Beitragvon Günter Cornett » 30. Juli 2008, 15:10
Ingo Althöfer schrieb:
>
> Hallo,
>
>
> > Die Schweizer Firma Geomag (Magnetbauspiele) wird wohl
> > Konkurs gehen, wie die neusten Presse-Meldungen
> > verkünden. Siehe z.B. hier :
> > http://www.20min.ch/finance/news/story/10713316
>
> Ein Abschnitt in dem gelinkten Artikel hat mich
> stutzig gemacht.
>
> > ...
> > Raubkopien in Asien
>
> Der erste Nachahmer von geomag war doch supermag
> von Plastwood (Sardinien), also kein asiatisches
> Unternehmen.
Dazu gibt es hier einen Artikel:
http://www.swissinfo.ch/ger/swissinfo.html?siteSect=43&sid=5731194
Supermag dürfte ähnlich teuer sein wie Geomag und deswegen keine so große Konkurrenz wie absolute Billigware.
> > Bekannt ist hingegen, dass der Geomag illegale
> > Billigkopien aus Asien das Geschäft verdarben. In
> > der Praxis erwies es sich für das Unternehmen als
> > unmöglich, dieser aggressiven Konkurrenz mit
> > juristischen Mitteln Einhalt zu gebieten.
> >
> > Das Spielzeug Geomag beruht auf einem international
> > deponierten Patent. ...
>
> Was ist ein "international deponiertes Patent"?
> Findet man so etwas in einem Liechtensteiner Tresor?
Es ist eine Schweizer Zeitung, die schreiben mitunter seltsames 'Deutsch'
> Mir war eh nie klar, wie so etwas Einfaches wie
> die geomag-Figuren geschützt sein könnten (von
> wegen Schöpfungshöhe).
Schöpfungshöhe ist ein Begriff des Urheberrechts.
Technische Erfindungen kann man als Patente anmelden. Sie müssen keine besondere 'Schöpfungshöhe' aufweisen, aber das beschriebene Verfahren muss neu sein.
> Jedenfalls hatte die Firma z.B. den Namen "geomag"
> in Deutschland nicht markenrechtlich schützen lassen.
> (Kostenpunkt wären 300 Euro gewesen.)
Sie haben die Marke stattdessen gleich europaweit angemeldet: http://oami.europa.eu/de/database/ctm-online.htm
möglicherweise zusätzlich noch in anderen Ländern
womit auch deine Frage nach dem international deponiertem Patent beantwortet sein müsste.
Gruß, Günter