Beitragvon Ulrich Roth » 29. Juni 2008, 12:42
Grzegorz Kobiela schrieb:
> Andererseits bleibt man so im Rennen. Wenn der Glückliche
> noch immer einen extra Bonus erhält, dann macht es keinen
> Spaß.
So, ich habe jetzt einige Partien absolviert und gebe dir Recht, was den Bonus betrifft: Er ist wohl in der Tat überflüssig.
Das offizielle Wertungssystem gefällt mir allerdings jetzt noch weniger als zuvor vermutet, denn:
Wenn man "Finito" nicht nur als belanglosen Zeitvertreib betrachtet, sondern als interessantes, respektables Spiel, das man so gut wie möglich spielen sollte, dann wird durch diese Regel (Punkte entsprechend der längsten ununterbrochenen aufsteigenden Zahlenfolge) das Spiel plötzlich heillos kompliziert, und alles andere als "easy".
Man muss nun nämlich ständig zwischen offensivem Spiel auf Gewinn per "Finito" (alleinige Priorität in einer Einzelpartie) und defensivem Spiel (Schadensbegrenzung wenn ein anderer zumacht) lavieren. Dies impliziert u.a. auch, dass man genau verfolgen muss, was auf den Tableaus der Mitspieler vor sich geht - grauenvoll, da *Arbeit*! :mad:
Wer immer sich das Wertungssystem ausgedacht hat, hatte vermutlich - zu Recht - die Zielvorstellung, dass es in erster Linie "easy" sein muss.
Ist es auch, aber das Spiel an sich ist halt damit gar nicht mehr "easy", zumindest wenn man es ernst nimmt, was es m.E. unbedingt verdient.
Wie wäre es mit folgender Alternative:
Nachdem ein oder mehrere Spieler "Finito" gemacht haben, dürfen die anderen unter Aufsicht noch so viele Steine versetzen, wie sie brauchen, um die Siegbedingung zu erfüllen. Für jeden versetzten Stein erhalten sie einen Minuspunkt.
Die Endwertung erfolgt nach einer vorher festgelegten Anzahl Partien.
(Das scheint mir besser, als bis zu einer bestimmten Minuspunkt-Summe zu spielen, weil da die Gesamtspieldauer zu stark davon abhängt, ob ein *Nullschnaller* mitspielt, der blitzschnell Unmengen Minuspunkte generiert :eek: ).