und setzt sie auf einen der zehn Bauplätze des Kastellbaupatzes.
Beschauen wir uns dieses Kastell einmal von oben. Es gibt zehn Bauplätze und zu Anfang sieht man auf acht davon eine Siegelfarbe. Jede Siegelfarbe ist zweimal vertreten. Baue ich nun nach einer Gebäudewertung ein Kastellteil, so darf ich es auf einen der zehn Bauplätze stellen. Oh!!! Die Kastellbauteile haben auf ihren Zinnen auch ein Siegel thronen!!! Baue ich nun weitere Kastellteile verändert sich die Anzahl und die Relation der Siegel und ihrer Farben.
Beim Kastellbau wird übrigens streng der Ebene nach gebaut. Zuerst werden alle zehn Bauplätze der untersten Ebene verbaut, dann erst die zweite Ebene angefangen. Da in jedem Bauteilefeld am Spielplanrand je drei Bauteile einer Farbe liegen, hab ich relativ große Auswahl und kann die Wertigkeit der Farben so schön meinen Wünschen anpassen.
Aber was sind denn meine Wünsche? Ganz einfach: Mit den Baumeisterfahnen (vier an der Zahl pro Spieler), die ich in meinem KANN-Spielzug spiele, löse ich eine Wertung aus. Und zwar nur für mich! Im Spielverlauf haben meine Arbeiter eine feine Anzahl an Siegeln erarbeitet. Wenn meiner Meinung nach der richtige Zeitpunkt gekommen ist, löse ich die Wertung aus und kann Siegel in siegbringedes Geld umwandeln. Dabei ist das Siegel einer Frabe soviel wert, wieviel diese Farbe gerade beim Kastell repräsentiert.
Ein Beispiel: Meine Arbeiter haben fünf rote Siegel gesammelt. Wenn man das Kastell von oben betrachtet kann man vier rote Siegel erkennen. Ich bekomme also vier Gold für jedes rote Siegel, dass ich bei dieser Wertung einsetzen möchte. Da sich die Farbkombinationen auf dem Kastell immer ändern gilt es, den bestmöglichen Zeitpunkt für die Kombination von Siegeln, die ich gesammelt hab, auszuwählen, um möglichst viel Gold einzuheimsen...
Das Spiel endet, wenn der Bau der dritten Kastellebene begonnen wurde. Die Runde wird zuende gespielt. Dann gibt es noch eine letzte Schlusswertung für die man keine Baumeisterfahne braucht.Es gewinnt, wer am meisten Gold erarbeitet hat!
Fazit: Leider kann ich noch nicht so wahnsinnig viel sagen, weil wir es auch erst auf zwei Partien zu zweit gebracht haben. Mir hat es jedenfalls sehr viel Spaß gemacht. Beim ersten Mal haben wir natürlich noch ziemlich rumgetüftelt, wie man denn mit den paar Arbeitern die ganzen Gebäude umschließen soll! Dazu muss man dann ja auch dafür sorgen, dass man mit einem Arbeiter möglichst an mehreren Gebäuden gleichzeitig steht, um die Siegelernte reichlich zu halten. Man ist immer hin und her gerissen, was man denn nun als nächstes tun will, weil es mal wieder mehr zu tun gibt als man schaffen kann!
Das Spiel ist wunderschön ausgestattet. Obwohl ich ja eher ein Fan von Holzteilen bin, aber damit wär das Spiel in dieser Form wohl recht teuer geworden... Die Arbeiter erinnern ein wenig an die Ranger aus AUSTRALIA. Aber nur von der Größe und vom Material her. Alles in allem sehr schönes Material und alles auch absolut funktional.
Das Spiel spielt sich auch recht flott, da man eh nur eine, höchstens zwei Aktionen hat. Es ist sicherlich nicht allzu schwer, aber meiner Meinung nach auch kein leichtes Familienspiel. Obwohl Spieler, die mit dem Schwierigkeitsgrad von ZUG UM ZUG oder CARCASSONNE kein Problem haben, hier sicherlilch auch vor keine unüberwindbare Hürde gestellt werden... ;-)
Ich finde es supertoll und freue mich auf die nächsten Partien!!!
ode.