Die neuerlich ausführliche Diskussion - die ich nicht weiter anheizen will, für mich ist das Thema durch - zeigt eindrucksvoll, wie falsch und interpretationsfähig diese Regel ist (anscheinend mein derzeitiges Lieblingsthema :grin:).
Poesie will interpretiert werden, eine Regel ist und bleibt eine Gebrauchsanweisung (hallo Günter ;-)), die klare Regeln aufzustellen hat, daher der Name.
Sonst könnte man auch sagen, übertrieben ausgedrückt: Hier habt ihr das Material, macht draus, was ihr wollt. Obwohl- solche Spiele gibt's ja, zumindest nah dran, und sicher nicht die schlechtesten.
Damit nichts gegen Wikinger (HiG), im Gegenteil, ich hätte es gerne auf der Nominierungsliste gesehen, ist für mich eins der Highlights des Jahres bisher. Leider mauscheln viele Verlage regeltechnisch vor sich hin, ohne sich zumindest professionellen Rat einzuholen.
Soll nicht heißen, alle Regeln seien schlecht, die meisten sind ok, aber es gibt immer mal wieder böse Ausrutscher, viele kleinere Schlampigkeiten. Ab und zu erfreuen natürlich auch mal Top-Regeln den geplagten ;-) Spieler, z. B. "Die Säulen der Erde".
Ich kenne zwei gute Regelschreiber, der bessere davon ist Stefan Brück von alea - seine Regeln sind absolut vorbildlich. Sein Verdienst um gute Regeln sei keineswegs geschmälert mit der Bemerkung, daß er nur zwei oder drei Regeln pro Jahr schreibt, so viel ich weiß, und natürlich ausgiebig an der Entwicklung der Spiele beteiligt ist. Für diese ausgezeichnete Arbeit umso größere Wertschätzung.
Voll geregelte Grüße
Ferdi