Beitragvon Dirk Piesker » 8. Januar 2008, 20:44
Hallo Ingo,
> Manchmal hilft es zu klären, wer einen Begriff
> eingeführt hat, wenn man um die Bedeutung streitet.
Das ist IMHO der entscheidende Punkt.
Im Normalfall entsteht Sprache doch so, dass ein
Ding (Konkret oder abstrakt) beschrieben werden soll, und
sich daraufhin ein Wort/eine Beschreibung entwickelt.
Nun ist hier ja genau das Gegnteil der Fall, nämlich ein
Wort, zu dem es erstmal keine Bedeutung gibt.
Neue Worte ohne konkreten Bezug werden meist aus einem
bestimmten Grund benutzt, und genau diesen zu hinterfragen
wäre meines Erachtens sinnvoller, als eine allgemeine
Diskussion, was denn eine Definition sein könnte.
(Auch wenn es ggf. Spaß macht und natürlich auch völlig
legitim ist)
Ein Verlag benutzt "Autorenspiel" vielleicht, um in der
Masse "klassischer" Familienspiele (Monopoly, Risiko,
Backgammon, Twister...) einen Qualitätsanspruch
zu suggerieren, also ein Marketing-Schachzug.
Ein Autor könnte damit die Bedeutung eines Spiels
als schöpferische Leistung hervorstellen wollen.
Und ein Forumsleser könnte sich kopfkratzend fragen,
was er denn mit diesem Wort nun anfangen soll, und dann lieber die Neuheitenliste für Nürnberg auswendig lernen :-)
Viele Grüße,
Dirk