Beitragvon Heinrich Tegethoff » 4. Juni 2007, 17:46
Hallo Markus,
ich hatte in den letzten 2 Jahren nur einmal das "Vergnügen", eine Spielregel vorgelesen zu bekommen. Gut, dass wir dies dann nach einiger Zeit abbrachen und "wie immer" vorgingen.
Und das heisst: Das Spiel ist für alle neu, liegt im Spieletreff vor uns, keiner kennt die Regeln. Also macht sich ein Freiwilliger auf, liest die Regeln möglichst schnell durch, möglichst quer, und erzählt sie dann den anderen. Wenn Fragen kommen: bitte noch einmal nachschauen.
Denn dieser "Gähn"-Effekt ist auch einleuchtend: die Regeln sind funktionale Bescheibungen, die alles über das Spiel sagen, und keine Geschichte, die einen wichtigkeits-orientierten Einstieg bildet, sondern meist einen chronologischen, ohne den Spannungsbogen einer Geschichte zu habem. Somit ist Zuhören langweilig, und meist bekommt der Lesende mehr Informationen mit als seine Zuhörer, muss meist ohnehin Fragen beantworten -- selbst gelesenes verbleibt nach meiner Erfahrung besser im Hirn als gehörtes.
Wer aber anfängt und sagt: Also, "Siegpunkte gibt es für ...", während dies die Spielregel am Ende aufführt, dann habe ich umgekehrt die ganze Zeit dem Vorleser zugehört, ohne zu wissen, worauf es hinausläuft.
Servus,
Heinz
PS: Bei obigem Vorlesen plus Abbruch und Querlesen übersahen wir einen wichtigen Passus. Kann passieren, das Spiel war allemal unterhaltsam, und wurde mit korrekter Regel gleich noch einmal gespielt -- okay, anderes Spielgefühl, was soll's? Selten!