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Rauchen in Essen

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Hartmut Th.

RE: Rauchen in Essen

Beitragvon Hartmut Th. » 23. Oktober 2007, 00:12

Frank, da hast Du wieder mal nicht aufmerksam gelesen.

Die Rede war von "Gaststätten". Das sind für mich vor allem Restaurants, auch mal ein Lokal mit Livemusik. "Kneipen" im engeren Sinn interessieren mich nicht die Bohne, die habe ich lediglich als Extrembeispiel bemüht. An "Spielen in Kneipen" hatte ich - anders als Du - nichtmal im entferntesten gedacht, auch begebe ich mich nicht dorthin, um nur warm zu sitzen und dem Wirt nichts zu gönnen. Dass Gastwirte vom Verkauf von Speisen und Getränken leben, nicht aber unbedingt davon, dass man bei ihnen Spiele ausbreiten und/oder die Luft verpesten darf, ist uns doch beiden klar, oder?

> ... ich glaube, Du behauptest
> da aus Unkenntnis absoluten Blödsinn!! Ich weiß nicht, wie alt Du bist...

Die mittlerweile von Dir gewohnte unreif anmutende Wortwahl legt den Verdacht nahe, dass ich dem Alter nach locker Dein Vater sein könnte.

> Also, Rauchverbot in Kneipen befürworte ich, der von Dir
> beschriebene Effekt ist aber Blödsinn!

Ja nee, is klar. Wenn man in Gaststätten (!) landesweit nicht mehr rauchen dürfte, würde keiner mehr essen, trinken, ausgehen wollen? Das glaubst Du doch selbst nicht. Die meisten Raucher sind da heute schon weiter als Du denkst.

Leicht unmutige Grüße (und das ist kein "Blödsinn")

Hartmut

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toolate
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Re: Rauchen in Essen

Beitragvon toolate » 23. Oktober 2007, 01:22

In der Messehalle fand ich es als Nichtraucher am Do recht erträglich, insgesammt war die Luft dort ganz gut, jedenfalls im Vergleich zu meinen anderen Messeerfahrungen. Dennoch denke ich, gäbe es durchaus Verbesserungspotential, Aschenbecher mitten auf den Gängen? Da könnte man stattdessen sicher auch in jeder Halle eine kleine Raucherecke einrichten, dass sollte auch die Raucher nicht allzusehr einschränken.

Allgemein gesprochen muss ich aber sagen dass der Nichtraucherschutz in D ggw. ein Witz und nicht annähernd ausreichend ist. Es geht ja nicht allein um die Geruchsbelästigung (Köperschweiß als Vergleich schön und gut, aber das kommt im allgemeinen doch wesenlich seltener vor als ein Raucher bei dem man spontan die Luft anhält und hofft, dass er sich nicht weiter nähert, außerdem bin ich mir sicher, die meisten Raucher sind sich gar nicht im klaren was für einen Odem sie mit sich führen), es gibt ja auch noch den gesundheitlichen Aspekt (über 3000 Tote jährlich in D allein durch Passivrauchen).
Diejenigen, die auf entsprechende Landesgesetze warten, sollten sich übrigens nicht zuviele Hoffnungen machen, ich wohne in BaWü und das Rauchverbot wird in meiner Stadt in der hälfte der Kneipen nur völlig ungenügend Rechnung getragen, die andere Hälfte ignoriert es vollständig. Und selbst wenn man in der Kneipe nichts mehr riecht, nehmt euch mal am nächsten Tag eure Klamotten vor, wenn ihr ein paar Stunden dort wart, es ist widerlich.
Ich weiß wirklich nicht, was daran so schwer sein soll, für eine Zigarette vor die Tür zu gehen? In anderen Ländern z.B. klappt das prächtig und allen die wissen, wie häufig es dort regnet dürfte klar sein, dass es für die Raucher dort wesentlich unangenehmer ist, als für die hiesigen.
Ein Kneipensterben gab es dort meines Wissens nach dort auch nicht. Klar, vorrübergehende Umsatzrückgänge wegen unbelehrbarer Raucher, die sich auf einmal so schrecklich schlecht behandelt fühlen, aber man muss dem ganzen auch etwas Zeit geben, ein Nichtraucher, der sich über Jahre angewöhnt hat, dass er nicht in Kneipen gehen kann weil es für ihn nicht auszuhalten ist, der wird dies natürlich nicht von heute auf morgen ändern.

mfg,
toolate

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Ulrich Roth
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Beiträge: 281

Re: [OT] Rauchen in Räumen

Beitragvon Ulrich Roth » 23. Oktober 2007, 03:41

Marten Holst schrieb:

> In Irland
> sowie Italien gab es auch zunächst Umsatzrückgänge, danach
> aber regelrechte "Kneipenbooms". In Spanien hingegen rennt
> die Vorgabe wohl gegen die Wand.

Welche Vorgabe meinst du?

In Lokalen bis 100 qm (die große Mehrheit hier) entscheidet in Spanien der Wirt, ob geraucht werden darf. Falls ja, muss das an der Tür per Aufkleber signalisiert werden.

Meine Spielekneipe wurde von den Wirtsleuten, beide Nichtraucher und des brutalstmöglichen Passivrauchens mehr als müde, bei Inkrafttreten des Gesetzes zum Nichtraucherlokaöl erklärt, mit der Folge, dass die Scrabble-Spieler (eine große, für den Umsatz unverzichtbare Gruppe) mit dem Abwandern drohten, und das Rauchen wieder erlaubt werden musste.

In Lokalen über 100 qm muss es Nichtraucherzonen geben, aber deren räumliche Trennung vom Qualm kontrolliert keine Sau.

Fazit: Das Gesetz ist in der Praxis ein einziges Desaster, eine Farce. Es ist sogar schlimmer als gar nichts, weil zu befürchten steht, dass die Politiker sich nicht zu bald erneut mit dem Thema befassen und nachbessern werden.

Um mit Gerhard Polt zu sprechen: "Ein leidiges Kapitel!"
:mad:

Grüße aus Barcelona,
Ulrich

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sporb
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RE: Rauchen in Essen

Beitragvon sporb » 23. Oktober 2007, 06:01


> In einer halben Stunde Stau auf der Autobahn atmest du
> weitaus mehr Schadstoffe als wenn in den Messehallen ein
> paar Leute ihrem Rauchvergnügen nachgehen.

Zw. vermeid- und unvermeidbarer Belastung darf aber unterschieden werden.
Solche Postings bestärken mich in der Meinung, dass die "Hatz" noch ausgeweitet werden sollte.

Wenn Urheberrechtsverletzer als "Raubkopierer" verunglimpft werden können, sollte man den "Mordraucher" einführen.


cu, sporb (Achtung, dieses Posting enthält eine Meinung, wenn nichts anderes dabeisteht!)

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Peter Gustav Bartschat

Re: Rauchen in Essen

Beitragvon Peter Gustav Bartschat » 23. Oktober 2007, 07:52

toolate schrieb:
> es gibt ja auch noch den
> gesundheitlichen Aspekt (über 3000 Tote jährlich
> in D allein durch Passivrauchen).

Dem gegenüber stehen über 5.000 Verkehrstote in Deutschland im Jahr 2006:
http://de.wikipedia.org/wiki/Verkehrstote

Insgesamt ist mit Über-die-Straße-gehen also ein erheblich höheres Risiko verbunden als mit Atmen, und meine Empfehlung lautet, das höhere Risiko zuerst auszuschalten zu versuchen.

Mit einem lieben Gruß
Gustav

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peer

Re: Rauchen in Essen

Beitragvon peer » 23. Oktober 2007, 07:56

Hi,
Peter Gustav Bartschat schrieb:
> Dem gegenüber stehen über 5.000 Verkehrstote in Deutschland
> im Jahr 2006:
> http://de.wikipedia.org/wiki/Verkehrstote
>
> Insgesamt ist mit Über-die-Straße-gehen also ein erheblich
> höheres Risiko verbunden als mit Atmen, und meine Empfehlung
> lautet, das höhere Risiko zuerst auszuschalten zu versuchen.

Es sterben jährlich nur sehr wenige Menschen, die sich mit einer Kettensäge den Kopf absägen, dennoch halte ich das Risko zu sterben, wenn ich meine Kettensäge am Hals ansetze für höher, als beim Überqueren einer Straße.
Manchmal sollte man nicht mit absoluten Zahlen rechnen, sondern mit Prozensätzen ;-)

Übrigens: Wusstest du das 100% (Hundert!) aller Brettspieler sterben?

ciao
peer

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Frank

RE: Rauchen in Essen

Beitragvon Frank » 23. Oktober 2007, 09:07

Wieder mal nicht aufmerksam gelesen? Soso :-)

Eine Gaststätte (auch: Wirtshaus, in ländlichen Regionen Dorfkrug, im Schleswigschen Krog) ist ein gastronomischer Betrieb, in dem Getränke oder Speisen zum sofortigen Verzehr verkauft werden und der hierzu eine Aufenthaltsmöglichkeit bietet, beispielsweise ein Restaurant, ein Biergarten oder eine Kneipe.

Eventuell unpräzise ausgedrückt, Väterchen?

Amüsierte Grüße
Frank

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Frank

RE: Rauchen in Essen

Beitragvon Frank » 23. Oktober 2007, 09:21

Achja, noch was Väterchen:

Kleine Gaststätten und Diskotheken im Land leiden massiv unter dem Rauchverbot in der Gastronomie. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage, die der Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA Baden-Württemberg bei mehr als 300 gastgewerblichen Kleinbetrieben und Diskotheken durchgeführt hat. Ein Monat nach dem Inkrafttreten des Landesnichtraucherschutzgesetzes fürchtet jeder zweite der befragten Betriebe um die Existenz. Mehr als zwei Drittel der Betriebe rechnen damit, dass Arbeitsplätze durch das Rauchverbot verloren gehen.


„Wir haben gezielt Kleinbetriebe und Diskotheken angeschrieben, weil wir hier besonders massive Auswirkungen durch das Rauchverbot erwarten“, so DEHOGA-Präsident Peter Schmid. Gleichzeitig betont Schmid, dass vor allem die größeren Betriebe der Speisegastronomie offenbar weniger Probleme mit dem „Landesnichtraucherschutzgesetz“ haben. „Es gibt durchaus Betriebe, die mit dem Gesetz klar kommen oder sogar davon profitieren – das bestreitet im DEHOGA niemand. Uns ging es mit der Umfrage aber darum, auf die Probleme der Kleinbetriebe und der Diskotheken hinzuweisen.“

Wr also nicht in der Lage ist, zu schreiben, was er meint, also z.B. Gaststätten schreibt und Restaurants meint, der sollte sich auch nicht wundern, wenn man auf das antwortet, was geschrieben wurde!
Um auf mein Posting zurückzukommen: Deine Aussage ist bzgl. Gaststätten zwar wünschenswert, ist und bleibt aber Blödsinn!
Ich schreibe, was ich meine. Das mag nicht jeden erfreuen, hat aber sicher nichts mit Reife zu tun, Väterchen. Denn auch dies kannst Du nicht beurteilen.

Frank

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Thomas O.
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Re: Rauchen in Essen

Beitragvon Thomas O. » 23. Oktober 2007, 09:23

Peter Gustav Bartschat schrieb:
>
> toolate schrieb:
> > es gibt ja auch noch den
> > gesundheitlichen Aspekt (über 3000 Tote jährlich
> > in D allein durch Passivrauchen).
>
> Dem gegenüber stehen über 5.000 Verkehrstote in Deutschland
> im Jahr 2006:
> http://de.wikipedia.org/wiki/Verkehrstote
>
> Insgesamt ist mit Über-die-Straße-gehen also ein erheblich
> höheres Risiko verbunden als mit Atmen, und meine Empfehlung
> lautet, das höhere Risiko zuerst auszuschalten zu versuchen.

Hallo Peter Gustav,

das ist (sorry) Unsinn. Wie machst du das denn? Bewegst du dich gar nicht mehr aus deinem Haus, um der Gefahr eines Verkehrsunfalls zu entgehen? Es ist doch ganz logisch, dass das Risiko zuerst ausgeschaltet werden sollte, das am leichtesten auszuschalten ist. Und das Rauchen auszuschalten erfordert einen Aufwand von 0, nämlich schlicht und einfach die Unterlassung des Rauchens. Und im Gegensatz zum Straßenverkehr trägt das Rauchen null-komma-nix zur Mobilität, Volkswirtschaft, Erwerbstätigkeit etc. bei.

Wer jetzt die Entfatung seiner persönlichen (Rauch-)Freiheit einfordert, der darf auch ein Tempolimit von 80 in Spielstraßen einfordern. Hurra.

Grüße Thomas

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Hartmut Th.

RE: Rauchen in Essen

Beitragvon Hartmut Th. » 23. Oktober 2007, 09:33

"Frank" hat am 23.10.2007 geschrieben:
> Achja, noch was Väterchen:

*plonk*

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JoelH
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Re: Rauchen in Essen

Beitragvon JoelH » 23. Oktober 2007, 09:40

Zuvorderst, ich bin absoluter Nichtraucher, habe in meinem Leben zwei Zigaretten geraucht und dafür jedesmal "bezahlt" am nächsten Tag.

Thomas O. schrieb:
>
> Und das Rauchen auszuschalten
> erfordert einen Aufwand von 0, nämlich schlicht und einfach
> die Unterlassung des Rauchens.

Das Unterlassen von etwas ist manchmal schwieriger als das aktive ausüben. Psychischer Stress, der durch Sucht hervorgerufen wird, und alle Raucher sind süchtig, ist ganz haarig.

> Und im Gegensatz zum
> Straßenverkehr trägt das Rauchen null-komma-nix zur
> Mobilität, Volkswirtschaft, Erwerbstätigkeit etc. bei.
>

Ich bin gespannt wann jetzt der erste mit den Beschäftigten in der Tabakindustrie aufwartet ;)

> Wer jetzt die Entfatung seiner persönlichen (Rauch-)Freiheit
> einfordert, der darf auch ein Tempolimit von 80 in
> Spielstraßen einfordern. Hurra.
>
> Grüße Thomas

Ich denke, dass sich, wie leider sovieles in Deutschland, nur dadurch lösen lässt, wenn man es knall hart gesetzlich regelt. Doch leider gibt es bei allem zuviele Lobbyisten die dann aus ihren Löchern gekrochen kommen.

J. , der am Donnerstag gar nicht bemerkt hat, dass in Essen viel geraucht wurde....

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Thomas O.
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Re: Rauchen in Essen

Beitragvon Thomas O. » 23. Oktober 2007, 10:03

JoelH schrieb:
>
> Ich bin gespannt wann jetzt der erste mit den Beschäftigten
> in der Tabakindustrie aufwartet ;)

Das Argument wird den meisten dann doch zu blöd sein. Aber wer weiß, hier erlebt man ja so einiges ;-)

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Peter Gustav Bartschat

Re: Rauchen in Essen

Beitragvon Peter Gustav Bartschat » 23. Oktober 2007, 10:28

peer schrieb:
> Übrigens: Wusstest du das 100% (Hundert!)
> aller Brettspieler sterben?

Genau so wie 100 % aller Menschen, die niemals durch Passivrauchen belästigt werden (in Mesopotamien im 3. Jahrtausend vor Christus zum Beispiel).

Bei der Gelegenheit fällt mir übrigens eine Schlagzeile ein, die ich von ein paar Jahren mal gelesen habe. Die lautete ungefähr so: "Familienministerium schlägt Alarm: Mord ist die häufigste Todesursache bei 15- bis 25-jährigen."

Da drängte sich mir gleich die Frage auf: Was MÖCHTE das Familienministerium denn, das die häufigste Todesursache bei 15- bie 25-jährigen sein soll? Aids? Typhus? Unterernährung?

In einigen Gegenden der Welt ist das ja so organisiert, aber ob das Leben dort wirklich besser ist?

Mit einem lieben Gruß
Gustav

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JoelH
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RE: Rauchen in Essen

Beitragvon JoelH » 23. Oktober 2007, 10:48

Frank schrieb:
>
> Wieder mal nicht aufmerksam gelesen? Soso :-)
>
> Eine Gaststätte (auch: Wirtshaus, in ländlichen Regionen
> Dorfkrug, im Schleswigschen Krog) ist ein gastronomischer
> Betrieb, in dem Getränke oder Speisen zum sofortigen Verzehr
> verkauft werden und der hierzu eine Aufenthaltsmöglichkeit
> bietet, beispielsweise ein Restaurant, ein Biergarten oder
> eine Kneipe.
>
> Eventuell unpräzise ausgedrückt, Väterchen?
>
> Amüsierte Grüße
> Frank

Deine Definition mag vielleicht Wikipediatauglich sein, lieber Frank, aber im landläufigen Sprachgebrauch ist zwischen einer Kneipe und einer Gaststätte durchaus ein Unterschied zu sehen.

Wenn wir durch die Kneipen ziehen wollen, dann ist uns klar, dass wir vorher zuhause essen werden. Wenn wir uns in "unserer" Gaststätte treffen, bei uns "Der Grieche", dann ist klar, dass wir uns dort zum Essen treffen.

J.

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Peter Gustav Bartschat

So machts der Bär

Beitragvon Peter Gustav Bartschat » 23. Oktober 2007, 10:48

Thomas O. schrieb:
> Wie machst du das denn? Bewegst du
> dich gar nicht mehr aus deinem Haus, um der Gefahr eines
> Verkehrsunfalls zu entgehen?

Hallo, lieber Thomas,

du wirst dich - vielleicht - erinnern, dass ich nicht zu denjenigen gehöre, die sich durch Raucher bedroht fühlen, und dass ich auch nichts darüber geschrieben habe, dass ich ein ängstliches Kräutchenrührmichnichtan sei, dass sich von den Unbilden der Welt daheim zu verstecken trachtet.

Also bin ich der falsche Ansprechpartner für die Frage, ob ich mein Leben so organisiere, dass ich nicht mehr aus dem Haus gehe, um Verkehrsunfällen zu entgehen: Ich verwende ein mir angemessen erscheinendes Maß an Aufmerksamkeit auf mein Verhalten im Straßenverkehr und akzeptiere gleichzeitig, dass es vollständige Sicherheit nicht gibt.

Sich dahin zu begeben, wo viele Menschen versammelt sind, ist immer ein Risiko. Das trifft auch auf Messehallen zu. Wenn ich den Nutzen, den ich mir von so einem Besuch erwarte, als so groß einschätze, dass ich dafür das damit verbundene Risiko in Kauf zu nehmen bereit bin, dann tue ich das. Andernfalls würde ich es einfach nicht tun.

Mit einem lieben Gruß
Gustav

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Marten Holst
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RE: [OT] Rauchen in Räumen

Beitragvon Marten Holst » 23. Oktober 2007, 10:56

Moin,

> Fazit: Das Gesetz ist in der Praxis ein einziges Desaster,
> eine Farce. Es ist sogar schlimmer als gar nichts, weil zu
> befürchten steht, dass die Politiker sich nicht zu bald
> erneut mit dem Thema befassen und nachbessern werden.

in etwa das (sprich: die praktische Nichtdurchsetzung) meinte ich, nach Medienberichten und Erfahrungen meiner spanischen Freunde in ihrer Heimat.

Tschüß
Marten

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dilli
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Beiträge: 356

Re: Rauchen in Essen

Beitragvon dilli » 23. Oktober 2007, 10:58

Raucherecke hin oder her...
Ja ich bin eine, die mit dem Rauchen Probleme gehabt hat. Denn ich habe mindestens 8 Stunden lang am Tag Spiele erklärt und die Raucherecke ist übrigens gegenüber unserem Stand platziert worden. Da macht der Qualm schon seine Arbeit mit meinen Stimmbändern. Das habe ich aber als einen ungewünschten Bestandteil des Lebens gesehen.
Als unzumutbar habe ich jedoch empfunden, wenn ein Gast mit angezündeter Zigarette zum Tisch kam, spielen wollte und sich nicht zurechtweisen ließ. Denn ausser dem Qualm ging es ja auch um das Spiel selbst, dass durch Asche hätte verschmutz werden können - egal ob gleich beim abfallen, oder erst durch die Asche die am Boden liegen würde...

dilli
(eine Nichtraucherin, die die Raucher Akzeptiert, sie aber nicht um sich haben muss)

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Peter Gustav Bartschat

Interessante Zeiten

Beitragvon Peter Gustav Bartschat » 23. Oktober 2007, 10:59

JoelH schrieb:
> Ich denke, dass sich, wie leider sovieles
> in Deutschland, nur dadurch lösen lässt,
> wenn man es knall hart gesetzlich regelt.

Da gab es übrigens in den USA in den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts mal den Versuch, die zahlreichen Gefahren durch Alkoholkonsum abzuschaffen, in dem man das "knall hart gesetzlich regelt".

Allerdings ist das auf der ganzen Linie gescheitert.

Genau so übrigens wie die immer wieder unternommenen Versuche, beliebte Freizeitbeschäftigungen wie Religionsausübung oder Sex knall hart gesetzlich zu regeln.

Ich persönlich denke ja, es gibt Dinge, die lassen sich einfach nicht durch Verbote abschaffen. Die Verbote werden natürlich trotzdem immer wieder mal erlassen, und so wäre ich nicht ernsthaft überrascht, wenn Rauchen tatsächlich irgendwann verboten würde. Vermutlich würde sich dann allerdings eine ähnliche Entwicklung ergeben wie bei der oben angesprochenen Prohibition in den USA.

Nun, wie die Chinesen angeblich sagen, wenn sie jemanden ganz arg verfluchen: "Mögest du in interessanten Zeiten leben!". Vielleicht haben wir die ja gerade vor uns.

Mit einem lieben Gruß
Gustav

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Klaus Knechtskern
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RE: Interessante Zeiten

Beitragvon Klaus Knechtskern » 23. Oktober 2007, 11:15

Gustav,

soweit ich mich entsinnen kann war im Spiegel mal ein längerer Artikel der den Zyklus von Rauchen/Nichtrauchen über einen Zeitraum von 150 Jahren beobachtet hat. Es gibt Zeiten in denen (fast) jeder raucht (man achte nur mal auf Gesellschaftspielschachteln der 70er...) und Zeiten zu denen Rauchen absolut nicht en vogue ist ..

Lieber Gruß zurück

Klaus

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JoelH
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Re: Interessante Zeiten

Beitragvon JoelH » 23. Oktober 2007, 11:21

Peter Gustav Bartschat schrieb:
>
> JoelH schrieb:
> > Ich denke, dass sich, wie leider sovieles
> > in Deutschland, nur dadurch lösen lässt,
> > wenn man es knall hart gesetzlich regelt.
>
> Da gab es übrigens in den USA in den 20er Jahren des vorigen
> Jahrhunderts mal den Versuch, die zahlreichen Gefahren durch
> Alkoholkonsum abzuschaffen, in dem man das "knall hart
> gesetzlich regelt".
>
> Allerdings ist das auf der ganzen Linie gescheitert.
>
> Genau so übrigens wie die immer wieder unternommenen
> Versuche, beliebte Freizeitbeschäftigungen wie
> Religionsausübung oder Sex knall hart gesetzlich zu regeln.
>
> Ich persönlich denke ja, es gibt Dinge, die lassen sich
> einfach nicht durch Verbote abschaffen. Die Verbote werden
> natürlich trotzdem immer wieder mal erlassen, und so wäre ich
> nicht ernsthaft überrascht, wenn Rauchen tatsächlich
> irgendwann verboten würde. Vermutlich würde sich dann
> allerdings eine ähnliche Entwicklung ergeben wie bei der oben
> angesprochenen Prohibition in den USA.
>
> Nun, wie die Chinesen angeblich sagen, wenn sie jemanden ganz
> arg verfluchen: "Mögest du in interessanten Zeiten leben!".
> Vielleicht haben wir die ja gerade vor uns.
>
> Mit einem lieben Gruß
> Gustav

Wer redet denn von generellen Verboten? Von denen halte ich, aus den von dir aufgeführten Gründen, ebenfalls nichts. Allerdings kann man erwiesenermaßen gesundheitsschädigende Elemente aus der Öffentlichkeit verbannen. Keiner wird dir das Recht nehmen daheim zu Rauchen und zu Saufen, aber auf öffentlichen Plätzen muss das wirklich nicht sein.

J.

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Peter Gustav Bartschat

RE: Interessante Zeiten

Beitragvon Peter Gustav Bartschat » 23. Oktober 2007, 11:44

Klaus Knechtskern schrieb:
> soweit ich mich entsinnen kann war im Spiegel
> mal ein längerer Artikel der den Zyklus von
> Rauchen/Nichtrauchen über
> einen Zeitraum von 150 Jahren beobachtet hat.
> Es gibt Zeiten
> in denen (fast) jeder raucht [...] und Zeiten
> zu denen Rauchen absolut nicht en vogue ist ..

Hallo, lieber Klaus,

das kann ich mir schon gut vorstellen.

Es ist ja in vielen Aspekten so, dass eine jüngere Generation das entschieden ablehnt, was für die ältere Generation in deren eigener Jugend besonders wichtig war, und mit Begeisterung etwas tut, was die ältere Generation entschieden ablehnt.

Daraus ergibt sich dann dieses immerwährende Duett:
Jüngere Generation: "Die Alten sind alle intolerent."
Ältere Generation: "Die Jugend kennt keine Werte mehr."

Es ist noch gar nicht so lange her, da habe ich im Fernsehen einer empörten Alice Schwarzer zuhören können, die überhaupt nicht verstehen konnte, dass die Töchter fundamentalistisch-emanzipierter Mütter - zumindest bisweilen - eine starke Tendenz zeigen, Ehe und Familie höher zu schätzen als berufliche oder politische Karriere.

Da sich dieser Gegensatz der Wertverstellungen aufeinander folgender Generationen durch die gesamte Menschheitsgeschichte zu ziehen scheint, muss es wohl in der Evolution irgend eine Bedeutung haben. Vielleicht gibt's Fortschritt nur, wenn man mindestens einen Teil des Bestehenden ablehnt? (Wobei sich eine solche hypothetische "genetisch programmierte Ablehnung" dann auf jeden beliebigen Aspekt erstrecken könnte, nicht nur auf die, in denen Fortschritt tatsächlich möglich ist.)

Wer weiß ... hat das eigentlich schon mal jemand als Element in ein Zivilisations-Entwicklunsspiel eingebunden? Ich wüsste jetzt keins, denn eigentlich geht's da - abgesehen von gelegentlichen Katastrophen und Kriegen - überwiegend vor- und aufwärts. Aber das man in jeder neuen Spielrunde erst einen Generationenkonflikt durchmachen muss, gibt's glaube ich noch nicht.

Tja, fast schade, dass ich mich nicht zum Spiel-Autor berufen fühle, denn damit ließe sich sicher eine originelle Spielmechanik verbinden.

Mit einem lieben Gruß
Gustav

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Klaus Knechtskern
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RE: Interessante Zeiten

Beitragvon Klaus Knechtskern » 23. Oktober 2007, 12:05

"Peter Gustav Bartschat" hat am 23.10.2007 geschrieben:
> Hallo, lieber Klaus,
>
> das kann ich mir schon gut vorstellen.
>
> Es ist ja in vielen Aspekten so, dass eine jüngere
> Generation das entschieden ablehnt, was für die ältere
> Generation in deren eigener Jugend besonders wichtig war,
> und mit Begeisterung etwas tut, was die ältere Generation
> entschieden ablehnt.

Hallo lieber Gustav,

wenn ich mich noch recht entsinne hat der Autor des Artikels wohl eher einen Zusammenhang mit der ökonomischen Situation der Gesellschaft in der die Generation aufwächst gezogen. Dies kann ich für die Vergangenheit nachvollziehen sehe aber in der Gegenwart wohl auch den von Dir beschriebenen Protesteffekt. Außerdem ist Rauchen in jugendlichem Alter durch alle Generationen "cool" gewesen, nur werden die Heranwachsenden mal mehr oder weniger zahlreich "vernünftig"


> Tja, fast schade, dass ich mich nicht zum Spiel-Autor
> berufen fühle, denn damit ließe sich sicher eine originelle
> Spielmechanik verbinden.
>

die Leserschaft würde sich auch schon mit der erneuten Berufung zum bloggen zufrieden geben. Ich darf hier mal aus dem Bärenblog zitieren "(In der nächsten Folge geht es um etwas völlig anderes, nämlich um Pommes und Taubenmist, aber eine Apotheke kommt auch dabei vor.)"

> Mit einem lieben Gruß
> Gustav

Ein ebesolcher zurück

Klaus

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Ralf Arnemann
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RE: Rauchen in Essen

Beitragvon Ralf Arnemann » 23. Oktober 2007, 12:06

> Die Rede war von "Gaststätten".
> Das sind für mich vor allem Restaurants
Du bist aber nicht der Gesetzgeber.
Für den sind "Gaststätten" ALLE Lokalitäten, in denen man essen oder trinken kann.
Und es gibt eben keinerlei Ausnahmen, man darf noch nicht einmal explizit eine Raucherkneipe aufmachen für die Gäste, die genau dies wollen.

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Thomas O.
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Re: So machts der Bär

Beitragvon Thomas O. » 23. Oktober 2007, 12:07

Peter Gustav Bartschat schrieb:
>
> du wirst dich - vielleicht - erinnern, dass ich nicht zu
> denjenigen gehöre, die sich durch Raucher bedroht fühlen, und
> dass ich auch nichts darüber geschrieben habe, dass ich ein
> ängstliches Kräutchenrührmichnichtan sei, dass sich von den
> Unbilden der Welt daheim zu verstecken trachtet.

Nein, aber du hast (sinngemäß) geschrieben, dass du es sinnvoller findest, das Risiko eines Verkehrsunfalls auszuschalten (geht nur durch durch Nicht-Teilnahme am Straßenverkehr) als das Risiko des Passivrauchens (geht schon durch schlichtes Nichtrauchen). Darauf allein bezog sich meine Frage, wie du das Erstgenannte bewerkstelligen willst.

Und der Vergleich mit dem Alkoholkonsum hinkt wie ein Vergleich nur hinken kann: Ich habe noch von keinen Gefahren des Passivtrinkens gehört, und ich fühle mich in geschlossenen Räumen auch nicht durch trinkende Mitbürger in meiner gesundheitlichen Unversehrtheit beeinträchtigt.

Grüße Thomas







> Also bin ich der falsche Ansprechpartner für die Frage, ob
> ich mein Leben so organisiere, dass ich nicht mehr aus dem
> Haus gehe, um Verkehrsunfällen zu entgehen: Ich verwende ein
> mir angemessen erscheinendes Maß an Aufmerksamkeit auf mein
> Verhalten im Straßenverkehr und akzeptiere gleichzeitig, dass
> es vollständige Sicherheit nicht gibt.
>
> Sich dahin zu begeben, wo viele Menschen versammelt sind, ist
> immer ein Risiko. Das trifft auch auf Messehallen zu. Wenn
> ich den Nutzen, den ich mir von so einem Besuch erwarte, als
> so groß einschätze, dass ich dafür das damit verbundene
> Risiko in Kauf zu nehmen bereit bin, dann tue ich das.
> Andernfalls würde ich es einfach nicht tun.
>
> Mit einem lieben Gruß
> Gustav

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Ralf Arnemann
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Re: So machts der Bär

Beitragvon Ralf Arnemann » 23. Oktober 2007, 12:07

> Sich dahin zu begeben, wo viele Menschen
> versammelt sind, ist immer ein Risiko.
Das Hauptrisiko dabei (besonders in Essen) ist, sich mit einer zünftigen Erkältung anzustecken.
Dagegen sind möglichen Gefahren durch Passivrauchen während dieser paar Stunden völlig marginal.


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