Beitragvon Ferdinand Köther » 26. November 2009, 22:09
Mir scheint der Artikel (habe ihn nur überflogen) von jemandem geschrieben zu sein, der sich sich halt auch mal mit sowas beschäftigt, aber im Großen Ganzen kA davon hat.
Das wirft für mich zwei (mindestens) Fragen auf:
1. Warum darf ein Banause über etwas schreiben, von dem er wenig versteht?
2. Ist das nicht sogar Sinn der Sache? Denn die meisten Leute sind gegenüber den meisten Dingen Banausen, also kann vielleicht gerade ein solcher die anderen auf etwas hinweisen, das sie interessieren könnte?
Machen wir uns doch nix vor - hier im Forum tummeln sich ein paar Hundert "Experten" (oft genug mit ???? versehen, nix für ungut), deutschlandweit gibt es vielleicht eine im sehr unteren fünfstelligen Bereich befindliche Anzahl Leute, die sich intensiv mit Spielen unserer Art befassen - global gesehen noch sehr sehr viel weniger.
Wenn z. B. ein Theaterfuzzi eine Aufführung kritisiert, kann ich damit wahrscheinlich wenig anfangen - wenn ich aber ein Theaterstück kritisieren würde (ogottogott), träfe das vermutlich eher den Nerv aller Theaterbanausen, wie ich es bin. Die Menge der regelmäßigen Theaterbesucher ("Experten") dürfte noch weit unter der der regelmäßigen Spieler liegen, sowas steht trotzdem fast täglich in fast jeder Zeitung, nur so nebenbei - und damit nix gegen Theater, wem's Spaß macht, warum denn nicht? Ich glaube aber, dass die kulturelle Bedeutung maßlos überschätzt wird, aber das führt jetzt von Höchsken auf Stöchsken ...
"Man" geht einmal im Jahr ins Theater, "man" kauft einmal im Jahr das SdJ ...
Also, bei aller Kritik, auch Freude, dass das Medium Spiel beachtet wird (was immer seltener wird, meine ich).
Fragende Grüße,
Ferdi