Hi,
Daniel R. schrieb:
>
> Früher wurde man auf selbständiges Denken erzogen...
Es gab früher auch viel mehr Arbeitsunfälle, mehr Unfallopfer auf den Strassen, Kindersterblichkeit war höher - und ich rede durchaus noch von diesem Jahrhundert.
Aber wenigstens waren die die überlebt haben, selbstständiger :-|
und
> heute sind viele (Pisa-Studie hat's gezeigt) nicht mal mehr
> in der Lage, den Text des Warnhinweises zu verstehen,
Vergleicht man die Studien 200ß, 2003 und 2006 miteinander so haben sich die deutschen Schüler in Punkto Lesefähigkeit stetig verbessert (von 484 Kompetenzpunkten auf 495). Bei der letzten Wertung lagen wir ziemlich genau im OECD-Mittelfeld. D.h. die Hälfte der Industriestaaten lag hinter uns. Können die gar nicht mehr lesen? :-)
> geschweige denn willig Selbstverantwortung zu übernehmen,
> falls irgend ein Hinweis gefehlt hat.
Also: Ganz auf Warnhinweise verzichten und wenn dann jemand stirbt die Verantwortung übernehmen? Etiketten wie "Giftig" "Ätzend" und "Brennbar" von den Flaschen entfernen? Hauptsache die Geschädigten sagen hinterher "Ich hätte mich vorher informieren müssen. Ich gebs zu. Nun lasst mich in Ruhe sterben?"
Wenn dein (hypotetisches) Sehsjähriges Kind zwei Magneten verschluckt, während du noch schläfst oder gerade das Frühstück machst, hättest du ohne Hinweis etc. gewusst, dass das wirklich gefährlich ist? Oder hättest du wie die meisten hier (ich zähle mich dazu) gedacht "Wird schon wieder unten raus kommen?".
> Die Tendenz (!) ist bedenklich, nicht ein einzelner Hinweis
> wie jene der verschluckbaren Magneten.
Tut mir Leid ich kann an Aufklärung nichts verwerfliches erkennen.
ciao
peer