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Spiele bei Wikipedia

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Hendrik
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Spiele bei Wikipedia

Beitragvon Hendrik » 9. Februar 2007, 11:13

Hallo liebe Spielergemeinde,
ich habe gerade bei Wikipedia geschaut, welche Brettspiele dort beschrieben werden. Klar, die Klassiker (Schach etc.) findet man sofort. Über den link "Autorenspiele" bekommt man auch ein paar neuere Brettspiele genannt. Gibt es irgendwo eine Übersicht, welche Spiele dort schon beschrieben sind? Und würdet ihr euch dort über Spiele informieren - vielleicht auch als Kaufentscheidungsgrundlage nutzen?
Tschau Hendrik

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Christian Hildenbrand

Re: Spiele bei Wikipedia

Beitragvon Christian Hildenbrand » 9. Februar 2007, 11:22

Guckst Du hier:

http://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Brettspiel

Das müsste vollständig sein...

Grüße,

Christian (brauchte für diese Recherche etwa 20 Sekunden :-) )

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Markus F.

Re: Spiele bei Wikipedia

Beitragvon Markus F. » 9. Februar 2007, 11:26

Hallo,

hier findest du zumindest alle eingetragenen Brettspiele:
http://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Brettspiel

Die übergeordnete Kategorie bringt noch mehr Ergebnisse:
http://de.wikipedia.org/wiki/Portal:Spiele

Gruß
Markus

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Peter Gustav Bartschat

Re: Spiele bei Wikipedia

Beitragvon Peter Gustav Bartschat » 9. Februar 2007, 11:41

Hendrik schrieb:
> Und würdet ihr euch dort über Spiele informieren - vielleicht
> auch als Kaufentscheidungsgrundlage nutzen?

Ersteres ist durchaus möglich, wenn ich schnell eine neutralde Sach-Information (Autor, Erscheinungsjahr) haben möchte, und falls einmal der Zeitpunkt kommt, dass der Datenbestand so groß ist, dass ich die Chance, Angaben zu einem Spiel dort zu finden, als hoch einschätze.

Letzteres ist eher unwahrscheinlich: In einer Datenbank, in der jeder anonym alles eintragen kann, erscheint mir die Gefahr, statt auf verwertbare Informationen auf Unfug zu stoßen, zu groß, und daher betrachte ich die Wikipedia als zur Unterstützung bei der Meinungsbildung weniger geeignet.

Mit einem lieben Gruß
Gustav

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Hendrik
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Beiträge: 186

Danke

Beitragvon Hendrik » 9. Februar 2007, 12:17

Danke für die Infos

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Jonas Hoffmann

Re: Spiele bei Wikipedia

Beitragvon Jonas Hoffmann » 9. Februar 2007, 12:25

Peter Gustav Bartschat schrieb:
>
> Hendrik schrieb:
> > vielleicht
> > auch als Kaufentscheidungsgrundlage nutzen?

> Letzteres ist eher unwahrscheinlich: In einer Datenbank, in
> der jeder anonym alles eintragen kann, erscheint mir die
> Gefahr, statt auf verwertbare Informationen auf Unfug zu
> stoßen, zu groß, und daher betrachte ich die Wikipedia als
> zur Unterstützung bei der Meinungsbildung weniger geeignet.
>
> Mit einem lieben Gruß
> Gustav

Man muss auch beachten, dass nicht jedes Spiel von der Wikipediaführung reingelassen wird. Die schlagen dich dann mit ihren geliebten Relevanzkriterien zu, so dass praktisch nur Ausgezeichnete Spiele aufgenommen werden.

Jonas

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Marten Holst
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RE: Spiele bei Wikipedia

Beitragvon Marten Holst » 9. Februar 2007, 12:58

Moin,

>> Letzteres ist eher unwahrscheinlich: In einer Datenbank, in
>> der jeder anonym alles eintragen kann, erscheint mir die
>> Gefahr, statt auf verwertbare Informationen auf Unfug zu
>> stoßen, zu groß, und daher betrachte ich die Wikipedia als
>> zur Unterstützung bei der Meinungsbildung weniger geeignet.
>>
> Man muss auch beachten, dass nicht jedes Spiel von der
> Wikipediaführung reingelassen wird. Die schlagen dich dann
> mit ihren geliebten Relevanzkriterien zu, so dass praktisch
> nur Ausgezeichnete Spiele aufgenommen werden.

Was insofern ja auch Sinn ergibt, als Wikipedia keine allumfassende Datenbank sein will und dabei doch überprüfbar durch andere User. Sprich: Zielgruppe für Artikel über Spiele die dort eingestellt sind, sind nicht wir, aber wir sollten im Prinzip in der Lage sein, Artikel über "unser Gebiet" nach Korrektheit einstufen zu können.

Allgemein finde ich wird Wikipedia zu sehr angemacht, aber wo Ihr Recht habt ist natürlich, dass man sich darauf nicht zu sehr verlassen sollte, was dort steht.

Tschüß
Marten

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Jonas Hoffmann

[OT] Minderheitenausschluss

Beitragvon Jonas Hoffmann » 9. Februar 2007, 13:41

Marten Holst schrieb:
>
> Sprich: Zielgruppe für Artikel über Spiele
> die dort eingestellt sind, sind nicht wir, aber wir sollten
> im Prinzip in der Lage sein, Artikel über "unser Gebiet" nach
> Korrektheit einstufen zu können.
>

Naja aber dann hat da auch so mancher anderer Schrott nix zu suchen, es ist immer eine Frage welche Prioritäten ein Suchender setzt. Im Prinzip schließen die Wikipediamacher Minderheiten einfach aus. Aber egal.....

Jonas

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Peter Gustav Bartschat

RE: Spiele bei Wikipedia

Beitragvon Peter Gustav Bartschat » 9. Februar 2007, 14:42

Marten Holst schrieb:
> Allgemein finde ich wird Wikipedia zu sehr angemacht, aber wo
> Ihr Recht habt ist natürlich, dass man sich darauf nicht zu
> sehr verlassen sollte, was dort steht.

Hallo, lieber Marten,

ich hoffe, meine kurzen Anmerkungen waren in dieser Hinsicht nicht missverständlich.

Es liegt mir fern, ein so engagiertes Projekt und seine Betreiber anzumachen.

Ich unterscheide nur für mich persönlich, wo ich einen Nutzen von der Wikipedia erwarte und wo nicht.

Wenn ich mich schnell über irgend etwas informieren will, das mir so gar nichts sagt - sagen wir: Irgend ein Sachbegriff oder ein Fachwort, das ich irgendwo gehört oder gelesen habe - dann hole ich mir gern eine erste Information aus der Wikipedia. Oft reicht das schon, um sich ein Bild von dem Begriff zu machen.

Was mich auch gut gefällt, sind die weiterführenden Links, durch die man ja oft zu Informationsseiten kommt, an die man nie gedacht hätte. (Ich wäre, glaube ich, ohne die Wikipedia nie auf den Gedanken gekommen, dass die CIA eine Homepage hat, auf der bisweilen alte Akten veröffentlicht werden, wenn die Geheimhaltungsfrist abgelaufen ist.)

Wo ich aber kritisch bin, ist die Nützlichkeit im Hinblick auf die Tauglichkeit zur Meinungsbildung. Ich bin da mehrfach auf Artikel gestoßen, die entweder populäre Missverständnisse oder Gerüchte wiedergeben, oder Tatschen tendenziös sogar verfälschten. Im Gedächtnis geblieben ist mir da der Artikel über den deutschen Regisseur und Produzenten Uwe Boll. Sicher ist Uwe Boll nicht Orson Welles, aber er will es ja auch gar nicht sein. Uwe Boll dreht handwerklich ordentliche Horror- und Science Fiction Filme, die für einen unterhaltsamen Abend ganz geeignet sind. Der Artikel über ihn triefte vor Hass und Abscheu und stellte ihn als chronischen Verbrecher dar - mit dem Hauptargument, dass er seine Filme mit ausländischen Schauspielern im Ausland dreht. Nun, ist seine Privatsache, finde ich, mit wem und wo er arbeiten möchte und kann.

Solche Dinge stoßen mich dann immer wieder ab, und ich bin mir ziemlich sicher, dass ein Beitrag zum selben Thema z.B. in der Brockhaus Enzyklopädie nicht möglich gewesen wäre. (Inzwischen wurde der Boll-Artikel übrigens zumindest in seinen krassesten Passagen wieder gelöscht.)

Das ist - um wirklich nicht missverstanden zu werden - nicht die Schuld der Wikipedia-Macher, sondern es ist ein bei einer öffentlich zugänglichen Datenbank vermutlich nicht zu vermeiden. (Vergleichbar bestimmten Beiträgen in diesem Forum, bei denen sich einem auch manchmal die Fußnägel aufrollen, für die man aber nicht die spielbox verantwortlich machen kann.)

Ich sage mir also: Wenn in einer Datenbank einige krasse Unwahrheiten stehen, die mir sofort auffallen, dann mögen auch einige verborgene Unwahrheiten darin stehen, die mir eben nicht auffallen, und die ich beim unkritischen Lesen einfach in meine Vorstelung von der Beschaffenheit der Welt übernehmen könnte.

Und daraum mache ich Wikipedia-Beiträge nicht zur Grundlage meiner Meinungsbildung - ich würde also die Entscheidung zum Kauf eines Spiels nicht aufgrund eines überschwänglichen Wikipedia-Artikels treffen, und die Entscheidung dagegen nicht aufgrund eines Artikels, in dem sein Autor als abgefeimter Schurke dargestellt wird.

Man kann sie aber sehr wohl mit Gewinn nutzen, wenn man die Grenzen ihrer Möglichkeiten berücksichtigt.

Mit einem lieben Gruß
Gustav

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RedPiranha
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Re: [OT] Minderheitenausschluss

Beitragvon RedPiranha » 9. Februar 2007, 14:51

Es hängt immer davon ab wie detailiert und fundiert ein Eintrag ist um bestehen zu bleiben. Ich bearbeite da ja regelmäßig die Seiten zu den Catan-Spielen und Unfug ist dort schnell entfernt. Wenn man etwas unwahrscheinlich anmutendes entdeckt empfiehlt sich auf alle Fälle ein Blick in die Versionsgeschichte.

Allerdings kann man davon ausgehen, dass man zu neueren Spielen dort weniger findet als z.B. hier in der Spielbox oder auf den Seiten der Autoren, aber bei historischen Spielen findet man dort durchaus die eine oder andere Info, die man sich ansonsten mühsam zusammen suchen muss.

Dr. Reiner Düren aka RedPiranha
Siedeln.de-FAQ-Redaktion

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Stefan M.

Re: Spiele bei Wikipedia

Beitragvon Stefan M. » 9. Februar 2007, 18:25

In meinen Augen ist fraglos die Seite:

www.boardgamegeek.com

die mit Abstand beste Spieledatenbank im Netz. Im Brettspielwiki taucht diese auch unter den Links auf.


Gruß

Stefan M.

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Marten Holst
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Beiträge: 1787

RE: Spiele bei Wikipedia

Beitragvon Marten Holst » 9. Februar 2007, 18:49

Moin Gustav,

>> Allgemein finde ich wird Wikipedia zu sehr angemacht, aber wo
>> Ihr Recht habt ist natürlich, dass man sich darauf nicht zu
>> sehr verlassen sollte, was dort steht.
>
> ich hoffe, meine kurzen Anmerkungen waren in dieser
> Hinsicht nicht missverständlich.

Nö.

> Es liegt mir fern, ein so engagiertes Projekt und seine
> Betreiber anzumachen.

Ich meinte auch weniger Dich, als mehr die Kampagne einer großen deutschen Arbeiterzeitung, die einige bekannte Kritikpunkte an der Wikipedia übersteuert, böse Zungen sagen auch, Fehler selber erzeugt, sowie auch auf die verbreitete These, dass Wikipedia nichts tauge, weil es in einem Punkt "politisch" (also wikipediastrukturpolitisch) nicht auf meiner Linie liegt.

Inhaltlich stimme ich Dir zu: reine Fakten kann man gut dort abfragen, oder von dort aus weiterverfolgen, bei allem, was nur im geringsten wertend sein könnte, ist Vorsicht geboten.

> Solche Dinge stoßen mich dann immer wieder ab, und ich bin
> mir ziemlich sicher, dass ein Beitrag zum selben Thema z.B.
> in der Brockhaus Enzyklopädie nicht möglich gewesen wäre.
> (Inzwischen wurde der Boll-Artikel übrigens zumindest in
> seinen krassesten Passagen wieder gelöscht.)

Das ist die andere Seite der Medaille - wenn jeder Mist machen kann, kann tendenziell auch jeder den Mist wieder reparieren. Gerade wenn einem ein Artikel merkwürdig erscheint, ist auch häufig in der Versionshistorie ein Aha-Effekt drin - ich gebe aber zu, dass das nicht im eigentlichen Wikipediasinne ist oder sein kann, dass man die Veränderungen in einem Artikel kontrolllesen soll.

> Und daraum mache ich Wikipedia-Beiträge nicht zur Grundlage
> meiner Meinungsbildung - ich würde also die Entscheidung
> zum Kauf eines Spiels nicht aufgrund eines
> überschwänglichen Wikipedia-Artikels treffen, und die
> Entscheidung dagegen nicht aufgrund eines Artikels, in dem
> sein Autor als abgefeimter Schurke dargestellt wird.

Das kann ich nachvollziehen und unterschreiben.

Um es kurz zu sagen: ich bin selber kein besonderer Wikipediafan, speziell da ich in Bereichen die mich interessieren im günstigsten Fall nur nichts neues mitbekomme, finde aber, wie Du ja auch, viele Seiten nützlich um Fakten zu sammeln - oder gerne auch, um zu sehen, aus welchem Gebiet ein bestimmtes Wort überhaupt kommt, also das ganz grobe.

Ich fürchte eher, ich habe mich da missverständlich ausgedrückt in der Hektik des Morgens :-)

Tschüß
Marten

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Marten Holst
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RE: [OT] Wikipedia - Relevanzansprüche

Beitragvon Marten Holst » 9. Februar 2007, 18:49

Moin,

> Naja aber dann hat da auch so mancher anderer Schrott nix
> zu suchen, es ist immer eine Frage welche Prioritäten ein
> Suchender setzt. Im Prinzip schließen die Wikipediamacher
> Minderheiten einfach aus. Aber egal.....

Im Sinne von "Minderheiteninteressen" kann man das sicherlich so sehen, ja. Warum die deutsche Wikipedia hier eine restriktivere Linie fährt als das Original, das weiß ich auch nicht. Ich vermute aber, wie schon gesagt, dass die inhaltliche Kontrollfunktion zu wenig funktioniert, wenn zu wenige "Wikipedianer" wissen, worum es in einem Artikel geht. Wenn eine Schülerband aus Wanne-Eickel mit einer selbstveröffentlichten CD, Auflage 250, dort Artikel hat, dann sorgt das für Unübersichtlichkeit in Kategorienlisten, dann können in diesem Artikel sehr fehlerhafte Informationen stecken, die keiner kontrollieren kann (in anderen Artikeln können die es natürlich auch, aber dort fällt es irgendwann wem auf), und im Gegenzug ist der Nährwert der diese Gruppe betreffenden Informationen eben eher gering. Wenn man vernünftiger Weise (*) nicht den Ehrgeiz hat, alle Informationen zu sammeln, die es überhaupt gibt, dann sollte es so etwas wie Relevanzbedingungen geben. Wo und wie die genau zu setzen sind, da werden sich Parteien ewig streiten - und wohl auch sehr abhängig vom Themengebiet, da man eigene Interessen überzubewerten neigt.

Wo und wie die bei Spielen stehen, ist natürlich schwer - und der Nachweis der jeweiligen Relevanzkriterien wäre wohl auch schwer, angesichts des Mangels an fast allen Arten von Charts oder vergleichbarem bei Spielen.

Tschüß
Marten

(*) vernünftiger Weise aus meiner Sicht aus drei Gründen: zum einen sprengt dieses irgendwann vielleicht wirklich noch den Speicherplatz, zum zweiten kann ein Überangebot an Informationen es nahezu unmöglich machen, die vorhandenen sinnvoll zu nutzen, zum dritten wird es einfach nicht ansatzweise gehen und einige Leute sehr zermürben.

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Jonas Hoffmann

RE: [OT] Wikipedia - Relevanzansprüche

Beitragvon Jonas Hoffmann » 10. Februar 2007, 00:19

Marten Holst schrieb:
>
> Warum die deutsche Wikipedia hier eine
> restriktivere Linie fährt als das Original, das weiß ich auch
> nicht. Ich vermute aber, wie schon gesagt, dass die
> inhaltliche Kontrollfunktion zu wenig funktioniert, wenn zu
> wenige "Wikipedianer" wissen, worum es in einem Artikel geht.

Ich denke, dass hier der typisch deutsche restritionswahn voll zuschläg! Nehmen wir zB. Thorsten Gimmler, er hatte in der Französischen und der Englischen Wiki einen Eintrag. Und was passiert in der Deutschen Wiki? Er landet direkt bei den Löschanträgen. Sorry, aber da hört es bei mir auf.

Was antworten sie auf die Frage: "Was ist typisch Deutsch?"

Antwort: "Vergleichen sie die englische mit der deutschen Wiki"

my 50ct, dazu.

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Roman Pelek

RE: Spiele bei Wikipedia

Beitragvon Roman Pelek » 10. Februar 2007, 08:26

Hi Marten, hi Gustav,

endlich mal wieder eine wirklich gut Diskussion, danke.

Peter Gustav Bartschat schrieb:

> Wenn ich mich schnell über irgend etwas informieren will, das
> mir so gar nichts sagt - sagen wir: Irgend ein Sachbegriff
> oder ein Fachwort, das ich irgendwo gehört oder gelesen habe
> - dann hole ich mir gern eine erste Information aus der
> Wikipedia. Oft reicht das schon, um sich ein Bild von dem
> Begriff zu machen.

Diese Meinung teile ich vollkommen. Die Wikipedia ist ein hervorragendes Instrument, um dem vormals alleine gelassenen "Da war doch noch irgendwas, aber ich weiß überhaupt nicht mehr was"-Gefühl abzuhelfen.

> Was mich auch gut gefällt, sind die weiterführenden Links,
> durch die man ja oft zu Informationsseiten kommt, an die man
> nie gedacht hätte. (Ich wäre, glaube ich, ohne die Wikipedia
> nie auf den Gedanken gekommen, dass die CIA eine Homepage
> hat, auf der bisweilen alte Akten veröffentlicht werden, wenn
> die Geheimhaltungsfrist abgelaufen ist.)

Ja, sie ist sie ist ein schöner Ideen- und Assoziationsgeber. Früher war man mit seiner Ratlosigkeit auf sich alleine gestellt, heutzutage kriegt man wenigstens Anregungen, womit man sich beschäftigen könnte, um dem abzuhelfen. Für bare Münze darf man es aber nicht alles nicht nehmen.

[Schlecht redigierte, tendenziöse Artikel in Wikipedia]
> Solche Dinge stoßen mich dann immer wieder ab, und ich bin
> mir ziemlich sicher, dass ein Beitrag zum selben Thema z.B.
> in der Brockhaus Enzyklopädie nicht möglich gewesen wäre.
> (Inzwischen wurde der Boll-Artikel übrigens zumindest in
> seinen krassesten Passagen wieder gelöscht.)

Es war ein hehres Motiv, in einer vernetzten Gesellschaft einmal auszuprobieren, ob Menschen Schwarmintelligenz besitzen. Meines Erachtens besitzen sie sie im nicht, dafür gibt's zu viele persönliche Animositäten, die dem in ihrer allzu leichten Auslebbarkeit entgegenwirken.

> Das ist - um wirklich nicht missverstanden zu werden - nicht

Ich schätze, Du hast bei Deinem Bedürfnis, nicht missverstanden zu werden, manchmal ein ähnliches Trauma wie ich ;-) Wie heißt Deine Psychotherapeutin? Auch Ehefrau? :-))

> die Schuld der Wikipedia-Macher, sondern es ist ein bei einer
> öffentlich zugänglichen Datenbank vermutlich nicht zu
> vermeiden. (Vergleichbar bestimmten Beiträgen in diesem
> Forum, bei denen sich einem auch manchmal die Fußnägel
> aufrollen, für die man aber nicht die spielbox verantwortlich
> machen kann.)

Ich schätze, die "spielbox" (was auch immer dieses Abstraktum darstellt) legt auch großen Wert darauf. Man kann schließlich auch nicht jede sauer werdende Milch unter Beobachtung stellen, mal ganz abgesehen von der Tatsache, dass das reine Ansinnen, ebensolches zu tun, einen arg schlechten Schatten auf die Diskursfähigkeit der Webseitenbetreiber werfen würde.

> Ich sage mir also: Wenn in einer Datenbank einige krasse
> Unwahrheiten stehen, die mir sofort auffallen, dann mögen
> auch einige verborgene Unwahrheiten darin stehen, die mir
> eben nicht auffallen, und die ich beim unkritischen Lesen
> einfach in meine Vorstelung von der Beschaffenheit der Welt
> übernehmen könnte.

Wie wahr.

> Und daraum mache ich Wikipedia-Beiträge nicht zur Grundlage
> meiner Meinungsbildung - ich würde also die Entscheidung zum
> Kauf eines Spiels nicht aufgrund eines überschwänglichen
> Wikipedia-Artikels treffen, und die Entscheidung dagegen
> nicht aufgrund eines Artikels, in dem sein Autor als
> abgefeimter Schurke dargestellt wird.

Und genau so wenig sollte man dieses Forum zur Grundlage seiner Meinungsbildung machen. Es sei denn, man weiß, mit wem man es zu tun hat.

> Man kann sie aber sehr wohl mit Gewinn nutzen, wenn man die
> Grenzen ihrer Möglichkeiten berücksichtigt.

In der Tat. Es gibt viel Gutes zu vermelden (z.B. kritische Beiträge von Holst und Bartschat), die eigene Paranoia macht es aber mitnichten arbeitslos.

Ciao,
Roman ("I open my curtains at 7 a.m. just to make you think that I'm up with the rest of the men" / The Housemartins)


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