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Gibts noch mehr Messe-Schwergewichte wie Cuba & Agricola?

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ravn

Gibts noch mehr Messe-Schwergewichte wie Cuba & Agricola?

Beitragvon ravn » 11. Oktober 2007, 00:49

Nabend,

als alter Freund von Spiele-Schwergewichten wie Roads & Boats oder Antiquity, die nach unten abgerundet werden durch Caylus und Puerto Rico kann ich Essen 2008 mit Cuba und Agricola kaum noch erwarten.

Welche Neuerscheinungen fallen noch in diese Kategorie, der verzahnten Aufbauspiele, die durch Entwicklungen während des Spiels immer mehr Möglichkeiten bieten und dabei möglichst auf unnötigen "Chrom" verzichten, mit denen sich so gerne US-Produkte schmücken, um mehr spielerische Tiefe vorzutäuschen?

Bei der Neuheitenflut kann man so manches Spiel übersehen oder völlig falsch einschätzen, dann auf der Messe schon in Händen haben und doch wieder zurücklegen, wie bei "Through the Ages" passiert. Ich verfluche diesen Augenblick der Schwäche (Spielmaterial schien mir zu fizzelig) immer noch! :(

Cu/Ralf

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Joker13
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Re: Gibts noch mehr Messe-Schwergewichte wie Cuba & Agricola?

Beitragvon Joker13 » 11. Oktober 2007, 08:01

"Utopia" macht einen interessanten Eindruck. Wenn ich nach Essen fahren würde, täte ich da sicher einen Blick drauf werfen.

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Matthias Staber

Re: Gibts noch mehr Messe-Schwergewichte wie Cuba & Agricola?

Beitragvon Matthias Staber » 11. Oktober 2007, 08:41

Hi,

wir scheinen, was Euros anbelangt, einen ähnlichen Geschmack zu haben.

Außer Agricola und Cuba habe ich mir für Essen 07 notiert:

- Brass / Warfrog Stand 5-56

- Race for the Galaxy / Rio Grande Games Stand 10-33 oder Abacus Stand 10-40

- Amyitis / Ystari Stand 9-38

- Steam over Holland / Vendetta Games Stand 4-114

- Canalmania 2nd ed. / Ragnar Bros. Stand 4-14

Und wenn es Through the Ages von Fred Distribution (Stand 9-72) tatsächlich nach Essen schafft, würde ich mir glatt ein zweites Exemplar zulegen.

Grüßle,

Matthias

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Braz
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Re: Gibts noch mehr Messe-Schwergewichte wie Cuba & Agricola?

Beitragvon Braz » 11. Oktober 2007, 09:06

Matthias Staber schrieb:
> Und wenn es Through the Ages von Fred Distribution (Stand
> 9-72) tatsächlich nach Essen schafft, würde ich mir glatt ein
> zweites Exemplar zulegen.

Jo, auf jeden Fall ;)

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Axel Bungart

Re: Gibts noch mehr Messe-Schwergewichte wie Cuba & Agricola?

Beitragvon Axel Bungart » 11. Oktober 2007, 09:43

Och, darauf war ich auch neugierig, habe mir dann aber die Regel angeguckt. Danach fand ich es eher etwas fade und, was die Verschiebemöglichkeiten angeht, etwas verworren. Kann aber täuschen, wenn man das Spielbrett nicht vor sich hat.

Ich werd's mir mal angucken.

Gruß
Axel

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Jackyl
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Re: Gibts noch mehr Messe-Schwergewichte wie Cuba & Agricola?

Beitragvon Jackyl » 11. Oktober 2007, 10:20

FRED Distribution has confirmed that the prototypes of Through the Ages, 2nd Edition and Rails of Europe, the Railroad Tycoon expansion, will be on display at Spiel, but the published games won’t be available until the end of 2007.

Quelle: http://www.cosimshop.de/blog/?p=637

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HOlg
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Re: Gibts noch mehr Messe-Schwergewichte wie Cuba & Agricola?

Beitragvon HOlg » 11. Oktober 2007, 11:34

Hallo!

Container könnte vielleicht ein solches "Schwergewicht" werden bzw. sein.

Ich habs jedenfalls auf meiner "Unbedingt-anschauen-Liste".

bYe
HOlg

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Pajdl

Regelstudium

Beitragvon Pajdl » 11. Oktober 2007, 12:25

Hallo,
Habe mir gestern 2 Spielregeln zu Gemüte geführt.
Chang Cheng und Utopia, beides scheinen keine schwierigen Spiele zu sein.
Chang Cheng steht jetzt auf meiner Essen Liste, da ich mir das Spiel sehr gut vorstellen kann.
Bei welchen Spielen konntet ihr bisher das Spielgefühl nachvollziehen?
Amyitis bereitete mir eher mühe, den Spielablauf vorzustellen.
Wie geht es euch, könnt ihr ein Spiel, nachdem ihr die Regel gelesen habt?
Vielleicht eine komische Frage, habe aber immer wieder das Gefühl, dass alle die Spiele kapiert haben nach dem Regelstudium, ohne Material.

Gruss

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meier1
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Re: Regelstudium

Beitragvon meier1 » 11. Oktober 2007, 12:28

Pajdl schrieb:
> Gefühl, dass alle die Spiele kapiert haben nach dem
> Regelstudium, ohne Material.

Jup so ist es, das einzige was sich zeigen muss ist das eigentliche Spielgefühl.

Hans

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JoelH
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Re: Regelstudium

Beitragvon JoelH » 11. Oktober 2007, 12:56

Pajdl schrieb:

> Wie geht es euch, könnt ihr ein Spiel, nachdem ihr die Regel
> gelesen habt?

Theoretisch schon ;)

Aber meist ist das bloße Regelstudium Zeitverschwendung. Zumindest meines Erachtens nach, denn das Spielgefühl ist darin einfach nicht abgebildet. Ich brauche Pöppel und Mitspieler um die Regel richtig aufsaugen zu können. Desweiteren sagen Bilder mehr als tausend Worte, wenn ich einen Pöppel real von a nach b ziehe und dies sehe, dann verstehe ich das viel einfacher als wenn ich es mir nur vorstelle und dann in Gedanken halten muss, wo der Pöppel denn steht, während ich die Regel weiter verfolge. Sehr anschauliches Beispiel hierzu ist zB. der Unterschied zwischen Blindschach und Schach mit Brettansicht. Beides kann ich, aber mit Brett spiel ich doch um einiges besser.

J.

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Michel
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Re: Regelstudium

Beitragvon Michel » 11. Oktober 2007, 12:57

Wenn das Spiel echter Müll ist, merke ich das häufig an der Spielregel - aber ansonsten muss ich es wirklich ausprobieren, was ich bei Utopia auch getan habe (da ich die deutsche Übersetzung geschrieben habe). Kurzerhand mit den vom Verlag zur Verfügung gestellten Files einen Prototypen gebaut und eine Partie gespielt (versuche ich immer - weil man so ganz schnell Regellücken entdeckt).

Fazit: Utopia ist viel einfacher zu verstehen, als das Erstlingswerk Khronos der beiden Autoren, aber in der Auswirkung der Züge ähnlich komplex - nix für Totgrübler. Auch ohne das tolle Material (bei mir eckig geschnittene Schaumpappe) sehr ansprechend im "Handling", nicht wegzudiskutierender Glücks- und Chaosfaktor, der das taktische Element in den Vordergrund rückt (eine weitere Parallele zu Khronos).

Interessante zwei Beobachtungen an mir selbst: Da ich nur eine 2er-Partie gespielt habe, ist mir eine dicke Lücke der Utopia-Spielregel nicht aufgefallen. Die Spielerreihenfolge wechselt nämlich dauernd, je nach Position auf der Wertungsleiste. Bei zweien leicht nachzuhalten - bei mehreren aber muss genau geklärt werden, wie sich ein Wechsel auf dieser Leiste während der laufenden Runde auswirkt - das hat man dann doch noch bemerkt und buchstäblich Minuten vor dem Druck geändert (diese Zufügung ist noch nicht online, soweit ich weiß).

Die andere Geschichte: Durch eine simple Ausschmückung des Einleitungstextes, wo ich sinngemäß den Begriff "die Gäste kommen in den Häfen an" verwendet hatte, habe ich tatsächlich geglaubt, ankommende Fürsten dürften immer nur in Häfen platziert werden (was Quatsch ist und auch nirgendwo so steht).
Das hat mich wieder mal in meiner Überzeugung bestätigt, dass man Spielregeln lieber auf die nackte Anleitung beschränken sollte - die "Ausschmückung" muss und wird sich im Spiel selbst ergeben, bzw. muss ebenso kritisch betrachtet werden, wie alles andere.
Man lernt.

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ravn

Re: Regelstudium

Beitragvon ravn » 11. Oktober 2007, 13:02

Pajdl schrieb:

> Vielleicht eine komische Frage, habe aber immer wieder das
> Gefühl, dass alle die Spiele kapiert haben nach dem
> Regelstudium, ohne Material.

Ich gehe da mit einer Mischung aus Bauchgefühl und Regelanalyse ran. Wenn die generelle Aufmachung des Spiels schon mal stimmt oder die Thematik interessant scheint, oder die Messevorberichte auf ein von mir gesuchtes Schwergewicht hindeuten, dann schau ich mir die Regeln an (sofern verfügbar).

Manchmal zeigt sich dann aber auch schnell, dass nur arg alter Wein in neuen Schläuchen verkauft wird, nur optischer Gimmick das Spiel zusammenhält und das Spiel eigentlich nichts Neues zu bieten scheint, bis auf die Optik...

So kann ich schon mal etliche Spiele von meiner "Essen Liste 2008" streichen oder ganz weit nach hinten setzen. Ob ich dann falsch liege, wird sich dann ab kommende Woche Donnerstag zeigen.

Cu/Ralf

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Pajdl

Re: Regelstudium

Beitragvon Pajdl » 11. Oktober 2007, 13:21

Welche Spiele kannst du denn streichen oder nach hinten schieben?

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Marko
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Beiträge: 41

Re: Regelstudium

Beitragvon Marko » 11. Oktober 2007, 14:44

ravn schrieb:


> So kann ich schon mal etliche Spiele von meiner "Essen Liste
> 2008" streichen ...
Wow... da bist du deiner Zeit aber weit voraus. Ich freu mich gerade mal auf die Spiel 2007 und du bist schon bei 2008
Mein Kompliment :-D :-P

Viele Grüße
Marko

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ravn

Re: Regelstudium

Beitragvon ravn » 11. Oktober 2007, 15:04

Pajdl schrieb:
>
> Welche Spiele kannst du denn streichen oder nach hinten
> schieben?

Hatte schon fast geahnt, dass die Nachfrage kommt. Bitte die Antwort aber nicht falsch als "das sind schlechte Spiele" deuten, nur hatte ich persönlich mir mehr vorgestellt. Können aber trotzdem Spass machen (auch mir) und deshalb fahre ich nach Essen, um die zu spielen und nicht nur zu theoretisieren.

Also los:

- Czech Board Games: Laboriginals
Klang in der Ankündigung komplexer als es nach den Regeln den Anschein hat. Ist wohl mehr ein Funspiel mit lustig selbst geformten Spielfiguren.

- 2F-Spiele: Funkenschlag Stromwerk Karten 2
Wenn sich wirklich bewahrheitet, dass es nur arg geringe Veränderungen zum Originalkartensatz sind, dann weiss ich nicht, ob der neue Kartensatz wirklich neue Spielabläufe auf den alten Landkarten ermöglichen. So oder so kommen die Kraftwerkskarten ja fast zufällig ins Spiel und somit ist eh jede Partie anders.

- Czech Games Edition: Galaxy Trucker
Liest sich für mich, nach zu viel zufällig rechtzeitig die richten Raumschiffbauteile zu ziehen, um diese dann zu verbauen, um für Zufallsbegegnungen gerüstet zu sein. Hatte mir da mehr Komplexität gewünscht.

- Pegasus: Robotics
Wohl eher locker, leicht und lustig nach den bisherigen Infos, aber eben kein komplexes "Roboter in eigenen Fabriken bauen" Spiel. Zumindest gehen die ganzen Vorabinfos in diese Richtung.

- Valley Games: Container
Hatte eine komplexere Warenwitschafts-Simulation erhofft. Klang mir nach den Regeln aber nach zu wenig Vielfalt im Spielablauf. Erst ein Probespiel könnte mich da überzeugen.

Und nein, das ist kein Spielkritikliste und deshalb eigentlich für Andere völlig ohne Wert...

Cu/Ralf

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Klaus Knechtskern
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RE: Regelstudium

Beitragvon Klaus Knechtskern » 11. Oktober 2007, 16:55

"ravn" hat am 11.10.2007 geschrieben:
> - 2F-Spiele: Funkenschlag Stromwerk Karten 2
> Wenn sich wirklich bewahrheitet, dass es nur arg geringe
> Veränderungen zum Originalkartensatz sind, dann weiss ich
> nicht, ob der neue Kartensatz wirklich neue Spielabläufe
> auf den alten Landkarten ermöglichen. So oder so kommen die
> Kraftwerkskarten ja fast zufällig ins Spiel und somit ist
> eh jede Partie anders.

Ohoh da unterschätzt jemand den Kraftwerksstapel gewaltig ;-)

Ich hoffe Friedemann steinigt mich nicht für die Infos die durchsickern aber:

Es gibt Kraftwerkskapazitäten von 1-9 (!!), die Kraftwerksnummern beginnen bei 1 und so weiter und so fort.


Klaus, Erklärbär in essen

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ravn

RE: Regelstudium

Beitragvon ravn » 11. Oktober 2007, 18:31

Klaus Knechtskern schrieb:

> Ohoh da unterschätzt jemand den Kraftwerksstapel gewaltig ;-)
>
> Ich hoffe Friedemann steinigt mich nicht für die Infos die
> durchsickern aber:
>
> Es gibt Kraftwerkskapazitäten von 1-9 (!!), die
> Kraftwerksnummern beginnen bei 1 und so weiter und so fort.

Hui, das klingt schon ganz anders und zeigt man wieder nur zu gut, dass man sich auf diverse Hören-Sagen-Drittinfos schlicht nicht immer verlassen kann. Ein Selbstspielen in Essen oder notfalls echte PEEPs bringen da wohl weit mehr als diese ganzen Spekulationen... muss meine Liste dann wohl doch nochmal erweitern! :-)

Cu/Ralf, erst letztens wieder eine geniale Funkenschlag 2er Partie gespielt, die einen Verlauf hatte, wie bisher noch nie erlebt.

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quasselgnom
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Beiträge: 69

Re: Gibts noch mehr Messe-Schwergewichte wie Cuba & Agricola?

Beitragvon quasselgnom » 11. Oktober 2007, 22:04

Matthias Staber schrieb:
> - Brass / Warfrog Stand 5-56

Laut Messeplan hat der Stand von Warfrog allerdings die Nummer 5-95.

Besserwisserische Grüße ;)
vom quasselgnom
(Nur noch 6 Tage, 11 Stunden, 55 Minuten und ein paar Sekündchen! Freu!)

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Roman

Re: Regelstudium

Beitragvon Roman » 12. Oktober 2007, 02:01

Hi Pajdl,

Pajdl schrieb:

> Bei welchen Spielen konntet ihr bisher das Spielgefühl
> nachvollziehen?

Anhand des Regelstudiums alleine bei keinem.

> Wie geht es euch, könnt ihr ein Spiel, nachdem ihr die Regel
> gelesen habt?

Nein. Anhand einer Regel kann ich sehen, ob das Spiel mich ansprechen könnte und welche Mechanismen es verwendet. Beides sind wertvolle Informationen, aber ob das Spiel vom Gefühl her gut oder schlecht ist, erschließt sich mir dadurch normalerweise nicht. Außer es ist so daneben, dass man auf den ersten Blick logische Fehler oder Regellücken entdeckt. Und beherrschen kann man ein Spiel durch reines Regelstudium eh nicht...

> Vielleicht eine komische Frage, habe aber immer wieder das
> Gefühl, dass alle die Spiele kapiert haben nach dem
> Regelstudium, ohne Material.

Der Unterschied zwischen Urteil und Vorurteil ist nur das Präfix, und das wird ab und an gerne ignoriert oder dementiert. Macht zugegebenermaßen die Meinungsbildung aber auch deutlich unkomplizierter. Und vor allen Dingen schneller, denn nur die erste These zählt in Zeiten des Web 2.0, oder?

Um's kurz zu fassen: auf Leute, die behaupten, ein Spiel durch reines Regelstudium zu kapieren, gebe ich ähnlich viel wie auf meine tägliche Portion Spammails respektive chinesische Glückskekse. Denn die versprechen mir auch viel, was sie nie halten.

Ciao,
Roman (komisch ist an der Frage maximal, dass sie nicht öfter gestellt wird)

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meier1
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Re: Regelstudium

Beitragvon meier1 » 12. Oktober 2007, 07:34

Roman schrieb:

> Um's kurz zu fassen: auf Leute, die behaupten, ein Spiel
> durch reines Regelstudium zu kapieren, gebe ich ähnlich viel
> wie auf meine tägliche Portion Spammails respektive
> chinesische Glückskekse. Denn die versprechen mir auch viel,
> was sie nie halten.

Wenn du ein Spiel nicht nach dem Regelstudium kapierst, dann kannst du ja nie spielen, ohne dass man es dir erklärt. :-?

Ich begreife sie jedenfalls beim Regellesen, bloß die Feinheiten und Kniffe erschließen sich natürlich erst beim spielen. Jedenfalls erkenne ich nach dem lesen ob es für mich okay ist oder nicht und darauf kommt es mir an, deshalb bin ich für jede Spielregel dankbar die vorveröffentlicht wird.


Hans

Man sollte nicht immer von sich auf andere schließen, jeder ist anders ;-)

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tech7
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Re: Regelstudium

Beitragvon tech7 » 12. Oktober 2007, 15:24

Ich vermute mal er meint kennen anstatt kapieren. Denn es gibt viele Spiele die man wirklich mal gespielt haben muss um zu wissen ob sie gut sind, bzw. ob sie einem Gefallen. Agricola ist ein schönes Beispiel dafür ich habe nur die Regeln gelesen und kann sagen dass es mir wahrscheinlich gefallen wird, aber mit Sicherheit sagen kann ich das erst wenn ich es gespielt habe, alleine durch die 360 Karten die darin sind und ngrößtenteils ubekannt sind.

Ähnlich bei Cuba, wobei bei dem Spiel ich alleine vom Regelstudium sagen kann, dass ich es mit gewissen Leuzten in meiner Spielrunde gar nicht erst so spielen brauche, weil es ihnen nicht gefallen wird.


Andererseits gibt es auch gute Spiele mit grauenhafter Regel. Khronos 1st ed, Dungeoneer z.B.. Bei den beiden Spielen kann ich jeden verstehen der sie nach dem Regelstudium hasst ;)

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meier1
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Re: Regelstudium

Beitragvon meier1 » 12. Oktober 2007, 18:34

tech7 schrieb:
>
> Ich vermute mal er meint kennen anstatt kapieren.


Okay mit 'kennen' bin ich absolut seiner Meinung.

Aber trotzdem, mir reicht das Lesen und ich weiß, ob das Spiel für mich ansprechend ist, da ich es mir mit seinen Abläufen sehr gut vorstellen kann.

Hans

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JoelH
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Re: Regelstudium

Beitragvon JoelH » 13. Oktober 2007, 00:39

meier1 schrieb:
>

> Aber trotzdem, mir reicht das Lesen und ich weiß, ob das
> Spiel für mich ansprechend ist, da ich es mir mit seinen
> Abläufen sehr gut vorstellen kann.
>
> Hans

Du bist nicht zufällig dieser Mathematiker mit dem keiner spielen will?

Sorry, aber wer von sich behauptet aufgrund der Regeln auf den Spielspass schliesen zu können, den bewundere ich zum einen, aber ich beneide nicht seine Mitspieler, ganz sicher nicht....

und mit dir spielen mag ich auch nicht, du wirkst auf mich etwas ZU selbstbewusst, will nicht sagen narzisstisch.....

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Roman

Re: Regelstudium

Beitragvon Roman » 13. Oktober 2007, 07:02

Hi meier1,

meier1 schrieb:

> Wenn du ein Spiel nicht nach dem Regelstudium kapierst, dann
> kannst du ja nie spielen, ohne dass man es dir erklärt. :-?

Na, so schlimm ist es denn doch hoffentlich nicht, auch wenn einige meiner Mitspieler ihre helle Freude an dieser Aussage haben dürften ("Roman, Du hast eben erklärt, dass man das, was Du da grade machst, nicht darf...") ;-)

> Ich begreife sie jedenfalls beim Regellesen, bloß die
> Feinheiten und Kniffe erschließen sich natürlich erst beim
> spielen.

Das mit dem Begreifen hängt von der Regel ab, es gibt auch Exemplare, die ich zugegebenermaßen nicht begreife :-)) Aber, wie tech richtig sagte, das "Kapieren" ist eher im Sinne des "Kennen" gemeint. Man kann manchmal so daneben liegen, dass ich das durchaus interessant respektive erwähnenswert finde. Manche Spiele hören sich nach dem Regelstudium originell und interessant an und spielen sich dann so holprig wie ein kasachischer Feldweg. Andere wiederum klingen banal und machen dann dennoch einen Heidenspaß.

> Jedenfalls erkenne ich nach dem lesen ob es für mich
> okay ist oder nicht und darauf kommt es mir an, deshalb bin
> ich für jede Spielregel dankbar die vorveröffentlicht wird.

Nix anderes habe ich gesagt. Nur manche Spieleinschätzungen hinsichtlich des Spielgefühls aufgrund des reinen Regelstudiums sind mir suspekt.

> Man sollte nicht immer von sich auf andere schließen, jeder
> ist anders ;-)

Naja, mag gut sein, dass nicht jeder so geländedoof ist wie ich - aber es werden doch ganz gerne mal Mutmaßungen über ein Spiel allein aufgrund der Regel angestellt, die nicht zutreffen. Das Phänomen habe ich schon öfter erlebt - und andere sicherlich auch.

Ciao,
Roman

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meier1
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Re: Regelstudium

Beitragvon meier1 » 13. Oktober 2007, 10:51

JoelH schrieb:
> Sorry, aber wer von sich behauptet aufgrund der Regeln auf
> den Spielspass schliesen zu können, den bewundere ich zum
> einen, aber ich beneide nicht seine Mitspieler, ganz sicher
> nicht....
>
> und mit dir spielen mag ich auch nicht, du wirkst auf mich
> etwas ZU selbstbewusst, will nicht sagen narzisstisch.....

Ohne jemand zu kennen solche Einschätzung abzugeben, das muss ich offen gesagt bewundern, denn in der Menschenkenntnis bin ich überhaupt nicht gut.
Und genau das ist das was ich sagen wollte, jeder ist irgendwo sehr gut, dafür an anderer Stelle durchschnitt.
Und ich verstehe nun mal gut Spiele, andere sehen beim Programmieren von Computern alles genau vor sich und und und...

Und ich kann dich beruhigen, ich möchte auch nicht mit dir spielen, mit jemanden der so schnell Vorurteile hat.

Und was ist an Selbstvertrauen schlecht, diese Aussage kann ich ja nun überhaupt nicht nachvollziehen :-?

Hans


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