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Familientauglich?

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Günter Burkhardt
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Familientauglich?

Beitragvon Günter Burkhardt » 5. Mai 2009, 10:31

Hallo,

ich möchte an dieser Stelle den Ausdruck "familientauglich" kurz genauer betrachten.
Im Rahmen der Aktion "Spielen macht Schule" habe ich in diesem Schuljahr Spielenachmittage in einer Grundschule durchgeführt. Die Gruppengröße war 4-9 Kinder und von daher optimal, auch das neu eingerichtete Spielezimmer bot beste Voraussetzungen.
Hier habe ich festgestellt, was man mit Kindern der ersten Klasse (7 Jahre) und der vierten Klasse (10-11)wirklich spielen kann. Wir dürfen nicht von den Kindern aus unseren Spielerfamilien ausgehen, wenn wir von "familientauglich" sprechen. Spielegewohnte Kinder können natürlich auch anspruchsvollere Spiele schon früher spielen. Die allermeisten Kinder spielen aber zuhause nicht oder nur wenig (vielleicht gerademal UNO oder Mädn).
Im Durchschnitt können sich 7-jährige kaum 15 Min. am Stück konzentrieren. Die meisten Spiele, die mit der Altersangabe "ab 8" versehen sind, waren für die Viertklässler nicht geeignet, weil zu komplex oder vom Thema her völlig uninteressant, von denen "ab 10" ganz zu schweigen. Plantagen auf einer Insel, die die Kinder nicht kennen, irgendwelche Zugoptimierungen oder zähes Siegpunktesammeln sind für Kinder in diesem Alter völlig daneben.
Ich möchte nicht falsch verstanden werden, natürlich gibt es auch Familien mit älteren Kindern, die auch komplexere Spiele spielen können. Mit dem Begriff "familientauglich" sind aber schon Familien mit Kindern bis 10 gemeint. Und gerade auch Familien, die eher weniger spielen und deshalb daran herangeführt werden sollten.
In diesem Sinne sind (leider) 98% der in diesem Forum diskutierten Spiele nicht familientauglich.

Spiele Grüße

Günter Burkhardt

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rolf
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Beiträge: 768

Re: Familientauglich?

Beitragvon rolf » 5. Mai 2009, 10:50

Dem kann ich nur zustimmen. Ich habe des öfteren beobachtet (gerade zu Weihnachten), wenn im Supermarkt ein Spiel gekauft wird: "Das Spiel ist ab 8 Jahre, sieht gut aus, das nehmen wir."

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Klaus Ottmaier
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Re: Familientauglich?

Beitragvon Klaus Ottmaier » 5. Mai 2009, 10:51

Hallo Günter,

das sehe ich sehr ähnlich.
Wobei ich schon meine, dass mit den richtigen Spielen und einer entsprechenden Erklärung auch Kinder von 7/8 Jahren schnell von SPielen sehr fasziniert sein und so eine große Begeisterung für Spiele entwickeln können. Und damit dann die Konzentrationsfähigkeit auch gefördert werden kann.

Wie familientauglich ist denn Maori? (Da steht ab 8 drauf) ;-) . Selbst in der einfachsten Version werden die von dir angesprochenen Kinder doch auch noch Schwierigkeiten haben?

Lieben Gruß

Klaus

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Jonas
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Beiträge: 339

Re: Familientauglich?

Beitragvon Jonas » 5. Mai 2009, 10:57

Volle Zustimmung!

Wobei es nicht nur auf die Kinder zutrifft, sondern auch auf viele Erwachsene. Die sind mit vielem komplett überfordert, was ab 10 Jahren angegeben ist - vor allem, wenn es darum geht, eine Spielregel eigenständig zu lesen und zu verstehen.

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Günter Burkhardt
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Beiträge: 82

Re: Familientauglich?

Beitragvon Günter Burkhardt » 5. Mai 2009, 11:01

Hallo,

ich habe bewusst keine Spieletitel genannt, auch nicht meine.
Aber ich habe Maori in der Schule mit Viertklässlern gespielt und es ist dort sehr gut angekommen, gerade auch, weil es durch die Varianten altersmäßig gut angepasst werden kann. Die Grundvariante ist wirklich ab 8.
Weil ich finde, dass man mit den Altersangaben sehr ehrlich sein sllte, steht deshalb bei Maori "ab 8", bei FINDEN SIE MINDEN oder DARJEELING aber "ab 12" drauf.

Gruß

Günter Burkhardt

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ode

Re: Familientauglich?

Beitragvon ode » 5. Mai 2009, 11:02

Aber das liegt doch jetzt auch schon wieder an der Betrachtungsweise. Wie du selbst sagst, können Spiele in Familien, wo die Kinder durchaus viel Spielen auch absolut Familientauglich sein. Nicht für alle Familien. Aber für die viel spielenden Familien durchaus!

Wei willst du da jetzt den Begriff definieren? Wenn man sich für Spiele interessiert (und ich denke, dass ist die Zielgruppe), dann kann man doch durchaus sagen, das die Spiele familientauglich sind. Da sie eben auch mit der ganzen Familie gespielt werden können.

Es liegt am Blickwinkel.

ode.

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Matthias Prinz
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Re: Familientauglich?

Beitragvon Matthias Prinz » 5. Mai 2009, 11:09

Hallo Günter,

ich sehe das ähnlich. Ich gehe sogar einen Schritt weiter und halte die Altersangabe auf Spielen für nicht aussagekräftig. Das ist vermutlich ein Relikt, das über Generationen immer mitgetragen wurde, aber keiner mehr hinterfragt. Genau wie z.B: die rot, blau, grün und gelben Knöpfe einer TV-Fernbedienung. Weiß jemand, für was die gut sind? ;)

Ich fände eine Kennzeichnung der Art: "Geeignet für Spiele-erfahrene Familien" / "Geeignet für Gelegenheitsspieler" o.ä. wesentlich aussagekräftiger.

Denn wie gesagt: Die Leute, die bei Spielen bewusst auf die Altersfreigabe schauen, werden sich auch danach richten (wie z.B. die bekannte Oma, die zu Weihnachten ein beliebiges buntes Spiel aus dem Regal zieht).

Und für den erfahrenen Spieler sagt die Altersfreigabe nur etwas über die Komplexität aus. So mache ich es ehrlich gesagt auch bei meinen Spielen. Ist es komplex? -> ab 12 Jahren
Hat es einfache Regeln? -> ab 8 Jahren
So etwas wird in der Praxis – denke ich – fast nie getestet.

Viele Grüße
- Matthias

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Günter Burkhardt
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Re: Familientauglich?

Beitragvon Günter Burkhardt » 5. Mai 2009, 11:58

Hallo Matthias,

ich stimme Dir voll zu.
Nur möchte ich das nochmal ergänzen um einen weiteren Aspekt, nämlich das Thema.
Ein Spiel mit einfachen Regeln aber einem Thema, das Kindern nichts sagt, ist eigentlich auch nicht ab 8 geeignet. Zwei Beispiele.
Zooloretto ist aus meiner Sicht ein ideales Familienspiel, weil es eine recht einfache Regel hat und ein kinderfreundliches Thema. Kinder freuen sich königlcih, wenn sie einen Baby-Elefanten bekommen.
So habe ich auch bei Maori festgestellt, dass gerade der Blumenkranz die Kinder fasziniert, manche haben nur das eine Ziel, einen solchen Kranz fertig zu bekommen.
Wenn das Thema den Kindern nicht sagt, macht auch eine einfache Regel ein Spiel nicht interessant.

Gruß

Günter

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Frank -Riemi- Riemenschneider
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Re: Familientauglich?

Beitragvon Frank -Riemi- Riemenschneider » 5. Mai 2009, 12:32

Familientaugliche Kinderspiele sind sozialer Kitt.
Sie bringen die ganze Familie zum spielen.
Es liegt aber an den Erwachsenen wenn Kinder zu Hause wenig spielen. Viele Eltern/Großeltern bringen keine Geduld/Konzentration mehr auf sich in Regeln einzuarbeiten. Wie sollen dann die Kinder es lernen? Sie schauen sich das Verhalten der Größeren ab. Wenn Papa/Mama dann auch noch sagen: "Wie langweilig. Alles viel zu kompliziert geschrieben! Das kann doch keiner verstehen. Das soll ein Kinderspiel sein!? Kann doch überhaupt keinen Spaß machen", ist das für Kinder so. So werden genau die Hürden/Ängste aufgebaut, an denen wir uns abarbeiten müssen. Und dann kommt der Günter in die Schule ;-)
Deswegen ist die Aktion "Spielen macht Schule" so wichtig.

Familien-, Generationenspiele müssten demnach ab sechs Jahren sein und dürfen auch den Großvater nicht überfordern.

Nice Dice

Riemi

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Luis A.
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Re: Familientauglich?

Beitragvon Luis A. » 5. Mai 2009, 12:59

jau. stimmt. das ist echt ein relikt aus alter zeit, das mit den altersangaben. früher wurde ja sogar immer noch eine höchstalterszahl angegeben. ich erinnere mich an angaben wir von 8 bis 88 oder von 9 bis 99. sehr lustig.

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Christian Hildenbrand

Re: Familientauglich?

Beitragvon Christian Hildenbrand » 5. Mai 2009, 13:15

Was sind denn dann "familientaugliche" Spiele?
Gibt es ein paar aktuelle Beispiele?

Grüße,

Christian (hat Familie)

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Klaus Knechtskern
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OT: TV-Fernbedienung

Beitragvon Klaus Knechtskern » 5. Mai 2009, 13:48

"Matthias Prinz" hat am 05.05.2009 geschrieben:
> Hallo Günter,
>
> ich sehe das ähnlich. Ich gehe sogar einen Schritt weiter
> und halte die Altersangabe auf Spielen für nicht
> aussagekräftig. Das ist vermutlich ein Relikt, das über
> Generationen immer mitgetragen wurde, aber keiner mehr
> hinterfragt. Genau wie z.B: die rot, blau, grün und gelben
> Knöpfe einer TV-Fernbedienung. Weiß jemand, für was die gut
> sind? ;)
>

Die sind mit verschiedenen Funktionen belegt, je nach dem ob gerade der
Videotext aktiv ist oder das normale Fernsehbild


Loewe-verwöhnte Grüße

klaus

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Frank -Riemi- Riemenschneider
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Re: Familientauglich?

Beitragvon Frank -Riemi- Riemenschneider » 5. Mai 2009, 13:52

Christian Hildenbrand schrieb:
>
> Was sind denn dann "familientaugliche" Spiele?
> Gibt es ein paar aktuelle Beispiele?
>
>Klar, z.B. "Das Magische Labyrinth"

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Jerry

Re: Familientauglich?

Beitragvon Jerry » 5. Mai 2009, 13:57

Christian Hildenbrand schrieb:

> Was sind denn dann "familientaugliche" Spiele?
> Gibt es ein paar aktuelle Beispiele?

Als Vater von zwei Kindern (6 & 8) will ich mich mal zu Wort melden.

Zunächst: "Familentauglich" ist ein schwammiger Begriff denn zwischen einer Vielspielerfamilie und einer Niespielerfamilie liegen in dieser Hinsicht Welten.
Wenn man aber mal ein gewisses Interesse an Spielen voraussetzt, dann muss ein Familienspiel so gestrickt sein, dass es mehrere Generationen am Tisch halten kann.

Ich empfinde ein Spiel als familientauglich wenn es folgende Kriterien erfüllt:

- Einfacher Zugang
- Elegante Regeln (also keine fünf verschiedenen Siegpunktquellen)
- Klare, stringente Zugabläufe
- Starke Thematik
- Hoher Spaßfaktor

aber auch (und vor allem):
- Taktische Möglichkeiten die über Memory und Würfeln hinausgehen (sonst langweilen sich die Erwachsenen).

Beispiele für hervorragende Familienspiele sind:

- Zug um Zug
- Carcassonne
- Cartagena - Die Flucht
- Pingu Party
- 6 nimmt!
- Uno
- Maori (2009er Nürnberg Neuheit)

Insbesondere Carcassonne, 6 nimmt und Zug um Zug sind echte Ausnahmespiele die hervorragend im Familienkreis mit Spielern fast beliebigen Alters funktionieren. Zudem kann man beide mit 1-2 Hausregeln leicht auf kleine Kinder (5-7) skalieren.

Gruß,
J.

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Jerry

Re: Familientauglich?

Beitragvon Jerry » 5. Mai 2009, 14:01

Günter Burkhardt schrieb:

> Ein Spiel mit einfachen Regeln aber einem Thema, das Kindern
> nichts sagt, ist eigentlich auch nicht ab 8 geeignet.

Diese Aussage würde ich etwas abschwächen. Natürlich ist ein tolles Thema sehr hilfreich (bei uns ist Cartagena wegen des Piratenthemas ein Hit) aber es geht auch ohne, siehe Uno oder 6nimmt!

J.

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Ralf Arnemann
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Re: Familientauglich?

Beitragvon Ralf Arnemann » 5. Mai 2009, 14:27

Da stellt sich jetzt die Frage, was das für eine Grundschule war, mit welchem sozialen Hintergrund, und ob man das nun deutschlandweit verallgemeinern kann.

Ansonsten richtet sich das "familientauglich" natürlich an potentielle Kunden.
D.h. es bedeutet "tauglich für Familien, die spielen wollen (und dies auch immer wieder mal tun)".

Eine Familie, in der nur Fernseher und Playstation die Freizeit bestimmen, wird auch nie auf die Idee kommen, ein Spiel zu kaufen und dabei auf "familientauglich" zu achten.

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Erklärbär
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Re: Familientauglich?

Beitragvon Erklärbär » 5. Mai 2009, 15:39

rolf schrieb:
> Ich habe des öfteren beobachtet (gerade zu Weihnachten), wenn im Supermarkt ein Spiel gekauft wird: "Das Spiel ist ab 8 Jahre, sieht gut aus, das nehmen wir."

Immer wieder möglich. Aber ist dann nicht ein Spiel für ein spezifisches Kind, und fällt somit aus dem Thema "familientauglich" heraus?

Und damit bin ich bei der Frage: Werden Spiele überhaupt nach dem Gesichtspunkt "familientauglich", also - da die Eltern meist die Kaufenden sind - "für uns" gekauft?

Diese Frage stellt sich zwar aus dem Forumsbegriff und der typischen SdJ=familientauglich-Annahme heraus. Aber kaufen Familien die Spiele für die Kinder oder für alle? Eher doch ersteres!

Wobei bei der Frage nach der Altersangabe gelegentlich noch verstärkend hinzu kommt, dass höhere Generation auch noch die Kinder für "älter" halten, wenn sie ihre Kinder/Nichten/Enkel als besonders gescheit ansehen. Also eher ein Spiel "ab 10" schenken, wenn's gerade 9 Jahre alt wird. Während die Verlage lieber keinen ausgrenzen wollen - und die Schere weiter auseinander geht.

Servus,
Heinz (regt sich insbesondere über die Days-of-Wonder-Altersangaben auf, z.B. von "ZuZ Skandinavien" oder "Schatten über Camelot")

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Erklärbär
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Beiträge: 133

Re: Familientauglich?

Beitragvon Erklärbär » 5. Mai 2009, 15:56

Hallo ode,

ich vermute, es geht Günter schlicht darum, den hier im Forum so locker verwendeten Begriff "fam.tauglich" einmal zu relativieren, da seine Erfahrung weit von dem abweicht, was hier im Forum bereits als "fam.tauglich" angenommen wird.

Und dann es mir bereits klar, dass dies ein anderer Blickwinkel ist. Was - wie bei Dir - sein *kann* und und was man - wie bei Günter - annehmen *sollte* fällt weit auseinander. Damit sollte eine Forums-taugliche "Definition" eher zum kleinsten gemeinsamen Nenner als zu "alle mögliche Blickwinkel" neigen.

Servus,
Heinz (der "Niagara" einmal, direkt nach der SdJ-Krönung, der gesamten vierten Klasse seines Sohnes erklärte - Niagara ist ab 8, aber den i.d.R. Zehnjährigen war dies am Limit)

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ode

Re: Familientauglich?

Beitragvon ode » 5. Mai 2009, 16:08

Das war mir bewußt. Trotzdem sehe ich das Problem nicht im Begriff "familientauglich". Der ist nämlich verschiedentlich auslegbar. Wenn du es genau haben willst, dann müssen wir dazu übergehen auch den BEgriff zu erweitern. "Vielspielerfamilientauglich" und "wenigspielerfamilientauglich".

Und hier im Forum gibt es sicherlich mehr Vielspieler mit Kindern, weshalb es durchaus sinnvoll ist den Begriff "familientauglich" hier mit "vielspielerfamilientauglich" gleichzusetzen. Finde ich...

Wenn du weiter gehen willst, dann musst du auch noch in "wenigspielerfamilientauglich mit kleinen Kindern" und "wenigspielerfamilientauglich mit größeren Kindern".

Das Ganze wird der Sache eh nicht gerecht. Einen passenden Begriff für alles wirst du nicht finden und so wie er hier benutzt wird, ist es durchaus okay. Das sagen Matthias und Günter ja auch selber, in der kleinen Nebendiskussion um das Alter auf der Schachtel...

ode.

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Micha A.
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RE: Familientauglich?

Beitragvon Micha A. » 5. Mai 2009, 17:39


> Insbesondere Carcassonne, 6 nimmt und Zug um Zug sind echte
> Ausnahmespiele die hervorragend im Familienkreis mit
> Spielern fast beliebigen Alters funktionieren. Zudem kann
> man beide mit 1-2 Hausregeln leicht auf kleine Kinder (5-7)
> skalieren.

Interesse...!
Sach mal die Hausregeln für 6 nimmt an.

Gruß
Micha (interessiert, da Kinder von 5 und 7 vorhanden, wobei die Hausregel nur für den 5 Jährigen erforderlich ist)

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
"Never argue with idiots. They bring you down to their level, then beat you with experience."

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Jerry

RE: Familientauglich?

Beitragvon Jerry » 5. Mai 2009, 18:09

Micha A. schrieb:

> Interesse...!
> Sach mal die Hausregeln für 6 nimmt an.

Hausregeln haben wir nur für Zug um Zug und Carcassonne. 6nimmt kann man an sich ohne Hausregeln spielen allerdings wohl kaum mit normalen 5jährigen. Das Kind sollte schon sicher im 20er-Raum rechnen können und das kriegen die meisten 5jährigen nicht hin (unsere konnten das mit 5 jedenfalls nicht :-) )

Für Zug um Zug spielen wir mit der Regel dass alle genau 3 Streckenkarten erhalten und der Kleinste (6J) deren Endstationen mit Holzklötzchen markiert bekommt so dass er auch ohne Lesekünste weiss von wo nach wo er bauen muss. Ausserdem bekommt er für nicht gebaute Strecken keine Miesen.

Bei Caracassonne lassen wir einfach die Wiesenregel weg. Klappt auch wunderbar.


-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
> "Never argue with idiots. They bring you down to their level,
> then beat you with experience."

Wie wahr, wie wahr ...

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Klaus Knechtskern
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Beiträge: 1660

OT

Beitragvon Klaus Knechtskern » 5. Mai 2009, 18:34

"Jerry" hat am 05.05.2009 geschrieben:

>
> aber auch (und vor allem):
> - Taktische Möglichkeiten die über Memory und Würfeln
> hinausgehen (sonst langweilen sich die Erwachsenen).
>
.
.
.
>
> Gruß,
> J.


Hüstel, Du meinst wohl eher um die vernichtenden Memoryniederlagen der Erwachsenen zu vermeiden ;-)

Klaus

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Micha A.
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Beiträge: 1340

RE: Familientauglich?

Beitragvon Micha A. » 5. Mai 2009, 18:50

"Jerry" hat am 05.05.2009 geschrieben:

> 6nimmt kann man an sich ohne Hausregeln spielen allerdings
> wohl kaum mit normalen 5jährigen.

Ja, das musste ich leider auch feststellen. Er kann zwar schon über 100 zählen und "unter Schmerzen ;-) " auch bis 20 rechnen, aber die Sicherheit und das "Gefühl" für die Zahlenräume fehlt noch komplett.

ZuZ haben wir nicht (mehr).

Aber das da...

> Bei Caracassonne lassen wir einfach die Wiesenregel weg.

...werden wir umgehend ausprobieren. Danke für den Tipp!

Gruß
Micha


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Gummidoc
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Re: Familientauglich?

Beitragvon Gummidoc » 5. Mai 2009, 21:44

ode schrieb:
>
> Das war mir bewußt. Trotzdem sehe ich das Problem nicht im
> Begriff "familientauglich". Der ist nämlich verschiedentlich
> auslegbar. Wenn du es genau haben willst, dann müssen wir
> dazu übergehen auch den BEgriff zu erweitern.
> "Vielspielerfamilientauglich" und
> "wenigspielerfamilientauglich".

Hallo alle zusammen,

also ich stimme ode 100% zu.Wir sind eine "Vielspielerfamilie" und wir spielen wirklich sehr viel mit unserer fast sechsjährigen Tochter.Und Sie spielt auch sehr gerne "Fits" und das nicht nur weil die Steinchen so schön aussehen.Und wir spielen mit ihr die normale Version mit allen vier Tafeln.Also ich denke man muß da schon unterscheiden wie oft wird denn in einem Haushalt mit Kindern gespielt!So liegt auch die Hürde der Altersangabe für jedes Kind anders.

Verspielte Grüsse aus Stuttgart.( Die hoffentlich Wolfsburg am Samstag schlagen werden und somit die Meisterschaft noch einmal spannend machen.) :-)))

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Ferdinand Köther
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Re: Familientauglich?

Beitragvon Ferdinand Köther » 5. Mai 2009, 22:01

Sowohl Alters- als auch Zeitangaben auf vielen/den meisten Spielen liegen weit daneben.

Zeitangaben treffen allenfalls mal zu, wenn alle Beteiligten das Spiel aus dem ff kennen - das ist aber selten der Fall. Ich meine nicht die Erklärzeit, die ist außen vor, aber wer ein Spiel gut kennt, kann es schneller spielen und tut es auch als jemand, der es nicht oder kaum (noch) kennt und erst mal alle Möglichkeiten (wieder) abwägen und ausloten muss.

Altersangaben treffen höchstens mal auf "gut erzogene" ;-) Kinder aus Spielerfamilien und vielleicht auch auf den ein oder anderen Pfiffikus zu.
Bei reinen Kinderspielen (< 6)mag das anders sein, kA.

Faustregel: Altersangabe + 30 - 50%, Zeitangabe + 50 - 100%.

Grüße + 200 - 300%,
Ferdi


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