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Confucius - Was haltet Ihr von dem Spiel?

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Leonero

Confucius - Was haltet Ihr von dem Spiel?

Beitragvon Leonero » 11. März 2009, 18:08

Hallo !

Ich wollte mal fragen, was Ihr von Confucius haltet !
Es hat ein interessanten Mechanismus , Geschenke erhalten
und/oder verschenken, um mehr Aktionen zu bekommen.
Desweiteren bindet man ein Gegner, wenn man ihn beschenkt !
Wie sind Eure Spielerfahrungen ?
Ich bin für jede Antwort dankbar ! :-)

Mit freundlichen und spielerischen Grüssen !
Olaf

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Duchamp

Eine Menge!

Beitragvon Duchamp » 11. März 2009, 19:12

Gut, als (Mit-)Übersetzer der Regel ins Deutsche bin ich vielleicht nicht unbefangen - andererseits begreift man natürlich auch ganz gut, was da vor sich geht, wenn man das Ganze bis ins Detail in die Deutsche Sprache überträgt ...

Also, ich finde es absolut top. Man sollte nicht unbedingt mit fünf Leuten anfangen, von denen noch keiner das Spiel gespielt hat. Meine ersten Runden waren zu dritt, das war genau richtig. Zu viert nach ersten Erfahrungen, das Spiel wird dadurch noch "voller" - m.E. nicht entscheidend besser. Zu fünft habe ich es noch nie gespielt - stelle ich mir allerdings ein bisschen ZU heftig vor.

Was mich überraschte, war, dass sich seine anfängliche (scheinbare) Unübersichtlichkeit beim Spielen schnell legte. Der Ablauf selbst ist gar nicht so komplex - die Entscheidungen allerdings schon. Die Verwobenheit von allem mit allem anderen ist m.E. super und intensiv. Und wie so oft, weiß man erst beim zweiten oder gar dritten Spiel, was man wirklich sinnvoll tun oder lassen kann.

Wichtig: Die Deutsche Spielhilfe und Kurzregel herunterladen.
http://www.surprisedstaregames.co.uk/Confucius/MiniRules-German.pdf
http://www.surprisedstaregames.co.uk/Confucius/PlayAid-German.pdf
Und natürlich auch die Deutsche Regel:
http://www.surprisedstaregames.co.uk/Confucius/GermanRules.pdf

Andererseits ist es offen gestanden kein Spiel für "Spaß"-Spieler oder solche, die vor allem auf Thema und tolle Spielkomponenten stehen. Einige Mitspieler empfanden es als "trocken" - ich dagegen überhaupt nicht. Wenn man auf komplexere Kost steht, sollte man sich Confucius unbedingt zulegen - es ist vom Spielgefühl sehr eigen!

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Calavera
Brettspieler
Beiträge: 82

Schöne Ansätze, mehr nicht

Beitragvon Calavera » 12. März 2009, 02:15

Meiner Ansicht nach hakt das Spiel ein wenig. Das Erzeugen von Abhängigkeiten durch die Geschenke ist eine tolle Idee, die eine neue Art von Komplexität zum Spiel hinzufügt. Leider wird dieser Pluspunkt meiner Ansicht nach wieder ausgeglichen durch meinen größten Kritikpunkt:

Das Spiel bietet zu wenig Möglichkeiten, Siegpunkte zu sammeln. Und damit meine ich, dass es zu wenig Zeitpunkt gibt, zu denen Punkte gesammelt werden können. Das gibt diesen Zeitpunkten nämlich zu viel Gewicht, so dass Kleinigkeiten wie Spielreihenfolge oder was für eine Kaiserliche Gunst-Karte man gezogen hat zu genau diesem Zeitpunkt über Sieg und Niederlage entscheiden. Da kann ein Schmetterlingsflügel in der Tat Siegpunktstürme auslösen. Und dieser Teil ist dann leider nur sehr begrenzt beeinflussbar, so dass Conficius bei mir trotz sehr guter Ansätze leider eher in der Kategorie Fehlkäufe gelandet ist...


Schönen Gruß,

Nils

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Peter Pasch
Brettspieler
Beiträge: 65

Confucius Daumen hoch!

Beitragvon Peter Pasch » 12. März 2009, 08:36

Confucius ragt aus der Masse der Messeneuheiten Essens heraus. Das liegt vor allem an der Möglichkeit, andere Spieler durch Geschenke in ihren Spielzügen zu beeinflussen.
Auch Calavelas Kritikpunkt es gäbe zu wenig Möglichkleiten, Siegpunkte zu erhalten, sehe ich eher als Vorteil. Zum einen zwingt es die Spieler in Bereichen
(z. B.: Ministerien)immer wieder in Konkurrenz zu treten, zum anderen verleiht es Confucius hier eine gewisse Übersichtlichkeit, da es nicht dutzende Möglichkeiten gibt, nebeneinander her zu spielen.
Natürlich kommt es bei den Ministerien gerade gegen Ende des Spiels zu Kettenreaktionen im Siegpunktbereich, aber dies ist durchaus beeinflussbar.
Die kaiserliche Gunst ist allerdings in einigen Karten schon sehr stark (Glückselement beim ziehen).

Wer komplexe Spiele mag, wird auch Confucius mögen.
Das Spiel hat bei mir nach mehreren Partien noch gepunktet.
Für mich definitiv kein Fehlkauf.

Gruß Peter!

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Dirk Piesker
Kennerspieler
Beiträge: 950

Re: Confucius - Was haltet Ihr von dem Spiel?

Beitragvon Dirk Piesker » 12. März 2009, 08:48

Hallo Olaf,


wenn ich das wüsste. Klar klingen die Beschreibungen
alle interessant, aber kaum ein Spiel in meiner
Sammlung ist so "unsexy" wie Confucius.
Alles an Confucius sagt mir: Es ist Arbeit, Du musst
Dich durchkämpfen. Aufforderungscharakter = null.

Schade, da fehtl etwas Seele im Spiel.


Viele Grüße,
Dirk

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Duchamp

Variante auf BGG

Beitragvon Duchamp » 12. März 2009, 08:48

Auf BGG wurde an einer Variante gebastelt, die das Ziehen der Verdienstkarten nicht gänzlich dem Zufall überlässt:

http://www.boardgamegeek.com/thread/354139

Die mageren Siegpunkte empfinde ich eher als wohltuend. Nicht "hier 13, dort nochmal 8, am Ende zwischen 80 und 130 gesammelt", sondern echte Kämpfe um Ministerien, das erste Erreichen ferner Länder oder das erfolgreiche Bekämpfen der Nachbarländer.

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Duchamp

Spielreiz durch Spielen

Beitragvon Duchamp » 12. März 2009, 08:54

Klingt so, als hättest du es noch gar nicht gespielt ... ?

Ich wage mal einen vagen Vergleich: "Im Schatten des Kaisers" wirkt auf mich ähnlich: Viele kleine Bildsymbole, verschiedene Skalen und Felder, kein "Zentrum" auf dem Brett, keine sofortige Klarheit, was eigentlich zu tun ist, diverse Einflussmechanismen ...

Man muss es einfach spielen, um auf den Trichter zu kommen - wenn es denn vom Ablauf her ein Spiel für einen ist. "Im Schatten des Kaisers" entfaltet dann ebenso einen Reiz für mich (und damit einen Aufforderungscharakter) erst nach der ersten Partie, wie "Confucius".

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Dirk Piesker
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Re: Spielreiz durch Spielen

Beitragvon Dirk Piesker » 12. März 2009, 10:55

Hallo Duchamp,

na klar habe ich es noch nicht gespielt :-)

Du hast ja auch komplett recht. "Leider" gibt es aber so
viele Spiele, die von mir gespielt werden wollen, dass so
eine -ich sage mal- Einstiegshürde wirklich hinderlich ist.

Komisch, bei ISdK hatte ich das so garnicht. Da hat es
nur leider nach mehreren Partien nicht wirklich gefunkt...

Grübel, grübel... Ähnlich geht es mir bei Roads&Boats oder
Hermagor...

Das ist halt sehr subjektiv..

Viele Grüße,
Dirk

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Micha A.
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Beiträge: 1340

RE: Confucius - Was haltet Ihr von dem Spiel?

Beitragvon Micha A. » 12. März 2009, 11:24

Basierend auf der Erfahrung einer Partie:

Mir hat's nicht gefallen. Zu wirr das Ganze, gleichzeitig spielmechanisch nicht besonders reizvoll (auch diese Beschenkerei war nun nicht so der Knaller). Außerdem häßlich. "Unsexy" trifft's ganz gut.

Natürlich gestehe ich zu, dass auch dieses Spiel - wie so viele andere - seinen vollen Reiz möglicherweise erst mit einer gewissen Erfahrung entfaltet (daher auch meine einleitende Bemerkung). Aber auf eine weitere Partie lege ich dennoch keinen Wert - da gibt's zu viele andere Spiele, die eindeutig sexier sind (z.B. die auch in diesem Thread genannten "Hermagor" oder "Im Schatten des Kaisers").

Gruß
Micha


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"Never argue with idiots. They bring you down to their level, then beat you with experience."

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Thomas Reh
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Beiträge: 427

Tausende von Spielen

Beitragvon Thomas Reh » 12. März 2009, 11:31

Hallo Dirk,

das ist ja das schöne an Spielen, es gibt tausende von Ihnen und jeder sucht sich das raus, was ihm gefällt.

Gruss
Thomas
(der heute mal wieder Magic spielt)

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Calavera
Brettspieler
Beiträge: 82

Re: Confucius Daumen hoch!

Beitragvon Calavera » 12. März 2009, 12:02

Nur nochmal zur Klarstellung: Die Anzahl der Arten zu punkten ist für mich ok, aber man müsste mehrfach dabei punkten können, gerade in den Ministerien, so dass das derzeitige Hop oder Top vermieden wird.
Bei uns in der Runde sah es jedenfalls so aus, dass ich bei mindestens einem Ministerium eine Gunst-Karte als Kaninchen aus dem Hut gezogen habe und damit letztlich das Spiel gewonnen habe. Und es war eindeutig nicht so, dass die Einflussmöglichkeiten bei der Ministerienübernahme in unserer Runde ignoriert wurden. Bloß kann man dabei unmöglich die Gunst-Karten mit einbeziehen. Und wenn man dann Pech hat, setzt man halt aufs falsche Pferd (Ministerium).

Wenn das nicht stört, ist es tatsächlich ein Spiel, das mit häufigerem Spielen (= Verstehen der Zusammenhänge) dazugewinnt. Ich würde aber nicht mit dem 5-Personen-Spiel beginnen, weil das doch eher zu unübersichtlich ist und man deshalb die Geschenkabhängigkeiten nur schwer oder gar nicht versteht und nutzt.


Schönen Gruß,

Nils


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