Beitragvon Malte Kiesel » 27. September 2007, 11:53
So, wir hatten es gestern Abend nochmal auf dem Tisch. und wir hatten wieder einen Risen-Spaß dabei! Über lästige Regelunklarheiten wurde hier ja schon berichtet, aber wenn man diese Schwierigkeit erstmal überwunden hat, ist es einfach ein klasse Spiel. Wir haben zu fünft gespielt, und das macht einen großen Teil des Fun-Faktors aus. Zu zweit grübelt jeder eher still über den möglichen Taktiken für die nächsten Schritte, mit mehreren Leuten wird oft lautstark und kontrovers über das weitere Vorgehen diskutiert. Und dabei freut man sich diebisch, wenn die gegnerische Seite offensichtlich eine gestellte Falle übersieht... :-)
Sowohl taktische Übersicht, als auch Würfelglück sind durchaus spielentscheidend. Meine gleiebte Tala Aponi konnte im ersten Spielzug mit sehr viel Glück den dämonischen Geschossen aus Karls Doom-Pistole ausweichen. Danach bewegte sie sich in eine vermeintlich sicherere Position, um kurz danach von Von Heizingers mentalen Kräften direkt in die tödlichen Klauen der Stoßtruppen geschickt zu werden. Damit war das Spiel für sie zuende, bevor sie dem Gegner auch nur ein Haar gekrümmt hatte. Oder mit anderen Worten: zweimal hintereinander die möglichen Reichweiten des Gegners falsch einzuschätzen, überlebt man auch mit viel Glück einfach nicht.
Mehr Freude hat dafür auf unserer Seite der heldenhafte Barry Brown bereitet, der berserkermäßig durch die gegnerischen Reihen wütete und das halbe Kaiserreich im Alleingang unschädlich gemacht hat. Am Ende shcwer verletzt, aber eben effektiv, konnte er dem eigentlichen Helden John McNeal ganz klar an diesem Abend den Rang ablaufen. John agierte eher unauffällig im Hintergrund, aber das kann sich natürlich schon bei der nächsten Partie ändern... :-)
Wie man an dieser Schilderung erkennt, erzählt jedes Spiel eine kleine Geschichte, in der man sich durchaus mit den Figuren identifizieren kann. Und jeder Würfelwurf regt zu freudigen oder bissigen Kommentaren an, wie zB die Granate, die eigentlich nicht mal explodiert ist, aber dennoch Schaden angerichtet hat, weil sie dem gegnerischen General auf den Fuß gefallen ist... :-) Oder der riskante Wurf meines Teamkameraden mit 2 Würfeln, bei dem eine einzige 3 den Gegner beseitigt hätte... er endete mit 2 Einsen, und es war sofort allen klar, dass der gute Mann soeben über die Teppichkante gestolpert war...
In meinen Augen ein Spiel mit obskurem Thema, sehr vielen taktischen Möglichkeiten, hohem Spaßfaktor mit mehreren Leuten, aber auch natürlich einem erheblichen Zufalls-Anteil, der alle Planung zunichte oder die eigene taktische Schwäche ein wenig überdecken kann... Die nächste Partie ist schon verabredet und in unserer Runde ist diese Mischung gut angekommen. Bin mal gespannt ob es noch andere Berichte hier gibt.