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alte Spiele = ? €

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Ralf

alte Spiele = ? €

Beitragvon Ralf » 6. März 2007, 10:28

Hi,
gibt es Listen (ähnlich Ü-Ei -, Münzsammlerlisten) in denen man nachsehen kann was ältere Spiele so im einzelnen noch wert sind. Ich weiß, daß ich z.B. bei Ebay oder Amazon recherchieren kann um zu erfahren für welches Geld bestimmte Spiele verkauft werden. Das funktioniert aber nur bei den Spielen, die auch im Moment angeboten werden.
Ich möchte aber jetzt nicht eine Diskussion in Gang setzten, in der Art von... Spiele werden oft überteuert angeboten ...Unverschämtheit ...etc.

Grüße aus Griesheim

Ralf

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Spielefreun.de

Re: alte Spiele = ? €

Beitragvon Spielefreun.de » 6. März 2007, 11:15

Hai,

das wird wenig bringen, weil man eine solche Liste ständig updaten müsste - und wer wäre dazu willens und in der Lage?
Dazu kommt natürlich, dass alte Spiele meistens gebraucht sind - und da kommt es dann ganz wesentlich auf deren Zustand an.

Ein Spiel ist einfach genau so viel wert, wie jemand dafür zu zahlen bereit ist.

--
Viele Grüße
Jens

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peer

Re: alte Spiele = ? €

Beitragvon peer » 6. März 2007, 11:23

Hi,
solche Listen werden hier sehr oft nachgefragt. Meines Wissens hat sich aber noch niemand die Mühe gemacht, so eine Liste tatsächlich anzufertigen. Eine Möglichkeit wäre es zu www.alte-spiele.de oder ähnlichen Seiten zu gehen und die dortigen Preise zu verwenden (wobei die z.T. auch geraten sind).
Wer mal eine Webseite auf die Beine stellen will, die auch wirklich viele Besucher bekommt, kann ja mal ein entsprechendes Projekt auf die Beine stellen ;-)

ciao
peer

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Tom

Re: alte Spiele = ? €

Beitragvon Tom » 6. März 2007, 11:32

Wie funktioniert das eigentlich bei Ü-Eiern, Briefmarken usw.?
Setzt sich da einer hin und würfelt die Preise aus?
Sind das Erfahrungen aus Versteigerungen und aus Gesprächen mit Händlern und Sammlern?

Vielleicht wäre das ja mal eine Aufgabe oder eine Idee mit der man an einen Buchverlag herantreten könnte - mit einem jährlich überarbeiteten Ausgabe.
Wie groß muss wohl so eine Auflage sein, damit sie sich für einen Verlag rechnet?

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TRH
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Beiträge: 647

Re: alte Spiele = ? €

Beitragvon TRH » 6. März 2007, 12:11

Hallo,

> Wer mal eine Webseite auf die Beine stellen will, die auch
> wirklich viele Besucher bekommt, kann ja mal ein
> entsprechendes Projekt auf die Beine stellen ;-)
>
> ciao
> peer

... vielleicht eine Option auf Preisschätzungen für den Besucher der Website vorsehen (nach dem Motto: das wäre ich bereit zu zahlen). Dann hätte man zumindest eine Preisschätzung,

Gruß Tom

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Smuker

Re: alte Spiele = ? €

Beitragvon Smuker » 6. März 2007, 12:54

Es gibt Ü-Ei Messen und die Werte der Figuren sind nach deren Häufigkeit berechnet. Einige Figuren waren äußerst selten, manche sogar (Fehldrucke) super gering, die Preise werden von Ü-Ei Profis veröffentlich, dafür gibt es ein eigenes buch

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raccoon

Preis-Anhaltspunkte bei BoardGameGeek.com

Beitragvon raccoon » 6. März 2007, 12:54

Hallo Ralf,

um einen ganz groben Eindruck zu bekommen, könntest Du bei www.boardgamegeek.com nach dem entsprechenden Spiel suchen und Dir die zugehörigen Shop- und Auktions-"Angebote" ansehen. Die Preise gehen allerdings oftmals weit auseinander.

Beispiel Nautilus (vom Verlag eingestellt):
http://www.boardgamegeek.com/game/3154

Beispiel Talisman (von 1983):
http://www.boardgamegeek.com/game/714

Das wie gesagt nur als ganz grobe Hausnummern.

Ciao :)

raccoon

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DocFriese
Kennerspieler
Beiträge: 183

Re: alte Spiele = ? €

Beitragvon DocFriese » 6. März 2007, 13:48

Ralf schrieb:
> Ich weiß, daß ich z.B. bei Ebay oder Amazon
> recherchieren kann um zu erfahren für welches Geld bestimmte
> Spiele verkauft werden. Das funktioniert aber nur bei den
> Spielen, die auch im Moment angeboten werden.

Das stimmt ja nur für Amazon. Bei ebay kannst Du ja auch beendete Auktionen betrachten. Das liefert m.E. auch sehr gute Anhaltspunkte.

Lars war's

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Frank Schaubrenner

Re: alte Spiele = ? €

Beitragvon Frank Schaubrenner » 6. März 2007, 14:38

jop geht, mit erweiterter Suche, aber leider auch nur für einen sehr beschränkten Zeitraum(16 Tage?). Die Chance, dass ein selten angebotenes Spiel auch bei den beendeten Artikeln nicht dabei ist, ist leider nicht so verschwindend.

Zu Beachten (bei Versandhäusern) sind auch
Versandkosten
wieviele Gebote erhielt ein Spiel (von verschiedenen Bietern --> 2 Bieter lässt Schwankungen vermuten, 20 Bieter kurzfristig eher stabile Preise)
OVP oder gebraucht
teilweise Auflagen
Zeit des Auktion (Jahreszeit, Tag, Uhrzeit)
Lieferungsbedingungen (nur D oder Weltweit)
etc.

Der Markt bei BGG ist oft nicht ganz billig und sehr USA konzentriert, nette Anhaltspunkte geben dort die Preisübersichten bei den einzelnen Spielen (leider ohne Zeitpunkt (Jahr) des Verkaufs), angenehm ist diese Datenbank um mal zu sehen ob man mit 1 Euro oder eher mit 10 oder gar mit 40 rechnen kann).

Noch kurz zu Ü-Eiern,
gab es da nicht das Problem, dass der Autor des Katalogs auch gleichzeitig einer der größten Onlinehändler war?

und zu Briefmarken,
Michel ist da wohl die Institution die gemeint ist, sehr umfangreich und wenn man nen bestimmten Faktor in die Preise reinrechnet auch ziemlich zuverlässig
Papa meint immer, wenn er bei Ebay etwas zu 1/3 des Michelpreises erhält ist es günstig, 50% schon eher zu teuer... hier handelt es sich dann eben um Ebay(markt)preise, da auch sehr viel über Händler abläuft.

Spieledatenbank
Denke mal, wenn man ne Datebank einrichtet, ist das nicht möglich für eine Person, sollte wohl eher nen Datensammelstation sein, bei der viele Leute, am Besten sehr detailiert ihre Daten eingeben sollten (im Falle von Ebay. Preis inkl Versand, Gebote, Zeitpunkt -m-t-h, Zustand, wohin wird geliefert ...evtl Auktionsnummer) damit man einen brauchbaren Verlauf erkennen kann und Doppeldaten vermieden werden.
Denke mal private Listen und sonstige Verkaufsplattformen sind nicht unbedingt geeignet um eine zuverlässige Datenansammlung herzubekommen.
Ob das ganze irgendeinen Sinn hat, sei dahingestellt, aber spannend wäre es allemal, sofern irgedwer ne Plattform bereitstellen würde.

Gruss
Frank

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Peter Gustav Bartschat

Re: alte Spiele = ? €

Beitragvon Peter Gustav Bartschat » 6. März 2007, 17:03

Frank Schaubrenner schrieb:
> Noch kurz zu Ü-Eiern,
> gab es da nicht das Problem, dass der Autor des Katalogs auch
> gleichzeitig einer der größten Onlinehändler war?

Solche Beziehungen sind in der Tat eher die Regel als die Ausnahme: Der Herausgeber des Comic-Preiskatalogs hat zum Beispiel einen Verlag, der auf Reprints älterer Comics spezialisiert ist.

Sollte also tatsächlich mal jemand einen Spiele-Preiskatalog veröffentlichen, könnte ich mir gut vorstellen, dass er das tut weil er sich auch eine ... ich sage mal: Synergie zwischen der Verbreitung des Katalogs und seinem eigentlichen Geschäft erhofft.

Das alles muss nicht unbedingt etwas Schlechtes sein; es empfiehlt sich halt nur, im Kopf zu behalten, dass auch andere Menschen - genau wie man selbst - meist eine Motivation für ihr Handeln haben.

Mit einem lieben Gruß
Gustav

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Roland G. Hülsmann
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Beiträge: 2598

Re: alte Spiele = ? €

Beitragvon Roland G. Hülsmann » 6. März 2007, 17:46

Tom schrieb:

> Wie funktioniert das eigentlich bei Ü-Eiern, Briefmarken usw.?
> Setzt sich da einer hin und würfelt die Preise aus?
> Sind das Erfahrungen aus Versteigerungen und aus Gesprächen
> mit Händlern und Sammlern?

Ja, so in etwa ... zumindest wenn man den Autoren dieser Werke glauben mag. Es werden wohl einschlägige Auktionen und Sammlerbörsen beobachtet.

Vergleiche ich aber die z.B. in Ü-Eier- oder Comic-Katalogen gedruckten Preise, mit dem, was diese Dinge z.B. tatsächlich bei eBay oder auf Flohmärkten erzielen, so muß man feststellen, daß die eigene Sammlung nur einen Bruchteil dessen wert ist, was einem diese - nicht ganz billigen - Bücher glauben machen.

Interessant wäre bei Spielen vielleicht eine automatisierte eBay-Beobachtung, um die tatsächlich erzielten Preise zu ermitteln und aufzubereiten. Aber ob der dazu nötige Aufwand wirklich das Ergebnis lohnen würde ...

Gruß
Roland

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achim

Re: alte Spiele = ? €

Beitragvon achim » 7. März 2007, 10:39

Hallo,
habe mal den ersten Preiskatalog für Comichefte herausgeholt. Erschienen ist er 1976 Bei Abi Melzer, Herausgeber Peter Orban. Der Katalog hatte eine Auflage von 1550 Stück. Abi Melzer Produktions war ein Comicverlag, und außerdem gab es im Raum Frankfurt noch einen Comicladen. Abgedruckt waren Preise für Comics zwischen 1947 und 1968. In der zweiten Hälfte des Kataloges waren Comics abgedruckt. Fast jede private Angebotsliste für Comichefte ist heutzutage umfangreicher. Später übernahmen dann Peter Skodzik und Norbert Hethke den Katalog. Er erscheint heute sehr umfangreich und fast lückenlos im Hethke Verlag. Allen Personen liegt zugrunde, dass sie mit der Herstellung und des Handelns mit Comics ihr Geld verdienen. Dieser Katalog, ich persönlich finde ihn sehr gut gemacht, ist eigentlich nichts anderes als eine Angebotsliste eines Comicanbieters. Viele Sammler und Händler behandeln ihn wie ein Gesetzbuch und man muss sich schon wundern, wie leicht man Sammler beeinflussen kann. Übertragen auf Spiele bedeutet das, für einen allgemein gültigen Katalog bedarf es nur eines Händlers, der sich aufrafft kontinuierlich Spiele zu bepreisen. Ein kleiner Stand einmal jährlich in Essen und der 1. Deutsche Spielekatalog ist geboren. Nach 10 Jahren dürfte dann auch jedes Spiel enthalten sein, und alle Spieler sind zufrieden. Übrigens werden sich die Katalogpreise langfristig nicht an Ebay angleichen, sondern Ebay sich an die Katalogpreise. Wer das braucht hebe die Hand, ich brauche es nicht.

Gruß
achim

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Roland G. Hülsmann
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Beiträge: 2598

Re: alte Spiele = ? €

Beitragvon Roland G. Hülsmann » 7. März 2007, 12:13

achim schrieb:

> Übrigens werden sich die Katalogpreise langfristig nicht an
> Ebay angleichen, sondern Ebay sich an die Katalogpreise. Wer
> das braucht hebe die Hand, ich brauche es nicht.

Also bei Comics haben sich die eBay-Preise bei weitem nicht an die sehr optimistischen Katalogpreise angeglichen. Als ich letztlich einen Teil meiner (immer noch recht umfangreichen) Disneysammlung aufgelöst habe, erzielten die meisten Exemplare nur einen Bruchteil des dort angegebenen Preises, während nur zwei Exemplare sogar deutlich darüber lagen. Aber da hatten sich vermutlich zwei gefunden, die den anderen nicht gewinnen lassen wollten, koste es was es wolle! ;)

Und bei den Ü-Eier-Figuren sieht es mindestens genauso aus. Hier liegen die über eBay erzielbaren Werte bis auf wenige Ausnahmen deutlich unter den Katalogpreisen, selbst für einwandfreie Vollplastikfiguren in Sammeldose.

Gruß
Roland


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