Beitragvon David Rosenberg » 14. Dezember 2009, 10:55
Hallo Rollum,
das nachfolgende ist natürlich rein subjektiv und beruht auf meinen persönlichen (nicht wirklich zahlreichen) Erfahrungen mit dem Spiel.
Ich habe das Spiel einmal zu zweit und einmal zu viert gespielt und kann sagen, dass es mir in größerer Besetzung deutlich besser gefällt.
Das Spiel hat auf der einen Seite sehr klassische Elemente wie z.B. das Entwickeln der eigenen Zivilisation über das Bauen von Städten bzw. Anschaffen von Entwicklungsplättchen oder auch das Expandieren auf der Karte. Der für mich eigentlich innovative Mechanismus besteht in den "Spiegel-Runden", da man in zwei aufeinander folgenden Runden jeweils die gleichen Aktionen durchführen muss. So muss man bei der Wahl der Aktionen in Runde 1 teilweise schon sehr gut nachdenken, ob die Wahl auch für die Folgerunde Sinn macht. Dies ist ein sehr schöner Mechanismus, wie ich finde.
Was das Spielgefühl in der 2er-Partie etwas getrübt hat war die Tatsache, dass die Regionen-Verteilung auf dem Spielplan deutlich wichtiger wurde und die anderen Elemente des Spiels deutlich in den Hintergrund gedrängt wurden.
Anders gesagt: Zu zweit spielt sich "Rise of Empires" eher wie eine gnadenlose Risiko-Variante, die nach der Hälfte bereits entschieden sein kann. Zu viert hatte ich den Eindruck, ein sehr elegantes Zivilisationsspiel mit innovativem Zugmechanismus zu spielen, das bis zum letzten Moment spannend geblieben ist.
Der gleiche Eindruck wurde mir in Willingen von zwei Freunden, die ebenfalls eine 2er-Partie spielten, bestätigt.
Viele Grüße
David