Beitragvon Guido » 3. Februar 2007, 16:36
Hallo Sarah,
ich bewundere Deine Konsequenz!! Wirklich. Auch ich habe viele Spiele. Viele davon sind gespielt, vielmehr davon aber nicht. Und letztere werden immer mehr.
Ich merke einfach, dass ich viel zu viel nachkaufe, einfach, weil man das Gefühl hat, etwas zu verpassen. Aber weit mehr bestimmender ist, dass ich denke, es passe sehr gut vom Hörensagen in meine Sammlung. Auch wenn es mir nicht soviel Spaß machen sollte, dann bestimmt den Leuten aus meinen Spielrunden bzw. Freunden/ Bekannten, die ich hin und wieder ans Spiel bringen möchte (hier gemeint Funspiele, eher leichtere Taktikspielchen). Ich lege also auch wert auf ein gewisses breites Spektrum, um sozusagen für alle Fälle gewappnet zu sein.
Außerdem, wenn ich nur das Spielen wollte, was mir superdupa gut gefällt, dann würde ich noch weniger spielen als jetzt. Da nehme ich meinen Geschmack etwas zurück und gehe Kompromisse ein, so dass viele von den Spielchen, die ich gerne mal ausprobieren möchte einfach warten müssen. Leider. Ein ander Aspekt ist tatsächlich das Sammeln. Ich habe Spielchen, die eigentlich nicht die Brüller sind, eher (sehr) selten auf den Tisch kommen, aber sie gehören zu einer Serie, die evtl. sogar nicht mehr produziert wird. Bisher erüllt es mich ein wenig mit Stolz, soetwas zu besitzen (ja,ja, der Jäger und Sammler...)
Außderdem ist es mir wie Dir auch schon passiert, dass ich ein Spiel anfangs nicht so toll, aber dann nach mehreren Spielen doch sehr schön fand (schönes Beispiel: Tongiaki - ja, ich find's gut!). Ok, Tongiaki könnte man jetzt billig nachkaufen, bei anderen wird es aber doch schwieriger. Und ein Spiel für oft weniger als die Selbstkosten zu verkaufen, tut mir echt weh, noch dazu, wenn ich es nicht gespielt habe und es sozusagen nagelneu ist. Daher finde ich es beachtlich,dass Du Dich von so vielen Spielen trennen konntest. Ok, ein paar hätte ich auch. Aber ebay bringt's nicht, da ist das Porto oft teurer als das Spiel oder das Porto drückt den Preis sehr (vorallem bei schweren Spielen). Und auf nem Flohmarkt schafft man keine angemessenen Preise, weil da scheinbar nur Schnäppchenjager sind und alle der Meinung, dass wenn man dort für Spiele mehr als 2 Euro nimmt, ein neoliberaler Geizsack ist, der Gewinnmaximierung anstrebe, egal wie gut die Dinger in Schuss sind. *seufz* (und dabei habe dort auch schon "Professionelle" gesehen, die für ein völlig zerfleddertes "Spiel des Lebens" oder "Das Verrückte Labyrinth" zehn oder 15 Euro haben wollten). Und hier bei den Kleinanzeigen bringt auch nicht viel, weil die Leute hier meistens schon alles haben, nur Neuheiten oder wirkliche Schätzchen suchen. Da bleibt man auf seinen Angeboten sitzen. Tja, und so verstauben die guten, armen Spiele in meinem Regal.
Wie hast Du das "psychologisch" gemanaged, Deine Sammlung fast komplett zu verscherbeln ohne Schaden an Leib und vorallem Seele zu nehmen ;-)) ?
Gruß
Guido